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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Frontmatter

Betriebswirtschaftliche Erkenntnisse und rechtliche Normsetzung

Einführende Bemerkungen und einige Folgerungen
Überblick
  • Einige Indikatoren deuten darauf hin, daß die Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse in rechtlichen Normsetzungen zu kurz kommt.
  • Der weltweite Wettbewerb der Unternehmen erfordert aber die Berücksichtigung modernster betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse als Grundlage ihrer Dispositionen und bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen betrieblicher Tätigkeit.
  • Deshalb muß das Gespräch zwischen den Disziplinen aktiviert oder reaktiviert werden.
  • Viele der in den Diskussionen zutage tretenden Unterschiede in Beurteilungen beruhen darauf, daß zeitliche und sachliche Ausstrahlungswirkungen einzelner Entscheidungen in sehr unterschiedlichem Maße beachtet werden.
Klaus Brockhoff

Shareholder Value und Unternehmensverfassung

Frontmatter

Corporate Governance: Vertragen sich die deutsche Unternehmensverfassung und das Shareholder Value-Prinzip?

Ein betriebswirtschaftliches Statement
Überblick
  • Der Shareholder-Value-Ansatz findet in den letzten Jahren große Beachtung, wird allerdings durchaus auch problematisiert.
  • Für die Auseinandersetzung mit diesem Führungskonzept ist die Unterscheidung zwischen einer buchhalterischen und einer unternehmenspolitischen Dimension zweckmäßig.
  • Die eigentliche Brisanz des Ansatzes liegt in der unternehmenspolitischen Frage, inwieweit durch die Orientierung am Shareholder Value eine Verschiebung im Zielsystem der Unternehmung zugunsten der Kapitalgeber erfolgt und akzeptabel ist.
  • Die Anteilseigner haben ohne Zweifel Anspruch auf eine angemessene Verzinsung ihres Kapitals. Eine Bedienung überzogener Renditeerwartungen kann hingegen kontraproduktiv wirken und strapaziert die Grundlagen der deutschen Unternehmensverfassung.
  • Leitidee der Unternehmensführung muß daher eine erfolgreiche Wertschöpfung sein, die einen ausgewogenen Ausgleich der Interessen der Stakeholder erlaubt.
Axel v. Werder

Corporate Governance: Vertragen sich die deutsche Unternehmensverfassung und das Shareholder Value-Prinzip?

Überblick
  • Begreift man das Shareholder Value-Prinzip als Aufforderung an die Geschäftsleitung, sich auf die Belange der Eigenkapitalgeber auszurichten, so steht dies im Einklang zu den rechtlichen Handlungsvorgaben aus der geltenden Unternehmensverfassung.
  • Allerdings widerspricht eine einseitig überzogene Shareholder Value-Philosophie, die soziale Aspekte wie die Erhaltung von Arbeitsplätzen außer Acht läßt, der Unternehmensverfassung.
  • Sozialpflicht und Interessenausgleich sollten die Geschäftsleitungen zu unternehmerischen Anstrengungen anhalten, die es trotz der rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland auch internationalen Kapitalgebern attraktiv erscheinen läßt, hier zu investieren.
Peter Hommelhoff

Corporate Governance: Vertragen sich die deutsche Unternehmensverfassung und das Shareholder-Prinzip?

Überblick
  • Über das Depotstimmrecht beherrschen die fünf größten deutschen Aktiengesellschaften die Hauptversammlungen vieler Unternehmen. Die Kontrolle über die Banken liegt wiederum bei diesen selbst.
  • Die privaten Aktionäre sind daher in vielen Publikumsgesellschaften nicht mehr in der Lage, die Unternehmensverwaltungen ihres Unternehmens zu kontrollieren.
  • Gesetzliche Regelungen, wie z. B. ein Verbot des weisungslosen Depotstimmrechts, könnten das Shareholder-Prinzip in Deutschland verwirklichen.
Michael Adams

Corporate Governance: Vertragen sich die deutsche Unternehmensverfassung und das Shareholder Value-Prinzip?

Überblick
  • Corporate Governance definiert sich durch die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen ein Unternehmen operiert. Im Gegensatz dazu stellte das Shareholder Value-Prinzip ein universales Konzept dar.
  • Will man das Konzept des Shareholder Value auf deutsche Unternehmen übertragen, so muß insbesondere das sogenannte soziokulturelle Umfeld beachtet werden.
  • Die Stärken und Schwächen des Shareholder Value-Konzepts werden erst in einer Rezessionsphase ihre Bewährungsprobe erfahren. Einige wesentliche Punkte empfehlen sich für künftige Diskussionen.
Alfons Titzrath

Corporate Control-Mechanismen und Stakeholder Relations in Japan im Wandel

Überblick
  • Veränderte Umwelt- und Wettbewerbsbedingungen auf globalen Märkten ziehen eine Verschiebung der Unternehmensziele sowie einen nachhaltigen Wandel des Corporate Governance Systems in Japan nach sich. Wachstum kommt als Unternehmensziel in Japan noch immer hohe Priorität zu. Es ist aber eine Hinwendung zu alternativen Unternehmenszielen zu erkennen, die Aktionärsinteressen stärker berücksichtigen.
  • Der Beitrag veranschaulicht die Corporate Governance Struktur japanischer Unternehmen und das Verhältnis der Interessengruppen untereinander aus dem Blickwinkel der Shareholder Value Diskussion. Die Eigentumsstruktur sowie die internen und externen Überwachungsmechanismen haben zu einem System geführt, in dem das Management externen Einflüssen, z.B. seitens des Kapitalmarktes, kaum ausgesetzt ist.
  • Die großen institutionellen Anleger, insbesondere die Lebensversicherer und Pensionsfonds, werden als Triebfedern für den Wandel des Corporate Governance Systems angesehen. Sie fordern heute offen einen höheren „Total Investment Return“.
  • Die Einführung von Stock Options in Japan deutet schließlich auf eine zunehmende Orientierung am Shareholder Value-Konzept hin, obwohl Ziel des japanischen Managements weiterhin ein Interessenausgleich aller Stakeholder des Unternehmens sein wird.
Silke-Susann Otto

