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Über dieses Buch

Mit Elektromobilität, autonomem Fahren und Digitalisierung werden die aktuellen technologischen Trends vorgestellt. Basierend auf diesen Trends wird dann schrittweise der Übergang vom Auto im Eigenbesitz hin zur Nutzung unterschiedlicher Mobilitätsdienstleistungen aufgezeigt und die Hürden auf dem Weg dorthin identifiziert. Abschließend werden unterschiedliche Szenarien angeboten, wie sich die Mobilität der Zukunft entwickeln könnte.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung: Mobilität im Wandel

Wovon hängt ab, wie wir uns in Zukunft fortbewegen werden?
Zusammenfassung
Mobilität ist Leben. Zur Schule oder zur Arbeit, zu Freunden oder zum Sport, in den Urlaub oder um die Welt zu entdecken – in jedem Fall gilt: Wer nicht vom Fleck kommt, bleibt im wahrsten Sinne des Wortes beschränkt. Auch wenn trotz vieler Versuche noch nie ein formales Recht auf Mobilität verbrieft wurde, besteht in der Gesellschaft doch Einigkeit dahingehend, dass räumliche Mobilität ein menschliches Grundbedürfnis darstellt. Fragen wir uns aber, wie Mobilität heute und vor allem in Zukunft konkret aussehen soll, sind die Vorstellungen so unterschiedlich wie es die Länder, Städte und Menschen dort selbst sind. So wie persönliche Vorlieben beim Essen, der Musik oder der Wohnungseinrichtung unterscheiden sich auch die individuellen Mobilitätsbedarfe. Jeder hat seine ganz eigene Vorstellung davon, wann und wohin er möchte oder muss. Im Gegensatz zum Essen oder zur Musik lassen sich individuelle Mobilitätsbedarfe aber nicht individuell bedienen, Mobilitätsangebote orientieren sich vielmehr am Gesamtbedarf der Bevölkerung. Das gilt für den öffentlichen Verkehr genauso wie über geltende Regeln und die erforderliche Infrastruktur auch für den Individualverkehr.
Julian Weber

2. Mobilitätsbedarfe

Wer will alles wann wohin – und wie wird sich das in Zukunft ändern?
Zusammenfassung
Mobil zu sein, zählt unbestritten zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Und auch wenn man theoretisch sein ganzes Leben am gleichen Ort verbringen kann: Mobilität ist die Basis für Bildung, Erwerbstätigkeit, soziale Kontakte und Gesundheit, ganz abgesehen von den sich daraus eröffnenden Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Lebenserfüllung. Womit auch schon die sogenannte Verkehrsgenese genannt wäre, die wichtigsten Gründe, weshalb sich ein Mensch „auf den Weg macht“: Ausbildung, Arbeit, Versorgung, Gesellschaft, Freizeit. Eine differenzierte Betrachtung dieser „Beweg-Gründe“ ist dabei Voraussetzung für eine sinnvolle Prognose, in welche Richtung sich Mobilitätsbedarfe und Mobilitätsmodi in Zukunft entwickeln werden.
Julian Weber

3. Mobilitätsräume und Mobilitätssysteme

Welchen Rahmenbedingungen unterliegt die Mobilität – und wie werden sich diese in Zukunft verändern?
Zusammenfassung
Als Mobilitätsräume werden zusammenhängende, durch Verkehrsinfrastruktur verbundene Gebiete bezeichnet, innerhalb derer sich Bewohner und Besucher regelmäßig bewegen. Die Gesamtheit der innerhalb eines solchen Mobilitätsraums zum Personentransport eingesetzten Transportmittel, der zugehörigen Verkehrsinfrastruktur, der zur Steuerung von Fahrzeugen eingesetzten Systeme, aber auch der für den Betrieb der Transportmittel erforderlichen Energieversorgungsinfrastruktur wird als Mobilitätssystem bezeichnet. Um bestimmen zu können, welches Mobilitätssystem für einen Mobilitätsraum jeweils die beste Lösung ist, werden in den folgenden Abschnitten entsprechende Kriterien zur Klassifizierung vorgestellt.
Julian Weber

