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Findet Dokumente, in denen beide Begriffe in beliebiger Reihenfolge innerhalb von maximal n Worten zueinander stehen. Empfehlung: Wählen Sie zwischen 15 und 30 als maximale Wortanzahl (z.B. NEAR(hybrid, antrieb, 20)).
Findet Dokumente, in denen der Begriff in Wortvarianten vorkommt, wobei diese VOR, HINTER oder VOR und HINTER dem Suchbegriff anschließen können (z.B., leichtbau*, *leichtbau, *leichtbau*).
In diesem Fachbuch zum betrieblichen Gesundheitsmanagement werden von Herangehensweisen über Instrumente bis zum Controlling die wichtigsten Handlungsfelder der gesunden Arbeitswelt vorgestellt: Wo anfangen? Welche Bereiche abdecken? Wen einbeziehen? Wie Erfolge messen? Wie am Ball bleiben? Damit Sie als Personal- und Gesundheitsverantwortliche den Überblick in einem herausfordernden Aufgabenfeld behalten und Ihre Mitarbeiter gesund und arbeitsfähig erhalten. Die 4. Auflage berücksichtigt inhaltliche Erweiterungen u. a. zu gesundheitspsychologischen Modellen, zur Konsolidierung und zu Erfolgsfaktoren eines effektiven Gesundheitsmanagements. Ein Update zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und zur empirischen Ausgangslage vervollständigt die überarbeitete Auflage, die ihre Inhalte neu strukturiert dem Leser zur Verfügung stellt.
In den letzten Jahren erweitern deutsche, europäische und internationale Studien stetig unseren Kenntnisstand im Hinblick auf Gesundheitsstatus und Risiken in der Bevölkerung. Die Studien zeichnen sich aus methodologischer Sicht nicht nur durch zunehmende Repräsentativität, sondern v. a. durch Aussagekraft und (prognostische) Validität im Sinne der inhaltlichen Gültigkeit aus.
Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, ob es Unterschiede in den Handlungsfeldern der „Gesunden Organisation“ gibt (□ Tabelle 2-1 nach Treier, 2016, S. 37). Man findet je nach Disziplin verschiedene mögliche Antworten auf diese Frage.
Traditionell befasst sich BGM mit Belastungen aus dem Arbeitssystem gemäß dem arbeitswissenschaftlichen Paradigma (vgl. Schlick et al., 2018). Viele Verantwortliche haben ein Defizitmodell vor Augen. Betrieblich bedingte Belastungen gilt es zu kompensieren.
Chef: „Wir sollten mal was für die Gesundheit unserer Leute tun. Unsere Kosten durch krankheitsbedingte Abwesenheit sind definitiv zu hoch!“
Personaler: „Der Klaus R. aus der Instandhaltung hatte mich auch schon angesprochen. Er ist früher regelmäßig gelaufen und wollte bei uns eine Betriebssportgruppe anbieten.“
Wir werden mit Informationen im Bereich BGM überschüttet – Zahlengebirge türmen sich auf. Neue Studien und Ergebnissen prallen auf uns ein (Kap. 1, S. 11). Man möchte meinen, dass wir die Büchse der Pandora geöffnet haben.
Nach dem Methusalem-Komplott (Schirrmacher, 2004) als Ausdruck für die Angst vor der Vergreisung der Unternehmen im Kontext des demografischen Wandels gesellt sich nun als weiterer Schrecken ein ebenfalls uns lang Bekannter dazu: Die Zeitbombe Arbeitsstress. Der Stressreport 2012 für Deutschland bestätigt, dass der Leistungsdruck in der Arbeitswelt seinen Tribut verlangt (Lohmann-Haislah, 2012). Multitasking, lange Arbeitszeiten, monotone Arbeitsvorgänge, zu wenig Erholung in der Freizeit sowie ständige Störungen und Unterbrechungen am Arbeitsplatz als Regulationsbehinderungen werden von den etwa 18.000 Befragten beklagt.
Anstelle der Leitfragen möchten wir Ihnen an dieser Stelle die empirische Evidenz zur BGM in zehn Basis- bzw. Kernaussagen vorstellen (Check-Liste 16). In Verbindung mit der Problempyramide in Bezug auf BGM (Abbildung 40, S. 236) möchten wir vor einem Angebotsmarathon, ausgelöst durch den demografischen Wandel, warnen! Es handelt sich meistens nur um Blitzlichter ohne nachhaltigen Effekt und ohne einen messbaren Wertschöpfungsbeitrag.
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