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Über dieses Buch

Dieses Lehrbuch vermittelt Grundkenntnisse im Bereich der Betriebswirtschaftslehre für praxisnah ausgebildete Umweltwissenschaftler. Ein erfolgreiches Agieren als Mitarbeiter mit eigenem Verantwortungsbereich in einem Unternehmen ist ohne betriebswirtschaftliches Wissen praktisch unmöglich. Dies macht es für Fach- und Führungskräfte erforderlich, sich mit den grundlegenden Vorgängen und Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Der Autor erläutert mit praxisrelevantem Fokus die Themenbereiche Marketing, Rechnungswesen, Rechtsformen, Forderungsmanagement, Steuern sowie Projekt- und Qualitätsmanagement. Auch die grundlegenden Herausforderungen des Umweltmanagements werden dargestellt. Ein ausführlicher Aufgabenteil mit Lösungen am Ende des Buches unterstützt die Lernkontrolle. Das Buch richtet sich an Umweltwissenschaftler, Umwelttechniker und Umweltingenieure, die die Grundlagen der Betriebswirtschaft erlernen möchten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Das Unternehmen – ein Wirtschaftssubjekt eingebettet in seine Umwelt

Gewinnmaximierung und nachhaltiges Verhalten im Sinne ökonomischen, ökologischen und sozial ausbalancierten Verhaltens treffen häufig als konkurrierende Zielsetzungen aufeinander. Während im betriebswirtschaftlichen Alltag dem Ziel der Gewinnmaximierung unter Aufrechterhaltung der Liquidität die größte Bedeutung zukommt und das Management der Betriebe hauptsächlich den Fokus auf die Erfüllung der Ziele im aktuellen Geschäftsjahr legt, erfordert nachhaltiges Verhalten im engeren Sinne oft eine Ausrichtung des Betriebes über mehrere Perioden. Neben den ökonomischen Zielen spielt auch die Realisierung ökonomischer und sozialer Ziele eine wesentliche Rolle. Im Nachhaltigkeitsmanagement dominiert eine mittel- bis langfristige Sichtweise. Je länger Ziele in die Zukunft verlagert werden, umso risikoreicher ist folglich die Entscheidung. Gerade in der heutigen Zeit hoher Volatilitäten in den Rohstoffmärkten und Finanzmärkten sowie in Anbetracht einer Vielzahl geopolitischer Herausforderungen stellt die Umsetzung des angeforderten Nachhaltigkeitsgedanken eine große Herausforderung dar.
Ado Ampofo

2. Das Unternehmen und seine Ziele

Im Mittelpunkt der weiteren Betrachtung steht das Unternehmen bzw. der Betrieb mit seinen unterschiedlichen Funktionsbereichen und Aufgaben. Umgangssprachlich werden die Begriffe Betrieb und Unternehmen häufig synonym verwendet. Es macht allerdings Sinn, die Begriffe zunächst genauer voneinander abzugrenzen.
Ado Ampofo

3. Systemtheorie und Kybernetik

Unternehmen bzw. Betriebe bestehen nicht aus einem reinen Selbstzweck. Sie übernehmen in der Gesellschaft eine wichtige Funktion. Im Zentrum der Betrachtung steht die Aufgabe der Erzeugung – der Produktion von Gütern und Dienstleistungen und deren Absatz an die Nachfrager. Unternehmen sind damit in die Gesellschaft eingebettet und stehen in einem komplexen Beziehungsgeflecht mit verschiedensten Akteuren – den Stakeholdern. Die Beschaffung der Produktionsfaktoren und der Absatz des Outputs findet mittels eines komplizierten Beziehungsgeflechts statt.
Ado Ampofo

4. Der Betrieb als Organisationsstruktur

Ein zentrales Ziel eines Unternehmens ist es, sein Unternehmenspotential zu sichern. Die Aufrechterhaltung des Unternehmungspotentials erreicht das Unternehmen dadurch, dass er Gewinn erwirtschaftet und Liquidität besitzt. Dieses Oberziel führt letztlich dazu, dass Unternehmen danach streben sollten, eine effiziente und effektive Organisationstruktur aufzubauen. In der Regel findet sich das Prinzip „Form folgt Funktion“ verwirklicht. Um also die Organisationsstruktur eines Betriebes zu erfassen ist es sinnvoll, sich zunächst mit der Funktion und der eigentlichen Aufgabe von Unternehmen zu befassen.
Ado Ampofo

