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01.11.2018 | Biomasse | Infografik | Onlineartikel

Zuwachs bei der Nutzung von Energie aus Klärgas

Autor:
Julia Ehl

Die Energiegewinnung aus Klärgas hat im Jahr 2017 leicht zugenommen. Sowohl Strom als auch Wärme kann aus dem Gas gewonnen werden, um vor allem den eigenen Energiebedarf der Anlage zu decken.


Kläranlagen verbrauchen viel Energie. Wird das Klärgas allerdings zur Energiegewinnung verwendet, kann sich die Bilanz einer Kläranlage deutlich verbessern. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 1.491 Gigawattstunden Strom aus Klärgas gewonnen, meldet das Statistische Bundesamt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung um 2,8 Prozent oder 41 Gigawattstunden.

Klärgas besteht zu rund 66 Prozent aus Methan und fällt bei Anlagen mit Klärschlammfaulung an. Insgesamt gibt es in Deutschland über 10.000 Kläranlagen von denen im Jahr 2017 1.258 Anlagen Klärgas produzierten. 1.094 der Anlagen erzeugen aus dem Gas Strom. Neben der Stromerzeugung wird das Gas auch zur Wärmeerzeugung verwendet und könnte auch über Fernwärmeleitungen an Verbraucher verteilt werden. Allerdings, meldet das Statistische Bundesamt, werden Strom und Wärme meist vor Ort in Blockheizkraftwerken erzeugt und überwiegend in der Kläranlage selbst verbraucht. Bewährt hat sich die Nutzung der Abwärme für die Beheizung der Faultürme.

Insgesamt beträgt der Anteil der Strombereitstellung aus Klärgas bei den Erneuerbaren Energieträgern rund 1 Prozent, gibt das Statistische Bundesamt im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Zahlen zur Gewinnung, Verwendung und Abgabe von Klärgas an.

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