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11.12.2013 | Bewegtbildwerbung | Im Fokus | Onlineartikel

Second Screens werden werberelevant

Autoren:
Annette Speck, Dr. Ingo Knuth
3 Min. Lesedauer

Second Screens verändern die traditionelle Fernseh- und Werbewelt. Ein Bedeutungsverlust von TV ist bislang aber noch nicht zu verzeichnen, so die Ergebnisse der Google-Studie im dritten Teil der Serie Internetnutzung.

Die wachsende Bedeutung des Internets muss nicht zwangsläufig zu einem Bedeutungsverlust klassischer Medienangebote führen. Nach wie vor erreicht zum Beispiel das Fernsehen weltweit ein großes Publikum, so ein weiteres Ergebnis der Connected Consumer Study 2013 von TNS und Google. Allerdings hat sich das TV-Nutzungsverhalten, beziehungsweise die Bewegtbild-Nutzung, insgesamt stark verändert: Durch die stetig wachsende Anzahl digitaler Programmangebote, neue Verbreitungswege sowie nur im Internet verfügbare Angebote fragmentiert sich die Nutzerschaft immer weiter. Die Verbraucher konsumieren bewegte Bilder heute über unterschiedliche Kanäle. Neben den Inhalten und Anbietern der Bewegtbildwelt entwickeln sich auch die Endgeräte stetig weiter.


Der Trend geht zu Smart TV

Allerdings hat sich das TV-Nutzungsverhalten, beziehungsweise die Bewegtbild-Nutzung insgesamt stark verändert: Durch die stetig wachsende Anzahl digitaler Programmangebote, neuer Verbreitungswege sowie nur im Internet verfügbarer Angebote fragmentiert sich die Nutzerschaft immer weiter. Die Verbraucher konsumieren bewegte Bilder heute über unterschiedliche Kanäle. Neben den Inhalten und Anbietern der Bewegtbildwelt entwickeln sich auch die Endgeräte stetig weiter. Ein Beispiel dafür sind internetfähige Fernseher, sogenannte Smart TV-Geräte. Sie ermöglichen es, auf nur einem Gerät verschiedene Tätigkeiten auszuüben, wie etwa fernsehen, Online-Nachrichten lesen oder Videos im Internet anschauen. Der Google-Studie zufolge verfügen im Länderdurchschnitt 14,5 Prozent der Befragten über ein derartiges Gerät. In Deutschland sind es 20 Prozent, in Norwegen und Großbritannien ist es rund jeder Dritte – Tendenz steigend.

Mehr moderne Endgeräte ermöglichen mehr Parallelnutzung

Zusätzlich zur Multifunktionalität moderner TV-Geräte nimmt auch die sonstige Endgeräteausstattung in vielen Haushalten stetig zu. Laptops, Smartphones und Tablets gehören bereits für viele Menschen zum Alltag und werden auch während des Fernsehens genutzt. Zum Beispiel, um E-Mails zu lesen, Informationen zu suchen, Videos zu schauen oder einzukaufen. Im weltweiten Vergleich surfen durchschnittlich fast zwei Drittel der Onliner mindestens ein Mal pro Monat im Internet während der Fernseher läuft, stellt die Connected Consumer Study 2013 fest. In Deutschland ist der Anteil etwas geringer. In Norwegen, Großbritannien oder den USA tun dies hingegen etwa drei von vier Personen regelmäßig.

YouTube, Viral-Clips und Social TV erreichen jüngere Zielgruppen

Für jüngere Zielgruppen ist derweil der Abruf von Bewegtbildangeboten im Internet, etwa über Sendermediatheken oder Onlineportale wie YouTube, selbstverständlich geworden. Werbetreibende platzieren ihre Werbeclips daher auch gezielt online und setzen auf die virale Verbreitung. Fernsehsender produzieren ebenfalls zunehmend vernetzte Angebote. Dabei werden die Programminhalte für verschiedene Endgeräte zugänglich gemacht und die Zuschauer über Social Media-Plattformen eingebunden. Springer-Autor Arnd Benninghoff beschreibt in seinem Fachbeitrag "Mitmachen statt zurücklehnen: Social TV ist moderner TV-Genuss" wie etwa bei der Casting-Show "The Voice of Germany" TV und Online gezielt vernetzt werden.

Vorteile und Wirkung von Social TV

  • Interaktion verstärkt Zuschauerbindung
  • Soziale Netzwerke können Zuschauerzahlen und Onlinereichweiten steigern
  • TV und Online unterstützen und ergänzen sich
  • Erfolgreiches Social TV umfasst drei Phasen, in denen die Sendung ins Internet verlängert wird: Vorbereitung, aktiver Austausch während der Sendung, Nachbereitung
Zentrale Daten aus der aktuellen Connected Consumer Study sowie weiterführende Informationen zum Internetverhalten von Konsumenten sind auf den Seiten Consumer Barometer und Public Data Explorer  verfügbar.

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