5. Marketing

In zahlreichen Discountern kann man beispielsweise Slogans lesen, wie: „Bei uns Bio genießen – Bei uns genießen Sie mit über 450 Produkten Qualität und Natürlichkeit, denn die Produkte sind sorgfältig ausgesucht, kontrolliert und ohne unnötige Zusätze. Immer mehr unser Bio Produkte tragen zudem das Naturland Zeichen für hohe biologische und soziale Standards.“ Ganz offensichtlich versuchen Unternehmen sich mit solchen und ähnlichen Werbetexten Kundenwünsche anzupassen und sich auf die Bedürfnisse in ihren Zielgruppen auszurichten – vielleicht sogar diese zu verstärken oder zu wecken. Es ist ein klassischer Fall von Werbung, der es dem Unternehmen ermöglicht, sich am Markt auszurichten. Oft werden die Begriffe Werbung und Marketing synonym verwandt, allerdings ist dies falsch. Werbung ist ein Bestandteil von Marketing. Marketing ist in seinem Begriffsinhalt viel umfassender, wie das folgende Kapitel zeigen wird.
Ado Ampofo

6. Rechnungswesen

Unternehmen müssen Investoren, Teilhabern und auch Fremdkapitalgebern wie Banken und Lieferanten in gewissem Rahmen Auskunft über die Geschäftsentwicklung geben. Diese Stakeholder sind oft Gläubiger und genießen als solche einen besonderen Schutz. Je nach Unternehmen und Rechtsform kann man gezwungen sein, Bilanzen im Bundesanzeiger zu veröffentlichen. Finanzämter benötigen Jahresabschlüsse im Zuge der steuerlichen Veranlagung. Der Unternehmer selbst braucht für eigene Zwecke eine Übersicht über die offenen Posten, kurzfristige Zahlungsverpflichtungen und kurzfristig realisierbare Forderungen. Das Rechnungswesen dient der Erfüllung dieser Aufgaben. Daher ist es für (Umwelt-)Manager unabdingbar, sich mit den Grundlagen des Rechnungswesens auseinanderzusetzen.
Ado Ampofo

7. Forderungsmanagement und Liquidität

Neben dem Ziel der Gewinnmaximierung ist es für das Unternehmen ebenso erforderlich, liquide finanzielle Mittel in ausreichendem Maße vorzuhalten. Üblicherweise werden betriebliche Leistungen zunächst in Rechnung gestellt. Auf der einen Seite werden die Rechnungen der Kunden eines Unternehmens oder die Rechnungen über erbrachte Leistungen an Kunden erst zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt. Auf der anderen Seite müssen in unserem Unternehmen eingegangene Verbindlichkeiten pünktlich und regelmäßig bedient werden. Dies macht es erforderlich, aktives Forderungsmanagement zu betreiben. Hierfür wiederum werden Zahlungsmittel benötigt. Oft muss man seine Forderungen rechtlich durchsetzen, wozu Kenntnisse im Bereich des gerichtlichen Mahnverfahrens unabdingbar sind.
Ado Ampofo

8. Rechtsformen der Unternehmen

Die Ausgestaltung und der Umfang, in dem in einem Unternehmen bzw. Betrieb Rechnungswesen betrieben wird, hängen insbesondere bzgl. des externen Rechnungswesens stark von der Wahl der Rechtsform ab. Gerade im externen Rechnungswesen gibt es zahlreiche rechtliche Vorschriften, u. a. das HGB, die AO, diverse Steuergesetze usw., die zu berücksichtigen sind. Aber die Frage, welche Rechtsvorschriften zu berücksichtigen sind, ob wir in einem Betrieb beispielsweise die einfache Buchführung (Einnahme-Überschussrechnung) anwenden können oder ob die doppelte Buchführung anzuwenden ist, hängt auch von der Wahl der Rechtsform ab.
Ado Ampofo

