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Über dieses Buch

Mit diesem Buch erhält der Leser einen umfassenden Einblick in alle für die Planung, Durchführung und Kontrolle des Betriebs öffentlicher Personennahverkehrssysteme (ÖPNV) relevanten Aufgaben. Eine besondere Beachtung finden hierbei verkehrsträgerspezifische Besonderheiten, da der Betrieb des ÖPNV unterschiedlichen Randbedingungen und einer großen Bandbreite einwirkender Störgrößen unterliegt. Die vergleichende Darstellung der Merkmale der Verkehrsträger sowie deren Auswirkung auf die Betriebsplanung fördert das Verständnis der planerischen Aufgaben.

Dieses Buch ist eine ganzheitliche und übersichtlich strukturierte Darstellung der einzelnen Planungsschritte in Verkehrsunternehmen in ihrem Zusammenhang. Vorhandene Methoden und Lösungsmöglichkeiten werden zusammengestellt und vergleichend diskutiert.

Das Buch bietet beruflichen Neueinsteigern in die Verkehrsbranche eine gute fachliche Einführung in die Komplexität des Systems ÖPNV. Studierende und Lehrende an Hochschulen profitieren von einer strukturierten und ganzheitlichen Darstellung planerischer Prozesse. Für Ingenieurbüros und weitere am Planungsprozess Beteiligte (Politiker, Besteller, Ersteller) liegt der besondere Wert dieses Buches unter anderem in den umfangreichen kapitelbezogenen Literaturverzeichnissen begründet. Diese umfassen alle wesentlichen zum Fachgebiet gehörenden Schriften des zuständigen Verbandes und bieten auf diese Weise einen Ansatzpunkt für eine weiterführende Recherche.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung, Begriffsbestimmungen

Die Betriebsplanung des öffentlichen Personennahverkehrs ist ein komplexes und umfassendes Arbeitsgebiet. In diesem einführenden Kapitel werden die drei diesen Begriff konstituierenden Teilbegriffe präzisiert. Dies schafft grundlegendes Verständnis für die folgenden Kapitel dieses Buches. Dieses einführende Kapitel beginnt mit einer Abgrenzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gegenüber anderen Verkehrsarten. Im weiteren Verlauf wird erläutert, welche unternehmerischen Teilprozesse unter dem Betrieb eines Verkehrssystems subsummiert werden. Diese Teilprozesse werden selbst zum Planungsgegenstand dedizierter Planungsaktivitäten.

Lars Schnieder

2. Netzplanung

Die Netzplanung im ÖPNV hat die Aufgabe, unter Berücksichtigung bestimmter Planungsziele, die Streckenführungen künftiger Verkehrswege und den Verlauf von Linien in ihrem netzweiten Zusammenwirken vorausschauend festzulegen und zu überprüfen. In diesem Kapitel werden zunächst Aspekte der Haltestellenlage und -dichte mit dem Ziel einer angemessenen räumlichen Erschließung behandelt. Hierauf aufbauend wird die optimale Verkettung der Haltestellen zu Linien dargestellt und die Grundzüge der Linienbildung skizziert sowie verschiedene Linienformen differenziert. Das Kapitel endet mit einer Darstellung der Linienverknüpfung und -bündelung im ÖPNV-Netz.

Lars Schnieder

3. Kapazitätsplanung

Gegenstand der Kapazitätsplanung ist die mengenmäßige Planung eines Bedienungsangebotes, welches der Nachfrage in einem Bedienungsgebiet hinsichtlich der Anzahl und der Art der zur Verfügung gestellten Plätze entspricht. Im Betrieb kann die Kapazität sowohl über eine Variation der Fahrtenabstände als auch der eingesetzten Fahrzeugkonfigurationen räumlich oder zeitlich variiert werden. Denkbar ist auch eine Kombination dieser zwei Aspekte. Dieses Kapitel beginnt mit einer Darstellung der Ziele der Kapazitätsplanung. Anschließend wird die Vorgehensweise der Kapazitätsplanung erörtert. Da die dem Verkehrsunternehmen zur Verfügung stehenden Gefäßgrößen eine wesentliche Randbedingung der Betriebsplanung darstellen, werden diese für die verschiedenen Verkehrsträger vergleichend diskutiert.

Lars Schnieder

4. Fahrlagenplanung

Im öffentlicher Personennahverkehr ist die Erstellung von Fahrplänen für die Betreiber verbindlich vorgeschrieben. Diese Fahrpläne müssen mindestens die Linienführung mit ihren Anfangs- und Endpunkten, die bedienten Haltestellen und die Fahrzeiten ausweisen. Darüber hinaus bedürfen die Linienwege und die korrespondierenden Fahrpläne inklusive etwaiger Änderungen der Zustimmung der Genehmigungsbehörde. Straßengebundene Verkehrsmittel und vom Straßenverkehr unabhängige Verkehrsmittel weisen in ihrem Betrieb grundsätzliche Unterschiede auf. Aus diesen grundlegenden systeminhärenten Unterschieden resultieren verschiedene Ansätze der Fahrlagenplanung, die in diesem Kapitel dargestellt werden. Darüber hinaus wird die zeitliche Verknüpfung der Fahrlagen im Netz thematisiert.

