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Über dieses Buch

Dieses Buch vermittelt prägnant und eingängig Konzepte und Handlungsempfehlungen für erfolgreiches Beteiligungscontrolling und -management, insbesondere mit Blick auf den bilanziellen Einfluss von möglichen Optimierungen. Dabei stehen die klassischen Fragen der Investitionsrechnung, Bilanzerstellung aus Sicht von Unternehmern, Banken oder Aktionären, Portfoliomanagement, Cash- und Liquiditäts- bzw. Working Capital Management im Fokus. Anhand von Excel-basierten mehrperiodischen Beispielen wird Praxiswissen zu Bewertungsproblemen, Bewertungsverfahren und den gesetzlichen Rahmenbedingungen strukturiert aufbereitet.Das Management von Beteiligungen, die Bewertung dieser und des gesamten Unternehmens bekommt auch im Mittelstand durch die zunehmende Internationalisierung, anstehende Generationenwechsel und Nachfolgeprobleme größere Bedeutung. Dieses Buch gibt Praktikern das passende Werkzeug an die Hand, um den Wert der Gesellschaft optimal darzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Sinn und Zweck des Beteiligungscontrollings

Zusammenfassung
Zum Thema Controlling und Beteiligungscontrolling gibt es inzwischen wirklich Literaturberge, meist von Hochschullehrern. Dieses Buch soll nicht ein weiteres Werk in dieser Sammlung sein, zumal es eigentlich auch nichts Neues mehr gibt. Von daher werde ich in den Kap. 1, 2 und 3 versuchen, die existierende Literatur quasi auf wenigen Seiten zusammenzufassen. Dabei steht hier noch nicht unbedingt der Praxisbezug, den dieses Buch laut Titel ja hat, im Vordergrund, sondern eine möglichst breit gestreute Hinführung zu den späteren Excel basierten Analysen am Beispielfall mit entsprechendem Praxisbezug.
Für den interessierten Leser werde ich aber jeweils auch die Quellen meiner Zusammenfassungen darstellen – sei es zum Nachlesen bei Bedarf, sei es als eigene Validierung des Geschriebenen.
Bernd Heesen

Kapitel 2. Wertorientierte Unternehmensführung

Zusammenfassung
Wie auch in Kap. 1 gilt hier, dass zunächst nur ein Überblick gegeben wird, der auf der existierenden Literatur basiert. Details, besonders zu den Berechnungen, folgen dann später, wenn wir uns mit den Beispielunternehmen beschäftigen und mit dessen Zahlen das Beteiligungscontrolling und die Bewertung Schritt für Schritt und mit entsprechendem Tiefgang durchsprechen.
Die wertorientierte Unternehmensführung ist schon seit einigen Jahren bekannt und hatte sicherlich schon einmal einen Höhepunkt erreicht. Dann wurde aber zunehmend auch Kritik laut, dass es nicht sein kann, alles in einer Unternehmung der Wertsteigerung für den „Shareholder“ zu unterwerfen, sondern es seien primär das ganze Umfeld, also die „Stakeholder“ (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und u. a. Anteilseigner etc.) zu berücksichtigen.
Ich persönlich bin sicherlich ein Anhänger von Wertsteigerungsmanagement, allerdings haben wir auch in der deutschen Wirtschaft (wie immer) entsprechende Übertreibungen gesehen und somit hat dieser Managementansatz derzeit leider einen negativen Beigeschmack.
Bernd Heesen

Kapitel 3. Unternehmensbewertung

Zusammenfassung
Wenn Sie jetzt die nächsten Seiten lesen und auch dabei die Quellenangaben ein wenig im Auge behalten, dann wird ihnen auffallen, dass diese Quellen fast alle recht alt sind.
Die Unternehmensbewertung ist nichts Neues, auch wenn noch viele Bücher dazu erscheinen. Die „Vorarbeiten“ wurden aber alle von den im folgenden Kapitel zitierten Klassikern geleistet, und die haben ihre Erkenntnisse in den 90er‐Jahren des letzten Jahrhunderts schwerpunktmäßig publiziert.
Die neuen Bücher gehen aus meiner Erfahrung immer stärker in Richtung von Detailfragen wie die steuerliche Handhabung und die richtige Berechnung von Cash Flows nach Steuern aus verschiedenen Blickwinkeln. In der eigentlichen Bewertung hat sich aber nichts Neues mehr getan.
Deshalb bin ich auch einerseits eher ein „Fan“ dieser Klassiker, die ich hier auch fast ausschließlich anführe. Das erachte ich nur als fair, denn die neueren Werke basieren in ihren Ausführungen auch darauf, und dann zitiere ich doch lieber das Original.
Steuerliche Detailbetrachtungen lasse ich ganz außen vor – mir geht es um den Überblick und nicht um Details. Dafür gibt es aber auch genügend aktuelle Literatur, die aber leider aufgrund des sich so schnell ändernden Steuerrechts nur begrenzte zeitliche Aktualität aufweist.
Bernd Heesen

