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Über dieses Buch

Seit Beginn der 90er Jahre haben die Ballungsräume Telematiksysteme aufgebaut, die den ballungsräumlichen Verkehr optimieren und so zu ihrer verkehrlichen Entlastung beitragen. Über kollektive und individuelle Kommunikationsgeräte werden Verkehrsnutzern aktuelle Informationen u. a. über die Verkehrszustände auf einzelnen Straßen im Netz, über die Parkraumauslastungen und die Fahrtzeiten auf beliebigen Strecken mit MIV oder ÖPNV gegeben. Der volkswirtschaftliche Nutzen derartiger Systeme, d. h. der durch sie eingesparte Ressourcenaufwand, übersteigt ihre Investitions- und Betriebskosten bei weitem. Dies haben frühere Untersuchungen durch Nutzen-Kosten-Analysen gezeigt. Über die Bewertung der Effizienz hinaus gingen diese Untersuchungen jedoch nicht. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist daher auch die Analyse der Beschäftigungseffekte, die Analyse der dadurch induzierten Finanzströme zwischen den volkswirtschaftlichen Sektoren und die Analyse der gravitativen Effekte, d. h. der gewachsenen Anziehungskraft einer Stadt gegenüber ihren benachbarten Städten infolge eines gesunkenen Verkehrsaufwands. Durchgeführt wird die Analyse am Beispiel des Telematiksystems stadtinfoköln, das im Rahmen eines Forschungsprojektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Zeitraum von 1998 bis 2003 aufgebaut wurde.
Das Buch wendet sich an Wissenschaftler und Studenten der Volkswirtschaftslehre und Verkehrswissenschaft sowie Verkehrsplaner auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Ziel der Arbeit

Zusammenfassung
In Deutschland leben rund 80% der Bevölkerung in Städten. Diese sind unsere zentralen Orte des Aufenthalts und der Begegnung. Über ihre gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung hinaus werden sie aber auch zunehmend als Wachstumsmotoren begriffen, deren wirtschaftliche Impulse weit in ihr Umland ausstrahlen.
Volker Schott

Kapitel 2. Verkehr in Ballungsräumen – Rahmenbedingungen, Kennzahlen und Trends

Zusammenfassung
Eine wesentliche Ursache der hohen Konzentration des Verkehrs in den Ballungsräumen ist der Berufspendlerverkehr von den Wohnorten in den Umlandgebieten zu den Arbeitsplätzen in den Städten, infolge dessen die Städte hohe Pendlersalden (Einpendler abzüglich Auspendler) aufweisen. Beispielsweise verzeichnen alle nordrhein-westfälischen Städte zusammengenommen ein Pendlersaldo von über 0,5 Mio. Erwerbstätigen täglich. Ein Vergleich mit der Pkw-Menge der Stadtbewohner macht die relative Bedeutung der einpendelnden Pkw deutlich: In Köln entspricht die Anzahl der einpendelnden Pkw etwa 27% der in der Stadt gemeldeten Pkw.
Volker Schott

Kapitel 3. Telematik als Lösungsansatz

Zusammenfassung
Die Reduzierung des städtischen Verkehrsaufwands setzt zum einen die Verlagerung des Verkehrs auf die Transportmittel des Umweltverbundes voraus (ÖPNV, NMIV). Derzeit liegt der ÖV-Anteil an den Fahrten in den Ballungsräumen bei durchschnittlich 15% und in den Ballungsraumzentren bei 40%. Insgesamt ist er aber rückläufig.
Volker Schott

Kapitel 4. Erfahrungen in der Bewertung von Telematiksystemen in Ballungsräumen

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel wird ein Überblick gegeben über die weltweiten Erfahrungen mit Telematikanwendungen zur Optimierung des Verkehrs in Ballungsräumen und über die ökonomische Bewertung dieser Anwendungen. Der Überblick wird zeigen, daß es bereits viele Anwendungsfelder für derartige Telematikeinrichtungen gibt, daß aber die ökonomische Bewertung dieser Systeme noch am Anfang steht. Zumeist wurden sogar nur die Nutzerakzeptanz und die verkehrlichen Wirkungen untersucht.
Volker Schott

Kapitel 5. stadtinfoköln

Zusammenfassung
Stadtinfoköln ist das fünfte der BMBF-Leitprojekte „Mobilität in Ballungsräumen“. Die Laufzeit betrug etwa viereinhalb Jahre (01.10.1998 - 30.04.2003). Das Budget belief sich auf etwa 14,8 Mio. € mit einem Forschungsanteil daran in Höhe von etwa 50%.
Volker Schott

Kapitel 6. Konzeptioneller Aufbau

Zusammenfassung
Die Analyse hat zum Ziel, die optimale Angebotsstruktur von Diensten zu ermitteln, die für ein kommerzielles Angebot im Rahmen einer Betreibergesellschaft vorgesehen sind. Zu diesem Zweck werden im Rahmen der Analyse die Umsätze, die Kosten und damit die Gewinne jedes Dienstes für alternative Nachfragevolumina berechnet. Die Umsätze werden wiederum abgeleitet aus Informationen über die Zahlungsbereitschaft der Nachfrager und ihrer Anzahl.
Volker Schott

Kapitel 7. Betriebswirtschaftliche Analyse

Zusammenfassung
Die Betriebswirtschaftliche Analyse der individuellen Zusatzdienste zielt darauf ab, die gewinnmaximale Angebotsstruktur für diese Dienste abzuschätzen. Folgende Dienste sind langfristig für ein kommerzielles Angebot durch eine Betreibergesellschaft vorgesehen:
  • „Vorbuchen und Reservieren im Parkhaus“,
  • „Dynamische Navigation“.
Volker Schott

Kapitel 8. Volkswirtschaftliche Wirtschaftlichkeitsanalyse

Zusammenfassung
Das Instrument zur Berechnung der gesamtwirtschaftlichen Rentabilität ist die Nutzen-Kosten-Analyse. Sie ist das volkswirtschaftliche Gegenstück zur Investitionsrechnung in der betrieblichen Entscheidungstheorie. Im Gegensatz zur Investitionsrechnung wird jedoch statt mit betrieblichen Gewinnen mit volkswirtschaftlichen Nutzen gerechnet.
Volker Schott

Kapitel 9. Beschäftigungsanalyse

Zusammenfassung
Dieser Analyseteil quantifiziert die Beschäftigungswirkungen aus den Investitionen, die für stadtinfoköln getätigt werden und den laufenden Aufwendungen für stadtinfoköln. Dabei werden die Investitionen und Aufwendungen als Impuls verstanden, der Beschäftigungseffekte auf allen Stufen des Wertschöpfungsprozesses rückwärts induziert. Auf der obersten Wertschöpfungsstufe entsteht Beschäftigung bei den direkten Auftragnehmern.
Volker Schott

Kapitel 10. Finanzstromanalyse

Zusammenfassung
In der Finanzstromanalyse wird untersucht, welche Einnahmeeffekte aus stadtinfoköln für Haushalte (Einkommen), Unternehmen (Umsätze, Gewinne) und die öffentliche Hand (Steuereinnahmen) entstehen. Die Betrachtung der Steuereinnahmen beschränkt sich dabei auf die aufkommensstärksten Steuerarten.
Volker Schott

Kapitel 11. Zusammenfassende Gesamtbewertung

Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, anhand einer umfassenden ökonomischen Bewertung von stadtinfoköln die wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit von Investitionen in Telematiksysteme zur Optimierung des Verkehrs in Ballungsräumen aufzuzeigen.
Volker Schott

Backmatter

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