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10.11.2016 | Besteuerungsverfahren | Im Fokus | Onlineartikel

Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe nach Betriebsprüfungen

Autor:
Sylvia Meier

Infolge von Betriebsprüfungen kommen auf Unternehmen häufig hohe Steuernachforderungen des Finanzamts zu. Allein 2015 forderte die Finanzverwaltung noch Milliarden nach. 

Das Bundesfinanzministerium hat die Ergebnisse der steuerlichen Betriebsprüfung 2015 bekannt gegeben. Dabei zeigt sich: Die Prüfer sind oft sehr erfolgreich und erzielen für die Finanzverwaltung Mehrergebnisse in Milliardenhöhe. 13.620 Finanzbeamte waren in der Betriebsprüfung im Einsatz und erreichten bei 191.787 geprüften Betrieben ein Mehrergebnis 16,8 Milliarden Euro. Mehrergebnis heißt wohlgemerkt: Ein "Mehr" für das Finanzamt. 12,8 Milliarden wurden allein durch die Prüfung von Großbetrieben nachgefordert. Kleinstbetriebe mussten rund eine Milliarde Euro an Nachzahlungen leisten.

Empfehlung der Redaktion

2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

Ein gut geführtes Archiv erleichtert die Betriebsprüfung

Damit am Ende steuerlich nicht noch etwas schief geht, benötigen Sie ein gut strukturiertes Ablagesystem. Denn spätestens bei einer Betriebsprüfung gilt das Prinzip: Jeder Beleg muss ohne langes Suchen für Dritte auffindbar sein. Steuerlich prüfungsr

Das sind beträchtliche Summen, die manchmal Jahre nach dem betroffenen Veranlagungszeitraum auf Unternehmen zukommen. Für viele Betriebe ist es deshalb selbstverständlich, entsprechendes Kapital für diese eventuell eintretende Situation zurückzustellen.

Körperschaft- und Gewerbesteuer sorgen für höchste Steuerforderungen 

Welche Steuerarten sorgten für die höchsten Nachzahlungen? Das Mehrergebnis von 16,8 Milliarden Euro wurde erzielt durch die

Was Unternehmen tun können 

Wie gut oder schlecht eine Betriebsprüfung läuft, können Unternehmen durchaus beeinflussen. Unauffindbare Belege, chaotische Papierberge oder schlecht sortierte Ordner werden einem Betriebsprüfer nicht gerade das Gefühl vermitteln, dass hier alles in bester Ordnung ist. Eine gute Vorbereitung ist unverzichtbar. So rät auch Springer-Autorin Constanze Elter in ihrem Buchkapitel "Ein gut geführtes Archiv erleichtert die Betriebsprüfung": "Jeder Beleg muss ohne langes Suchen für Dritte auffindbar sein." 

Ablagesystem muss der Prüfung stand halten 

Elter gibt zahlreiche Tipps, wie Unternehmen dem Ablagesystem den nötigen Feinschliff verpassen können. So beispielsweise über ein geeignetes Sortiersystem. Ein Papierchaos kann schnell teuer werden, denn: "Spätestens bei der Betriebsprüfung stellen die Fachleute vom Finanzamt fest, ob alle Unterlagen fristgerecht verwahrt wurden – oder ob zugeschätzt werden muss." Und eine Zuschätzung – ob berechtigt oder nicht – belastet erneut die Liquidität eines Unternehmens. Auch die Schlussbesprechung mit dem Prüfer sollte genutzt werden und Unstimmigkeiten diskutiert werden. Denn Elter weiß: "oft ist das Steuerrecht nicht so eindeutig".

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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Steuerrecht

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2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Umsatzsteuer

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Praxislehrbuch Steuerrecht

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