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25.06.2018 | Originalbeitrag | Ausgabe 3/2018

Gesunde Pflanzen 3/2018

Berechnung des Umweltrisikos der Pflanzenschutzmittelanwendungen in den Vergleichsbetrieben mittels SYNOPS

Zeitschrift:
Gesunde Pflanzen > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Jörn Strassemeyer, Burkhard Golla

Zusammenfassung

Die allgemeinen Grundsätze des Integrierten Pflanzenschutzes aus dem Anhang III der Pflanzenschutzrahmenrichtlinie der EU (2009/128/EG) beschreiben die Basisstrategie des integrierten Pflanzenschutzes. Danach müssen eingesetzte Pflanzenschutzmittel soweit zielartenspezifisch wie möglich sein und die geringsten Nebenwirkungen auf die menschliche Gesundheit, Nichtzielorganismen und die Umwelt haben. Daher ist eine Abschätzung des Umweltrisikos unerlässlich und ein wesentlicher Bestandteil in der Bewertung von Pflanzenschutzverfahren.
In dieser Studie wurden die in den Vergleichsbetrieben von 2007 bis 2016 erfassten Pflanzenschutzmaßnahmen in den Kulturen Winterweizen (WW), Wintergerste (WG) und Winterraps (WR) mit dem Indikator SYNOPS-GIS in einer deutschlandweiten räumlichen Risikoanalyse bewertet. Die dafür notwenigen Umwelt- und Flächenparameter wurden auf der Basis von Landschaftsmodellen mit Hilfe von GIS- und Datenbankprozeduren flächenspezifisch ermittelt. Die erhobenen Anwendungsmuster wurden per Zufallsverteilung den Flächen kulturspezifisch zugeordnet und die Anwendungsbestimmungen der angewandten Mittel einschließlich der Auflagen zur Risikominderung und den physikochemischen Eigenschaften der Wirkstoffe aus relevanten Datenbanken entnommen. Auf dieser Datenbasis wurde eine flächenspezifische Risikoanalyse für einzelne Jahre durchgeführt, die über weitere Aggregationsschritte als Risikoindizes für Anwendungsmuster oder als räumliche Risikoindizes zusammengefasst wurden.
Für alle Anwendungsmuster konnte eine hohe Variabilität des Umweltrisikos dargestellt werden. Eine Korrelation der Risikoindizes mit dem Behandlungsindex konnte für keine der drei Kulturen festgestellt werden. Des Weiteren zeigte die Risikoanalyse, dass in allen drei Kulturen der Einsatz von Herbiziden maßgeblich zum Gesamtrisiko für aquatische Organismen beitrug. Dagegen wurde das Risiko für Nichtziel-Arthropoden (NTA) überwiegend durch Insektizide bestimmt.
Der Risikotrend der 90.-Perzentile für Winterweizen und Wintergerste zeigte über den gesamten Bewertungszeitraum von 2007–2016 eine Abnahme des aquatischen Risikos (WW: −29 % und WG: −43 %) und des Risikos für NTA (WW: −59 % und WG: −77 %). Im Winterraps wurde dagegen eine Zunahme beider Risikoindizes (aquatisch: 44 % und NTA: 35 %) beobachtet.

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