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Über dieses Buch

Das Ziel dieser Publikation liegt in der Darstellung und Analyse des steigenden Trends der Akademisierung der Berufsbildung und den sich daraus ergebenden Fragen und Aufgaben für die Hochschulen. Dabei werden die verschiedenen AkteurInnengruppen (Studierende, Weiterbildungsanbieter, öffentliche Institutionen etc.) in ihrem Zusammenspiel dargestellt, um die Dynamiken universitärer Weiterbildung aufzuzeigen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Theoretische Perspektiven

Frontmatter

Grundfragen wissenschaftlicher Weiterbildung

Zusammenfassung
Im folgenden Beitrag wird der Versuch unternommen, wissenschaftliche Weiterbildung in ihren Begrifflichkeiten, ihrer Geschichte und ihren Formaten darzustellen und sich sodann den Grundfragen zu stellen, die die Praxis wissenschaftlicher Weiterbildung bestimmen. Diese Fragen und Herausforderungen sind zum Teil gleichsam der wissenschaftlichen Weiterbildung in ihrer zeitgenössischen Ausprägung als „Geburtsfehler“ mit auf den Weg gegeben. Zu einem anderen Teil sind sie erst entstanden oder – vielleicht ist es besser zu sagen – hervorgetreten infolge des Bologna-Prozesses.
Helmut Vogt

Diskursmuster und Zukunftspotenziale der wissenschaftlichen Weiterbildung

Zusammenfassung
Zahlreiche europäische Universitätsstädte blicken auf eine bereits früh beginnende, reichhaltige Erfahrung mit Ansätzen einer wissenschaftlichen Weiterbildung zurück. Erinnert sei bloß an das Akademische Gymnasium in Hamburg, welches, gegründet 1613, Schüler auf ein Universitätsstudium vorbereiten sollte, aber über die Jahrzehnte auch Studienabsolventen anzog, die sich wissenschaftlich weiterbilden wollten.
Rolf Arnold

Potenziale der Erwachsenenbildung für die Universitäten

Wie kann die Durchlässigkeit zwischen erwachsenenbildnerischer und hochschulischer Bildungsarbeit erhöht werden?
Zusammenfassung
In Österreich sind Universitäten ihrem Grundverständnis nach noch wenig darauf ausgerichtet, einen Lebenszyklen übergreifenden umfassenden Weiterbildungsauftrag (sowohl inhaltlich als auch organisatorisch oder didaktisch) zu realisieren. Das hängt vor allem damit zusammen, dass Hochschulen bislang vornehmlich angebotsorientierte ExpertInnenorganisationen sind, deren Angebot an akademischer Bildung wesentlich der Differenzierung wissenschaftlicher Disziplinen und deren Vollständigkeit folgt. Das hier generierte Wissen ist quasi per se wertvoll und muss im Sinne einer „Holschuld“ von den InteressentInnen selbst in die Praxis gebracht werden. Die Frage der berufspraktischen Verwendbarkeit ist dabei nicht primär, sondern es geht vorrangig um die wissenschaftliche Begründung von Bildungsinhalten.
Rudolf Egger

Lebenslanges Lernen an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München

Was kann wissenschaftliche Weiterbildung an einer forschungsstarken Universität leisten?
Zusammenfassung
Dieser Beitrag bietet einen Einblick in Möglichkeiten und Perspektiven wissenschaft licher Weiterbildung an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, dargelegt an Hand zweier durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBKWK) geförderter Projekte. Die Förderung erfolgte im Rahmen der Programme STRUKTUR 2011 und STRUKTUR 2015 zur Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen der Weiterbildung und des lebenslangen Lernens an bayerischen staatlichen Hochschulen. Damit soll exemplarisch vorgestellt werden, was wissenschaft liche Weiterbildung an einer forschungsstarken Universität leisten kann.
Claudia Schmitz

Good Practice

Frontmatter

„Freiräume für wissenschaftliche Weiterbildung“

Zusammenfassung
Die Hochschulen sind gefordert, in Lehre und Weiterbildung den mit dem demografischen Wandel und der zunehmenden Akademisierung der Gesellschaft verbundenen Entwicklungen gerecht zu werden. Die Universität Freiburg stellt sich diesem Wandel bereits seit 2007 und brachte berufsbegleitende Master-Studiengänge auf den Markt, die durchgehend im Blended-Learning-Modus angeboten werden. Die ersten MasterOnline-Studiengänge, durch zwei Förderprogramme des Landes Baden-Württemberg unterstützt, sind mittlerweile gut etabliert und warden kontinuierlich weiter entwickelt und an die sich ändernden fachlichen Bedarfe und Nachfragen angepasst.
Simone Fényes, Marko Glaubitz

