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20.03.2017 | Betriebstechnik + Instandhaltung | Im Fokus | Onlineartikel

Reinigung flexibel und mobil

Autor:
Dieter Beste

Welche Bereiche einer Anlage sind verschmutzt und müssen gereinigt werden? Wann ist die Reinigung abgeschlossen? War sie erfolgreich? Solche Fragen beantwortet ein neues Reinigungssystem selbst.

"Grundlegende Voraussetzung einer effektiven Instandhaltung ist die ordnungsgemäße Reinigung", gibt Springer-Autor Matthias Strunz in "Instandhaltung" zu bedenken. Denn die "Verschmutzung technischer Arbeitsmittel fördert die Abnutzung durch Korrosion und das Eindringen von Staub in tribologische Systeme (Lager). Verschmutzung erschwert außerdem die Einhaltung von Betriebsvorschriften, fördert die Unfallgefahr, erschwert Instandsetzungen an technischen Arbeitsmitteln oder macht diese u. U. völlig unmöglich" (Seite 44).

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Grundlagen der „Integrierten Instandhaltung“

Instandhaltung ist der Oberbegriff für Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung /DIN31051/. Sie umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen (Abb. 2.1), die zur Instandhaltung der technischen Mittel eines Systems erforderlich sind /Neb06, S.


Zielrichtungen der Maschinenreinigung, die häufig noch von Hand ausgeführt wird, sind nach Strunz etwa

  • Reinigung am Ende der Schicht als Pflegemaßnahme (Sauberkeit des Arbeitsplatzes),
  • Reinigung mit Entfernung der Konservierungsstoffe als Vorbereitung für Instandsetzungen (Schmutz- und Konservierungsmittelfreiheit) oder die
  • Reinigung als Vorbereitung für die Farbgebung (Fettfreiheit).

Forscher am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Dresden haben jetzt ein mobiles Gerät entwickelt, um die Reinigung von Anlagen zu erleichtern. Das als Technologieträger konzipierte "Mobile Cleaning Device" (MCD) verbindet nach Institutsangaben die Vorteile herkömmlicher automatisierter Reinigungssysteme mit der Flexibilität der manuellen Reinigung und ist mit einem optischen Sensorsystem zur Schmutzerkennung für die bedarfsgerechte Reinigung ausgestattet.

Virtueller Zwilling mit adaptivem Modell des Prozesses

Ein virtueller Zwilling des MCD verfügt zudem über ein adaptives Modell des Reinigungsprozesses. Dessen Kombination mit kognitiven Steuerungs- und Regelungskonzepten sowie dem Sensorsystem zur Schmutzerkennung erlaube erstmals eine adaptive Reinigung, die an den Hygienezustand der Anlage angepasst sei, so das IVV.

Die Flexibilität des Systems zeige sich auch im Antriebskonzept. Die Bewegung zwischen Maschinenmodulen könne durch eine eigene Antriebseinheit oder die Nutzung vorhandener Transportsysteme, wie Förderbändern, erfolgen. Auch sei das MCD nicht in einer Anlage fest installiert und könne somit flexibel zur Reinigung von mehreren Anlagen genutzt werden. Auf der Messe interpack vom 4.-10. Mai 2017 in Düsseldorf wollen die Dresdner Forscher ihr MCD vorstellen.

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Quelle:
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