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Der Artikel untersucht die historischen Bergbaustätten im Bernstein-Rechnitzer-Fenster im Burgenland, die von der Bronzezeit bis ins 19. Jahrhundert genutzt wurden. Der Fokus liegt auf der Identifizierung und Analyse von Bergbaustrukturen wie Pingen, Halden und Verhüttungsplätzen mithilfe von Airborne Laser Scanning (ALS) und werkstoffkundlichen Untersuchungen. Zehn Fundstellen wurden lokalisiert und dokumentiert, darunter Bergbaureviere in Stadtschlaining, Goberling, Mariasdorf und Unterkohlstätten. Die Untersuchungen umfassen die Analyse von Schlacken, Erzproben und anderen Fundstücken, die Aufschluss über die historischen Bergbauaktivitäten und die verwendeten Techniken geben. Besonders hervorzuheben sind die detaillierten Beschreibungen der einzelnen Fundstellen und die Kombination von modernen Technologien mit traditionellen Methoden. Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass ALS eine wertvolle Methode zur Auffindung alter Bergbaustrukturen ist, die jedoch durch Feldbegehungen und Materialuntersuchungen ergänzt werden muss, um ein vollständiges Bild zu erhalten.
KI-Generiert
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Zusammenfassung
Innerhalb des sogenannten Bernstein-Rechnitzer-Fensters wurde im Mittelalter und der frühen Neuzeit umfangreicher Kupferbergbau, ab dem 19. Jahrhundert intensiver Antimonbergbau, betrieben. Von den Bergbauen des 19. und 20. Jahrhunderts sind die Standorte aufgrund alter Karten bekannt. Die Bergwerke sind heute in der Natur kaum noch als solche zu erkennen (rund zwei Drittel des Bernstein-Rechnitzer-Fensters sind bewaldet) oder bereits in Vergessenheit geraten. Mittels Airborne Laser Scanning (ALS) ist es jedoch möglich, alte Bergbaustrukturen wie Halden und Pingen sowie Gebäudereste zu erkennen. Bei Feldbegehungen können die ALS Daten mit den lokalen Gegebenheiten abgeglichen werden. Zusätzlich konnten einzelne Schlacken und Erzfragmente aufgesammelt und metallographisch untersucht werden.
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
1 Einleitung
An der Schwelle vom Mittel- zum Südburgenland, an den östlichsten Ausläufern der Ostalpen, befindet sich das sogenannte Bernstein-Rechnitzer-Fenster, eine geologische Formation des Penninikums [1]. Innerhalb des Bernstein-Rechnitzer-Fensters finden sich Kupferkiesvererzungen, Pyrit, Asbest, Braunkohle und Antimon [2]. Der Abbau und die Nutzung von Kupfer und Antimon in der Region lassen sich jedoch bis in die Bronzezeit zurückverfolgen [3]. Während des 16. bis 18. Jahrhunderts florierte besonders der Kupferbergbau in den Regionen Bernstein und Schlaining, ebenso wurden Waldglashütten im 18. und 19. Jahrhundert in dieser Umgebung betrieben [4]. Ab dem 19. Jahrhundert wird dieser vom Antimonbergbau im Raum Schlaining und der Braunkohlegewinnung in Tauchen und Mariasdorf verdrängt.
2 Untersuchungsmethoden
2.1 Auffindung von Bergbauspuren durch Airborne-Laser-Scanning
Viele Bergbauspuren sind mit freiem Auge nicht mehr als solche erkennbar. Pingen und Halden lassen sich unter der Vegetation kaum als solche identifizieren, da sich mehrere Standorte heute im bewaldeten Gebiet befinden. Das Flugzeuggetragene Laserscanning (Airborne Laser Scanning, ALS) erlaubt es aber, Geländestrukturen auch in bewaldeten Gebieten zu erkennen. Durch Messung der reflektierten Laserimpulse kann die Geländeoberfläche modelliert werden [5]. Diese berechneten Geländemodelle können mit unterschiedlichen Visualisierungen dargestellt werden [6, 7], welche sich an der Fragestellung oder der Sichtbarkeit der Strukturen orientieren.