9. Steuern

Im externen Rechnungswesen, bei der Wahl der Rechtsform eines Unternehmens und auch bei etlichen Beschaffungs- und Absatzvorgänge im Unternehmen spielen Steuern eine wesentliche Rolle. Sie sind buchhalterisch richtig zu erfassen und haben Auswirkungen auf die Ertragslage des Unternehmens. Daher ist ein Überblick über betrieblich relevante Steuerarten und deren Abgrenzung zu verwandten Begriffen wie Gebühren und Beiträgen wesentlich.
Ado Ampofo

10. Projektmanagement

Der Begriff „Projekt“ erfährt im betriebswirtschaftlichen bzw. unternehmerischen Umfeld eine nahezu inflationäre Verwendung. Ob es sich um die Entwicklung oder Markteinführung neuer Produkte bzw. Innovationen handelt, oder ob es sich etwa um eine Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems oder einer Umweltmanagementsystems handelt; ob neue Absatzmärkte erschlossen oder eine neue IT-Infrastruktur im Unternehmen aufgebaut wird – all diese Vorgänge werden allgemein und richtig als Projekt bezeichnet. In diesem Kapitel möchten wir uns mit den Grundlagen des Projektmanagements vertraut machen und die Gemeinsamkeiten herausarbeiten, die sich regelmäßig bei Projekten ganz gleich welchen Umfelds zeigen. Das gute Projektmanagement liefert die Grundlage und das Fundament, um kleine wie umfangreiche Vorhaben erfolgreich – das heißt effizient und effektiv - durchzuführen, ohne sich von auftretenden Hürden und Problemen aus der überlegten Bahn werfen zu lassen.
Ado Ampofo

11. Qualitätsmanagement

Vor allem in den westlichen Industriegesellschaften haben wir Zugang zu einer Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen, die uns in gleichbleibender Qualität und Güte angeboten werden. Dies ist allerdings bei genauer Betrachtung keine Selbstverständlichkeit. Stellt man sich vor, dass wir die gleiche Aufgabe z. B. der Entwicklung oder Produktion eines Fahrzeuges an unterschiedliche Standorte in der Welt mit Arbeitern aus unterschiedlichen Kulturkreisen, mit grundlegend unterschiedlichen Gewohnheiten, Rechtsordnungen, Anspruchshaltungen und auch unterschiedlichen Ressourcen delegieren würden, so würde diese Aufgabe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unterschiedlich gelöst – je nach Arbeiter und persönlichem Hintergrund. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn das Vorhaben nicht unter einheitlicher Leitung steht.
Ado Ampofo

12. Umweltzertifizierungen ISO 14001 und EMAS

Möchte ein Unternehmen seine nachhaltige Ausrichtung verbessern und damit auch gezielt zum Schutz der Umwelt beitragen, bieten sich die Einführung von Umweltmanagementsystemen und eine Umweltzertifizierung an. Es gibt am Markt hierzu eine Vielzahl von Konzepten, unter denen derzeit der Normenreihe ISO 14001 ff. und EMAS die größte Bedeutung zukommt. Möchte sich ein Unternehmen nachhaltig ausrichten und zielgerichtet auch betrieblichen Umweltschutz verwirklichen, so müssen umweltrelevante Schwachstellen des Unternehmens aufgedeckt und beseitigt werden. Es müssen Maßnahmen konzipiert, d. h. geplant, umgesetzt und koordiniert werden. Es bedarf einer systematischen Steuerung des Prozesses.
Ado Ampofo

13. Aufgaben und Wiederholungsfragen

Dieses Kapitel enthält gemischte Wiederholungs- und Vertiefungsaufgaben zum Lehrstoff.
Ado Ampofo

14. Multiple-Choice: Wiederholung und Vertiefung

Diese Kapitel enthält 150 gemischte Multiple-Choice-Fragen zur Wiederholung und Vertiefung.
Ado Ampofo

15. Lösungen

Nachfolgendes Kapitel enthält die Lösungen zu den Wiederholungs- und Vertiefungsaufgaben aus Kapitel 13.
Ado Ampofo

16. Multiple-Choice-Lösungen: Wiederholung und Vertiefung

Diese Kapitel enthält die Lösungen zu den 150 gemischten Multiple-Choice-Fragen aus Kapitel 14.
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