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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Begrüßung der Workshopteilnehmer durch den Konrektor der Universität Bremen

Begrüßung der Workshopteilnehmer durch den Konrektor der Universität Bremen

Meine sehr geehrten Damen und Herren, als Vertreter des Rektors der Universität darf ich Sie recht herzlich zu Ihrem Workshop “Lehrer fur Theorie und Praxis in berufsbildenden Schulen” begrüßen. Der Rektor, Herr Wittkows-ki, weilt z. Z. an der Universitat Danzig, mit der sich eine Partnerschaft zwischen den dortigen und den hiesigen Bremer Hochschulen anbahnt. Wir hoffen, daß gerade in diesen Tagen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet werden kann. Dementsprechend kann Herr Wittkowski heute diese Be-grüßung nicht vornehmen. Er wünscht Ihrer Tagung den von Ihnen erwarteten Erfolg. Die Universitat Bremen begrußt die Initiative zu diesem Experten-gespräch aus einer ganzen Reihe von Gründen.

Detlef Albers

Lehrer für berufliche Bildung - ein aktuelles Thema für Betroffene, Beteiligte und Verantwortliche

Lehrer für berufliche Bildung - ein aktuelles Thema für Betroffene, Beteiligte und Verantwortliche

Es gibt kein Thema, das bei nahezu beliebigen Veranstaltungen mit Berufsschullehrern mit solcher Regelmäßigkeit in den Mittelpunkt des Interesses gerät, wie das Thema unseres Workshops. Wo auch immer die Diskussion be-ginnt, bei Lehrplänen, Unterrichtsfächern, der Schulorganisation oder den Lehrmethoden, immer haufiger wird in den letzten Jahren auf Schwierigkei-ten verwiesen, die durch die Beschäftigung von Lehrevn und Lehvern für Faohprcuds an Berufsschulen entstehen - ein Schlusselproblem - so scheint es.

Felix Rauner

Der “Geteilte” Qualifikationsprozess als Aufgabengebiet für Lehrer und Lehrer für Fachpraxis — Situation und Bewertung aus Didaktisch-Curricularer Sicht

Frontmatter

“Theorie” und “Praxis” als Lehrinhalt - Situationsberichte

Eine Skizze für das Zusammenwirken von Fachtheorie und Fachpraxis bei einer Aufgabenteilung zwischen Studienrat und Fachlehrer im Lande Schleswig-Holstein

In der Berufsschule müssen Lehrer der Fachtheorie und bei Vollzeitmaßnahmen (BGJ, Berufsfachschulen, usw.) zusätzlich der Fachpraxis gerecht werden. In der Geschichte der Berufsschule hat die Lösung der Verklammerung beider Be-reiche schon irraner lebhafte Diskussionen ausgelöst. Am bekanntesten wurden die Formeln: der Betrieb sagt, “wie” etwas gemacht wird, und die Berufsschule sagt, “warurn” etwas so gemacht wird;oder: der Betrieb zeigt und lehrt das Berufskannen und die Berufsschule das Berufswissen.

Heinz Ihlenfeldt

Skizze zur Situation beruflicher Bildung und Ausbildung an saarländischen Berufsbildungszentren im Hinblick auf die Aufteilung in Vermittlung fachtheoretischer und fachpraktischer Kenntnisse und Fertigkeiten

Analog zur herkömmlichen dualen Ausbildung - mit dem Lernort Betrieb für die fachpraktischen und de, Lernort Berufsschule für die fachtheoretische Berufsbildungsinhalte – haben sich, trotz anderslautender Absichtserklärungen, auch innerhalb der Schule diese beiden Bereiche mehr oder weniger selbständig erhalten. Es gibt zwar Gesamtkonzeptionen und Gesamtpläne; deren Umsetzung aber wird immer wieder an Fachkommissionen aus den einzelnen Bereichen delegiert, und dort werden die Vorgaben und Aussagen eben doch nach alt überkommenen fachbereichsspezifischen Mustern interpretiert und angewandt. Die vielbeschworene Abstimmung bleibt dabei weitgehend auf der Strecke. Es soil dabei nicht unerwähnt bleiben, daß hundertprozentige Abstimmung ohnehin nicht möglich ist und daß eine solche sich in einem vernünftigen Rahmen bewegen muß. Was aber gefordert werden kann und gefordert werden muß, ist ständige Korrespondenz zwischen den Trägern der Bildung und Ausbildung in den beiden Bereichen, zwischen den Lehrern also; doch gerade hier zeigt sich ein Kernstück der Problematik, auf das später noch gesondert eingegangen werden soll.