TeilnehmerInnen im Fokus

Ergebnisse einer Analyse der Teilnehmendenstruktur an der Schnittstelle zwischen universitärem System und dem Weiterbildungsmarkt
Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag rückt die Hauptakteure in der wissenschaftlichen Weiterbildung – die Teilnehmenden – in den Fokus. Eine Untersuchung am Beispiel der UNI for LIFE SeminarveranstaltungsGmbH, der Organisation für berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung der Karl-Franzens-Universität Graz, analysiert die Teilnehmendenstruktur in der akademischen Weiterbildung. Es wird gezeigt, welche Personengruppe wissenschaftliche Weiterbildung in Anspruch nimmt, wie sich die Struktur der Nachfragenden im zeitlichen Verlauf entwickelt hat und in welchem Spannungsfeld diese künftig positioniert werden müssen. Mehrere Haupttypen von WeiterbildungsteilnehmerInnen können dabei identifiziert und beschrieben werden.
Martin Heinz Bauer, Cathrin Wolff

Fachübergreifender Kompetenzenmix als Trumpf in der Weiterbildung

Ein Beispiel
Zusammenfassung
Es war ein ausgesprochen fruchtbarer Boden, auf den die erste Ausbildungsinitiative in Sachen Mediation an der Karl-Franzens-Universität Graz fiel. Gemeint ist damit das überfakultäre Zentrum für Soziale Kompetenz. Diese im Jahr 2000 geschaffene universitäre Einrichtung ist insbesondere vor dem Hintergrund global zu verstehender, interkulturell wirkender und komplexitätsgesteigerter Herausforderungen im beruflichen wie auch im gesellschaftlichen Kontext angelegt (Scala 2010a, S. 51). Die hehren Ziele sind keine geringeren als die Verschaffung eines Startvorteils für die AbsolventInnen der hiesigen Universität sowie derer der Technischen Universität Graz und der Pädagogischen Hochschule Steiermark beim Eintritt in den Arbeitsmarkt, die Eröffnung des Zugangs zur professionellen und persönlichen Identitätsbildung der Studierenden und durch Setzung von Impulsen die Weiterentwicklung der Lehre im positiven Sinne zu provozieren.
Sascha Ferz, Cristina Lenz

Welchen Wert haben Universitätslehrgänge für TeilnehmerInnen

Empirische Erhebung der Kaufentscheidungsgründe
Zusammenfassung
Viele Universitäten haben Fort- und Weiterbildungseinrichtungen etabliert und betreiben diese in zahlreichen Fällen als eigene Gesellschaften. Dabei wird erwartet, dass diese ihre Kosten durch die Beiträge der TeilnehmerInnen der verschiedenen Lehrveranstaltungen abdecken und in der Bilanz zumindest ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaften. Zur Erreichung dieser Zielsetzung ist es notwendig, attraktive Programme anzubieten.
Otto Krickl

Angewandte wissenschaftliche Weiterbildung im Bereich der klinischen Embryologie

Zusammenfassung
Die „Klinische Embryologie“ zeigt sich als Schmelztopf vieler klinischer und naturwissenschaftlicher Disziplinen, um den Anforderungen einer modernen Kinderwunschbehandlung gerecht zu werden. Im Vergleich zu anderen medizinischen Fachgebieten können die Reproduktionsmedizin und die klinische Embryologie jedoch erst auf eine sehr kurze Geschichte zurückblicken. Alle Entwicklungen wurden durch technische Erfindungen und Erneuerungen getrieben, wobei die Halbwertszeit des erworbenen Wissens nur sehr kurz ist.
Erwin Petek, Thomas Ebner, Michael Schenk, Julian Wenninger

Gesundheits- und Krankenpflege goes Science

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag gibt einen kurzen Einblick in das Spannungsfeld zwischen Traditionen und Professionalisierungstendenzen einer der größten Berufsgruppen im Gesundheitssystem Österreichs. Die Gesundheits- und Krankenpflege steht am Beginn einer Emanzipation und ein Großteil der Berufsangehörigen kämpft seit Jahrzehnten um die Überführung der Grundausbildung von der Sekundarstufe II in den tertiären Ausbildungsbereich. Nachdem dieser Weg bis heute strittig ist, wurde das „Pferd von hinten aufgezäumt“, indem mittlerweile beinahe alle speziellen Qualifizierungen in den unterschiedlichsten Settings der Pflege in Kooperation mit Universitäten angeboten werden.
Karin Pesl-Ulm

Analyse der Fort- und Weiterbildung von LehrerInnen an der Pädagogischen Hochschule Steiermark

Basis für eine qualitätsorientierte Steuerung des hochschulischen Angebotes
Zusammenfassung
Der folgende Beitrag gibt einen Einblick in die Entwicklung, Aufgaben und Ziele der Pädagogischen Hochschulen in Österreich und fokussiert dabei am Beispiel der Pädagogischen Hochschule Steiermark auf den Bereich der Fort- und Weiterbildung. Vorgestellt werden ausgewählte Ergebnisse einer aktuellen Studie, die u. a. zeigen, dass die Teilnahme an Veranstaltungen der Fort- und Weiterbildung überwiegend freiwillig erfolgt, sich die Teilnehmenden im Verlauf der Veranstaltungen zu einem hohen Grad vernetzen und die Veranstaltungen zu Veränderungen der beruflichen Praxis führen. Verbesserungspotenzial wird bei den Vernetzungsaktivitäten und der Multiplikation von Informationen nach Abschluss der Veranstaltung geortet.
Nina Bialowas, Walter Vogel

Backmatter

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