Kapitel 4. Berechnung der Kapitalkosten

Zusammenfassung
Um die Berechnung der Barwerte durchführen zu können, ist ein Zins notwendig, den wir bisher immer nur „i“ genannt haben. Ich hatte bisher offen gelassen, wie sich dieser Zinssatz im Detail zusammensetzt, und dieser Frage wollen wir jetzt im Detail nachgehen.
Wir wissen bereits aus unseren bisherigen Betrachtungen, dass zukünftige Überschüsse, egal wie definiert, bei der Bewertung auf einen bestimmten Bewertungsstichtag abgezinst werden. Damit gibt der Kapitalkostensatz bei einer EVA‐Betrachtung aber auch die Untergrenze der Verzinsung an, die beim Einsatz des Kapitals erreicht werden muss. Ist die geforderte Rendite (Kapitalzins) kleiner als die erwirtschaftete Rendite (Betriebsergebnis nach Steuern – NOP(L)AT), wird eine Wertsteigerung erwirtschaftet.
Leider müssen wir jetzt mit auf den ersten Blick wieder unschönen Formeln arbeiten. Sie werden dann allerdings sehen, dass auch bei diesen Berechnungen die Formeln bei sukzessiver Abarbeitung jeden Schrecken verlieren.
Der Zins, den wir i. d. R. nutzen müssen, ist ein Mischsatz, besonders bei Bruttoansätzen (Entity Approaches) in der Bewertung. Dieser setzt sich aus den Erwartungen der Eigenkapitalgeber (Stichwort Dividenden bzw. früher haben wir gesagt „kalkulatorischer Unternehmerlohn“) und den vertraglich mit den Fremdkapitalgebern, also den Banken, verhandelten Kreditzinsen zusammen. Der Mischzinssatz zeigt somit die Verzinsungsansprüche aller Kapitalgeber und beinhaltet auch – dies werden wir später mathematisch integrieren – die Quantifizierung von Risiken.
Bernd Heesen

Kapitel 5. Erste praktische Anwendung einer Unternehmensbewertung – die Heesen AG

Zusammenfassung
Jetzt wollen wir mit einer einfachen Bewertung auf Basis der beiden bereits mehrfach genannten Ansätze (EVA und FCF) beginnen.
Wir werden dann noch weitere Bewertungen, ebenfalls mit Excel‐Vorgaben und ‐Berechnungen, durchführen, wobei sich das Niveau dann jeweils steigert und auch der Umfang der Betrachtungen jedes Mal noch umfangreicher wird.
Ziel des nachfolgenden Kapitels ist es also, ein Modell zur Unternehmensbewertung aufzubauen, welches die beiden Bewertungsansätze Discounted Cash Flow auf Basis von Free Cash Flows (FCF) und Economic Value Added (EVA) beinhalten und vergleichen soll.
Angenommen werden fiktive Bilanz‐ sowie Gewinn‐ und Verlustrechnungen, welche in fünf Detailperioden, fünf Schätzperioden und eine Endwertperiode (die der letzten Schätzperiode entspricht) unterteilt sind.
Darüber hinaus wird auch der gewogene Kapitalkostensatz (WACC) mittels beider bereits betrachteter Rechenmethoden (Copeland und Stewart) dargestellt. Ebenso enthalten ist eine Veranschaulichung der zur Berechnung benötigten Kenngrößen wie z. B. Free Cash Flow (FCF), Return on Capital Employed (ROCE), Economic Value Added (EVA) oder die aktivische und passivische Betrachtungsweise vom Capital Employed (CE).
Anhand von Flussdiagrammen wird der Zusammenhang und die Überführung dieser und anderer Kenngrößen zum Ergebnis der Unternehmensbewertung abgebildet werden.
Zum Abschluss machen wir dann noch eine Gegenüberstellung der beiden Verfahren DCF (FCF) und EVA und zeigen auf, unter welchen Bedingungen diese beiden Verfahren zu einem identischen Ergebnis führen.
Bernd Heesen