4. Technologische Trends

Was werden die Fahrzeuge der Zukunft können?
Zusammenfassung
Ob selber fahren oder mitfahren, ob besitzen oder sharen: Die Attraktivität eines Mobilitätsangebots hängt immer auch und in besonderem Maße von den Eigenschaften und Funktionen der dabei eingesetzten Fahrzeuge ab. Wer sich also ein Bild von der Mobilität der Zukunft machen möchte, sollte sich ein Bild von den Fahrzeugen machen können, die dann auf den Straßen unterwegs sein werden. Um das tun zu können, sollte man sich wiederum intensiv mit den technologischen Innovationen auseinandersetzen, an denen die Fahrzeughersteller heute arbeiten. Und darüber, welche Technologien hier relevant sind, herrscht in der Branche heute herstellerübergreifend Einigkeit: Elektrifizierte Antriebe, autonomes Fahren, Vernetzung und Mobilität als Dienstleistung sind die Kernelemente so gut wie aller Strategiepapiere.
Julian Weber

5. Mobilität als Dienstleistung

Welche Alternativen zum eigenen Fahrzeug wird es in Zukunft geben?
Zusammenfassung
Wer ohne eigenes Fahrzeug war hatte lange Zeit im Wesentlichen drei Alternativen: Öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Taxi oder Mietwagen. Doch dieses überschaubare Angebot hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre deutlich verändert. Weil über Smartphones Mobilitätsdienste jederzeit und einfach gebucht werden können, die Unzufriedenheit über die negativen Begleiterscheinungen des Fahrzeugbesitzes steigt, und gleichzeitig speziell bei jüngeren Menschen die Bedeutung von Autos als Statussymbol sinkt, entsteht zwischen dem eigenen Pkw oder Zweirad, dem relativ preisgünstigen, aber unflexiblen öffentlichen Nahverkehr und dem relativ teuren Mietwagen oder Taxi viel Platz für neue Angebote. Hier haben sich heute vor allem Carsharing und Ride Hailing etabliert, in Zukunft werden vielleicht Robocabs und manntragende Drohnen dazukommen. 
Julian Weber

6. Gesellschaftliche Trends

Welchen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegt die Mobilität – und wie werden sich diese in Zukunft entwickeln?
Zusammenfassung
Mobilität ist ein menschliches Grundbedürfnis. Und so wie es beim Essen irgendwann um mehr als die Aufnahme von Nährstoffen und beim Wohnen um mehr als Schutz vor Wind und Wetter geht, stellen wir heute an die Mobilität in der Regel deutlich höhere Ansprüche, als nur irgendwie von A nach B zu kommen.Die individuelle Entscheidung für oder gegen mögliche Mobilitätsalternativen unterliegt dabei immer einem Rahmen aus geografischen, infrastrukturellen und rechtlichen Gegebenheiten aber vor allem auch gesellschaftlichen Werten und Trends.
Julian Weber

7. Blick nach vorn

Wie wird sich Mobilität verändern und was sollten wir tun?
Zusammenfassung
Wie in den vorangegangenen Kapiteln deutlich wurde, ist die Kernfrage dieses Buches, nämlich wie „wir“ uns im Jahr 2030 oder später fortbewegen werden, außerordentlich komplex und nicht durch ein einzelnes, konkretes Bild zu beantworten. Mögliche Szenarien hängen nicht nur von Annahmen hinsichtlich des Fortschritts bei der Entwicklung technischer Lösungen ab, sondern vor allem auch von gesellschaftlichen Trends und politischen Rahmenbedingungen sowie in letzter Instanz auch von den jetzt und zukünftig in privaten Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Kassen verfügbaren finanziellen Mitteln ab – und fallen somit für jedes Land und jeden Ballungsraum unterschiedlich aus. Doch bei allen Unterschieden und Unwägbarkeiten lassen sich aus der vorangegangenen Betrachtung der Rahmenbedingung doch einige seriöse Prognosen ableiten.
Julian Weber
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