Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Die 2. Auflage dieses Buches behandelt die aktuellen und zukünftig zu erwartenden Anforderungen an die Instandhaltung als Enabler produzierender Unternehmen sowie praxistaugliche, innovative Lösungsansätze hierfür. Entwicklungen wie Industrie 4.0 betreffen nicht nur die Produktion, sondern erfordern ebenfalls flexible Interaktionen zwischen qualifizierten Mitarbeitern und hochentwickelten Maschinen und IT-Werkzeugen. Hinzu kommen neue organisatorische und betriebswirtschaftliche Betrachtungsweisen wie das Asset-Management, Obsoleszenzstrategien oder die Integration Industrieller Dienstleister der Instandhaltung in Unternehmen.

Der VDI Fachausschuss Instandhaltung blickt auf eine nunmehr 40jährige Geschichte zurück, die davon geprägt ist, das Aufgabengebiet Instandhaltung zum Gegenstand öffentlichen Erfahrungsaustauschs und wissenschaftlicher Betra

chtung zu machen. Erkenntnisse zu effizienten Vorgehensweisen, Methoden und Strategien der Instandhaltung sind u.a. in VDI-Richtlinien dokumentiert, die aber kein vollständiges Abbild der Aufgaben und Lösungen in der Instandhaltung ermöglichen. Dieses Buch stellt begleitend eine kontinuierliche Fortschreibung der Entwicklung der Instandhaltung der letzten Jahre dar und reflektiert das derzeit Beste aus Praxis und Forschung zur Instandhaltung. Neue Ansätze wie Asset-Management, neue Medien für die Qualifizierung, Standardisierung, mobile Instandhaltung, die Digitalisierung der Prozesse (Industrie 4.0), Sensoreinsatz oder Datenanalysen fördern die erfolgreichsten Strategien und die besten Umsetzungen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Organisation und Management der Instandhaltung

Frontmatter

1. Chronik der Instandhaltung – Schlaglichter einer Entwicklung

Der Beitrag soll dem Leser einen Eindruck davon vermitteln, wie sich die Methoden und Vorgehensweisen auf dem Feld der Instandhaltung entwickelt haben. Dabei erhebt der Beitrag keinen wissenschaftlichen Anspruch auf historisch präzise Wiedergabe jeder technologischen oder methodischen Entwicklung. Die Autoren bemühen sich durch Auswahl von Themen und Schwerpunkten einen Abriss der Entwicklung der Instandhaltung zu geben. Die Auswahl ist dabei subjektiv und auch von persönlicher Erinnerung geprägt, spiegelt jedoch Entwicklungen wider, wie sie langjährig erfolgreiche Instandhaltungsmanager selbst durchlebt haben.
Hans-Werner Gohres, Jens Reichel

2. Instandhaltungsmanagement in Ganzheitlichen Produktionssystemen

Im Zuge sich wandelnder Märkte und wechselnder Rahmenbedingungen sind Unternehmen in der Vergangenheit verstärkt dazu übergegangen Ganzheitliche Produktionssysteme einzuführen. Diese unternehmensspezifischen Regelwerke, die auf den Grundlagen des Toyota Produktionssystems aufbauen, helfen Organisationen flexibel und anpassungsfähig zu agieren. Im Umkehrschluss kann die verstärkte Agilität als direkter Wettbewerbsvorteil angesehen werden, der sich dadurch auszeichnet, dass Unternehmen befähigt werden, den vorherig genannten Trends eigenständig entgegenwirken zu können. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass die bloße Übertragung der Gestaltungsprinzipien und Methoden Ganzheitlicher Produktionssysteme auf den Bereich der Produktion nicht ausreichend ist. Um nachhaltigen Erfolg sicherzustellen, ist es wichtig auch andere direkte und indirekte Unternehmensbereiche in die Ausweitung mit einzubeziehen. Insbesondere im Instandhaltungsmanagement ergeben sich durch die Berücksichtigung von Gestaltungsprinzipien, wie beispielsweise Standardisierung oder Visuellem Management, erhebliche Vorteile. Diese können ihren Teil dazu beitragen, die gesamte Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu verbessern.
Uwe Dombrowski, Jonas Wullbrandt