Klaus Müller

Das berufspädagogische Tätigkeitsfeld der Lehrer für Fachtheorie und für Fachpraxis in den Vollzeit- und Teilzeiteinrichtungen beruflicher Schulen

Berufliche Bildung vollzieht sich im Rahmen der Erstausbildung in der Regel in dualer Form in den beruflichen Schulen und in den Ausbildungsbetrieben. Während in diesem Falle die fachpraktische Ausbildung in den Ausbildungsbetrieben durchgeführt wird, bleibt den beruflichen Schulen in erster Linie der fachtheoretische Bildungsanteil einer Grund- und Fachbildung bestimmter Ausbildungsberufe vorbehalten.

Herbert Zeymer

Die Auswirkung bildungspolitischer Prämissen auf die personelle und räumliche Situation der Berufsschule

1.1 Das Thema “Lehrer für Theorie und Praxis beruflicher Bildung” ist vielschichtig und mehrdeutig. Es läßt sich nur sinnvoll diskutieren, wenn man von vornherein gewisse Abgrenzungen und Einschränkungen vornimmt. Meine Einschränkungen bestehen.

Heinz Schütt

Empirische Untersuchungen zum geteilten Qualifikationsprozeß (Fachtheorieunterricht/Fachpraxisunterricht) an beruflichen Schulen

Seit langem ist die Problematik bekannt. Auch im Bereich der gewerblichtechnischen Berufsausbildung scheint die Ehe von Fachtheorie und Fachpraxis nicht eben glücklich zu verlaufen. Nun, vielleicht bestand sie ohnehin nur auf dem Papier — aber dieses ist ein schwacher Trost.

Gerhard Faber

Eine Auswertung von Lehrplänen und Stundentafeln (nach den nebenaufgeführten Punkten)

Die nebenaufgeführten Gliederungspunkte wiederholen sich auf den folgenden Seiten in dieser Anordnung für jedes Bundesland.

Peter Aminger, Uwe Sieg, Manfred Tennigkeit

Bildungstheoretische und Bildungspolitische Analysen

Gesellschaftspolitische und entwicklungspsychologische Argumente für die Verbindung von Theorie und Praxis im Prozeß der beruflichen Qualifizierung

Von der Gesellschaft her gesehen, soll die Berufsbildung subjektive Voraussetzungen für die Arbeit und Zusammenarbeit vor allem der abhängig Beschäftigten und für die Durchsetzung ihrer Freiheits- und Gleichheitsrechte schaffen, verstärken und differenzieren. Vom Individuum her gesehen trägt die Berufsbildung damit zur Entfaltung der persönlichen Handlungsfähigkeit bei.

Wolfgang Lempert

Voraussetzungen und Konsequenzen eines arbeitsteiligen Bildungsprozesses

Die Institution der beruflichen Bildung zeigt sich – jedenfalls soweit es die Bundesrepublik Deutschland betrifft – als ein merkwürdig theoriefreies System. Theoriefrei insofern,als dieses System immer wieder institutionelle Realitäten hervorbringt, die weder bildungstheoretisch noch bildungspolitisch vorgedacht und vorbedacht sind.

Gottfried Adolph

Zur Integration von Theorie und Praxis in der Berufsschule – “Experimentalunterricht” als Perspektive für Lehrerarbeit und -ausbildung

Dieser Beitrag stellt den Versuch dar, aus der Sicht des Pädagogen über “Experimentalunterricht” eine Perspektive für Lehrerarbeit und -ausbildung zu eröffnen. Dabei wird von vier Annahmen ausgegangen: In derzeitiger Ausbildung der Berufsschule sind, verglichen mit eigenen und offiziellen Anforderungen, Unzulänglichkeiten hinsichtlich des “Theorie/Praxis-Verhältnisses” auszuweisen.Tendenziell Theorie und Praxis integrierender Experimentalunterricht kann als zentrale Ausbildungsstrategie qualifizierter Berufsschulausbildung begründet werden.“Experimentalunterricht” läßt sich in der Ausbildungspraxis der Berufsschule durchführen.Vorstellungen zum “Experimentalunterricht” erlauben, Konsequenzen für Lehrerarbeit und -ausbildung zu benennen.

