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Über dieses Buch

Dieses Lehrbuch soll Studierenden den Einstieg in die Gebiete der Forensik und Bioinformatik gleichermaßen erleichtern. Anhand eines fiktiven Falls, der sich durch das gesamte Buch zieht, wird die Bioinformatik und deren Grundlagen in das Gebiet der Forensik übertragen. Der Fall deckt eine Vielzahl an biologischen Spuren, sowie deren klassische Analyse ab und definiert neue Handlungsfelder in der Bioinformatik und Forensik.

In diesem Werk werden verschiedenste Bereiche der Forensik bioinformatisch aufbereitet: Genetischer Fingerabdruck: Auswertung auf Sequenz- statt auf Profilebene
Fingerspuren: krankheitsbedingte bzw. genetisch bedingte Veränderungen
Untersuchungen zum Phänotyp einer Person
Grundlegende Erkenntnisse zur Wundheilung sowie zur Blutalterung in- und ex-vivo

Dieses Buch zeigt die Notwendigkeit auf, die Forensik um weitere Wissensbereiche zu ergänzen und gibt Einblicke in eine Vielzahl moderner Themen der Forensik wie zum Beispiel Populationsgenetik; Wundaltersbestimmung, Daktyloskopie oder Menschen ohne Fingerabdruck.Vor allem Studierende aus den Lebenswissenschaften sowie Dozierende ebendieser Fachrichtung, werden durch dieses Lehrbuch spannende Einblicke in topaktuelle Fragestellungen bekommen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Tägliche Fallarbeit und der Mensch als Spurenträger

In dieser Sektion liegt der Schwerpunkt auf den Spuren, die im forensischen Kontext für die Personenidentifikation eine Rolle spielen. In einem Exkurs wird die Personenidentifikation klar von der Authentifizierung getrennt.
Dirk Labudde, Marleen Mohaupt

Kapitel 2. Biologische Spuren – Grundlagen

In diesem Kapitel werden wichtige biologische Sachverhalte, die für das weitere Verständnis unerlässlich sind, aufgezeigt. Zu Beginn der 1990er-Jahre hat die Identifizierung von Personen anhand des genetischen Fingerabdrucks, die Analyse der menschlichen Desoxyribonukleinsäure (Desoxy Ribuncleic Acid, kurz DNA) bzw. Teilen dieser in der Forensik an Bedeutung gewonnen. Der genetische Fingerabdruck gehört zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu den zuverlässigsten und aussagekräftigsten biometrischen Merkmalen.
Dirk Labudde, Marleen Mohaupt

Kapitel 3. Blut und dessen Farbstoffe in der Forensik

Das Blut gilt als Lebenselixier – ein Symbol der fortdauernden Vitalität des menschlichen Körpers. Mephisto, eine der Hauptfiguren von Goethes Faust, erkannte: „Blut ist ein ganz besonderer Saft.“ In der Umgangssprache stehen Wörter wie heißblütig oder blutjung für besonders kraft- und temperamentvolle Menschentypen, während blutarm und ausgeblutet für eine Schwäche bzw. eine lebensvernichtende Wirkung steht. Auch in der Medizin spielt der „rote Saft des Lebens“ eine zentrale Rolle bei der Anamnese, da seine Bestandteile die Überlebensfähigkeit aller Körperzellen sichert und diese zudem vor Krankheitserregern schützt.
Dirk Labudde, Marleen Mohaupt

Kapitel 4. Haut und Anzeichen für Gewalteinwirkung

Im Zusammenhang mit körperlicher Gewalt und deren Klassifizierung im rechtsmedizinischen Umfeld kommt der Begutachtung der Haut und deren Schädigung eine Schlüsselposition zu. So sollte die rechtsmedizinische Begutachtung von Spuren von Gewalteinwirkungen auf den menschlichen Körper hierarchisch von der Makro- zur Detailspur erfolgen. Grundsätzlich sollte eine Wichtung von Spuren vermieden werden, um so eine objektive Falsifikation oder Verifikation der gewählten Ansätze der Gewalteinwirkung zu ermöglichen.
Dirk Labudde, Marleen Mohaupt

Kapitel 5. Bioinformatische Grundlagen

Neben den bisher bereitgestellten biologischen Grundlagen sollten nun die wichtigsten Elemente der Bioinformatik , die im forensischen Kontext eine Rolle spielen, erläutert werden. Wie in Abschn. 1.2.2 bereits erwähnt, nimmt die Rolle der DNA-Analyse und Analytik im Umfeld der Forensik einen immer größeren Stellenwert ein. Wie können die relevanten Abschnitte auf unserem Genom, welche eine entscheidende Rolle in der Forensik spielen, gefunden und interpretiert werden?
Dirk Labudde, Marleen Mohaupt

Kapitel 6. Datenbanken in den Life Sciences und der Forensik

In diesem Kapitel werden relevante Datenbanken der Bioinformatik , die durchaus eine Berechtigung in der Forensik besitzen, vorgestellt und mit Anwendungsbeispielen dem Leser nähergebracht. Dabei wird der Schwerpunkt auf Sequenzdatenbanken und Datenbanken, die Mutationen beinhalten sowie Phänotypen bzw. Krankheitsbilder beschreiben, liegen.
Dirk Labudde, Marleen Mohaupt

Kapitel 7. Fingerabdruck

In diesem Kapitel wird die wohl bekannteste aller Spuren in der Forensik, der individuelle Fingerabdruck , thematisiert. Dabei wird die Entstehung, Analyse und Einteilung des Fingerabdrucks schrittweise erläutert. Die Unveränderlichkeit und damit die enorme Bedeutung für die Forensik wird im Weiteren dargestellt.
Dirk Labudde, Marleen Mohaupt

Kapitel 8. Genetischer Fingerabdruck – Charakteristik und Methoden

Die Analyse des sog. genetischen Fingerabdruckes (auch DNA profiling) entwickelte sich im forensischen Feld während der letzten beiden Dekaden zu einer der sensitivsten und modernsten Analysestrategien zur Beantwortung verschiedener Fragestellungen. Neben den biometrischen Merkmalen des klassischen Fingerabdruckes (Musteranalyse des Papillarlinienmusters) und der Iriserkennung stellt die DNA als Speicher genetischer Informationen eines der verlässlichsten statischen Merkmale einer Person dar. Ähnlich wie bei der Minuziendetektion im Fingerabdruckbild nutzt man bei der DNA-Analyse die Vielgestaltigkeit spezifischer sequenzieller Abschnitte (Polymorphie) aus, um so einen individuellen Abdruck oder ein Profil einer Person auf genetischer Ebene zu erzeugen.
Dirk Labudde, Marleen Mohaupt

Kapitel 9. Fehlende Fingerabdrücke und genetische Defekte

Im Jahr 2007 stellten Peter Itin und Eli Sprecher eine ungewöhnliche Störung der Papillarleisten bei einer jungen Frau fest. Die Schweizerin konnte nicht in die USA einreisen, da bei einem notwendigen Fingerabdruckscan kein Papillarleistenmuster zu erkennen war. Kein Fingerabdruck – wie ist das möglich? Bei der Untersuchung der Patientin konnten sie kaum weitere Symptome erkennen, die mit dieser Störung einhergehen.
Dirk Labudde, Marleen Mohaupt

Backmatter

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