3. Value Chain Service im Asset Management

Die Instandhaltung als Wertetreiber für den Produktionsstandort Deutschland
Die Aufgaben und Rollen der Instandhalter stehen an der Schwelle zu grundlegenden Veränderungen, wie sie zuletzt nur bei der Einführung der Automatisierungstechnik und der Auswertung maschinenlesbarer Daten durch den flächendeckenden Einsatz von Computern beobachtet wurden. Die unter dem Schlagwort Industrie 4.0 beschriebenen Veränderungen der digitalen Transformation der Produktionssysteme wird ihren Niederschlag im Alltag der Instandhaltung finden. Der Beitrag beschreibt diesen Wandel und die damit einhergehende Veränderung der Welt der Instandhalter, die als Asset Manager* im Lebenszyklus der Anlage sich einerseits um die Wertschöpfung des Produktionsfaktors Anlage kümmern werden und andererseits sich völlig neuen Aufgaben wie der IT‐Sicherheit in Produktionsanlagen und dem funktionierenden Zusammenspiel zahlreicher digitalisierter Komponenten des Produktionssystems widmen müssen. Dies führt zu veränderten Qualifikationsanforderungen an die Instandhaltungsmitarbeiter, aber auch zu einem anderen neuen Selbstverständnis der Instandhalter.
*Die Bezeichnung Asset Management bezieht sich in diesem Zusammenhang auf das Management von Produktionseinrichtungen bzw. ‐anlagen, also die wichtigsten Assets von Industrieunternehmen, und nicht auf die Vermögensverwaltung.
Andreas Weber, Jens Reichel

4. Der Weg von einer produktionsintegrierten Instandhaltung zum erfolgreichen, outgesourcten Dienstleister

Instandhaltungsbereiche als interne Dienstleister in Unternehmen werden häufig hinsichtlich ihrer Funktionen und Effizienz kritisch hinterfragt. In diesem Beitrag wird am realen Beispiel einer betrieblichen Instandhaltung eines produzierenden Unternehmens der Weg von einer produktionsintegrierten Einheit, über den zentralen/dezentralen Unternehmensbereich hin zu einem Profit‐Center und schließlich zu einem erfolgreichen, externen Dienstleistungsunternehmen nachvollzogen. Neben den rein organisatorischen Fragen hatten dabei Unternehmens‐ und Mitarbeitererwartungen sowie deren Motivation, Instandhaltungsstrategien und IT‐Nutzung sowie Bedingungen des Instandhaltungsmarktes großen Einfluss auf die genommene Entwicklung.
Friedrich Luther

5. Instandhaltung und Asset Management

Asset Management ist heute untrennbar mit der Instandhaltung verbunden. Der Wandel des Instandhalters zum Asset Manager ist in vielen Unternehmen bereits vollzogen worden. Der Beitrag beschreibt die aktuellen Normen zum Asset Management, insbesondere die ISO 55000‐Familie und die DIN EN 16646 zur Rolle der Instandhaltung im Asset Management. Für die Zusammenarbeit aller Beteiligten im Anlagenlebenszyklus stellen Asset‐Informationssysteme eine wichtige Grundlage dar. Der Beitrag zeigt wichtige Aspekte solcher Systeme auf und veranschaulicht, warum der Ansatz der digitalen Lebenslaufakte eine erfolgsversprechende Lösung für Asset‐Informationssysteme sein kann. In Anlehnung an das ganzheitliche TPM‐Konzept wird eine Vision des „Total Asset Management“ aufgezeigt, die über den gesamten Anlagenlebenszyklus die wesentlichen Management‐Aspekte und Schlüsselressourcen beschreibt. Abschließend wird dargelegt, warum Asset Management als organisatorische Grundlage für Industrie 4.0 dienen wird.
Lennart Brumby

6. Wie LCC-Management die Produktionstechnik und die Instandhaltung verändert

Die zunehmende Komplexität von Produktionsanlagen und deren steigende Investitionssummen erfordern eine intensive Nutzung und überschaubare Folgekosten, zum Beispiel in der Instandhaltung. Um diese Ziele beim Investitionsvorgang von Anlagen effizienter als in der Vergangenheit zu gestalten sind Organisationsverfahren wie Life Cycle Cost Management (LCC‐Management) bzw. Total Cost of Ownership (TCO) sinnvoll. Dieser Beitrag zeigt, wie Hersteller und Betreiber bis heute mit diesen Verfahren die Auslegung und das Betriebsverhalten von Anlagen entwickeln, deren reduzierten Instandhaltungsaufwand prognostizieren und die Leistungen zum Vorteil beider Vertragspartner steigern.
Manfred Zick