Friedhelm Eicker

Der geteilte Unterricht aus der Sicht der korrespondierenden Fachwissenschaft - Ein wissenschaftsorientierter Experimentalunterricht aus der Sicht einer lehrorientierten Fachwissenschaft

Ausgangspunkt der folgenden Überlegungen soll der schon historisch zu sehende Ansatz des deutschen Bildungsrates sein, der 1970 in seinem Strukturplan (1) auch für den Bereich der beruflichen Bildung die Bindung an die Wissenschaft anstatt der alleinigen beruflichen Funktionstuchtigkeit als zentrales Bestimmungskriterium für Inhalte und Methoden beruflicher Bildung gefordert hat. ADOLPH hat daraus in (2) richtig gefolgert, daß “wissenschaftsorientierte Berufsausbildung … an die Absicht gebunden (ist), eine allgemeine Denkerziehung im Rahmen einer wissenschaftlichen Fachtheorie zu verwirklichen; dies bedeutet: die Entwicklung einer “objektiven” Fachtheorie beim Lernen und das Üben des Umganges mit dieser Theorie”. Und er folgert daraus u.a. weiter: “Experimentalunterricht dient deshalb nicht der Optimierung von Lernprozessen, sondern ist Voraussetzung von theoriebildendem Lernen uberhaupt”. “Der didaktische Ort des Experimentalunterrichts liegt ira Prozeß der Theoriebildung, im Werden der Begriffe, Regeln und Gesetze und nicht in der übenäen Anwendung einer verselbständigen Theorie”.

Detlef Gronwald

“Integrative Berufsbildung ist Voraussetzung für sinnvolles berufliches Handeln”

1. Der andauernde Streit um Theorie und Praxis in der beruflichen Bildung erhält einen neuen Akzent: Nicht nur, daß die beiden Lernorte des dualen Systems schon traditionell ihre Kompetenzen in dieser Weise abzugrenzen suchen; nun ist die Berufsschule ihrerseits auf dem Wege, die Zersplitterung des Qualifikationsprozesses in den eigenen Mauern zu zementieren. Zwar gibt es schon seit geraumer Zeit die Unterscheidung zwischen Theorie-Lehrer und Fachlehrer, aber es gelang in der täglichen Unterrichtspraxis diese Trennung in Grenzen zu halten Oder teilweise zu überwinden. Jetzt besteht jedoch die Tendenz, sie zu besiegeln, indem das Berufsbild des Lehrers neu gefaßt und von vornherein die Lehrerbildung auf die Theorie-Vermittlung als künftige Hauptaufgabe abgestellt wird. Ein zweiter“Lehrer-Typus” wird die anwendungs- und praxisbezogene Inhalte unterrichten. Was folgt daraus für den Qualifikationsprozeß? Wie wirkt sich diese Arbeitsteilung der Lehrerarbeit auf die Bildungschancen des Jugendlichen aus?

Ute Laur

Einheit von Theorie und Praxis im Berufsgrundbildungsjahr - Lehrer in der Produktionsschule -

1.0. Entwürfe für das Erlernen beruflichen Handelns müssen mehrere Lernziele gleichzeitig im Auge haben, insbesondere das Anwendungshandeln: Unmittelbares Ziel des Erlernens instrumentallen, beruflichen Handelns muß es zunächst sein, dem Lernenden den Aufbau einer unmittelbaren Erwerbschance nach dem Abschluß eines beruflichen Bildungsganges zu ermöglichen, d. h. die Voraussetzungen zur Wahrnehmung einer regionalen Arbeitsmarktchance mit einer entsprechenden Einkommenshöhe zur Sicherung eigener Existenz müssen geschaffen werden. (Querschnitts- und Kurzzeitqualifikationen).das erweiterte Anwendungshandeln: Mittelbares Ziel des Erlernen beruflichen Handelns muß es in einem weiteren Schritt sein, über ein erweitertes Anwendungshandeln eine kontinuierliche Erwerbschance während der gesamten Biographie des Berufstätigen zumindest zu begründen, d. h. die Grundlagen für Weiterbildung, Umschulung und berufliche Karriere müssen geschaffen werden. (Querschnitts- und Langzeitqualifikationen)das gesellschaftliche Handeln: Mittelbares Ziel des Erlernen beruflichen Handelns muß es sein,die in den Arbeitsprozeß eingegangenen geschichtlichen Erfahrungen aufzuarbeiten,die gesellschaftlichen Bedingungen der Arbeit aufzudecken und die Veränderungschancen sichtbar zu machen (soziale Qualifikationen) (vgl. Abb. 1 und die Anmerkungen S.

Günter Wiemann

Zur Situation der Dozenten an den Fachschulen für Sozialpädagogik

Wesentliche Aspekte der Ausbildungssituation an den beruflichen Schulen (besonders im Bereich des Spannungsverhältnisses zwischen ‘Theorie und Praxis’) finden sich auch in der Ausbildung von Erziehern(-innen) (1) an den Fachschulen / Fachakademien für Sozialpädagogik (2) wieder.