Kapitel 6. Unternehmensbewertung am Beispiel der Meier GmbH

Zusammenfassung
Schauen wir uns ein zweites, aber erweitertes Beispiel an.
Wie bereits mehrfach erwähnt, wird der Unternehmenswert eines Bewertungsobjektes aus dem zukünftigen Nutzen für seine Eigentümer errechnet. Der Unternehmensbewertung liegt somit die Aufgabe zugrunde, den zukünftigen Nutzen der Anteilseigner zu quantifizieren und diesen in finanziellen Größen darzustellen. Daraus resultiert, dass der eigentlichen Unternehmensbewertung eine Business‐, bzw. Unternehmensplanung vorgelagert ist. Dies haben wir ja bereits im ersten Beispiel gesehen – wir hatten eine Plan‐GuV und ‐Bilanz.
Bernd Heesen

Kapitel 7. Unternehmensbewertung am Beispiel der ABH GmbH

Zusammenfassung
Schauen wir uns ein drittes, aber wiederum erweitertes Beispiel an. In diesem Folge‐Beispiel werden wir noch mehr Bewertungsansätze kennen lernen. Es geht mir in diesem Beispiel noch nicht um weitere Details, sondern darum, Techniken noch einmal anzuwenden, weiteren Verfahren zu sehen und die Wissensbasis bei Bewertungen generell weiter zu vergrößern.
Richtig ins Detail gehen wir dann im 4. Beispiel (Kap. 8).
Auch hier starten wir wieder mit der Plan GuV und Bilanz. Um diese planen zu können, benötigen wir wieder einige grundsätzliche Informationen.
Bernd Heesen

Kapitel 8. Das finale Echt-Beispiel – Die HKG

Zusammenfassung
Nachfolgend werden wir uns mit der Tochterunternehmung einer mittelständischen bayerischen Firma beschäftigen. Die „Mutter“ als auch die „Tochter“ stehen zum Verkauf an, da die Eigentümerfamilie keine eigenen Kinder hat und somit dieser Schritt (leider) notwendig wurde.
Sowohl die „Mutter“ als auch die hier dargestellte „Tochter“ sind im Stahlbau tätig, seit Jahren erfolgreich, und daher ist auch der Veräußerungszeitpunkt recht günstig.
Zunächst ist es wie immer notwendig, das Beispielunternehmen und die (Ausgangs‐)Zahlenlage kennenzulernen.
Nennen wir unsere Gesellschaft HKG – Heesen Konstruktionsbau GmbH, der (fiktive) Sitz ist Burghausen in Oberbayern.
Unter Konstruktionsbau wird in erster Linie die Planung und Produktion von Führerständen für Bagger und Kräne jeder Art verstanden, also „Käfige“ auf Maß. Unterschätzen Sie bitte aber nicht die Komplexität dieser „Käfige“.
Wie immer in meinen Büchern und bei den vorhergehenden Beispielen werden wir auch in diesem dritten Beispiel wieder Excel basiert arbeiten, allerdings ist dieses Mal die Datei bzw. das Excel Tool um einiges umfangreicher und komplexer. Erschrecken Sie bitte nicht, wenn Sie zum ersten Mal einen Blick darauf werfen.
Diejenigen von Ihnen, die bereits andere Bücher von mir zu Bilanzthemen gelesen oder sagen wir besser durchgearbeitet haben, werden eine Art Déjà‐vu‐Erlebnis haben, denn ich habe die aus diesen Büchern bereits bekannten Excel‐Dateien um die Beteiligungs‐ und Bewertungsaspekte weiterentwickelt.
Bernd Heesen

Kapitel 9. Die operative Analyse der Beteiligung HKG im Detail

Zusammenfassung
In meinem Buch Bilanzplanung und Gestaltung – Fallorientierte Bilanzerstellung (Heesen 2012) habe ich anhand einer als „Trichteranalyse“ bezeichneten Vorgehensweise aufgezeigt, wie man schnell und sicher ein Zahlenwerk analytisch mit wenigen Kennzahlen durchforsten kann.
Dabei werden Redundanzen ausgeschaltet und eventuelle irreführende und/oder gefährliche Kennzahlen erst gar nicht berücksichtigt. Das Motto dabei war:
Um uns auf das Wesentliche konzentrieren zu können, müssen wir die Zusammenhänge verstehen.
Und diese Zusammenhänge wurden auch jeweils mathematisch und grafisch dargestellt. So wollen wir auch in diesem Buch wieder vorgehen.
Welche Kennzahlen gehören jetzt zu diesem Ansatz?
Es sind 14, die sich aus verschiedenen Kennzahlengruppen ergeben und gemeinsam wie ein dickes Analysenetz wirken. Ich sage nicht, dass es keine anderen ebenfalls guten oder sogar besseren Ansätze gibt, aber ich persönlich komme mit den folgenden Größen „sehr weit und sehr tief“.
Welche Gruppen sind jetzt betroffen bzw. von aus welchen Gruppen stammen diese Trichterkennzahlen?
1.
Vermögenskennzahlen,
 