7. Entwicklung und methodische Verbesserung der Arbeitssicherheit in der Instandhaltung

Der Beitrag beschreibt am Beispiel der Hüttenwerke‐Krupp‐Mannesmann GmbH die Analyse des aktuellen Unfallgeschehens und die darauf basierende Entwicklung bereichsspezifischer Methoden zur Verbesserung. Die Methodenansätze lösen sich keinesfalls ab, sie bauen aufeinander auf und involvieren unterschiedliche Anwendergruppen.
Marek Galinski, Andreas Hennen

8. Die Bedeutung einer zustandsorientierten Instandhaltung

Einsatz und Nutzen in der Investitionsgüterindustrie
Für die Wettbewerbsfähigkeit hochkomplexer Produktionsstätten spielt die Instandhaltung eine immer wichtigere Rolle. Dabei gewinnen zustandsorientierte Instandhaltungs‐Prozesse an strategischer Bedeutung. In der Zielsetzung geht es dabei um Funktion und Ausfallrisiko technischer Betriebsmittel, die immer wieder unter qualitativen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betrachten sind. Hierzu bedarf es tiefgreifender Kenntnisse über die Produktionsprozesse in all ihren technischen Zusammenhängen um schlussendlich geeignete Inspektionstechniken zur Anwendung bringen zu können. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind hochqualifizierte Instandhaltungsmitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsgarant. Dabei liegt eine besondere Herausforderung im Schritt halten mit der sich immer schneller verändernden technischen Welt unter all den Aspekten von „Industrie 4.0“.
Wilhelm Hodapp

9. Moderne Qualifizierung für neue Betriebsleiter und Betriebsingenieure – eine wichtige Investition in die Zukunft

Aktuelle Entwicklungen auf dem Weltmarkt, veränderte Kundenanforderungen und sich stetig weiter entwickelnde Technologien verlangen neue Inhalte und Formen der betrieblichen Weiterbildung. Jedes Unternehmen ist gefordert seine Qualifizierungsbedarfe genau zu analysieren, anforderungsgerechte Trainingsprogramme zu entwickeln und diese nachhaltig zu implementieren. Der Beitrag zeigt am Beispiel der Evonik Industries AG aus der Prozessindustrie wie sich Unternehmen mittels moderner Qualifizierungskonzepte auf geänderte Anforderungen für Betriebsleiter und Betriebsingenieure einstellen.
Oliver Franta

10. Wandel von Instandhaltungsarbeit

Mit den aktuellen Veränderungen in der produzierenden Industrie verändert sich das Arbeiten des Instandhalters/der Instandhalterin*. Dieser Beitrag führt die wesentlichen Aspekte im Wandel von Instandhaltungsarbeit auf und stellt den Mensch in den Mittelpunkt der Betrachtung. Ausgehend vom Status‐Quo werden die Auswirkungen der Veränderungen diskutiert und die sich daraus ableitenden grundsätzlichen Anforderungen an Qualifikation wie auch Wissenschaft herausgestellt. Der Beitrag unterstreicht die große Bedeutung des Instandhalters für eine erfolgreiche Wertschöpfung und zeigt gleichsam Schwachstellen in der aktuellen (Fach‑)Diskussion auf.
*Im Folgenden wird aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung nur die männliche Form verwendet. Es sind jedoch stets Personen männlichen und weiblichen Geschlechts gleichermaßen gemeint.
Katja Gutsche, Bernd-Friedrich Voigt