Hans-Joachim Krause

Der “geteilte Qualifikationsprozeß”: eine additiv-hierarchische Qualifizie-rung und ihre Folgen für berufliches Handeln - am Beispiel sozialpädagogisch/erzieherischer Berufsausbildung (1)

Die Teilung in allgemeinbildende, fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungsanteile im Bereich Beruflicher Bildung muß nicht nur deshalb problematisiert werden, weil hiermit ein Prinzip der Hierarchisierung in der Lehrerarbeit verbunden ist, dessen Legitimationsbasis dringend hinterfragt werden muß. Der “geteilte Qualifikationsprozeß” stellt die Zuspitzung eines berufspädagogisch zentralen Problems dar, indem er nicht nur lerntheore-tische Fragen aufwirft, sondern ebenso Bedingungen für die vorberufliche Sozialisation der Schüler setzt. Er soll deshalb im folgenden unter dem Gesichtspunkt seiner Funktionalität/Disfunktionalität für die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz diskutiert werden.

Helga Krüger

Diskussion der Beiträge, Ergebnisse

Der “geteilte” Qualifikationsprozeß: Fachtheorie als Leergut? Zusammenfassung und Ergebnis der Plenumsdiskussion

Die in einer Reihe von Beiträgen festgestellte “Krise” der Berufsschule war Ausgangspunkt für den Versuch, in der Plenumsdiskussion eine Bestandsauf-nahme und erste Situationsanalyse berufsschulischer Lernprozesse vorzunehmen, deren Ergebnisse in den daran anschließenden drei Arbeitsgruppen im einzelnen analysiert und in konstruktive Vorschläge verarbeitet werden sollten. Die in dem sehr unterschiedlich zusammengesetzten Diskussions-kreis vermuteten Verständigungsschwierigkeiten (Lehrer aus verschiedenen Bereichen beruflicher Bildung, Verwaltungsbeamte aus den Kultusministerien verschiedener Länder, Hochschullehrer verschiedener Fachrichtungen) führten zunächst zwar zu dem Wunsch nach genauen Begriffserklärungen, um z. B.

Detlef Gronwald, Helga Krüger

Arbeitsgruppe: Rahmenlehrpläne und Stundentafeln, ein Instrument zur Über-windung des “geteilten” Qualifikationsprozesses?

Die Diskussion dieser Arbeitsgruppe wurde erschwert durch die Tatsache, daß einerseits die Formulierung und Formalisierung von Lehrinhalten und -zielen weit forgeschritten und staatlich reglementiert ist, andererseits aber eine erhebliche Unsicherheit und Unzufriedenheit über die Sinnhaftigkeit dieser Planungsarbeit und ihrer Ergebnisse besteht.Durch die Anwesenheit erfahrener Curriculum-Planer konnte die Diskussion immer wieder auf diese konkrete Situation bezogen werden. Der deutliche Widerspruch zwischen konkreter Praxis (der Curriculum-Planung) und wünschbarer Praxis erschwerte die Formulierung unmittelbar anwendbarer Grundsätze und Empfehlungen zur Entwick-lung beruflicher Curricula, führte aber zu einer sehr breiten Diskussion, wodurch eine perspektivische Verengung dieser Problematik vermieden werden konnte. Insofern hat das Ergebnis dieser Diskussion, die hier nach vier Themenschwerpunkten wiedergegeben werden sollen, eine sehr praktische Bedeutung.

Felix Rauner

Arbeitsgruppe: “Anwendung” und “Praxis” als Orientierungspunkte für Inhalte und Ziele beruflicher Bildung

Die Diskussion der Arbeitsgruppe konzentrierte sich – mit einigen Über-schneidungen – nacheinander auf drei Schwerpunkte. 1.Notwendigkeit und Möglichkeiten der Verhüitung affirmativer Fehlinterpretationen des Themas;2.Schwierigkeiten und Chancen einer kombinierten Vermittlung von technischen Fachqualifikationen und politischem Veranderungspotential und3.individuelle und gesellschaftliche Barrieren eines veränderungsbezogenen Unterrichts an beruflichen Schulen.

Wolfgang Lempert

Arbeitsgruppe: Projektorientiertes Lernen, eine Alternative zum Unterricht in “Fächern”

Ziel der Diskussion in dieser Arbeitsgruppe war es, Möglichkeiten der projektorientierten schulischen Ausbildung aufzuzeigen unter dem engeren Verwertungsaspekt der Aufhebung der Trennung von Theorie und Praxis. Dabei sollte nicht nochmals über die historische Entwicklung des Projektunterrichts nachgedacht werden, ebenso wie die Bestimmung der Ziele und Intention des projektorientierten Lernens bewußt nicht aufgearbeitet wurden. Sicher zeigte sich im Verlauf der Arbeit, daß hier durchaus sehr verschiedene Ansätze sowohl methodischer als auch didaktischer Art bei den Teilnehmern der Arbeitsgruppe im Hintergrund standen. Aber trotzdem oder gerade deswegen war es möglich, die Rahmenbedingungen für die Projektarbeit in der Berufsschule zu bestimmen und zu bewerten in ihrer Auswirkung auf eine Veränderung des Fächerunterrichts, um die notwendige Integration für Theorie und Praxis zu erreichen. Vier Themenschwerpunkte sollen mit ihren Ergebnissen dargestellt werden.