Governance Structures und der Untergang der AEG

Überblick
  • Der Beitrag untersucht die wesentlichen Gründe für den Untergang der AEG.
  • Methodisch kann man den Aufsatz der oral history zurechnen.
  • Da die Gründe für das Scheitern der AEG in der Praxis vielfach anders gesehen werden, bringt der Beitrag hoffentlich einen Erkenntnisgewinn für die Praxis.
  • Der Theoretiker wird auf die Bedeutung des Post Merger Management hingewiesen. Fehlurteile von Hochschullehrern über Mängel in der strategischen Planung von Daimler-Benz werden widerlegt.
Horst Albach

Personalwirtschaft und Arbeitsrecht

Frontmatter

Der Stand der betriebswirtschaftlichen Arbeitsrechtsanalyse

Überblick
  • In Diskussionen zur Deregulierung des Arbeitsmarktes werden oft die Kosten regulierender, die Handlungsfreiheiten der Unternehmen einschränkender Auflagen hervorgeoben.
  • Neuere unternehmenstheoretische Analysen weisen aber darauf hin, daß Eingriffe in die Vertragsfreiheit auch Erträge mit sich bringen, da sie in einer Welt unvollständiger Informationen und Verträge eine Voraussetzung für den effizienten Einsatz der Humanressourcen darstellen können.
  • Die Vorteilhaftigkeit arbeitsrechtlicher Regulierung oder Deregulierung wird damit zur empirischen Frage. Betriebswirtschaftliche Befunde zur Wirkung arbeitsrechtlicher Regelungen deuten darauf hin, daß die Nachteile regulierender Eingriffe begrenzt und ihre Vorteile durchaus beträchtlich sind.
Dieter Sadowski, Uschi Backes-Gellner

Die Regelung der Arbeitsverhältnisse: Finden betriebswirtschaftliche Erkenntnisse einen Niederschlag in arbeitsrechtlichen Normen und Entscheidungen?

Überblick
  • Ergebnisse empirischer betriebswirtschaftlicher Forschung stehen im Widerspruch zur kodifizierten Standardannahme einer bestimmten Rolle für Betriebsräte.
  • Aufwand und Nutzen der Tätigkeit von Betriebsräten werden selten erfaßt und noch seltener publiziert.
  • Personalentscheidungen werden durch das Betriebsverfassungsgesetz beeinflußt.
  • In allen diesen (und weiteren) Punkten liegen Ansätze für den Dialog von Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.
Eduard Gaugler

Die Regelung der Arbeitsverhältnisse: Finden betriebswirtschaftliche Erkenntnisse einen Niederschlag in arbeitsrechtlichen Normen und Entscheidungen?

Überblick
  • Die kollektive Regelung der Arbeitsverhältnisse in Form von Flächentarifverträgen bietet eine institutionelle Gewähr dafür, daß betriebswirtschaftliche Erkenntnisse in das Regelwerk einfließen.
  • Im Flächentarifvertrag sind Zielkonflikte zum Ausgleich zu bewegen.
  • Viele Unternehmen nutzen den Tarifvertrag daher als Modell der Konfliktregelung und wünschen keine weitere Deregulierung.
  • Das Regelungsangebot soll deshalb nur wenig reduziert werden, die Zahl der für alle Mitgliedsfirmen verbindlichen Normen allerdings so weit wie möglich verringert werden.
Werner Stumpfe

Die Regelung der Arbeitsverhältnisse: Finden betriebswirtschaftliche Erkenntnisse einen Niederschlag in arbeitsrechtlichen Normen und Entscheidungen?

Überblick
  • Maßnahmen zur Wiederherstellung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit belasten die Unternehmen bis an die Grenze der Existenzfähigkeit.
  • Die Ausschöpfung aller betrieblichen Spielräume reicht zur dauerhaften Sicherung eines international konkurrenzfähigen Kostenniveaus nicht aus.
  • Zur dauerhaften Sicherung des Standortes Deutschland müssen sich Gesetzgeber und Tarifvertragsparteien in ihren Entscheidungen an internationalen Maßstäben orientieren.
Hartwig Knitter

Finden betriebswirtschaftliche Erkenntnisse einen Niederschlag in arbeitsrechtlichen Normen und Entscheidungen?

Überblick
  • Der Gesetzgeber nimmt mit den Vorschriften, die auf die wirtschaftliche Situation des Betriebes abstellen, unmittelbar Bezug auf betriebswirtschaftliche Erkenntnismöglich­keiten.
  • Das Betriebsverfassungsgesetz gibt den Betriebsräten u. U. das Recht, bei der Durch­führung ihrer Aufgaben, nach näherer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber, betriebs­wirtschaftliche Sachverständige heranzuziehen.
  • Es ist unklar, warum die Rechtsprechung in einigen Fällen die Einbeziehung betriebs­wirtschaftlicher Sachverständiger verlangt, sich in ähnlich gelagerten arbeitsrechtlichen Fällen jedoch weniger eng an betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse bindet.
  • Der materielle Zusammenhang zwischen Arbeitsrecht und Betriebswirtschaft ist so eng, daß Arbeitsrechtler und Betriebswirtschafter enger zusammenarbeiten sollten.
  • Die Betriebswirtschafter sollten sich gegenüber den Arbeitsrechtlern vernehmlicher machen als bisher.
Peter Hanau

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