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15.11.2016 | Betriebsstoffe | Nachricht | Onlineartikel

Kompaktanlage für synthetischen Kraftstoff im Testbetrieb

Autor:
Benjamin Auerbach

Benzin, Diesel und Kerosin aus regenerativ erzeugten Wasserstoff und CO2 sollen in Finnland auf engstem Raum produziert werden. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist am Projekt beteiligt.

Die Projektgruppe Soletair hat in Finnland eine Kompaktanlage in Testbetrieb genommen, in der sich aus Wasserstoff, der mittels Sonnenstrom erzeugt wird, und Kohlenstoffdioxid Kraftstoffe herstellen lassen. Projektbeteiligt sind Ineratec – eine Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie – und zwei finnische Partner. Nach Angaben Soletairs ist dies die weltweit erste Anlage dieser Art, die so kompakt ist, dass sie in einen Schiffscontainer passt. Die mobile Anlage soll Benzin, Diesel und Kerosin herstellen können.

Transfer von Forschungsinnovationen

Die Anlage besteht aus drei Komponenten. Die vom Technischen Forschungszentrum Finnland (VTT) entwickelte Direct Air Capture-Einheit filtert Kohlenstoffdioxid aus der Luft heraus. Eine an der Lappeenranta University of Technology (LUT) entwickelte Elektrolyseeinheit erzeugt mittels Sonnenstrom den notwendigen Wasserstoff. Ein mikrostrukturierter, chemischer Reaktor wandelt dann den Wasserstoff und das Kohlenstoffdioxid in flüssige Treibstoffe um. Der Reaktor wurde am KIT entwickelt und von Ineratec zu einer marktreifen Kompaktanlage ausgebaut.

Beitrag zum Gelingen der Energiewende

"Projekte wie Soletair leisten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende", unterstreicht Professor Thomas Hirth, Vizepräsident für Innovation und Internationales am KIT. "Die Inbetriebnahme der Pilotanlange steht beispielhaft für den erfolgreichen Transfer von Forschungsinnovationen des KIT in die Wirtschaft."

Ineratec ist eine Ausgründung aus dem KIT und entwickelt, baut und vertreibt chemische Kompaktanlagen für verschiedene Gas-to-Liquid und Power-to-Liquid-Anwendungen. Das Start-up wird gefördert vom Exist-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. 

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