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07.09.2016 | Big Data | Im Fokus | Onlineartikel

Big Data Business Club will IT-Führungskräfte vernetzen

Autor:
Detlev Spierling
2:30 Min. Lesedauer

Mit ihrer neuen bundesweiten Plattform will die Fraunhofer-Allianz Big Data den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie die branchenübergreifende Vernetzung unter IT-Entscheidern fördern.

Rund um die Gewinnung, Aufbereitung und Nutzung von Daten hat sich längst eine Industrie entwickelt, in der Konzerne wie Google, Facebook und Amazon bloß die bekanntesten Vertreter sind. Darauf weist Klaus Mainzer im Buchkapitel “Infrastrukturen werden intelligent“ hin:

Tausende andere Unternehmen leben davon, Informationen zu generieren, miteinander zu verknüpfen und weiterzuverkaufen – ein gigantischer Markt. Mit Big Data-Technologie erhält das Management eine deutlich verbesserte Grundlage für zeitkritische Entscheidungen unter wachsender Komplexität“, schreibt der Springer-Autor auf Seite 158.

Dabei stehen IT-Entscheider jedoch vor der Herausforderung, sich in der noch weitgehend unstrukturierten Big-Data-Landschaft zu orientieren, passende Technologien zu finden und in konkrete Anwendungen zu überführen. "Ein optimaler Transfer von neuesten Forschungsergebnissen in die Praxis kann nur erfolgen, wenn sich Entscheider und Forscher im unmittelbaren Austausch befinden“, argumentiert die Fraunhofer-Gesellschaft. Um Unternehmen bei der strategischen Planung und Umsetzung ihrer Big-Data-Projekte zur Seite zu stehen haben deshalb nicht weniger als 28 Fraunhofer-Institute unter der griffigen Bezeichnung "Business Club" ihre branchenübergreifende Expertise zu einer Allianz in Sachen Big Data gebündelt.

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IT-Entscheider und Datenwissenschaftler an einem Tisch

Die Forschungsorganisation will mit dem Big Data Business Club IT-Führungskräften wie Chief Digital Officer (CDOs) aus allen Branchen eine exklusive Plattform bieten, um mit Big-Data-Forschern in Kontakt treten und gemeinsam konkrete Projekte umsetzen zu können.

Zur Entwicklung neuer Digitalisierungsstrategien und Big Data-Geschäftsmodelle muss der Austausch und Know-how-Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft offenbar auch dringend ausgebaut werden. Bisher setzen nämlich erst rund ein Drittel der deutschen Unternehmen systematische Datenanalysen strategisch ein. Dies belegt eine kürzlich veröffentlichte Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom und der Beratungsgeschellschaft KMPG.

Best-Practice-Beispiele und Technologiescreenings statt Patent-Lösungen

"Unternehmen haben oft ganz individuelle Problemstellungen, für die es keine Patent-Lösungen gibt“, erklärt Dirk Hecker, Geschäftsführer der Fraunhofer-Allianz Big Data. Oft fehlten ihnen aber auch Best-Practice-Beispiele aus anderen Unternehmen oder gar Branchen, um besser einschätzen zu können, wie sie von der Nutzung ihrer Datenschätze und extern verfügbaren Datenquellen profitieren könnten.

Als Lösung bietet die Fraunhofer-Allianz Big Data jedem Unternehmen, das Mitglied ihres neuen Business Clubs wird, exklusive Leistungen an: Dazu gehört ein persönlicher Ansprechpartner, der dem Unternehmen bei fachlichen Fragen und Ideen für konkrete Projekte zur Seite steht. Zudem beraten die beteiligten Institute zur strategischen Projektplanung, liefern Technologiescreenings und Best-Practice-Anwendungen und vermitteln Kontakte zu Schlüsselpersonen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Auch bei der Ausbildung und Rekrutierung von Big-Data-Spezialisten steht die Fraunhofer-Allianz beratend zur Seite. Die mit rund 23.000 Mitarbeitern größte Organisation für angewandte Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen in Europa will auf diese Weise ein bundesweites Netzwerk aufbauen, das nach eigenen Aussagen "sowohl der Innovationskraft der beteiligten Unternehmen als auch der gesamtdeutschen Wirtschaft zugute kommt". 

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