11. Obsoleszenzmanagement

Der Trend, dass Entwicklungs‐ und Produktlebenszyklen immer kürzer werden nimmt zu. Damit verbunden sind zum einen Probleme bei der Beschaffung von Ersatzteilen oder Baugruppen für die Instandhaltung (Obsoleszenz), zum anderen in nicht mehr verwendbaren Bauteilen, die jetzt zu viel bevorratet sind, wenn die übergeordneten Baugruppen vom Markt genommen werden. Dieser Beitrag beschreibt die grundlegenden Arten von Obsoleszenz, wie sie heute praktiziert werden, und Wege, wie man im Unternehmen mit einer drohenden oder bereits eingetretenen Obsoleszenz umgehen kann.
Björn Bartels, Jean Haeffs

12. Ein Lehrstück!

Gewidmet einem Instandhaltungsabteilungsleiter eines deutschen Großbetriebes. (Die Ähnlichkeit mit lebenden Personen und wahren Begebenheiten ist beabsichtigt.)
Hartmut Giesler

Technologie

Frontmatter

13. Informations- und Kommunikationstechnologien für die Instandhaltungsplanung und -steuerung

Informations‐ und Kommunikationstechnologien ermöglichen die effiziente, schnelle und sichere Planung und Steuerung von Verwaltungs‐ und Leistungsprozessen in der Instandhaltung. Die systematische Erfassung, Verwaltung und Nutzung administrativer Auftragsdaten kombiniert mit technischen Zeichnungen, Materialeigenschaften und Maschinendaten unterstützt gezielt die Abwicklung von Instandhaltungsprozessen von der Initiierung bis zum Abschluss des Auftrages. Das vorliegende Kapitel zeigt die Ziele des Einsatzes von IT‐Systemen in der Instandhaltung auf, beschreibt die Elemente und Funktionen von Instandhaltungsplanungs‐ und ‐steuerungssystemen (IPS‐Systeme), befasst sich mit der Nutzung mobiler Systeme und gibt einen Überblick über aktuelle und künftige Entwicklung der Informations‐ und Kommunikationstechnologien in der Instandhaltung.
Thomas Zapp, Philipp Jussen, Michael Kurz

14. Zukunftstrends der Qualifizierung für Fachkräfte in der Instandhaltung

Der vorliegende Beitrag untersucht den Einfluss der zunehmenden Digitalisierung , wie sie derzeit unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ zusammengefasst wird, auf die Instandhaltung und betrachtet neue Formen der Qualifizierung und der arbeitsplatznahen Unterstützung der Fachkräfte, die im Zuge dieser Entwicklungen erforderlich werden. Für die Gestaltung technologiebasierter Lern‐ und Assistenzsysteme werden Empfehlungen erarbeitet, die abschließend in zwei Zukunftsszenarien für die Gestaltung und Entwicklung von Assistenzsystemen für die Stahl‐ und Prozessindustrie reflektiert werden.
Tina Haase, Wilhelm Termath

15. Infrarot-Thermografie in der Instandhaltung der chemischen Industrie

Aufgabe der Instandhaltung ist es, die Verfügbarkeit der Fertigungs- und Produktionsanlagen sicherzustellen . Ein wesentlicher Indikator zur Bewertung von Zustand, Funktion und Lebensdauer von technischen Systemen ist die Oberflächentemperatur. Ein Verfahren zur Erfassung der Oberflächentemperatur ist die Infrarot-Thermografie, mit deren Hilfe Beanspruchungen an Betriebsmitteln, Anlagen und Systemen sichtbar gemacht werden können. Anhand der gewonnenen Messergebnisse lassen sich Maßnahmen ableiten, um den Sollzustand eines technischen Systems wiederherzustellen. Im Beitrag werden die notwendigen Grundlagen, Prinzipien und Vorgehensweisen beschrieben, um eine Hilfestellung zum Einsatz thermografischer Messverfahren in der Instandhaltung respektive Anlagendiagnose zu geben.
Christian Huber