Detlef Gronwald

Lehrerbildung, Qualifikation und Aufgaben für Lehrer und Praxislehrer — Situation und Bewertung aus der Sicht Einer Qualifizierten Berufsbildung

Frontmatter

Lehrer, Ihre Ausbildung - und Ihre Aufgaben in Berufsschulen - Berichte und Stellungnahmen Aus der Sicht Verschiedener Bundesländer

Die unterschiedliche Qualifikation des Lehrers und des Lehrers für Fachpraxis ist ein Erfordernis für berufliche Bildung an berufsbildenden Schulen

Der Lehrer für “Fachtheorie” bedarf der Ergänzung durch einen Lehrer für Fachpraxis.

Herbert Werner, Klaus Werner

Anmerkungen zum fachlichen Bildungsauftrag der Lehrer an Berufsschulen in Bayern

Die Zulassung zum Studium an der Technischen Universität setzt die Hochschulreife und ein 12monatiges gelenktes Berufspraktikum voraus. Das 8semestrige Studium umfaßt 1.das erziehungswissenschaftliche Studium,2.das Studium einer beruflichen Fachrichtung und3.das vertiefte Studium eines Unterrichtsfaches.

Günther Schricker

Pro und Contra Fachtheorielehrer - Fachpraxislehrer (Hessen)

Als Fachtheorielehrer einer gewerblichen Berufsschule im Berufsfeld Elektrotechnik arbeite ich seit mehr als 10 Jahren mit Fachtheorie- und Fachpraxislehrern zusammen.

Hans-Otto Vesper

Der berufliche Qualifikationsprozeß und die Aufgabe von Lehrern und Ausbildern (Berlin)

Für berufliche Bildung gibt es kein allgemeingültiges Gesamtkonzept. Immer muß die zunächst angestrebte berufliche Tätigkeit nach diesem ersten Qualifikationsprozeß die notwendigen Faktoren und Elemente dieses Prozesses mit beeinflussen. Zur Charakterisierung der Grundelemente jeglicher beruflicher Bildung kann man zunächst zwei Ausgangspunkte unterscheiden: Der angestrebte Beruf gründet sich auf einer theoretisch-philosophischen Basis oderder angestrebte Beruf basiert auf einer naturwissenschaftlich-praktischen Grundlage.

Christoph Hasper

Lehrer für Fachpraxis und Lehrwerkmeister im beruflichen Schulwesen in Bremen - unter besonderer Berücksichtigung der Probleme im Bereich “Sozialpädagogik”

Das berufliche Schulwesen in Bremen unterliegt - wie überall - in jüngster Zeit tiefgreifenden Veränderungen, z.B. durch Einführung des Berufsgrundbildungsjahres in schulischer Form (BGJs)Einführung der Berufsfachschule mit berufsqualifizierendem Abschluß gem. § 43 BBiG (BFS q)Einführung eines Vollzeitberufsschuljahres (BSV) für Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag (J.o.A.) zur Abgeltung der Pflicht zu dreijährigem Besuch der TeilzeitberufsschuleEinführung berufsbefähigender Lehrgänge nach den Vorschriften des Arbeitsförderungsgesetzes entweder zur Verbesserung der Eingliederungsmöglichkeiten (LVE) oder zur Förderung der Berufsreife (LFB),aber auch durch: Einführung berufsfeldbezogener Leistungsfächer in der neugestalteten gymnasialen Oberstufe (NGO).

Walter Freitag

Einige Erfahrungen und Feststellungen zum Problembereich Theorie und Praxis in der Ausbildung von Lehrern des Lehramts Sozialpädagogik

1) Umfassend ausgewertete Erfahrungen des an der Ruhr-Universität in Bochum in Fortsetzung eines seit 1966 eingerichteten speziellen Studienangebots, seit kurzem durch die “Ordnung für das Studium der beruflichen Fachrichtung Sozialpädagogik fur das Lehramt an der Sekundarstufe II” neu geregelt, sind bisher trotz über zehnjähriger Praxis der Hochschulausbildung nicht vorlegbar. über weite Strecken konnte die zunächst provisorisch eingerichtete Ausbildungsmöglichkeit nicht mehr sein als eine Art Sonderaktion zur Behebung eines akuten Lehrermangels in den typenspezlfischen Schulen sozialpädagogischer Fachrichtung. Die Aktion stand dabei wegen massenhafter Zuweisung von speziell angeworbenen Studierenden aus dem Bereich der Sozialarbeit und wegen der außerordentlich schlechten Relation von Studierenden zu Lehrenden (Spitzenbelastung etwa 600 Studierende zu vier hauptamtlichen Lehrkräften) über weite Strecken in Existenzängsten, die nur durch eine außerordentliche Kooperation aller Beteiligten zu überwinden waren.

