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01.12.2017 | Bewegtbildwerbung | Im Fokus | Onlineartikel

Video-Hype abseits von Youtube

Autor:
Johanna Leitherer

Spitzenreiter des deutschen Online-Videomarkts ist nach wie vor Youtube. Das könnte sich allerdings bald ändern, weil auch andere soziale Kanäle ihr Bewegtbildangebot kräftig aufstocken. Das größte Potenzial sehen Experten bei Instagram.

Das Videangebot aus dem Internet scheint für viele Konsumenten die ideale Ergänzung zum klassischen Fernsehprogramm. Denn ausgewählte Spielfilme, Erklärvideos ("Tutorials"), Musikclips oder die derzeit angesagten Videotagebücher der Influencer lassen sich online ganz unkompliziert an jedem Ort und zu jeder Zeit ansehen. Besonders anziehend ist dabei die kostenlose Verfügbarkeit, von der rund 93 Prozent der Online-Zuschauer Gebrauch machen. Zu diesem Ergebnis kommen die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) in ihrem gemeinsam erarbeiteten "Web-TV-Monitor 2017". Die Untersuchung spiegelt unter anderem das Meinungsbild zahlreicher Online-Video-Anbieter wider. 

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2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

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Laut den Studienautoren haben sich mittlerweile 12.048 Youtube-Channels etabliert, die jeweils 500 Abonnenten aufwärts verfolgen. 40 Prozent der befragten Online-Video-Anbieter gaben deshalb an, künftig noch stärker in extra für Youtube produzierte Inhalte zu investieren. Der Trend um die Online-Videos geht jedoch zunehmend über die Grenzen von Youtube hinaus, da sich der Dienst hauptsächlich auf aufgezeichnete Inhalte konzentriert. 

Live-Streams ohne Sendeplatzprobleme

Angefangen mit kleinen animierten Bildabfolgen, den "Gifs", und geteilten Inhalten von Youtube avanciert auch Facebook mehr und mehr zur eigenständigen Multimedia-Plattform. So macht sich das gigantische Netzwerk von Erfinder Mark Zuckerberg derzeit über seine Live-Streams einen Namen. Echtzeit-Mitschnitte von Fußballspielen etwa haben die Facebook-Gemeinde bereits begeistert. Der Reiz besteht hier vor allem darin, dass Anbieter nicht erst um einen Sendeplatz kämpfen müssen, wie es im klassischen Fernsehen der Fall ist. 

Auch Privatpersonen ist es möglich, jederzeit auf Facebook live zu gehen und ihr Leben zu dokumentieren. Indem die Zuschauer mit Emojis und Kommentaren reagieren, entsteht zudem eine Art wechselseitiger Austausch. 

Warum Instagram-Videos boomen

Instagram, ein Mitglied der Facebook-Familie, ist seit geraumer Zeit ebenfalls eine Plattform für Video-Begegnungen geworden. Im Web-TV-Monitor landet die App mit einer Nutzungsrate von 47 Prozent auf dem dritten Platz. Das entspricht einer Steigerung um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus hat sich die Follower-Anzahl von Instagram verdoppelt, wie die Studienautoren feststellen. Mehr als die Hälfte der Online-Video-Anbieter gehen deshalb davon aus, dass die Bedeutung der Plattform in den nächsten drei Jahren abermals steigen wird. 

Auf Instagram lassen sich kurze Videos zum einen posten, sodass sie im Feed ihrer Abonnenten erscheinen. "Interessant ist hierbei eine Verlängerung von Videoanzeigen auf Facebook. Instagram-Videos verfügen auch über eine Auto-Play-Funktion, welche die Anzahl der Views zusätzlich steigert", schreibt Springer-Autor Jan Firsching im Buchkapitel "Mehr als Cat Content und Selfies: Erfolgreiches Instagram Marketing für Unternehmen" (Seite 101). Zum anderen gibt es alternativ dazu die "Instagram Stories", die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Dabei handelt es sich um Bild- oder Videomaterial, das, ähnlich wie Snapchat, sofort für 24 Stunden online kommt. Die Stories bieten außerdem Raum für Live-Streams, die nicht aufgezeichnet werden und zum Chatten mit den Zuschauern einladen. "Speziell von Instagram Stories werden wir noch viel hören", ist sich Firsching sicher (Seite 98).

Spontan, aber mit Strategie

Videos und Live-Streams liefern Personen, Produkten und Dienstleistungen also auf vielen sozialen Kanälen eine neue Bühne der Präsentation. Das Echtzeit-Material schafft dabei etwas, das die nachträglich bearbeiteten Youtube-Videos nicht vermögen: Authentizität und Transparenz. Beides bewirkt wiederum, dass Konsumenten den Video-Urhebern vertrauen. Damit wird der Weg zu einer neuen Form des Kundenkontakts geebnet.

"Wie bei allen Formen des Marketings funktioniert aber auch Live Streaming nicht ohne eine Strategie. Je besser vorher bekannt ist, was erreicht werden soll, desto optimaler können auch entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Vor allem für Marken und größere Unternehmen ist das sehr wichtig, weil es hier oft lange Entscheidungswege gibt", gibt Springer-Autor Björn Tantau im Buchkapitel "Die Macht des Live Streamings: Viel mehr Reichweite dank Facebook Live, Periscope und Co." zu bedenken (Seite 142). Scheuen Unternehmen die Live-Prüfung durch die Zuschauer, konzentrieren sie sich besser auf professionell produzierte Videos. Schließlich lassen sich auch damit die Facebook- und Instagram-Nutzer nachhaltig begeistern.

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