16. Anwendungsgebiete und Nutzen der RFID-Technologie in der Instandhaltung

In Verbindung mit der Implementierung mobiler Endgeräte in die Arbeitsprozesse gewinnen AutoID-Technologien (automatische Identifikation und Datenerfassung) an Bedeutung. Eine Zielrichtung des Einsatzes dieser Technologien (z. B. Barcode/2D-Code, Direct Part Marking, Radio Frequenz Identifikation RFID) in Kombination mit der mobilen Datenerfassung und -kommunikation ist die Verringerung der operativen Arbeitszeit durch Senken der Zeiten für Dokumentations- und Informationsaustauschprozesse in den jeweiligen Arbeitsprozessen. Die RFID-Technologie bietet hier eine Vielzahl an Datenträgern mit unterschiedlichen Eigenschaften (passiv/aktiv, Read-Only/Read-Write, on/in-metall, Ex-Schutz, etc.), auf denen entsprechende Anwendungsszenarien in der Instandhaltung aufbauen. Hierbei lassen sich bestimmte Nutzungsarten, die typische Einsatzgebiete darstellen, erkennen. Diese Nutzungsarten sowie deren technische Umsetzung in der Instandhaltung werden im Beitrag kurz vorgestellt.
Gerhard Müller, Cathrin Plate

17. Qualifizierung und Assistenz von Fachkräften in der Instandhaltung mit VR-Technologien

Der Beitrag skizziert die Anforderungen an die Qualifizierung und das berufsbegleitende Lernen von Fachkräften in der Instandhaltung von Hochspannungsbetriebsmitteln. Weiterhin wird das Potential innovativer Lernumgebungen auf Basis von Technologien der Virtual Reality (VR) für die berufliche Weiterbildung und den Transfer von erfahrungsbasiertem Expertenwissen dargestellt.
Jürgen Beuting, Wilhelm Termath

18. Kombinierter Einsatz von RFID zur Lebenszyklusverfolgung mobiler Betriebsmittel

Bewegte Produktions‐ und Betriebsmittel, Werkzeuge oder teure Mess‐ und Diagnosegeräte werden häufig von unterschiedlichen Aufgabeninhabern in einem Unternehmen genutzt oder verwaltet. Zum Beispiel erfordert ein Produktionsprozess ein bestimmtes Produktionsmittel, das aber zeitgleich in der Instandhaltungswerkstatt einer geplanten Instandsetzung unterzogen werden soll.
In diesem Beitrag werden am Beispiel des Aluminiumschmelzwerks der Aluminium Norf GmbH die Anforderungen und Probleme von bewegten Produktions‐ und Betriebsmitteln bzw. Werkzeugen in metallverarbeitenden Unternehmen dargestellt. Um die Instandhaltungsarbeiten wie Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung an einem Betriebsmittel lückenlos überwachen und damit nachhaltig durchführen zu können, ist eine Verfolgung und Zustandserfassung der Betriebsmittel und Werkzeuge unumgänglich. Die Radio Frequency Identification (RFID)‐Technologie bietet hier Potenzial, automatisch Daten zu erzeugen, die Eingangsinformation sowohl für die Produktionsplanung und ‐steuerung (PPS) als auch für ein lebenszyklusbezogenes Instandhaltungsmanagement sind.
Michael Ließmann, Klaus Richter

19. Instandhaltungs-Cockpit

Kennzahlen für ein erfolgreiches Instandhaltungs-Management
Für ein erfolgreiches Instandhaltungsmanagement sind Kennzahlen als Führungs‐ und Steuerungsinstrument unerlässlich. Durch die Auswahl der richtigen Kennzahlen und das permanente Monitoring können Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet und Potenziale für Kostensenkungen erkannt werden. Ebenso wird die Instandhaltung dadurch transparenter und erfolgsorientiert ausgelegt. Um die richtigen Kennzahlen für die Instandhaltung Powertrain (Mercedes‐Benz Cars) zu vereinheitlichen und definieren, wurde das Projekt „Instandhaltungs‐Cockpit“ (IH‐Cockpit) ins Leben gerufen.
Esra Sahan, Victoria Reuter

Markt

Frontmatter

20. Industrieservice 4.0

Industrieservices in einer digitalisierten Instandhaltung
Die Dienste und Leistungen des Industrieservices sind für den Erfolg von Industrie 4.0 in Deutschland unverzichtbar, sie sind zentral für die zukünftige Wertschöpfung der Unternehmen und bergen ein erhebliches Wachstumspotenzial. Den Einzug von Industrie 4.0 in die Unternehmen werden Industrieservice‐Dienstleister maßgeblich mitgestalten. Bereits heute verändert der Industrieservice Arbeitsabläufe und Arbeitsprozesse bei den Kunden – ein Novum im Markt für Dienstleistungen. Hintergrund ist, dass Industrieservice‐Unternehmen zunehmend Know‐how aufbauen, das gerade kleine und mittlere Industrieunternehmen nicht ohne weiteres selber bereitstellen können. Diese Entwicklung wird durch Standardisierung, Kommunikation von Best‐Practices, Qualifizierung, fachübergreifende Innovationen durch Forschung und ein einheitliches Branchenbild unterstützt.
David Merbecks