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Relevant für die Auffindung von Bergbauspuren ist die Tatsache, dass der Bergbau mehrere Stufen und Arbeitsschritte durchläuft. Diese produzieren oder verursachen unterschiedlichste Hinterlassenschaften, die sich teilweise topografisch erfassen lassen [6].
Die einzelnen Bergbaustrukturen werden in „primär“ oder „sekundär“ eingeteilt [8].
Mittels ALS lassen sich Bergbauspuren auf bis zu 0,5 m genau erfassen. Für diesen Beitrag wurden die Daten vom Land Burgenland frei zur Verfügung gestellt [9]. Da Bergbaustrukturen im digitalen Geländemodell unterschiedlich stark ausgeprägt sind, müssen die erfassten Strukturen auch vor Ort überprüft und dokumentiert werden.
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2.2 Werkstoffkundliche Untersuchungen
Für die metallographische Präparation wurden von den Fundstücken kleinere Teile mit einer Trennmaschine abgeschnitten. Diese Teile wurden unter Vakuum in Epoxidharz kalteingebettet, um Porosität zu vermeiden. Danach erfolgte eine übliche metallographische Präparation bis zu 1 µm Diamantsuspension. Bei Schlacken und Erzproben ist das Gefüge auch ohne Ätzung sichtbar. Die Untersuchung der Schliffe erfolgte mittels Lichtmikroskop (LOM) und Rasterelektronenmikroskop (REM) im Rückstreuelektronendetektor (BSE). Für die Elementanalyse im REM stand auch die energiedispersive Röntgenanalyse (EDX) zur Verfügung.
3 Lokalisierter Bergbau
Bei der Bearbeitung der ALS Daten wurden 10 Fundstellen mit Bergbauaktivitäten lokalisiert (Abb. 1). Diese wurden auch begangen und dokumentiert.
Abb. 1
Karte der Region des Rechnitzer Fensters mit den in der Arbeit beschriebenen Fundstellen
Von zwei Fundstellen wurde Probenmaterial werkstoffkundlich untersucht.
3.1 Kurtrevier, KG Stadtschlaining
In der ALS Darstellung des Bergbaus Kurtrevier erkennt man Halden, Pingen und das Mundloch des Bergwerks (Abb. 2a). Im Bergbaurevier Stadtschlaining wurde über lange Zeit Antimonit (Sb2S3) abgebaut und verarbeitet [10]. Auf der großen Abraumhalde (Abb. 2b) kann man noch immer gräulich-gefärbtes Antimonerz finden. Aus einem verschlossenen Mundloch im Westbereich des Kurtrevieres (Abb. 2c) läuft noch immer Wasser aus dem Stollen. Von den Betriebsgebäuden ist nichts mehr erhalten.
Abb. 2
Kultrevier in der KG Stadtschlaining. (a ALS Geländemodell, b Abraumhalde, c Mundloch des verschlossenen Stollens)
Im Ried Lebern in der KG Goberling wurde ebenfalls Antimonit abgebaut. Das Bergwerksareal erstreckt sich über ein rund 1 km großes Areal, was im ALS Geländemodell gut ersichtlich ist (Abb. 3a). Vor Ort sind zahlreiche Bergbaustrukturen erkennbar, wie etwa Halden und eine 200 × 200 m mächtige Hangrutschung. Weiters sind ein verfallener Luftschacht (Abb. 3b) sowie ein verschüttetes Mundloch eines Abbaus sichtbar (Abb. 3c). Besonders markant ist die massive Abraumhalde, welche von der Straße durchtrennt wurde. Von den Gebäuden und Fördereinrichtungen ist heute nichts mehr vorhanden. Neben Antimonit wurde auch Kupferkies (CuFeS2) und Pyrit (FeS2) abgebaut.