2.
Kapital und Kapitalstrukturkennzahlen,
 
3.
Liquiditäts‐, Cash‐Flow‐ und Investivkennzahlen,
 
4.
Erfolgskennzahlen,
 
5.
Renditekennzahlen,
 
6.
Kennzahlen zur operativen Stärke.
 
Jetzt werden Sie sagen, dass dies doch die Standardgruppen bei Bilanzanalysen sind. Und damit haben Sie ja auch Recht! Aber die Beurteilung und das Controlling einer Beteiligung sind in erster Linie Standardansätze.
Bernd Heesen

Kapitel 10. Strategisches Beteiligungscontrolling

Zusammenfassung
Die bisher dargestellten Analyseansätze sind die klassischen Methoden, Firmen bzw. Beteiligungen im Detail zu betrachten und werden so auch in gleicher oder ähnlicher Form sicherlich vielfach eingesetzt.
Diese Ansätze kommen ausnahmslos aus dem angelsächsischen Raum und vor allem aus den USA. Diese haben ihren Ursprung in der wertorientierten Unternehmensführung und sind damit eng mit dem Thema Bewertung verbunden.
In der Literatur gibt es inzwischen sehr viele Controllingansätze aus strategischer Sicht für Geschäftsbereiche und/oder Beteiligungen. Diese will ich hier nur auszugsweise kurz darstellen, dann aber sofort auf die mir wichtigen wertorientierten Ansätze übergeben.
Bernd Heesen

Kapitel 11. Fortsetzung drittes Beispiel – Strategische Analyse der Beteiligung

Zusammenfassung
Wir sind wieder zurück im Zahlenmaterial der HKG.
Zur Berechnung der periodischen EVA wird als Rechnungskomponente für die Beurteilung das Betriebsergebnis (operatives Ergebnis) herangezogen. Wir starten also wieder in der GuV der Beteiligung.
Schauen Sie noch einmal in unsere GuV in der strukturierten Darstellung. Das Betriebsergebnis steht ziemlich in der Mitte, aber auf jeden Fall oberhalb der Steuern.
Somit ist das Betriebsergebnis auch eine Vor‐Steuer‐Größe. Die Kapitalkosten WACC, die wir beim EVA‐Controllingansatz benötigen, sind hingegen bekanntlich eine Nach‐Steuer‐Größe.
Daher müssen wir hier noch die bekannte Anpassung vornehmen.
Bernd Heesen

Kapitel 12. Bilanz- und GuV-Planung

Zusammenfassung
Die Unternehmensbewertung basiert nicht auf historischen, sondern Plandaten. Wir brauchen also immer Planbilanzen und ‐GuV.
Die historische Analyse ist aber insofern wichtig, damit wir
  • Verbesserungen in der Vergangenheit erkennen und damit
  • weitere Optimierungsmöglichkeiten besser einschätzen,
  • unrealistische Planungen auch als solche erkennen und
  • argumentativ als nicht haltbar herausstellen
können.
Bei der Planung von Firmen tun sich viele Damen und Herren, auch mit vielen Berufsjahren, jedoch schwer, weil sie einerseits unsicher in der Bilanz und GuV sind und andererseits nicht genau wissen, wie man ein solche (einfach) aufbaut.
Daher möchte ich Ihnen an einem ganz anderen Beispiel zuerst aufzeigen, wie sie ganz logisch, dem HGB‐Gliederungssystem der GuV und Bilanz folgend, ein tolle Planung aufbauen können, von denen Dritte, in erster Linie Vorgesetzte, potenzielle Investoren und Banken, begeistert sein werden.
Eine Planung ist damit eigentlich nichts anderes als ein „Business Case“. Solche muss ich mir sehr häufig, schon von Berufswegen her, im Auftrag von Banken, die nämlich später finanzieren sollen, anschauen.
Ich habe neben meiner Akademie ja auch eine Gesellschaft, die nichts anderes tut als Abschlüsse zu analysieren (wie hier die HKG), Planungen aufzubauen und Bewertungen durchzuführen. Klicken Sie im Internet einmal auf www.abh-partner.de
Was haben fast alle Planungen, die mir vorgelegt wurden, gemein?
Ganz viel Text (80–90 %) und wenig Rechnungen und so gut wie nie eine Plan‐GuV und Planbilanz.
Bernd Heesen