Manfred Heinemann

Braucht die berufsbildende Schule einen Lehrer für Fachpraxis? (Rheinland-Pfalz)

Nicht erst seit der Einrichtung der Berufsfachschulen und des BGJ, von da an aber in verstärktem Maße, unterrichteten Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen, die dafür nicht an Universitäten oder Hochschulen ausgebildet wurden.

Hans-Peter Setton

Fachlehrer (Lehrer für Theorie) und Lehrer für Fachpraxis als Team (Rheinland-Pfalz)

Der häufig genannte Gegensatz von Theorie und Praxis beruht oft auf einer falschen Vorstellung über das, was Theorie für die Praxis leisten kann und leisten soil. Oft wird von der Theorie erwartet, daß sie kochbuchartige Rezepte für die Praxis liefert. Wo dies nicht geschieht, wird sie als praxisfremd und unrealistisch abgetan. Eine gute Theorie und daraus resultierende gute Modelle sollten aber gerade keine Handlungsanweisung, keine “Dienstvorschrift” sein, sondern eine Beschreibung von wenigen wichtigen Zusammenhängen, die in der Realität nachgewiesen werden können. Theorien sollen nichts darüber aussagen, was ein Praktiker zu tun hat, sondern sie sollen ihm Hinweise geben, was er berücksichtigen muß, wenn er seine Entscheidungen für sein Handeln trifft.

Erhard v. der Bank

Eine Synopse und einige Thesen zur Ausbildung zum Lehrer für Berufliche Bildung

Eine Auswertung von Lehrplänen und Stundentafeln (nach den neben aufgeführten Punkten)Die neben aufgeführten Gliederungspunkte wiederholen sich auf den folgenden Seiten in dieser Anordnung für jedes Bundesland.

Peter Aminger, Uwe Sieg, Manfred Tennigkeit

Integration von Theorie und Praxis - eine Darstellung aus schwedischer Sicht

Vor dem Jahr 1971 war die gymnasiale Schulausbildung nach der neunjährigen Gesaintschule in drei Schulformen aufgeteilt: Gymnasium, Fachschule und Berufsschule.

Ulf Jannung

Dokumentation zur Lehrerarbeit in der Berufsschule - ein Unterrichts-situationsfilm

Bericht über ein Vorhaben

Im Rahmen des Projektes “Lehrer für Theorie und Praxis in berufsbildenden Schulen” der Universität Bremen stellten wir uns die Aufgabe, Lehrerarbeit in der momentanen Ausbildungssituation der Berufsschule zu dokumentieren. Dieses Vorhaben begründet sich u.a. in drei Erwartungen: 1.Durch die Bearbeitung des zentralen Problems “Lehrerarbeit” kann die Berufsschullehrerausbildung in besonderer Weise auf den späteren Tätigkeitsbereich der Studenten bezogen werden.2.“Lehrerarbeit” als ein “verbindendes” Problem eröffnet die seitens der Lehrerstudenten besonders wünschenwerte Kooperationsbereitschaft der Berufsschule.3.Als unmittelbar aus der Schulpraxis resultierendes Problem und als geplant praxisgreifende Aufgabenstellung verbleibt “Lehrerarbeit” nicht in “universitarer Studentenarbeit”; vielmehr bietet sich vielfältig - u.a. im Workshop - die Möglichkeit, Konsequenzen hinsichtlich einer Verbesserung der Ausbildungspraxis an der Berufsschule mit Bildungstheoretikern, -verwaltung und nicht zuletzt Praktikern zu erörtern.

Wolfgang Beyer, Friedhelm Eicker, Werner Messing, Editha Wenzel

Lehrer für berufliche Bildung – Kritik, Analysen, Konzepte

Lehrer für Theorie und Praxis beruflicher Bildung

Berufliche Bildung boomt. Ausbildungsplätze sind rar. An Berufsschullehrern herrscht Mangel. Die Professionalisierung betrieblicher Ausbilder schreitet fort. Politik bemüht sich wie noch nie urn die berufliche Bildung. Was hat dies alles bewirkt? Die allgemeine Einsicht in den seit langem von einigen Berufsbildungsexperten behaupteten Bildungswert von Arbeit und Beruf? Die Annäherung des gesellschaftlichen Ranges des Hüttenfacharbeiters an den des Chirurgen?

