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20.04.2015 | Betriebstechnik + Instandhaltung | Schwerpunkt | Online-Artikel

Cyber Inspection verändert den TÜV

verfasst von: Dieter Beste

1:30 Min. Lesedauer

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Hat der TÜV in der Industrie 4.0 nichts mehr zu suchen? Ganz im Gegenteil: Neben die klassische technische Überwachung komplexer Industrieanlagen tritt immer häufiger Cyber Inspection.

Unter dem Schlagwort Industrie 4.0 wandeln sich Produktionsanlagen zu komplexen cyber-physischen Systemen, die mechanische Objekte mit eingebetteter Software über das Internet vernetzen. Damit ändert sich auch das traditionelle Prüfgeschäft. Auf der Hannover Messe stellten TÜV NORD und das Magdeburger Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) als Exponat ein mobiles Assistenzsystem für die Prüfung von Industrieanlagen vor.

Digitale Technologien wie Virtual Engineering oder Augmented Reality bringen viele Vorteile für die technische Inspektion. Das Fraunhofer IFF entwickelt mit diesen Technologien Systemlösungen für intelligente Prüfsysteme; TÜV NORD bringt das Know-how aus der Prüfung komplexer Industrieanlagen in die Kooperation ein. Derzeit arbeiten die Partner in einem Pilotprojekt zusammen. Bei der sogenannten Cyber Inspection wollen die Experten zukünftig mobile Assistenzsysteme für Prüfdienstleistungen einsetzen.

Mobile Assistenzsystem erleichtern das Prüfgeschäft

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Am Beispiel einer Fertigungsstraße demonstrieren die Ingenieure ihre Vision: Wer mit einem Tablet und der passenden Software auf die Anlage blickt, bekommt an bestimmten Komponenten passende Informationen als Augmented Reality eingeblendet, zum Beispiel Checklisten, Zustandsdaten oder letzte Prüfberichte. „Mobile Assistenzsysteme könnten bei Prüfungen unterschiedlicher technischer Anlagen zum Einsatz kommen, in der Industrie oder beispielsweise auch bei Windenergieanlagen oder Aufzügen. Mit dem Fraunhofer IFF bündeln wir unser Know-how, um konkrete Anwendungsgebiete zu erproben“, sagt Dalibor Jerinic, Leiter Innovation bei TÜV NORD. Wie raffiniert neue Prüfmethoden ansetzen, wird etwa auch anhand eines 3D-Drucks einer geschädigten Pipeline deutlich: TÜV NORD hat auf dieser Grundlage ein innovatives Verfahren zur Simulation und Bewertung von Schäden in Pipelines entwickelt, um den Austausch defekter Pipeline-Abschnitte besser planen und kostengünstiger umsetzen zu können.

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