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11.09.2013 | Betriebsstoffe | Im Fokus | Onlineartikel

Studie bestätigt Zukunftspotenzial von Erdgasautos

Autor:
Katrin Pudenz

Ein wissenschaftliches Konsortium hat in einer aktuellen Kurzstudie für das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die Potenziale von CNG (Erdgas) und LPG (Autogas) für den Verkehrssektor untersucht. Dabei kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass beide alternativen Kraftstoffe den CO2-Ausstoß im Verkehr reduzieren können. Darüber hinaus bietet Erdgas jedoch zusätzlich die Möglichkeit der Integration erneuerbarer Energien und neuer Technik im Verkehr, das berichtet Erdgas mobil, eine Initiative führender deutscher Energieversorgungsunternehmen.

Die in der Kurzstudie aufgezeigten Möglichkeiten zur Förderung von Erdgas als Kraftstoff werden von Dr. Timm Kehler ausdrücklich begrüßt. Der Erdgas-mobil-Geschäftsführer erklärt: "Steuerliche Vorteile können wirkungsvoll dazu beitragen, die Zahl der Erdgasautos auf Deutschlands Straßen weiter zu erhöhen. Damit wird eine Technnik gefördert, die großes Zukunftspotenzial besitzt." So zeige die Studie beispielsweise aktuelle und perspektivische Umweltvorteile auf. "Mit dem Einsatz von CNG und erneuerbarem Methan statt Benzin oder Diesel können die Treibhausgas- und Schadstoffemissionen des Straßenverkehrs deutlich gesenkt werden", stellen die Wissenschaftler fest.

Besonders deutlich werden in der Studie die Möglichkeiten, die Erdgas im Hinblick auf den Einsatz erneuerbarer Energien eröffnet. Dazu zählt vor allem die Herstellung von synthetischem Methan aus nachwachsender Biomasse oder aus Öko-Strom. Letzteres, das sogenannte synthetische Erdgas, könnte besonders beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien helfen.

Anwendung im Nutzfahrzeugbereich

Vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten von Erdgas sehen die Fachleute auch im Nutzfahrzeugbereich, in dem derzeit noch der Dieselantrieb vorherrscht. Vor allem der städtische Raum profitiert von den geringeren Abgasemissionen der Erdgasfahrzeuge. Schon heute werden deshalb in über 80 Kommunen erdgasbetriebene Stadtbusse eingesetzt, die der lokalen Luftqualität zugute kommen. Weiterhin könne der Ausbau der Erdgastankstellen-Infrastruktur auch einen Beitrag dazu leisten, dass sich flüssiges Erdgas (LNG) im Ferngüterverkehr weiter etabliert.

Damit die Marktpräsenz von Erdgasfahrzeugen - bundesweit sind derzeit rund 95.500 Fahrzeuge im Einsatz - dynamisch voranschreitet, empfehlen die Experten neben einer reduzierten Energiesteuer zusätzliche Maßnahmen. Dazu zählen der weitere Ausbau der Tankstelleninfrastruktur, bessere Informationspolitik sowie der Einbezug verschiedener Stakeholder. Außerdem wird auch durch die Erweiterung der Fahrzeugmodellpalette ein positiver Effekt erwartet.

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Quelle:
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