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Über dieses Buch

In kurzer und anschaulicher Weise gibt Thomas Binz einen Überblick über die biologische Sicherheit im Laborbereich. Die wichtigsten Elemente, wie die Zuteilung der Mikroorganismen zu Risikogruppen, die Bewertung der Risiken bei der Erzeugung von genetisch veränderten Mikroorganismen und die Elemente des Laboratoriums, die im Hinblick auf die biologische Sicherheit besonders relevant sind, werden unter Berücksichtigung der europäischen gesetzlichen Grundlagen dargestellt. Aufgrund des hohen Stellenwerts der Risikobewertung wird detailliert auf dieses Verfahren einschließlich anschaulicher Beispiele eingegangen. Das Buch soll nicht nur einen Überblick über die biologische Sicherheit geben, sondern auch zu ihrem Verständnis beitragen.

Der Autor
Dr. Thomas Binz geht einer behördlichen Tätigkeit im Bereich Biologische Sicherheit nach (Bewilligungswesen, Abschätzung biologischer Risiken gentechnisch veränderter Organismen, nationale und internationale Rechtssetzung, Biowaffenkonvention). Er ist in verschiedenen nationalen und internationalen Ausbildungsprogrammen (Schweizerisches Biosafety Curriculum, Europäische Gesellschaft für Biosicherheit) eingebunden und unterrichtet im Rahmen des französischen 'Diplôme universitaire' für Biosicherheit der Universität Lille.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Tätigkeiten in Laboratorien sind, je nach Art der verwendeten Mikroorganismen und dem Zweck der Tätigkeit (Forschung, Diagnostik), mit unterschiedlichen Risiken verbunden. Die biologische Sicherheit befasst sich mit diesen Risiken und den Maßnahmen, die getroffen werden müssen, damit die Bevölkerung und die Umwelt vor möglichen schädlichen Auswirkungen geschützt ist.

Thomas Binz

Kapitel 2. Risikobewertung

Mikroorganismen, die beim Menschen Krankheiten auslösen können, werden in vier verschiedene Risikogruppen eingeteilt. Die Einteilung der Mikroorganismen ist nicht nur von deren Pathogenität abhängig, sondern auch von verschiedenen anderen Eigenschaften. Dazu gehören unter anderem die Virulenz, die Art und Weise der Übertragung, die Abgabe von Toxinen oder Allergenen oder das Wirtsspektrum. Neben den Eigenschaften ist für das Risiko relevant, welche Art der Tätigkeit vorgenommen wird. Dabei spielen zum Beispiel die Konzentration der Mikroorganismen, die verwendeten Kulturvolumina oder die Produktion von Aerosolen eine Rolle.

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Kapitel 3. Biosicherheitsstufe und Maßnahmen

Laboratorien, die mit Mikroorganismen umgehen, werden in vier verschiedene Biosicherheitsstufen eingeteilt. Für alle Sicherheitsstufen gelten allgemeine Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise die gute mikrobiologische Praxis oder geeignete Verfahren zur Dekontamination oder Desinfektion. Neben den allgemeinen Maßnahmen gelten stufenspezifische Sicherheitsmaßnahmen, die mit aufsteigender Stufe in ihrer Anzahl zunehmen. Zu den stufenspezifischen Maßnahmen gehören beispielsweise die Verfügbarkeit einer biologischen Sicherheitswerkbank oder eines Autoklaven zur Inaktivierung von infektiösen Abfällen (Stufe 2, 3 und 4), die Filterung der Abluft durch einen HEPA-Filter (Stufe 3 und 4) oder die Einrichtung einer Schleuse beim Zutritt zum Laboratorium (Stufe 3 und 4). Weitere Maßnahmen betreffen die geeignete Auswahl und Unterhaltung der Laborausrüstung und Geräte oder die Verwendung einer persönlichen Schutzausrüstung.

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Kapitel 4. Biosicherung (Biosecurity)

Die Biosicherung (Biosecurity) befasst sich mit dem Schutz von pathogenen Mikroorganismen vor unzulässigem Zugriff zum Zwecke einer Schädigung der Bevölkerung oder der Umwelt. Die betroffenen Mikroorganismen besitzen meistens ein sehr hohes Potenzial, solche Schädigungen zu verursachen. Damit sie vor Zugriff geschützt werden, sind verschiedene Maßnahmen – wie zum Beispiel die Durchführung einer Bedrohungsanalyse anhand von Szenarien, das Erstellen eines Biosicherungskonzeptes und eine zuverlässige Zutrittskontrolle – geeignet.

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Kapitel 5. Transport von infektiösem Material

Der Transport von Mikroorganismen spielt bei der medizinisch-mikrobiologischen Diagnostik und der Forschung eine wichtige Rolle. Abhängig von den verschiedenen Beförderungswegen (Straße, Bahn, Luft- oder Schifffahrt) bestehen internationale Abkommen sowie nationale Regelungen, die den Transport von infektiösen Stoffen regeln.

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