Lars Schnieder

5. Fahrzeugeinsatzplanung

Nach erfolgter Planung der einzelnen Fahrlagen im Fahrplan werden in einem nächsten Schritt der Betriebsplanung die in der Fahrplanung angelegten einzelnen Fahrten zu Wagenumläufen verknüpft. Ein Umlauf beschreibt dabei im einfachsten Falle die Wege eines Fahrzeugs von seinem Einsetzen am Beginn des Betriebstages bis zu seinem Aussetzen am Ende des Betriebstages. Im Schienenpersonennahverkehr sind auch komplexere Umläufe möglich, die sich über mehrere Betriebstage erstrecken. Den einzelnen Umläufen werden gegebenenfalls kurzfristig am Betriebstag konkrete Fahrzeuge als Betriebsmittel zugeordnet. In diesem Kapitel werden die grundlegenden Konzepte der Fahrzeugeinsatzplanung vorgestellt. Das Kapitel beginnt mit einer Erläuterung der Ziele der Fahrzeugeinsatzplanung. Anschließend werden die qualitativen Aspekte der Fahrzeugumlaufplanung erörtert sowie die Berechnungsgrundlagen der mengenmäßigen Planung des verkehrlich erforderlichen Fahrzeugeinsatzes erläutert. Das Kapitel endet mit einer Darstellung der Grundzüge der Berechnung der erforderlichen Fahrzeugreserve.

Lars Schnieder

6. Personaleinsatzplanung

Neben den Fahrzeugen ist das vorhandene Personal eines Verkehrsunternehmens eine wesentliche Ressource. Diese wird im Zuge der Personaleinsatzplanung selbst zum Planungsgegenstand. Der Dienstplan ist hierbei das Kernelement der täglichen Arbeitszeitgestaltung im Fahrdienst von Verkehrsunternehmen. Wegen seiner Bedeutung für die Fahrerinnen und Fahrer – der größten Mitarbeitergruppe – steht der Dienstplan im Fokus regelmäßiger Diskussionen zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung. Da die Ziele und Interessen der Betriebsparteien unterschiedlich sind, ergeben sich bei der Dienstplanung oftmals langwierige Abstimmungsprozesse und Verhandlungen bis hin zu Konflikten. Die Personaleinsatzplanung ist äußerst komplex. Die Natur eines Verkehrsunternehmens bringt es mit sich, dass zwischen mobilem Personal (Fahrer) und stationärem Personal (zum Beispiel Leitstellen- und Werkstattpersonal) unterschieden werden muss. Die Planung des Personaleinsatzes des mobilen Personals unterscheidet sich deutlich von der Planung des Arbeitseinsatzes des stationären Personals. Die zu verplanende Leistung ist hier hochgradig abhängig vom Fahrplan sowie der mit dem Transportvorgang verbundenen Ortsveränderung des Personals im Verlaufe einer Schicht. In diesem Kapitel werden nach einer einführenden Darstellung der Ziele der Personaleinsatzplanung im Anschluss die rechtlichen Randbedingungen der Personaleinsatzplanung vorgestellt. Es folgt eine Darstellung der Vorgehensweise zur Ableitung des betrieblichen erforderlichen Personaleinsatzes sowie die Vorstellung der grundsätzlichen Vorgehensweise zur Ermittlung des Personaleinsatzes für die Instandhaltungsprozesse des Unternehmens.

Lars Schnieder

7. Disposition in der Betriebsabwicklung

Verkehrsunternehmen sind nach den Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) verpflichtet, den durch die Genehmigungsbehörde genehmigten Betrieb aufzunehmen (sog. Betriebspflicht). Dies schließt ausdrücklich mit ein, dass der Betrieb auch im Falle von Störungen nach Möglichkeit aufrechtzuerhalten ist. Die Tätigkeiten zur Regulierung, bzw. Beeinflussung des Betriebsablaufs auf der Grundlage einer exakten Erfassung und Analyse des aktuellen Betriebszustands werden als Disposition bezeichnet. Im Gegensatz zur Planung geht es bei der Disposition um den Einsatz konkreter Ressourcen. Es geht hierbei um namentlich bekannte Mitarbeiter (Personaldisposition), bzw. konkrete Fahrzeuge (Fahrzeugdisposition). Für eine langfristige Verbesserung der Pünktlichkeit des betrachteten Verkehrssystems, ist eine Analyse von Betriebsstörungen nach Schwerpunkten hinsichtlich der Art (Störungsursachen und Verursacher der Störung) sowie dem Ort und der Dauer der Störung erforderlich. Störungen müssen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Pünktlichkeit des Verkehrssystems und die Ausbreitung der Störung auf das Netz sowie ihrer Auswirkungen auf die Fahrgäste beurteilt werden. Auf diese Weise kann auf der Grundlage vergangener Ereignisse für die Zukunft gelernt werden.

Lars Schnieder

8. Betriebliches Controlling

Der Begriff des Controllings hat seine sprachlichen Wurzeln im Mittelalter, womit zunächst eine zu Kontrollzwecken vorgenommene weitere Aufzeichnung von Geschäftsvorgängen bezeichnet wurde. Kern des heutigen Controllingverständnisses ist das englische Verb „to control“, welches mit „regeln“ übersetzt werden kann. Das Konzept des Controllings nimmt Bezug auf das zu Beginn dieses Buches dargestellt kybernetische Grundmodell. In diesem Kapitel werden die Ziele des betrieblichen Controllings in Verkehrsunternehmen dargestellt. Daten und Kennzahlen liefern wichtige Informationen für eine strategische Steuerung von Verkehrsunternehmen. Das Controlling ist darüber hinaus auf die Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung ausgerichtet. Es gibt daher rechnungswesenorientierte Controllingwerkzeuge, welche für die Gewährleistung dieses unternehmerischen Ziels zum Einsatz kommen. Das zweite Ziel des Controllings ist die Gewährleistung der Dienstleistungsqualität. Zu diesem Zweck kommen qualitätsorientierte Controllingwerkzeuge zum Einsatz.

Lars Schnieder

Backmatter

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