Kapitel 13. Die intelligente Planung der Beteiligung HKG

Zusammenfassung
Bisher haben wir die Ist‐Zahlen unserer Beteiligung analysiert, viel erkannt und auch einiges kritisiert, denn die HKG zeigt doch auch einige Schwächen, besonders im Umlaufvermögen. Wir haben auch teilweise theoretisch gesagt, was man denn hätte tun müssen, aber die Zielzahlen haben wir weder explizit benannt, noch die dann daraus resultierenden Analyseergebnisse mit den Verbesserungen in einer Planung aufgezeigt.
Das Wort „theoretisch“ bezieht sich auch noch auf einen anderen „Mangel“. Wir haben nicht dargelegt, wie man denn die Zielgrößen bei der HKG für die Planung bestimmt.
Dies wollen wir aber nicht auf uns sitzen lassen und daher werden wir jetzt genau damit fortfahren! Wir wollen auch wieder mit den 15 bekannten Kennzahlen arbeiten und auch die Reihenfolge beibehalten.
Womit beginnen wir? Mit den Umsatzerlösen, denn dies ist eine ideale Basis!
Ich kenne kein Unternehmen, das nicht mindestens die Umsatzerlöse plant. Lassen Sie uns aber konservativ an die Planung der HKG Zukunft herangehen. Wir starten im ersten Planjahr mit einem kleinen Einbruch, die Weltwirtschaft hat ja in den letzten Jahren gezeigt, dass es nicht immer „nach oben“ geht.
Also lassen Sie uns mit folgenden Umsatzerlösen für die folgenden fünf Jahre planen.
Bernd Heesen

Kapitel 14. Bewertung der HKG

Zusammenfassung
Die Bewertung ist rein technisch gesehen ja eigentlich eine Art Investitionsrechnung gegen unendlich.
Während die Investitionsrechnung allerdings mit Größen des internen Rechnungswesens arbeitet und in der Regel die Ergebnisse vor Steuern berechnet (Heesen 2016), greift die Bewertung auf Werte aus dem externen Rechnungswesen (Plan‐GuV und Planbilanzen) zu und ermittelt die Resultate auf einer Nach‐Steuer‐Basis.
Aber die Technik ist immer gleich und uns bereits sehr bekannt.
  • Ein‐ und Auszahlungen, wie immer definiert, saldieren,
  • Diskontsatz berechnen,
  • Zeitwerte zu Barwerte abzinsen,
  • Barwerte aufsummieren,
  • zusätzliche Positionen (z. B. Stille) hinzu‐ und/oder herausrechnen.
Oder, wie man bei der Investitionsrechnung oder ich an der Hochschule als Regel immer sage:
  • Saldieren,
  • Diskontieren,
  • Multiplizieren,
  • Kumulieren,
  • Addieren bzw. Subtrahieren.
Das eindeutig meistgenutzte Verfahren bei Unternehmensbewertungen haben wir in den vorhergehenden Kapiteln bereits kennengelernt. Es handelt sich um den Ansatz mittels der freien Cash Flows (FCF), wir sprechen vom DCF (Discounted Cash Flow)‐Verfahren.
Ist die Bewertung als Gutachten zu erstellen, dann orientiert sich die Auftragsdurchführung fast immer an den Grundsätzen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen (IDW S 1), verabschiedet am 02. April 2008 sowie nach der Unternehmenssteuerreform 2008.
Wie Sie in den ersten Kapiteln dieses Buches gesehen haben, gibt es darüber hinaus noch andere Verfahren, die wir aber hier bei der Bewertung der HKG alle vernachlässigen werden.
Bernd Heesen

Kapitel 15. Weitere Anwendungen im strategischen Controlling und in der strategischen Planung

Zusammenfassung
Abschließend wollen wir uns jetzt noch vier weitere Kurzbeispiele anschauen, in denen die bisher behandelten Themen in komprimierter Form von Bedeutung sind.
Dabei können wir sowohl das strategische Controlling als auch die strategische Planung als Basis für diese Beispiele sehen, mitunter also auch das Beteiligungscontrolling bzw. ‐management.
In allen Fällen sind aber EVA‐ und FCF‐Betrachtungen sowie Bewertungen relevant.
Bernd Heesen

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