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16.02.2017 | Big Data | Im Fokus | Onlineartikel

Big Data bedeutet "Masse statt Klasse"

Autor:
Sven Eisenkrämer

Big Data bietet große Chancen für die Wirtschaft. Aber das Thema erfordert langfristige, nachhaltige Lösungen. Das Interesse ist groß, bei der Umsetzung hapert es noch. Das war der Tenor der Big Data Summit in Hanau. 

Das Interesse an Big Data hat längst die breite Masse der Unternehmen in Deutschland erreicht. Das zeigt auch ein aktueller Rekord: In Hanau haben sich 750 IT-Verantwortliche von Unternehmen, Organisationen und Ämtern zur Bitkom-Veranstaltung Big Data Summit getroffen. So viele Teilnehmer kamen noch nie zu dieser jährlich stattfindenden Eintageskonferenz des Digitalverbands.

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Die Digitalisierung als Herausforderung für Unternehmen: Status Quo, Chancen und Herausforderungen im Umfeld BI & Big Data

Information wird immer stärker zur strategischen Ressource, deren sinnvolle Erschließung und Nutzung wettbewerbskritisch ist. Aktuelle Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass insbesondere der richtige Umgang mit Informationen zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor geworden ist. 


"Big Data bedeutet, dass wir die klassische Datenkuration, die wir kennen, eigentlich gar nicht anwenden. Wir speichern vielmehr alle Daten und analysieren sie", erläuterte Volker Markl, Prodessor an der Technischen Universität Berlin zu Beginn der Big Data Summit. Es gelte Quantität statt Qualität: "Es geht mehr um Statistik als um logische Informationsverarbeitung." Allein die Anzahl an verschiedenen Daten ließen bei der Analyse zuverlässige Schlüsse zu.

90 Redner sprachen und sprechen in Hanau über Big Data im Allgemeinen und über Best- sowie einige Worst-Practice-Beispiele, wie in Unternehmen mit Big Data und ihrer Analyse umgehen. Sowohl die Automobilbranche mit Herstellern und Zulieferern als auch die Finanzbranche sind auf der Bühne vertreten, das Bankmagazin von Springer ist Partner der Veranstaltung. 

Interesse ist da, die Umsetzung hakt

Interessiert an Big Data sind alle der 750 Teilnehmer der Big Data Summit, aber längst nicht überall beschäftigt man sich in der Praxis schon mit der Umsetzung. In einer neuen Bitkom-Studie, die noch nicht veröffentlicht wurde und deren Ergebnisse erst seit diesem Donnerstagmorgen überhaupt beim Verband vorliegen, hat jedes fünfte produzierende Unternehmen angegeben, bereits Big-Data-Lösungen in der Produktion anzuwenden.

"Es scheint sich abzuzeichnen, dass sich das Anwendungsfeld überaus dynamisch entwickelt. Die Anwendungsunternehmen beginnen zwar erst zaghaft damit, das Themenfeld für sich zu erschließen, erkennen aber offensichtlich zunehmend das erhebliche Potenzial. Eine zentrale Herausforderung scheint dabei speziell das bislang noch fehlende Know-How zu sein“, schreibt auch Springer-Autor Andreas Seufert im Kapitel "Die Digitalisierung als Herausforderung für Unternehmen: Status Quo, Chancen und Herausforderungen im Umfeld BI & Big Data" im Buch "Big Data" (2016) aus der Springer-Reihe "Edition HMD".

Entscheidend für die Umsetzung in Geschäftspotenziale wird laut Seufert dabei „ein deutlich erweitertes Verständnis von Information als Ressource“ sein, das die Auswirkungen auf die Wertketten aber auch auf die Produkte und Dienstleistungen der Unternehmen integriert. „Ziel ist es damit nicht mehr nur Informationen als Grundlage für aktuelle Entscheidungen im angestammten Geschäftsumfeld zu nutzen. Informationen sind vielmehr selbst Bestandteil von Innovationen, welche Geschäftsmodelle grundlegend verändern können.“

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