Abb. 3
Ried Lebern, KG Goberling. (a ALS Geländemodell, b Luftschacht, c verschüttetes Mundloch)
Im Ortsteil Bergwerk, der zur Marktgemeinde Mariasdorf gehört, fanden über lange Zeit Bergbauaktivitäten statt, da Kupfererze gefunden wurden. Eine Kupferhütte wurde bereits zwischen 1644 und 1694 von der Familie Batthyany betrieben. Vermutlich wurde der Betrieb eingestellt, nachdem die umliegenden Waldbestände dezimiert waren und dadurch Holz fehlte.
In den ALS-Daten lassen sich Haldenstrukturen in Form von markanten Geländeerhebungen eindeutig erkennen (Abb. 4a). Der Stolleneingang ist heute noch durch auslaufendes, verfärbtes Wasser zu erkennen. Am Standort der ehemaligen Kupferhütte, heute im Ort Bergwerk im Bereich von Haus 1, wurden bereits 1985 Funde von Schlacken, Keramik und Ofenfragmenten gemeldet. 2023 wurde bei Straßenarbeiten eine graue Schicht angeschnitten (Abb. 4b), in der auch Verhüttungsschlacken gefunden wurden (Abb. 4c).
Abb. 4
Kupferhütte Bergwerk, Marktgemeinde Mariasdor. (a ALS Geländemodell, b Bergbauspuren an der grauen Verfärbung erkennbar, c Schlackenfragmente aus der grauen Schicht)
In der ALS Auswertung konnten im Bereich der Häuser von Langau und im Bereich des Langaubaches mehrere Erhebungen lokalisiert werden (Abb. 5a). Bei der Begehung wurde an diesen Erhebungen rötliches Erdmaterial vorgefunden (Abb. 5b). Bei genauerer Untersuchung zeigten sich im Bereich des Baches, unterhalb einer der Strukturen, zahlreiche Rösterzfragmente, Tiegelbruchstücke und rötlich verfärbte Konkretionen (Abb. 5c).
Abb. 5
Ried Langau, KG Unterkohlstätten. (a ALS Geländemodell, b Erhebungen mit rötlichem Erdmaterial, c Bachufer enthält diverse Fundstücke)
An dieser Fundstelle wurden Kupferkies und Pyrit abgebaut oder verarbeitet [11].
3.5 Redlschlagstollen und Steinstückl, KG Redlschlag
In der KG Redlschlag gibt es den Redlschlagstollen (Abb. 6a–c) und die Fundstelle Steinstückl (Abb. 6d–f). Im ALS Modell ist der Redlschlagstollen im Bereich eines aufgestauten Teichs zu sehen (Abb. 6a). Eine Begehung zeigte, dass der Stollen mehrere Meter zugänglich ist. Im Eingangsbereich des Stollens ist Wasser aufgestaut, welches aus dem Mundloch in den davorliegenden Teich fließt (Abb. 6b, c). In diesem Stollen wurde überwiegend Kupferkies abgebaut.
Abb. 6
Redlschlagstollen und Steinstückl, KG Redlschlag. (a ALS Geländemodell der Umgebung des Redlschlagstollens, b Stollenmundloch mit davorliegendem Teich, c Stollenmundloch von innen, d ALS Geländemodell Steinstückl, e Halde mit Weg, f Zugang zum Stollen)
Bei der Fundstelle Steinstückl zeigt die ALS Visualisierung drei hangabwärts verlaufende Haldenkörper (Abb. 6d). Die drei Halden sind stufenartig nach Westen ausgerichtet und weisen jeweils einen Zufahrtsweg auf (Abb. 6e). Der Zugang zum Stollen ist steinbruchartig angelegt und als markante Vertiefung in den ALS-Daten und im Gelände sichtbar (Abb. 6f). Hier wurde neben Kupferkies auch Pyrit abgebaut.
