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Über dieses Buch

Das ZfbF-Sonderheft „Betriebswirtschaftliche Implikationen der digitalen Transformation" bietet das Perspektivenspektrum von 19 Arbeitskreisen der Schmalenbach-Gesellschaft zum aktuellen wirtschaftlichen Wandel.

Aufgrund der Summe verschiedener Einflüsse aus Technologie, Verfahren, Denkweisen, kulturellen Systemen, Recht und Wissenschaft kann man diesen zutreffend als "disruptiv" beschreiben. Die digitale Transformation bietet große Chancen. Es gilt aber auch, gewaltige Umbrüche und die damit verbundenen Risiken zu meistern.

Die Beiträge der Arbeitskreise sind fünf Bereichen zugeordnet: Teil I ist dem Wandel von Organisation und Führung gewidmet. In Teil II kommen drei Arbeitskreise zu Wort, die sich mit den Folgen der durch die fortschreitende Digitalisierung induzierten Veränderungen der Wertschöpfungsprozesse auseinandersetzen. Business Model Innovations und die Transformation ganzer Branchen stehen im Mittelpunkt von Teil III des Sonderhefts. Teil IV beinhaltet

Beiträge zur digitalen Transformation der administrativen und operativen Unternehmensprozesse im Bereich von Finance und Accounting. In Teil V diskutieren drei Arbeitskreise die Folgen der Digitalisierung für die Themenschwerpunkte Prüfung und Reporting.

Das ZfbF-Sonderheft zeugt von der Breite und Intensität der Diskussionen, die in den Schmalenbach-Arbeitskreisen geführt werden. Die Beiträge belegen eindrucksvoll, dass der An­spruch der Schmalen­bach-Gesellschaft, Wissenschaftler und Praxisvertreter zur wissenschaftlich fundierten Beantwortung von praxisrelevanten Fragestellungen an einen Tisch zu bringen, auch nach 75 Jahren nichts an Aktualität verloren hat. Im Gegenteil: Die zunehmende Komplexität der Unternehmensführung und die Veränderungsgeschwindigkeit von Geschäftsmodellen bedingen einen derartigen Dialog mehr denn je.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Wandel von Organisation und Führung

Frontmatter

Chapter 1. Implikationen der Digitalisierung für die Organisation

Zusammenfassung
Die Digitalisierung bietet vielfältige Opportunitäten, neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsprozesse zu entwickeln, die neue Marktchancen eröffnen. Überdies können bestehende Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsprozesse mittels Digitalisierung effektiver und effizienter gestaltet werden.

Chapter 2. Digitale Transformation und Leadership in Shared Service Organisationen

Zusammenfassung
Shared Service Organisationen (SSOs) sind Anbieter von Dienstleistungen, „die mit dem Ziel der Effizienz- und Effektivitätssteigerung für mehrere interne oder auch externe Kunden gebündelt erbracht werden, häufig nicht zu den Kernprozessen eines Unternehmens gehören und in einer Organisationseinheit (in der Regel Shared Service Center) zusammengefasst werden.“

Chapter 3. Organisation von Business Analytics – Formen und Entwicklungspfade

Zusammenfassung
Nur noch wenige Unternehmen haben eine wie auch immer geartete digitale Transformation nicht als vorrangige Priorität erkannt. Die Bezeichnungen dieser Transformationsbemühungen unterscheiden sich von Branche zu Branche. Industrie 4.0 und Internet of Things (IoT) sind allgegenwärtige Begriffe in produzierenden Unternehmen.

Chapter 4. Führung und Arbeit in einer digitalisierten und datengetriebenen Welt: Ein konfigurationstheoretischer Zugang

Zusammenfassung
Organisationen sind heute durch ein hohes Maß an digitaler Kommunikation, Vernetzung und Datenbeständen gekennzeichnet. Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und weitere Stakeholder generieren durch Kommunikation in digitalisierten Schriftstücken, sozialen Netzwerken, E-Mails, Tweets, Blogs und Internet-Telefonie eine unüberschaubare Menge an Daten. Zu diesen personennahen, nutzergenerierten und kommunikationsbezogenen Daten kommen weitere Daten hinzu, wie individuelle Bewegungsdaten, Daten aus geschäftsbezogenen (z. B. Kundendaten) oder industriellen Prozessen (z. B. Sensordaten).