21. Neue Servicekonzepte in der Instandhaltung am Beispiel der Prozessindustrie

Seit Jahren besteht die Tendenz zur Auslagerung von Instandhaltungstätigkeiten auf externe Dienstleister. In der chemischen Industrie ist diese Entwicklung bereits weit fortgeschritten. Im Beitrag werden die Entwicklung von integrierten strategischen Partnerschaftsmodellen und die grundsätzlichen Unterschiede zum klassischen Vergabeverfahren von Dienstleistungen auf Basis einer Spezifikation der Einzelleistung und deren Auswirkung dargestellt. Am Beispiel der Verträge zur strategischen Servicepartnerschaft wird der Prozess der Partnerschaftsentwicklung von der Potenzialanalyse über Leistungs‐ und Vertragsspezifikation, Implementierung bis zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess beschrieben sowie die Wertbeiträge zur Steigerung der Effektivität, z. B. Schaffung der Zielkongruenz zwischen Betreiber und „Systemdienstleister“, beleuchtet.
Götz Lauschke, Wilhelm Otten

22. Optimiertes Aggregate Management: Chancen zur Kostensenkung durch „Poolen“ von Aggregaten und „Bündeln“ von Leistungen

Die Zusammenarbeit zwischen Anlagenbetreiber und Dienstleister bietet vielfältige Möglichkeiten zur Kostensenkung. Interessante Synergien ergeben sich beispielsweise durch das „Poolen“ von Aggregaten und das „Bündeln“ von Leistungen. Bei einem Aggregatepool schließen sich mehrere Unternehmen zusammen, um Ersatzgeräte nicht selbst vorhalten zu müssen. Wie sich Synergien durch ein umfassendes Aggregatemanagement konkret nutzen und erhebliche Kosten einsparen lassen, zeigen Beispiele aus dem Betriebsalltag von InfraServ Knapsack. Der Industriedienstleister betreibt seit vielen Jahren einen Aggregatepool für Chemie‐ und Infrastrukturanlagen im Chemiepark Knapsack.
Dietmar Zarbock, Werner Bachem

23. Vom Kollegen zum Geschäftspartner – Instandhaltung aus Sicht eines outgesourcten Industriedienstleisters

Dauerhafter Unternehmenserfolg ist nur mit einer fortschrittlichen Instandhaltung zu erzielen. Durch den enormen Kostendruck infolge von Globalisierung und Innovationssprüngen auf technischer Seite stellt sich jedoch gleichzeitig die Frage nach einer modernen Organisationsform der Instandhaltung. So lassen sich beispielsweise durch das Outsourcing von Instandhaltungsleistungen Kosten beeinflussen. Welche wichtigen Schritte müssen ausgegliederte Bereiche durchlaufen, um sich von der früheren Eigeninstandhaltung zum wettbewerbsfähigen Dienstleister zu entwickeln? Auf welche Kernarbeitsgebiete soll sich das Unternehmen konzentrieren und wie sind die angebotenen Leistungen zu messen und zu bewerten? Eine der größten Herausforderungen eines ausgegliederten Instandhalters ist die Entwicklung der eigenen Mitarbeiter vom Kollegen hin zum dienstleistungsorientierten Geschäftspartner. Das Beispiel von InfraServ Knapsack, früher Teil des Hoechst‐Konzerns, zeigt die Entwicklung einer internen Instandhaltungsabteilung hin zu einem industriellen Dienstleister.
Stefan Grüßer, Heinz-Wilhelm Loeven