3.6 Puhrstollen. KG Bernstein
Der sogenannte „Puhrstollen“ liegt im Gebiet der KG Bernstein und diente zum Abbau von Kupferkies und Pyrit. In der ALD-Darstellung sind auf unterschiedlichen Ebenen einige Haldenkörper und das Mundloch des Stollens erkennbar (Abb. 7a). Innerhalb des Stollens (Abb. 7b) sind Malachit-Azurit-Ausblühungen an den Wänden zu sehen (Abb. 7c). Der Haldenkörper war bei der Begehung kaum wahrnehmbar.
Abb. 7
Puhrstollen. KG Bernstein. (a ALS Geländemodell, b innerhalb des Stollens, c Ausblühungen von Malachit und Azurit)
3.7 Kupferhütte Deutsch Gerisdorf, KG Deutsch Gerisdorf
Die ALS Darstellung zeigt ein großflächiges Areal, in dem Gebäudereste in Form von seichten Geländeerhebungen erkennbar sind (Abb. 8a). Diese Erhebungen sind im Gelände nur schwer zu erkennen (Abb. 8b).
Abb. 8
Kupferhütte Deutsch Gerisdorf, KG Deutsch Gerisdorf. (a ALS Geländemodell, b Gelände mit leichten Erhebungen, c „Ofensau“ im Felsenmuseum Bernstein)
In Deutsch Gerisdorf wurde in den 1860er Jahren eine Kupferschmelzhütte betrieben, welche die Erze Kupferkies und Pyrit aus Glashütten bei Schlaining sowie aus Redlschlag verarbeitete [12, 13]. Die benötigte Kohle für die Hütte stammte aus dem Braunkohlebergwerk Bubendorf.
Die exakte Lage der Kupferhütte wurde 1972 durch den lokalen Heimatforscher Josef Polatschek eruiert [10]. Dieser vermerkte in seinen Fundberichten eine „Ofensau“, welche heute im Felsenmuseum Bernstein zu besichtigen ist (Abb. 8c).
Bei der Begehung wurden Reste von Verhüttungsschlacken und ein Ofenwandfragment gefunden. In einem nahegelegenen Bachbett wurde auch ein Gesteinsbrocken geborgen, der aufgrund seiner grünen und blauen Korrosionsprodukte sehr auffällig war. Diese Fundstücke wurden auch metallographisch untersucht.
In diesem Schlackenfragment (Abb. 9a) sind neben den Schlackenbestandteilen Fayalit (Fe2SiO4), Wüstit (FeO) und Glasphase auch noch Reste von Kupfererz sowie Kupferkorrosionsprodukte vorhanden (Abb. 9b–e). Diese Gefüge sind in üblichen Kupferschlacken zu finden [14‐18]. Auffällig sind auch größere Mengen an Holzkohleresten, deren Poren teilweise mit Korrosionsprodukten oder Schlacke verfüllt sind (Abb. 9d–f).
Abb. 9
Kupferhütte Deutsch Gerisdorf, Schlackenfragment. (a Foto, b–e LOM, e polarisiertes Licht, f REM)
Im Gefüge des untersuchten Ofenwandfragments (Abb. 10a) sind bis zu 400 µm lange Fayalit-Balken zu erkennen (Abb. 10b–d). Neben dem Fayalit liegt auch noch Glasphase vor (Abb. 10e). Größere Einschlüsse von SiO2 dürften aus der Schmelze auskristallisiert sein, was auf sehr hohe Prozesstemperaturen schließen lässt (Abb. 10f). Eine REM-EDX Elementverteilung bestätigt den Aufbau der Schlacke aus Fayalit und Glasphase sowie die SiO2 Ausscheidungen (Abb. 11). Es wurden aber auch kupferhaltige Teile gefunden, die Schwefel enthalten. Dabei handelt es sich vermutlich um nicht umgesetztes Kupfererz.
