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Über dieses Buch

Das Buch stellt umfassend, anwendungsorientiert und auf aktuellstem Stand das Instrumentarium für eine gezielte Auswertung des Jahresabschlusses vor. Behandelt wird die Analyse sowohl von Einzel- wie auch von Konzernabschlüssen. Viele Unternehmensbeispiele verdeutlichen die Analysemethoden und -aussagen und schaffen so die Verbindung zur praktischen Umsetzung. Für die 2. Auflage wurde das Buch umfassend aktualisiert. Unter Zugrundelegen der aktuellen Rechnungslegungsvorschriften findet eine parallele Betrachtung von HGB- und IFRS-Abschlussanalyse statt.
Das Buch "Bilanzanalyse" richtet sich zum einen an Studierende und Dozenten der Wirtschaftswissenschaften, insbesondere mit den Schwerpunkten Rechnungswesen, Unternehmensführung, Wirtschaftsprüfung und Banking. Zum anderen erhalten Praktiker in den Bereichen Bilanzierung, Bilanz- und Unternehmensanalyse, Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung sowie Consulting mit diesem Buch fundiertes Analysewissen für ihre tägliche Arbeit.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Grundlagen der Jahresabschlussanalyse

Zusammenfassung
Der Jahresabschluss ist ein zentrales, für externe Interessenten oft sogar das entscheidende Instrument zur Unterrichtung über die wirtschaftliche Lage von Unternehmen. Als Jahresabschlussanalyse bzw. Bilanzanalyse gilt die Gesamtheit der Methoden und Aktivitäten, mit deren Hilfe der Jahresabschluss und weitere Informationen mit Rechnungslegungsbezug mit dem Ziel aufbereitet und ausgewertet werden, einen Eindruck von der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens zu erhalten.
Laurenz Lachnit, Stefan Müller

2. Aufbereitung des Datenmaterial

Zusammenfassung
Das Informationsmaterial der externen Rechnungslegung ist relativ umfangreich und vielgestaltig. Zum Teil wird es in Gestalt von geschlossenen Rechnungen, wie z. B. Bilanz, GuV oder Kapitalflussrechnung, geboten, zum Teil handelt es sich um punktuelle quantitative Ergänzungen, wie z. B. in Eigenkapitalspiegel, Segmentreport oder als quantitative Anhangangaben, und schließlich werden verbal-qualitative Informationen geboten, die aber zum Verständnis der Kalküle und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens unentbehrlich sind. Um dieses Informationsmaterial inhaltlich gezielt mit Blick z. B. auf die Erfolgs- und Finanzlage des Unternehmens auswerten zu können, sind vorgeschaltet vor die eigentliche inhaltliche Analyse eine Reihe von Aufbereitungsmaßnahmen nötig bzw. hilfreich. Diese Maßnahmen dienen zur Verbesserung der betriebswirtschaftlichen Fassbarkeit und Erschließung der Daten, liefern aber noch keine inhaltlichen Analyseresultate.
Laurenz Lachnit, Stefan Müller

3. Instrumentelle Bausteine der Jahresabschlussanalyse

Zusammenfassung
Der Erkenntniswert einer Jahresabschlussanalyse hängt neben Quantität und Qualität des Ausgangsmaterials wesentlich vom methodischen Vorgehen bei der Analyse ab. Zum einen geht es bei der Jahresabschlussanalyse darum, im Datenmaterial latent enthaltene Informationen mit entsprechenden Methoden herauszuarbeiten, zum anderen soll eine entscheidungsbezogene Interpretation und Auswertung der verfügbaren Daten geleistet werden, um die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ersichtlich zu machen. Das dazu benötigte InstrumentariumInstrumente ist vielgestaltig. Zum einen kann man die Maßnahmen zur Aufbereitung des Jahresabschlusses hierunter rechnen, zum anderen gehören dazu Methoden, mit denen die inhaltliche Erschließung des Materials und die betriebswirtschaftliche Urteilsbildung über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens geleistet werden.
Laurenz Lachnit, Stefan Müller

4. Analyse der Bilanzpolitik

Zusammenfassung
Der Jahresabschluss ist ein Modell zur Darstellung der wirtschaftlichen Lage von Unternehmen, wobei die Abbildung in quantitativ-verbal kombinierter Gestalt geschieht. Die Rechnungslegungsvorschriften bestimmen die Grundstruktur des Abbildungsmodells, sie sind aber in der praktischen Umsetzung in vieler Hinsicht gestaltungsfähig. Zum einen können die Rechnungslegungsvorschriften nicht alle erdenklichen wirtschaftlichen Sachverhalte konkret regeln, sondern es muss oft mit Prinzipien oder Rahmenformulierungen, d. h. unbestimmten Rechtsbegriffen, operiert werden. Zum anderen enthalten die Rechnungslegungssysteme je nach ordnungspolitischem Grundkonzept in unterschiedlichem Umfang Ansatz-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte, und schließlich sind in der Rechnungslegung wegen unvollkommener Information und ungewisser Zukunft an vielen Stellen subjektive Einschätzungen erforderlich. Diese Faktoren bewirken zusammengenommen, dass die Rechnungslegung von den Unternehmen in nicht unerheblichem Umfang gestaltet werden kann.
Laurenz Lachnit, Stefan Müller