Hermann Schmidt

Lehrer für berufliche Bildung

Das Studium der beruflichen Fachrichtung, die für das Lehramt im 1. Fach befähigen soll, lehnt sich an die Inhalte und “Bräuche” der jeweils korresspondierenden Fachwissenschaft an. Für gewerblich-technische Berufsschulfächer wird durchgängig ein ingenieurwissenschaftliches Studium an Fachhochschulen und Hochschulen absolviert. Die Anpassung der so erlernten Hochschul-Theorie an die Berufsschul-Theorie erfolgt über eine Versimpli-fizierung (“didaktische Reduktion”) der Inhalte etwa in der Weise, daß einem Differenzialquotient ein Differenzenquotient, aus einer dreidimensionalen vektoriellen Darstellungsweise eine zweidimensionale wird oder die mathe-matische Beschreibung von Atomen durch gefälligere (farbige) Abbildungen ersetzt wird, in denen übrigens die Protonen meist die Eigenschaft rot haben.

Felix Rauner

Lehrer für Theorie und Praxis an berufsbildenden Schulen — eine Problemskizze

Gerhard Wagenleiter

Anmerkungen zur Diskussion über die Lehrer an Berufsschulen

Die Überwindung des“geteilten” Qualifikationsprozesses in der Ausbildung der Berufsschüler nimmt in der heutigen berufspädagogischen Diskussion einen breiten Raum ein. Dabei geht es um die Integration der einzelnen Schulfächer wie Fachtheorie, Fachpraxis, Fachzeichnungen usw. und um das Einrichten sogenannter gemischter, d.h. aus Theorie- und Praxisanteilen bestehender Lehrgänge, um die curriculare Neuordnung des Unterrichtsstoffes in Lernbereiche, Kurse oder Lernabschnitte und um einen weitgespannten Projektunterricht. Im Mittelpunkt stehen die Lehrertypen: “Theorie-lehrer”, “Praxislehrer”,”Werkstattmeister”, “Laborgehilfe” und “Einheits-lehrer”.

Günther Schricker

Zur Begründung eines Lehrers für berufliche Bildung - ein Statement

Ich gehe auch davon aus, daß die Anforderungen, die an den Lehrer zu stellen sind, sich an den Anforderungen, die der Schüler zu erfüllen hat, orientieren müßten. Insofern vielleicht noch einmal eine ganz geraffte Darstellung meiner Position zura Thorie- und Praxisproblem, wobei ich glaube, daß Theorie und Praxis hier zusammen fallen müssen, wenn sie sinnvoll sein sollen, und zwar erstens aus motivationalen Gründen und zweitens aus Gründen der Einheit menschlicher Wahrnehmung, menschlichen Handelns, welche sich nicht teilen lassen, sondern die nur in dieser Einheit gesehen und vollzogen werden können. Zum Dritten, weil es dem “na-türlichen” Lernen entspricht, da die Wirklichkeit auch nicht in irgend-welchen Kategorien vorgefunden wird, sondern als Einheit im Erleben erfahren wird. Die Schule hat erst später aus diesem “natürlichen” Lernen ein separates Lernen gemacht, das nach Fächer unterteilt wurde.

Erwin Schelbert

Bericht über einige Fehlentwicklungen in der Berufsschullehrerausbildung

Die folgenden Überlegungen gehen von einer Annahme aus, deren Bestätigung durch die Diskussionsbeiträge zum Themenschwerpunkt 1 ich erwartete: nämlich daß der “geteilte Qualifikationsprozeß” in der beruflichen Bildung sich sowohl auf die fachliche wie die soziale Kompetenz der Schüler negativ auswirkt.

Reiner Drechsel

Fachtheorle und Fachpraxis – eine didaktische Einheit im Berufsschulunterricht?

Berufe – als Tätigkeiten nach einer entsprechenden Ausbildung – sind dem Wandel der wirtschaftlichen Entwicklung und der wirtschaftlichen Interessen von Herstellern und Verbrauchern unterworfen. Unter den Begriff der wirtschaftlichen Entwicklung sind hier auch die technologischen Entwicklungen einzubeziehen.

Heinrich Rötter

Die Ausbildung von Lehrern für das berufliche Schul- und Ausbildungswesen unter besonderer Berücksichtigung des Theorie-Praxis-Problems

1.1 Das duale System der Berufsausbildung ist die organisatorisch realisierte und rechtlich legitimierte Aufgabenverteilung für Theorie und Praxis auf die beiden Lernorte Berufsschule und Betrieb, jenseits der didaktisch und lernpsychologisch begründbaren Forderung nach Durchdringung von Theorie und Praxis. Nach dem BBiG ist der Betrieb für die Ausbildung gemäß der Ausbildungsordnung verantwortlich, der Berufsschule bleibt (allenfalls) die Vermittlung des “für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoffe” (§ 35), natürlich neben den allgemeinen, nicht berufsbezogenen Inhalten. Bei strenger Auslegung des BBiG könnte die Berufsschule zur allgemeinen Fortbildungsschule zurückentwickelt werden.

