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01.04.2015 | Editorial | Ausgabe 4/2015

Innovative Verwaltung 4/2015

Bewährtes übernehmen aus der (Betriebs-)Wirtschaft?

Zeitschrift:
Innovative Verwaltung > Ausgabe 4/2015
Autor:
Michael Klöker
Dass man im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit immer mal wieder am Sinn und an der Wirkung der täglichen Arbeit (ver)zweifelt, ist vermutlich menschlich und „normal“. Mir geht es immer dann so, wenn ich in verschiedenen Medien Äußerungen von Führungskräften des öffentlichen Sektors lese, die diese — offensichtlich die Unkenntnis der Öffentlichkeit voraussetzend — vor Fachleuten und Kollegen wohl nie machen würden. Oft sind es nur einmalige Äußerungen, die führende Mitarbeiter mangels Fachkenntnis oder als Schutzbehauptung in einer Bedrängnissituation von sich geben. Eine Aussage scheint sich aber zu häufen und wird mehr und mehr ins Feld geführt: Immer öfter höre oder lese ich, dass im Zusammenhang mit der kritischen Situation kommunaler Haushalte das neue Rechnungswesen die Ursache für die Verschuldung und die Höhe der Schulden sei. Es gibt sogar Kämmerer, die behaupten, dass eine Verschuldung erst durch das die betriebswirtschaftlichen Instrumente zustande komme. Mag sein, dass das Einzelfälle sind, aber solche Aussagen sind nicht nur falsch, sondern zeugen auch von geringer Sachkenntnis. Natürlich ist es inzwischen auch eine ideologische Betrachtungsweise, denn als Kameralistik-Befürworter sind einem alle Argumente willkommen, die das doppische Rechnungswesen diskreditieren. Doppik-Befürworter wiederum verweisen gerade darauf, dass durch den aus ihrer Sicht exakteren Rechnungsstil erst der wirkliche Schuldenstand deutlich wird. Womit wir wieder einmal im Bereich der ideologischen Einstellung wären. Fakt ist auch, dass es je nach Rechnungsstil zwar unterschiedliche Ergebnisse beim Grad der Verschuldung geben kann. Aber die Verschuldung in erster Linie und ausschließlich mit dem neuen Rechnungsstil in Verbindung zu bringen, das grenzt fast schon an eine Verdummung der Bürger. Andererseits kann man es natürlich auch wie der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf sehen, der die Schuldenfreiheit und ihre Richtigkeit für gar nicht so wichtig hält. Auch eine Sichtweise, die aber ebenfalls von mangelnder Sachkenntnis zeugt. ...

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