5. Analyse von stillen Reserven und stillen Lasten

Zusammenfassung
Sachgerechte Entscheidungen mit Bezug auf Unternehmen setzen voraus, dass man eine zutreffende Vorstellung von der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen hat. Ein zentrales Informationsinstrument ist in diesem Zusammenhang, zumal für externe Betrachter, der veröffentlichte Jahresabschluss, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft bzw. des Konzerns vermitteln soll. Dieses tatsachengetreue Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird aber oft dadurch verzerrt, dass im Jahresabschluss fallweise beträchtliche stille Reserven, ggf. auch stille Lasten, enthalten sein können, so dass sowohl die bilanzierten Vermögens- und Kapitalbeträge wie auch das ausgewiesene Jahresergebnis erheblich von den betriebswirtschaftlich als tatsächliche anzusehenden Vermögens-, Finanz- und Ertragsgegebenheiten abweichen können.
Laurenz Lachnit, Stefan Müller

6. Analyse der Erfolgslage

Zusammenfassung
Eine erfolgswirtschaftliche Analyse soll Auskunft über Ertragskraft und Erfolgslage von Unternehmen geben. Unter Ertragskraft ist die Fähigkeit der Unternehmen zu verstehen, gegenwärtig und in Zukunft Gewinne zu erwirtschaften, und als Erfolgslage kann die Gesamtheit der die Ertragskraft bestimmenden Parameter und ihrer Auswirkungen auf Erfolgsindikatoren verstanden werden. Im Jahresabschluss ist die GuV, ergänzt um entsprechende Informationen im Anhang, das Instrument zur Darstellung der Ertragslage der Unternehmen. Diese Berichterstattung umfasst die Ermittlung des Periodenerfolgs und die Beschreibung zentraler erfolgsbestimmender Komponenten und Faktoren.
Laurenz Lachnit, Stefan Müller

7. Analyse der Finanzlage

Zusammenfassung
Eine Analyse der Finanzlage hat zum Ziel, die Fähigkeit des Unternehmens zur finanzwirtschaftlichen Aufgabenerfüllung zu beurteilen. Die Aufgabe der betrieblichen Finanzwirtschaft besteht darin, eine risiko-, kosten- und restriktionsminimale Versorgung des Unternehmens mit finanziellen Mitteln zu erreichen. Dabei geht es vor allem um die Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit, aber auch um die Unterstützung der betrieblichen Güterwirtschaft durch Optimierung der finanziellen Rahmenbedingungen sowie um die Kosten- und Ertragswirkungen finanzieller Entscheidungen. Zur Analyse der Finanzlage werden zum einen die Bilanzbestände zwecks Information über Kapitalverwendung (Vermögensanalyse, Investitionsanalyse), Kapitalbeschaffung (Kapitalstrukturanalyse, Finanzierungsanalyse) und Deckungsverhältnisse von Vermögen und Kapital benutzt, zum anderen werden unmittelbar Finanzströme analysiert, indem man Cashflow-Kennzahlen, Cashflow-Verwendungsrechnungen und Cashflow-Statements (Kapitalflussrechnungen) betrachtet. Die Analyse ist zum einen retrospektiv ausgerichtet, indem Finanzstruktur und Finanzkraft des Unternehmens mit diesen Ansatzpunkten für die Vergangenheit verdeutlicht werden. Zum anderen geht es bei Analyse der Finanzlage um eine Einschätzung der zukünftigen finanziellen Entwicklung des Unternehmens, indem diese die Finanzlage verdeutlichenden Sachverhalte prospektiv interpretiert und prognostisch verlängert werden.
Laurenz Lachnit, Stefan Müller

8. Konzernabschlussanalyse

Zusammenfassung
Bei der Konzernrechnungslegung handelt es sich um die gemeinsame Rechnungslegung einer Gruppe von Unternehmen, die durch bestimmte rechtlich definierte Sachverhalte verbunden sind und die entsprechend der Einheitstheorie wie ein einziges, rechtlich und wirtschaftlich ganzheitliches Unternehmen abgebildet werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der einbezogenen Unternehmen ist so darzustellen, als ob diese Unternehmen insgesamt ein einziges Unternehmen wären. Dadurch wird der Tatsache Rechnung getragen, dass im Konzern Vermögens-, Rechte- und Erfolgsverlagerungen zwischen den einzelnen Konzernunternehmen möglich sind, so dass im Einzelabschluss eines konzernverbundenen Unternehmens die Gefahr besteht, dass die Erfolgs- und Finanzsituation unzutreffend dargestellt wird. Daher bietet erst der Konzernabschluss den über die Einzelabschlüsse hinausgehenden Einblick in die Erfolgs- und Finanzlage des Unternehmensverbundes in seiner Gesamtheit.
Laurenz Lachnit, Stefan Müller

9. Analyse-Gesamturteil unter Einbezug von weiteren Informationen, dargestellt am Beispiel des Integrated Reportings

Zusammenfassung
Die Unternehmensberichterstattung ist in höchst unterschiedlichem Maße Gegenstand der Unternehmensanalyse. Während der Jahres- sowie Konzernabschluss intensiv im Rahmen der Abschlussanalyse von Kreditinstituten, Finanzanalysten, Kunden, Lieferanten und weiteren Adressaten – teilweise auf gesetzlich verpflichteter Basis – ausgewertet wird, werden andere Berichte, wie insbesondere der Lagebericht, i.d.R. lediglich ergänzend zur Kenntnis genommen oder ggf. als allgemeiner Ausgangspunkt für eine tiefergehende Unternehmensanalyse verwandt. Schließlich zeigt sich in der empirischen Kapitalmarktforschung zunehmend, dass Jahresabschlüsse nicht zwingend eine direkte Wertrelevanz besitzen, sondern in der Analyse eher als Orientierungsrahmen eingesetzt werden, der dann um unterjährig verfügbare makro- und mikroökonomische Informationen und evtl. unter Einsatz von Datenverarbeitungssystemen im Sinne einer prospektiven Abschlussanalyse fortgeschrieben wird.
Laurenz Lachnit, Stefan Müller

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