Abb. 10
Kupferhütte Deutsch Gerisdorf, Ofenwandfragment. (a Foto, b, c LOM, c polarisiertes Licht, d–f REM)
Der im Bachbett der Güns gefundene Gesteinsbrocken beeindruckt durch seine Farbvielfalt (Abb. 12a). Im Anschliff ist erkennbar, dass die Ablagerung schichtweise erfolgte, woraus geschlossen werden kann, dass dies mit fortschreitender Zersetzung von kupferhältigem Material erfolgte (Abb. 12b, c). Dies ist mit der Bildung von Patina auf Kupfergegenständen vergleichbar [19‐22]. In den Korrosionsprodukten liegt neben Malachit (grün, Cu2(CO3)(OH)2) auch Azurit (blau, Cu3(CO3)2(OH)2) vor, was auf unterschiedliche Bedingungen bei der Abscheidung hinweist (Abb. 12d–f). Malachit entsteht bei neutralen bis leicht basischen Bedingungen, der Azurit bei eher sauren Bedingungen (pH 6) und erhöhter Carbonataktivität [23]. Die gelben bis braunen Ablagerungen bestehen aus verschiedenen Eisenhydroxiden (Abb. 12f, g). Die verschiedenen Ablagerungen sind auch gut im REM zu erkennen (Abb. 13c).
Abb. 12
Fragment aus der Güns im Bereich zwischen der KG Salmannsdorf und Günseck. (a Foto, (b–i) LOM, (c–g, i) polarisiertes Licht)
3.9 Glashütte der Herrschaft Bernstein, Bernstein Mönchsgraben
Die ehemalige Glashütte liegt im Mönchsgraben und im ALS Bild (Abb. 14a) sind Strukturen erkennbar, die den ehemaligen Glasöfen entsprechen könnten [24]. Bei der Begehung wurden Glasreste in einem Abhang nahe dem Bach gefunden (Abb. 14b). Auch innerhalb des Bachbettes fanden sich Glasreste, Keramikfragmente sowie stark verschlackte Ofenwandstücke, die vermutlich durch Erosion aus dem angeschnittenen Profil ausgeschwemmt worden waren (Abb. 14c).
Abb. 14
Glashütte der Herrschaft Bernstein, Bernstein Mönchsgraben. (a ALS Darstellung, b Abhang im Bereich der ehemaligen Glashütte, c Glasfunde aus dem Areal der Glashütte)
Die früheste nachweisbare Glashütte innerhalb der Herrschaft Bernstein wurde im Jahr 1633 durch Christoph Ehrenreich von Königsberg errichtet. Ein Schreiben vom 16. November desselben Jahres belegt, dass „die jüngst errichtete Glashütte“ enorme Mengen an Holz beanspruchte, was vermutlich bereits 1694 zur Schließung der Glashütte führte.
Die Ergebnisse von werkstoffkundlichen Untersuchung der Glasreste wurde bereits in einer anderen Arbeit beschrieben [25]. Es handelt sich bei den untersuchten Glasteilen um kein reines Waldglas, da neben Kalium auch Natrium enthalten ist.
4 Schlussfolgerungen
Airborne Laser Scanning (ALS) ist eine gute Möglichkeit, um alte Bergbaustrukturen aufzuspüren, da Halden, Pingen sowie Gebäudereste zu erkennen sind. Es besteht aber auch die Notwendigkeit von Feldbegehungen, um die ALS Daten mit den lokalen Gegebenheiten abzugleichen. Materialuntersuchungen an gefundenen Schlacken und Erzfragmenten ergänzen die Informationen zu den entsprechenden Fundstellen.
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Die im Laufe eines Jahres in der „adhäsion“ veröffentlichten Marktübersichten helfen Anwendern verschiedenster Branchen, sich einen gezielten Überblick über Lieferantenangebote zu verschaffen.