24. Smart Maintenance

Instandhaltung im Kontext der Industrie 4.0
Im Zuge der Vision Industrie 4.0 ergeben sich neue Herausforderungen an die Instandhaltung. Die Entwicklung ist durch strak vernetzte und intelligente Maschinen geprägt. Ziel dieses Beitrags ist das Aufzeigen des aktuellen technologischen Standes und die Erforschung eines neuen Instandhaltungsmanagementsystems, das den Anforderungen der Industrie 4.0 genügt. Darüber hinaus wird die Frage der Rollenverteilung von Mensch, Technologie und Organisation behandelt.
Helmut Mühlnickel, Cäcilia Maria Kurz, Philipp Jussen, Roman Emonts-Holley

25. Smart Services – Datenbasierte Dienstleistungen in der Instandhaltung

Die Nutzung von Informations‐ und Kommunikationstechnologien in Wirtschaft und Gesellschaft ist inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden. Deutschen Leitbranchen, wie dem Maschinen‐ und Anlagenbau, stehen durch die Digitalisierung jedoch noch große Umbrüche vor. Die Erfassung von Daten im laufenden Betrieb der Anlagen bietet die Chance durch die Analyse der Daten wertvolle Informationen zu gewinnen. Diese Informationen lassen sich in datenbasierten Dienstleistungen mehrwertstiftend in der Instandhaltung nutzen. In diesem Beitrag wird das Potenzial von datenbasierten Dienstleistungen in der Instandhaltung erläutert und wie dadurch neue Geschäftsmodellen für Unternehmen entstehen können. Der Beitrag schließt ab mit einer Beschreibung möglicher Einsatzfelder von datenbasierten Dienstleistungen in der Instandhaltung am Beispiel des Unternehmens BELFOR DeHaDe GmbH.
Marcus Schnell, Philipp Jussen, Benedikt Moser

Standardisierung und Normung

Frontmatter

26. VDI-Richtlinien – Mit Technischen Regeln Wirtschaftlichkeit erhöhen und Standards setzen

VDI‐Richtlinien bieten die notwendige Voraussetzung für die Herstellung und Anwendung von technischen Produkten. Sie stärken damit das Vertrauen in die Sicherheit deutscher Industriegüter und Dienstleistungen. Die durch technische Regeln gewährleistete hohe Qualität bietet für die Konsumenten und die Hersteller viele Vorteile. Die Anwendung der anerkannten Regeln der Technik trägt zur Imagesteigerung und zur Aufwertung des Technik‐ und Wirtschaftsstandorts Deutschland bei. Mit Bezug zur Instandhaltung liegen inzwischen zahlreiche Richtlinien vor, von Praktikern für Praktiker. Der Beitrag umreißt das Konzept der VDI‐Richtlinien und gibt einen Überblick über aktuelle Regelwerke zum Thema Instandhaltung.
Jean Haeffs

27. Normen und Standards als Grundlage einer modernen Instandhaltung

Der Beitrag beschreibt die aktuell gültigen Normen und Standards der Instandhaltung. Mit der wachsenden Professionalisierung der Instandhaltung sind Normen und Standards mittlerweile unverzichtbar für eine moderne Instandhaltung geworden. Nach kurzer Darlegung des grundsätzlichen Normungsprozesses bei DIN zeigt der Beitrag die aktuellen nationalen und europäischen Normungsaktivitäten im Bereich der Instandhaltung. Da das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 mit seinen Standards großen Einfluss auch auf die Instandhaltung haben wird, beleuchtet der Beitrag abschließend die Anforderungen an die laufende Normung zur Industrie 4.0 aus der Sicht der betrieblichen Instandhaltung.
Lennart Brumby

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Grundlagen zu 3D-Druck, Produktionssystemen und Lean Production

Lesen Sie in diesem ausgewählten Buchkapitel alles über den 3D-Druck im Hinblick auf Begriffe, Funktionsweise, Anwendungsbereiche sowie Nutzen und Grenzen additiver Fertigungsverfahren. Eigenschaften eines schlanken Produktionssystems sowie der Aspekt der „Schlankheit“ werden ebenso beleuchtet wie die Prinzipien und Methoden der Lean Production.
Jetzt gratis downloaden!

Marktübersichten

Die im Laufe eines Jahres in der „adhäsion“ veröffentlichten Marktübersichten helfen Anwendern verschiedenster Branchen, sich einen gezielten Überblick über Lieferantenangebote zu verschaffen. 

Bildnachweise