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17.05.2018 | Big Data | Nachricht | Onlineartikel

Finanzbranche nutzt den Wert ihrer Daten nicht optimal

Obwohl Banken und Finanzdienstleister in Deutschland bei der datengetriebenen Wertschöpfung im Branchenvergleich auf Rang 3 liegen, schöpfen sie noch lange nicht das volle Potenzial ihrer Daten aus. Das ermittelte eine aktuelle Studie.

Der wirtschaftliche Wert von Daten lässt sich in konkrete Zahlen packen: Rund 10,5 Milliarden Euro brachten sie der deutschen Finanzbranche im Jahr 2016. Das zeigt der aktuelle Data Economy Report des Serviceanbieters für Datenverarbeitung Digital Reality, der in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsberatung Development Economics erstellt wurde. Finanzunternehmen tragen danach 9,7 Prozent zur gesamten datengetriebenen Wertschöpfung, der Data Economy, in Deutschland bei. Verglichen mit den Zahlen von 2012 sei das aber nur ein Wachstum von 36 Prozent. Der durchschnittliche Anstieg aller Branchen liege bei 51 Prozent.

Data Economy wächst rasant

Insgesamt, so zeigt die Studie, wächst die Data Economy in Deutschland mit 10,9 Prozent wesentlich schneller als die Gesamtwirtschaft, die es auf 2,2 Prozent bringt. Sie wird laut Erhebung für das Jahr 2016 auf 108 Milliarden Euro geschätzt. Dabei wird die Datenökonomie als finanzieller und wirtschaftlicher Wert definiert, der durch die Speicherung, Abfrage und Analyse großer Mengen detaillierter Geschäfts- und Unternehmensdaten, der Big Data, sowie durch das Internet der Dinge entsteht. "Dateninfrastruktur und -dienste sind die Grundlage der digitalen Wirtschaft Deutschlands, aber ihr Wert wird oft unterschätzt", betont Rob Coupland, Managing Director EMEA bei Digital Realty.

Zugleich zeigt die Studie, dass das Tempo der Datenerstellung stetig steigt. "Viele Experten gehen davon aus, dass die täglich generierte Datenmenge in den nächsten zehn Jahren um mindestens 10 Prozent pro Jahr steigen wird", heißt es weiter. Unternehmen, die große Datenmengen sammeln, speichern und richtig analysieren, könnten bereits heute Kosten senken und ihre Umsätze steigern. Denn die Daten liefern Hinweise auf Markttrends oder sich ändernde Kundenwünsche, auf die das Unternehmen mit neuen Dienstleistungen oder Produkten reagieren kann.

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