Antonius Lipsmeier

Plädoyer für die Reklamation der Bildungsaufgabe unseres Erziehungswesens in der Lehrerausbildung für die Sekundarstufe II

Die Diskussion um die Qualifikation und den Aufgabenbereich des Lehrers für Fachpraxis hat die Frage nach der Qualifikation der Lehrer, die formulierte Bildungsansprüche in der Unterrichtspraxis umsetzen sollen, paradigmatisch aktualisiert. Sie ist seit einiger Zeit zum Dauerbrenner von besoldungs- und standespolitischen Auseinandersetzungen innerhalb der Berufsverbände und zwischen diesen und den Verwaltungen avanciert. Unterschiede in der Qualifikation, Entlohnung, Arbeitszeit, Berufsbezeichnung – kurz: im sozialen Status gegenüber den Lehrern für Fachtheorie sind daneben häufig die Quelle für mehr oder weniger verdeckte Querelen in den Kollegien, die immer dann noch besonders verstärkt werden, wenn Lehrer für Fachpraxis und Lehrer für Fachtheorie gleiche Aufgaben übernehmen.

Wolfhard Horn

Diskussion der Beiträge, Ergebnisse

Lehrer für berufliche Bildung – Zusammenfassung und Ergebnis der Plenumsdiskussion

KRÜGER leitet die Diskussion mit dem Hinweis ein, daß nun über vier Lehrertypen diskutiert werden müsse, “nämlich über den betrieblichen Ausbilder, über den Fachpraxislehrer, den Theorielehrer und den Lehrer, der die allgemeinbildenden Fächer an beruflichen Schulen unterrichtet. Vom Schüler her gesehen stellt sich das Lernen vierfach gespalten in jeweils anderen Dimensionen”. An diese Feststellung schließt sie weitere Fragen an:Wird das Berufsbild des Ausbilders bei Übernahme bisher betrieblich verantworteter Ausbildung in die Verantwortung der Schule (z. B. BGJ) bestimmend für den Lehrer für Fachpraxis?"Wieweit unterscheiden sich die Berufsfelder hinsichtlich des Theorie Praxis-Problems?Ist die Lösung des Problems, die Zusammenführung des Fachtheorie- und Fachpraxis-Unterrichts, primär eine Frage der Lehrerbildung und der Unterrichtsorganisation?

Reiner Drechsel, Felix Rauner

Arbeitsgruppe: Praxiserfahrung als Voraussetzung der Lehrerbildung

Die in den Plenumsdiskussionen des Workshops herausgearbeitete Notwendigkeit der Überwindung des geteilten Qualifikationsprozesses setzt – und das war das Thema dieser Arbeitsgruppe – besondere Anforderungen an das Qualifikationsprofil des Lehrers. Dieser muß berufspraktische und berufstheoretische Ausbildungsanteile in seinem eigenen Qualifikationsprofil verbinden können, um integrative Ausbildungskonzepte entwickeln zu können, d. h. sowohl fachpraktische als auch fachtheoretische und pädagogische Qualifikationen aufweisen. Folgt man den Ausführungen von G. ADOLPH, so wäre der dort für die heutigen Lehrer konstatierten doppelten Reduktion durch eine entsprechende Aus- und Fortbildung dieser Lehrkräfte zu begegnen (1).

Helga Krüger

Arbeitsgruppe: Funktion und Aufgabe universitärer Berufsschullehrerausbildung

Um Überschneidungen mit der Arbeitsgruppe “Praxiserfahrung als Voraussetzung der Lehrerbildung” zu vermeiden, setzte die Disku3Sion. ein vermutetes Ergebnis dieser Gruppe voraus: dem Studium muß der Erwerb einer Berufsqualifikation – in der Regel der Abschluß einer beruflichen Erstausbildung – in dem entsprechenden Berufsfeld vorausgehen.

Reiner Drechsel, Detlef Gronwald

Arbeitsgruppe Tätigkeit und Aufgaben der Lehrer für berufliche Bildung”

Festzustellen ist zunächst, daß der traditionelle berufliche Qualifikationsprpzeß in der Erstausbildung formal in vier vertikal gegliederte Ebenen “geteilt” ist, wie die Abb. 1 zeigt.

Günter Wiemann

Backmatter

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