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21.04.2020 | Betriebsstoffe | Nachricht | Online-Artikel

Mazda erforscht Biokraftstoff aus Mikroalgen

verfasst von: Christiane Köllner

1:30 Min. Lesedauer
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Mazda hält erneuerbaren Flüssigkraftstoff für notwendig, um CO2 nachhaltig zu reduzieren. Daher erforscht der japanische Autobauer gemeinsam mit Partnern Kraftstoff aus Mikroalgen. 

Mazda erforscht gemeinsam mit der Hiroshima University und dem Tokyo Institute of Technology Kraftstoff aus Mikroalgen. Bereits im Juli 2016 haben die drei Partner ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das sich mit der Entwicklung eines flüssigen Biokraftstoffs aus Mikroalgen beschäftigt. Da der Algen-Biokraftstoff bei der Verbrennung nur so viel CO2 freisetzt, wie zuvor durch das Wachstum der Algen durch Photosynthese der Atmosphäre entzogen wurde, hält Mazda diesen Ansatz für entscheidend, um eine CO2-Neutralität von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu erreichen.

Mikroalgen-Biokraftstoff hat Mazda zufolge neben dem niedrigen Flammpunkt als erneuerbarer Flüssigkraftstoff zahlreiche positive Eigenschaften. Die genetisch optimierten Algen könnten auf Flächen gezüchtet werden, die für die Landwirtschaft ungeeignet sind, denn sie werden in salzigem Meerwasser angebaut und schonen somit die Süßwasserressourcen. So entstehe dieser Kraftstoff aus einer Biomasse, die nicht in Konkurrenz zu pflanzlichen Lebensmitteln auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut werden muss. Der Ertrag aus Mikroalgen sei zudem um ein Vielfaches größer als bei Kraftstoffen aus anderer Biomasse.

Biologisch abbaubar und umweltschonend

Darüber hinaus sei der Bioalgenkraftstoff biologisch abbaubar und umweltschonend, wenn er versehentlich in die Umwelt gelange. Die Verbesserung der Produktivität und die Senkung der Kosten sind für die breite Verfügbarkeit von Algen-Biokraftstoffen von grundlegender Bedeutung. Zu diesem Zweck engagiert sich Mazda durch forschungsbeschleunigende technische Unterstützung für ein Projekt an der Hiroshima University, das  sich mit der Genomaufbereitung der Mikroalgen befasst und für ein weiteres Projekt der Pflanzenphysiologie des Tokyo Institute of Technology.

Mazda strebt im Vergleich zum Stand von 2010 eine Verringerung der CO2-Emissionen des Unternehmens um 50 Prozent bis 2030 und um 90 Prozent bis 2050 an.

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