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01.04.2021 | Big Data | Infografik | Onlineartikel

Big-Data-Nutzung steigt in der Autoindustrie langsam an

Autor:
Christiane Köllner
2 Min. Lesedauer

Die deutsche Automobilindustrie identifiziert immer mehr nutzenbringende Anwendungsfälle von Big Data & Analytics. Vor allem in der Produktion ergeben sich Einsparmöglichkeiten. 

Deutsche Automobilunternehmen sehen umfangreiche Einsparmöglichkeiten durch den Einsatz von Big Data & Analytics. Das zeigt die Studie "Big Data & Analytics in der Automobilindustrie" des Beratungsunternehmens Bearingpoint, für die mehr als 200 Entscheider bei Automobilherstellern und Tier-1-Zulieferern in Deutschland befragt wurden. 

Demnach erwarten 94 % der Befragten Einsparpotenziale von über 10 % in der Produktion etwa durch die Minimierung von Korrekturmaßnahmen und Kosten in der Anlaufphase. Knapp dreiviertel der Befragten aus dem Qualitäts- und Gewährleistungswesen sehen der Studie zufolge Einsparpotenziale von über 20 % durch frühzeitiges Erkennen von Qualitätsproblemen. Aus dem Bereich Forschung und Entwicklung schätzen mehr als zwei Drittel die Einsparpotenziale auf über 20 % durch einfachere Datenbeschaffung, übergreifende Analysemöglichkeit und Verkürzung der Entwicklungszeit.

Laut Studie sind Big-Data-&-Analytics-Methoden bei 59 % der Unternehmen bereits im Einsatz oder in der Erprobung. Im Jahr 2016 lag der Anteil erst bei 31 %. Die größten Steigerungen der Wettbewerbsfähigkeit sähe man dabei in der Wirtschaftlichkeit der Big-Data-&-Analytics-Anwendungen, in deren Vielfalt sowie in deren Unterstützung von Geschäftsprozessen.

Einsatzmöglichkeiten oftmals nicht bekannt

Der Studie zeigt aber auch Herausforderungen auf: fehlende Expertise, mangelnde Bekanntheit der Einsatzmöglichkeiten sowie die geringe Transparenz des wirtschaftlichen Nutzens. Dies bringe laut Bearingpoint voraussichtlich auch eine mangelnde Investitionsbereitschaft mit sich. In der Studie gibt die Hälfte der Teilnehmer an, dass die Investitionen im Bereich Big Data & Analytics weiterhin ansteigen, 21 %, dass sie gleichbleiben und 14 % sind der Meinung, dass diese geringer ausfallen werden. Im internationalen Vergleich fahre man der Konkurrenz noch deutlich hinterher, sagt Christoph Landgrebe, Partner bei Bearingpoint. "Es geht einfach zu langsam voran, was leider immer noch mit der fehlenden Inhouse-Expertise zu tun hat", so Landgrebe. 

Grundsätzlich haben die Unternehmen laut Bearingpoint mit der Anwendung von Big Data & Analytics derzeit vor allem Kosteneinsparungen und bessere Prognosen in verschieden Unternehmensbereichen im Blickfeld. Produktverbesserungen sollen dagegen aktuell noch eine nachrangige Rolle spielen. 

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Quelle:
Handbuch Digitale Wirtschaft

01.10.2019 | Testdatenmanagement | Sonderheft 8/2019

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