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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die betriebliche Altersvorsorge ist in den letzten Jahren zusehends in den Mittelpunkt verschiedenster Diskussionen gerückt. Sie ist eingebettet im Spannungsverhältnis zwischen volks- und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Auf volkswirtschaftlicher Seite wird auf die betriebliche Altersvorsorge verwiesen, wenn um einen Lösungsweg für das Finanzierungsdilemma der gesetzlichen Sozial- bzw. Rentenversicherung gerungen wird. Auf der mikroökonomischen Ebene der Unternehmen waren Fragen der betrieblichen Altersvorsorge bislang vorwiegend im Bereich der Personalwirtschaft angesiedelt.
Andreas Grünbichler

2. Fürsorgemotiv vs. Entgeltmotiv

Zusammenfassung
In der Literatur ist häufig der Versuch anzutreffen, die Betriebliche Altersvorsorge dem Sozialbereich der Unternehmung zuzuordnen, wobei unter Betrieblicher Altersvorsorge alle “...Leistungen der Alters-, Invalididäts- oder Hinterbliebenenversorgung aus Anlaβ eines Arbeitsverhältnisses...” verstanden werden sollen.6 Die Anfänge der Betrieblichen Altersvorsorge reichen in der Bundesrepublik Deutschland in die Zeit vor die Errichtung der gesetzlichen Sozialversicherung zurück.7 Diese freiwilligen Sozialleistungen waren geprägt von einem paternalistischen Verantwortlichkeitsprinzip der Arbeitgeber gegenüber ihren Mitarbeitern. Seit der Einführung des Gesetzes zur Verbesserung der Betrieblichen Altersvorsorge in der Bundesrepublik im Jahre 1974 wurde das Fürsorgeprinzip in der Diskussion zusehends durch das Entgeltprinzip ersetzt. Dabei werden Betriebspensionen als “...Arbeitsentgelte, die mit zeitlichem Verzug ausbezahlt werden...”, interpretiert.8 Der Arbeitnehmer überläβt so dem Unternehmen Teile seines Arbeitseinkommens in der Annahme, bei Vorliegen eines Versorgungsfalles eine adäquate Pensionsleistung zu erhalten.
Andreas Grünbichler

3. Finanzierung und Betriebliche Altersversorgung

Zusammenfassung
Da in der Arbeit das Finanzierungsmotiv betont wird, ist zunächst die Frage zu stellen, was wir unter Finanzierung verstehen. Wir wollen unter Finanzierung nicht primär die Geld- und Kapitalbeschaffung der Unternehmung verstehen, sondern uns mehr an den Ansprüchen an der Unternehmung orientieren und mit Finanzierung die “...Veräußerung von Ansprüchen...” bezeichnen.9 Mit dieser Veräußerung von Ansprüchen unmittelbar verbunden ist die Eigentümerstruktur der Unternehmung.10 Swoboda betont daher, “...daß die Übergänge zwischen Arbeitnehmer und Kapitalgeber sehr fließend sind.”11 Arbeitnehmer erwerben so für die mit langer zeitlicher Verzögerung ausbezahlten Betriebspensionen Ansprüche an der Unternehmung. Im Ausmaß dieser Ansprüche können Arbeitnehmer als Kapitalgeber der Unternehmung verstanden werden. Die Verfügungsrechte über diese Mittel haben fast ausschließlich die Manager der Unternehmung. Sie können über die Mittelverwendung bestimmen. Hierbei ist in einem ersten Schritt zu entscheiden, ob die Mittel im Unternehmen verbleiben und so zu Investitionszwecken verwendet werden, oder ob die Mittel am Kapitalmarkt angelegt werden sollen. Aus dieser Delegation der Verfügungsgewalt und dem daraus resultierendem diskretionären Handlungsspielraum für die Manager entsteht im konkreten Fall eine principal-agent Beziehung zwischen Management und Arbeitnehmer, die nach Arrow immer dann vorliegt, “...when one, designated as the agent, acts for, on behalf of, or as representative for the other, designated the principal, in a particular domain of decision problems.”12,13
Andreas Grünbichler