Chapter 5. Diversity Analytics: Stand und Perspektiven

Zusammenfassung
Belegschaften in deutschen Unternehmen werden deutlich vielfältiger, was Alter, Geschlecht und kulturellen Hintergrund angeht, mit Folgen für die Arbeitswelt, die wir bislang nur unvollständig absehen können. Die Politik mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und internationale Investoren haben zudem dafür gesorgt, dass viele größere Unternehmen ein formales Diversity Management betreiben.

Folgen neuer Wertschöpfungsprozesse

Frontmatter

Chapter 6. Digitalisierung und Vernetzung in Einkauf und Supply Chain Management

Zusammenfassung
Digitalisierung und Vernetzung sind „klassische“ Themen im Umfeld des Einkaufs und des Supply Chain Managements. Als Nahtstellen zwischen Unternehmen und ihren internen Funktionen einerseits und dem Beschaffungsmarkt bzw. den Anbietern sowie den – bereits kontrahierten – Lieferanten andererseits, ist „Vernetzung“ von je her eine Kernaufgabe der beschaffungsbezogenen Funktionen. Dies wird in nahezu allen Definitionen des Supply Chain Management explizit betont und ist traditionell impliziter Bestandteil des strategischen Einkaufsmanagements.

Chapter 7. Digitalisierung und Besteuerung

Zusammenfassung
Im Mittelpunkt der unter dem Schlagwort BEPS (Base Erosion and Profit Shifting) geführten steuerpolitischen Diskussion steht die Forderung, dass die Besteuerung am Ort der Wertschöpfung erfolgen soll. Die OECD hat allerdings nicht erläutert, was sie unter Wertschöpfung versteht und wie die Wertschöpfung bestimmt wird. Definiert man Wertschöpfung als Differenz zwischen dem von einem Unternehmen erzielten Umsatz und den von ihm in Anspruch genommenen Vorleistungen, erscheint die Umsetzung der von der OECD aufgestellten Forderung keine Schwierigkeiten zu bereiten.

Chapter 8. Herausforderungen neuer digitaler Geschäftsmodelle für die Bestimmung von Verrechnungspreisen

Zusammenfassung
Eine Studie vom Mai 2013 hat zwölf disruptive Technologien identifiziert, die vermutlich fundamentale Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben werden. Angeführt wird die Liste vom Phänomen des „mobilen Internets“ gefolgt von der „Automatisierung der Wissensarbeit“ und dem „Internet der Dinge“. Allein diesen drei Technologiefeldern schreibt das Institut ein umwälzendes Marktpotenzial zu.

Disruptive Geschäftsmodelle und Transformation von Branchen

Frontmatter

Chapter 9. Business Model Innovation – die neue Herausforderung

Zusammenfassung
Mit der zunehmenden Nutzung des Internets in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens und mit der Verbreitung der Digitalisierung ändern sich nicht nur Strukturen und Prozesse in Unternehmen, sondern es scheinen traditionelle Geschäftsmodelle in immer mehr Bereichen der Wirtschaft in Frage gestellt zu werden. Die Medienindustrie stellt ein frühes Beispiel für einen Wirtschaftsbereich dar, in dem die traditionelle Produktion journalistischer Inhalte und der Verkauf von Printmedien nicht mehr gefragt sind.

Chapter 10. Die eigene Digitalisierungsstrategie finden: Auswirkungen der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle in der Baubranche

Zusammenfassung
Die Digitalisierung findet nicht mehr nur Eingang in einzelne Werkzeuge; digitale Systeme wachsen sich vielmehr zum roten Faden aus, der bestimmt, wie Geschäftsmodelle entwickelt werden müssen und welche Geschäftsmodelle in der Zukunft funktionieren werden. Sie bestimmen, wie sich die gesamte Interaktion der Marktteilnehmer untereinander verändert und sie determinieren die Logik der Prozesse.

Chapter 11. Digitalisierung im Krankenhaus: Technische Entwicklungen und deren Implikationen für Behandlungsprozesse

Zusammenfassung
Eine der derzeit großen gesellschaftlichen Herausforderungen ist die zukunftsfähige Gestaltung des Gesundheitswesens. In Deutschland machen die jährlichen Gesundheitsausgaben in Höhe von 328,0 Mrd. € mehr als 11% vom Bruttosozialprodukt aus und stellen damit einen relevanten Teil unserer Ökonomie dar. Davon entfallen 123,4 Mrd. € auf den Bereich der stationären Krankenversorgung.