4. Die Betriebliche Altersvorsorge in der Bundesrepublik Deutschland

Zusammenfassung
In der Praxis sind die verschiedensten Vereinbarungen anzutreffen, auf denen Zusagen für Betriebspensionen beruhen. Grundsätzlich zu trennen sind Individual- und Kollektivvereinbarungen, dabei geht es vorerst nur um die Frage des Begünstigtenkreises, ohne daß bereits Entscheidungen über die Disposition der Mittel getroffen wurden.
Andreas Grünbichler

5. Principal-Agent Beziehungen aus der Betrieblichen Altersvorsorge

Zusammenfassung
Principal-agent Beziehungen resultieren, wie in Kapitel 3 bereits ausführlich behandelt, aus der Abhängigkeit des principals vom Verhalten des agents. Der Coase’sche Versuch, Unternehmen als Nexus von Verträgen zu interpretieren, kann mit Hilfe der principal-agent Theorie um den Verhaltensaspekt erweitert werden. Daraus resultierend, können wir eine Unternehmung als Nexus von principal-agent Beziehungen verstehen. Diese Unternehmenssicht bezieht sich natürlich auch auf die Betriebliche Altersvorsorge. Auch sie kann als Teilnexus aller principal-agent Beziehungen einer Unternehmung verstanden werden. Aus Gründen der Transparenz und Übersichtlichkeit behandeln wir im folgenden die die verschiedenen Formen der Betrieblichen Altersvorsorge wesentlich determinierenden principal-agent Beziehungen.
Andreas Grünbichler

6. Risikospezifische Versicherungsprämien: Ein Lösungsweg

Zusammenfassung
Ausgangspunkt für eine zaghafte Diskussion über das starre Prämiensystem des PSV war eine Großinsolvenz aus dem Jahre 1982. Aus diesem Sicherungsfall erwuchsen den Mitgliedsunternehmen des PSV allein für 1982 Aufwendungen in Höhe von 950 Millionen DM. Die aus dieser Insolvenz resultierende Rentnerzahl betrug 25.649. Hinzu kommen noch 32.183 Personen deren Pensionen erst in Zukunft fällig und somit von der Solidargemeinschaft zu finanzieren sind.96 Obwohl die hohe Prämie des Jahres 1982 zu “...Irritationen im Kreise der beitragspflichtigen Arbeitgeber...” geführt hat, sind die Beiträge und Argumente, die das momentane Prämiensystem rechtfertigen, zahlreich.97
Andreas Grünbichler

7. Empirische Überprüfung des Modells zur Ermittlung risikospezifischer Versicherungsprämien für die Betriebliche Altersvorsorge

Zusammenfassung
Die empirische Studie bezieht sich auf bundesdeutsche Unternehmen, deren Aktien zum 30.12.1987 an der Wiener Börse notierten oder durch den sog. “Telefonhandel” österreichischer Banken verfügbar waren, wobei aber jeweils der amtliche DM Kurs für die Berechnungen herangezogen wurde. Weiters wurden die an der Frankfurter Börse zum Fließhandel zugelassenen Bankwerte berücksichtigt.
Andreas Grünbichler

8. Steuern und abschließende Bemerkungen

Zusammenfassung
Wenn wir das Ergebnis der empirischen Untersuchung, trotz der modellhaften Vereinfachung, betrachten, daß nämlich das momentan starre Prämiensystem des PSV zu beträchtlichen Prämiensubstutionen und zu zu hohen Beitragszahlungen der untersuchten Unternehmen führt, so ist die Frage zu stellen, warum die im Akerlof’schen Sinne “guten” Unternehmen von der Betrieblichen Altersvorsorge in Form der Direktzusage nicht abgegangen sind und nicht eine andere Versorgungsform gewählt haben, um so die Mitgliedschaft beim PSV zu umgehen.
Andreas Grünbichler

9. Anhang I

Ohne Zusammenfassung
Andreas Grünbichler

10. Anhang II

Ohne Zusammenfassung
Andreas Grünbichler

11. Literaturverzeichnis

Ohne Zusammenfassung
Andreas Grünbichler

Backmatter

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