Chapter 12. Digitalisierung und Regulierung in Netzindustrien

Zusammenfassung
Die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist ein entscheidender Einflussfaktor für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft Deutschlands. Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem Telekommunikationssektor zu: Neben die Digitalisierung tritt als zweite wichtige Entwicklung die Vernetzung, die hochleistungsfähige Telekommunikationsnetze voraussetzt. In den kommenden Jahren werden nicht mehr nur Smartphones und Computer vernetzt sein, sondern weltweit Milliarden von Geräten untereinander kommunizieren und so zu einem „Internet der Dinge“ führen.

Implikationen für interne Informations- und Steuerungssysteme

Frontmatter

Chapter 13. Digital Technologies for Managers: A Maturity Model from their Business Perspective

Zusammenfassung
Digital technologies are increasingly pervasive in everyday life and have become a crucial success factor for the performance of companies as well. Especially the internet of things and social listening generate vast amounts of data. Given the limited time managers can spend on accessing and analyzing data, they have a particular demand for filtered, furnished, and visualized information to plan and steer their companies properly.

Chapter 14. Implikationen der Digitalisierung für den Finanzbereich der Unternehmung und das Rollenbild des CFO

Zusammenfassung
Zahlreiche empirische Belege weisen darauf hin, dass die Bedeutung des Finanzbereichs sowie des Chief Financial Officer (CFO) als seines Leiters innerhalb der Unternehmungen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen ist. So ist etwa der Anteil von US-Unternehmen, in denen die Position des CFO existiert, von weniger als 10% Ende der 1960er Jahre auf 80% im Jahr 2000 angewachsen.

Chapter 15. Digitalisierung und Disruptionen: Auswirkungen auf die Finanzierungsrechnung und -planung

Zusammenfassung
Die voranschreitende Digitalisierung, die Automatisierung und die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz haben den Alltag sowohl im privaten als auch im unternehmerischen Umfeld in den letzten Jahren rasant verändert. Das Tempo, mit dem diese zum Teil gravierenden Veränderungen einhergehen, stellt Unternehmen häufig vor große Herausforderungen und übt Druck auf etablierte Geschäftsmodelle aus. Dies wiederum führt zu völlig neuen Möglichkeiten und Herausforderungen im Unternehmens- und Wettbewerbsumfeld.

Chapter 16. Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Effektivität und Effizienz des Rechnungswesens

Zusammenfassung
Das Thema „Digitalisierung“ ist in aller Munde. Vom selbstfahrenden Auto über das ferngesteuerte Zuhause bis hin zu Robotern als Service- und Pflegekräfte stehen dabei in erster Linie konsumentenorientierte Themen im Fokus. Aber die Bedeutung der Digitalisierung für Unternehmen schreitet mit derselben extrem hohen Geschwindigkeit voran. Der Fokus liegt dabei gleichermaßen auf neuen oder modifizierten Geschäftsmodellen wie auch auf der Veränderung der operativen und administrativen Unternehmensprozesse.

Einfluss auf Prüfung und Berichterstattung

Frontmatter

Chapter 17. Einfluss der Digitalisierung auf Wirtschaftsprüfung und Interne Revision

Zusammenfassung
Die Digitalisierung hat in Deutschland alle Branchen durchdrungen. Verschiedenste Initiativen wie z. B. Industrie 4.0 prägen die aktuelle Situation. Der Reifegrad ist jedoch zwischen und innerhalb der Branchen höchst unterschiedlich.

Chapter 18. Integrated Reporting – eine effektive Antwort der Unternehmensführung auf den gesellschaftlichen und technologischen Wandel

Zusammenfassung
Die Erkenntnis über die Notwendigkeit einer globalen nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft sowie der rasante technologische Fortschritt auf dem Gebiet der elektronischen Datenerfassung, -aufbereitung, -analyse sowie -übertragung sind zwei zentrale Treiber des gesellschaftlichen Wandels in der jüngsten Vergangenheit, die maßgeblich auch die Zukunft beeinflussen werden.

Chapter 19. Diversity Reporting als Bestandteil des Corporate Governance Reportings

Zusammenfassung
Disruptive Entwicklungen der unternehmensrelevanten Umwelt, die zunehmende Digitalisierung (Industrie 4.0, Big Data) und damit verbundene neue Geschäftsmodelle können in erheblichem Maße unternehmerische Erfolgspotentiale verändern oder sogar in Frage stellen. In diesem Zusammenhang kommt der Resilienz, d. h. der dynamischen Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten, der Unternehmensverwaltung (Vorstand und Aufsichtsrat) eine zentrale Bedeutung zu. Als eine zentrale Determinante der Resilienz wird die Diversität der Unternehmensverwaltung angesehen.
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