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Über dieses Buch

Wer möchte nicht 20 bis 40 Jahre länger als heute leben ohne Gedächtnisverlust und total fit? Biowissenschaftler prophezeien uns ein heiter-gelassenes Leben in Gesundheit bis ins Alter von 120 Jahren! Wie geht das?

Kann der Goldene Reis Hunderttausende von Kindern vor Erblindung retten? Warum ist grüner Tee das ideale Schlankheitsmittel? Wie erkennt man rechtzeitig einen Herzinfarkt und rettet so sein Leben?

Werden wir bald schon Steaks vom Tyrannosaurus rex aus der Retorte verspeisen? Könnten Mammut-Gene bei der modernen Kryokonservierung von Organen helfen? Haben Insekten eine eigene Weinkelterei im Magen?

69 Biolumnen von Prof. Reinhard Renneberg und Viola Berkling sind als Biotechnologische Leckerbissen mit sehr viel Humor angerichtet und machen als nunmehr drittes Taschenbuch der beiden Autoren Appetit auf modernste, wissensreiche und leichtverdauliche Erkenntnisse.

Der chinesische Cartoonist Ming Fai Chow, der jeden Leckerbissen karikaturistisch garniert hat, meint dazu: “Das Auge isst mit!”

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Der Kaffee und die Insekten

Die Kaffee-Kantate von Thomaskantor Bach aus dem Jahre 1734 schildert humorvoll-ironisch eine Szene aus dem Leben der Leipziger von anno dunnemals: Herr Schlendrian (Bass) versucht mit wütenden Drohungen seiner Tochter Liesgen (Sopran) die Unsitte des täglichen Kaffeetrinkens abzugewöhnen. Erst als er ihr die Erlaubnis zur Heirat in Aussicht stellt, lenkt die eigenwillige Tochter ein. Liesgen lässt aber heimlich verbreiten: Ich akzeptiere nur einen Mann, der mir auch in der Ehe jederzeit das Kaffeetrinken gestattet.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Stammzellen aus der Haut

Der Hongkonger Shaw- Preis gilt als »asiatischer Nobelpreis«. Ian Wilmut, der weltbekannte Schöpfer des Klonschafs

Dolly

, hat bei der Entgegennahme des Shaw-Preises einen Methodenwechsel seiner Forschung angekündigt. In Zukunft will Wilmut auf menschliche Stammzellen aus geklonten Embryonen ganz verzichten. Der Grund für seinen Sinneswandel: Gleich zwei Forschergruppen konnten die ethisch umstrittenen embryonalen Stammzellen durch »normale« Körperzellen ersetzen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Mauern mit Klebereis

Wie ärgerlich! Der Rest Reis, der seit gestern in der Küche steht, ist fest am Topf angebacken. Wie Zement. Der Vergleich scheint bemüht, doch gemach – gerade las ich von Forschungen über den Einsatz von Reis in Mörtel.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Lob der Nadel

Einmal in der Woche gebe ich mir die Nadel. 18 Nadeln verschaffen mir eine Stunde lang totale Entspannung vom Uni-Stress. Dabei versetzt mir die bildhübsche Akupunkturschwester über die Nadeln Stromstöße, die mich wild zucken lassen. Das entspannt aber derart, dass ich neuerdings manchmal dabei sogar einschlafe …

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

23andMe und ich

Spontanes Niesen in der Sonne? Sensibel gegenüber Spargelgeruch im Urin? Steckt alles in unseren Genen! Das lässt sich neuerdings nachweisen. Die US-Firma

23andMe

hat sich diesem Gebiet gewidmet. Zwei Wissenschaftler suchten dort mit Gentests bei 10 000 Kunden nach acht phänotypischen Merkmalen. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Online-Fachblatt

PLoS Genetics

(DOI:10.1371/journal.pgen.1000993).

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Glücksklee gentechnisch?

Als Rinderzüchter mit Abitur lernte ich, dass der Weiß-Klee (

Trifolium repens L.

) eine wichtige Futterpflanze ist. Zuviel davon führe allerdings zu Blähungen beim Rindvieh.

Trifolium

nun bedeutet »dreiblättrig«. Ganz selten hat er auch vier Blätter. Botanisch exakt sind es aber weder drei noch vier Blätter, sondern ein einziges mit vier »Fingern« oder Fiedern.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Dünne Luft und DNA

Nach den Olympischen Spielen in Peking besuchte ich einen chinesischen Kollegen in Shanghai. Der ist sehr stolz auf die chinesischen Erfolge. »Und, wurde viel gedopt?« frage ich. »Ich weiß nur: Der gesamte Schwimm-Komplex simulierte den Sauerstoffgehalt der Luft im Hochgebirge«. »Also sauerstoffarm! Ihr habt wochenlang die roten Blutkörperchen der Sportler gedopt, damit die Sportler bessere Leistungen hatten! «

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Gene für 120-Jährige?

Die meisten Hundertjährigen lebten im sozialistischen Teil des Kaukasus, und ihr Geheimnis sei das Kefir- Trinken, lehrte uns eifrige Thälmann-Pioniere die DDR-Illustrierte

Freie Welt

. Schlichte Vererbung? Nein, »Anpassung, Lebensweise und Erziehung«, versicherte mein Bio-Lehrer. Die Genetik kam erst nach Ende der Lyssenko-Ära in der Sowjetunion wieder zu Ehren.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Wimpern mit Nebenwirkungen

Botox war zuallererst ein obskures Gift aus Bakterien, die Lebensmittel verderben. Die US-Firma Allerga machte es zum Anti-Falten-Blockbuster. Nun will die Firma den Erfolg wiederholen – mit einem Mittel, das längere und dichtere Wimpern verspricht. Wohlgemerkt gewachsen, nicht mit Mascara verstärkt!

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Ferngesteuerte Fadenwürmer?

Ein Horrorfilm? Tausende Würmer krabbeln auf uns zu!

Nature Nanotechnology

berichtet von Fadenwürmern (

Nematoden

), die mit magnetischen Nanopartikeln ferngesteuert werden können. Die sechs Nanometer (6 Milliardstel Meter) kleinen Partikel bestehen aus einer Verbindung von Eisen, Mangan und Sauerstoff und reagieren auf ein Magnetfeld, in dem sie sich erwärmen. Außerdem lagern sie sich nur an bestimmte Proteine in einer Zellmembran an.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Glückliche Labormäuse?

Glückliche Mäuse bekämpfen Krankheiten besser! Das ist die provokative Aussage einer unlängst in der renommierten Zeitschrift

Cell

erschienenen Studie. Dies könnte auch Auswirkungen auf die Wissenschaft insgesamt, insbesondere aber auf die Krebsforschung haben. Und auf die Labortier- Haltung. Zwar gibt es für Tierexperimente neue Richtlinien aus Brüssel, aber die Tierschützer sind damit noch nicht zufrieden.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

In Pilzhäusern wie die Schlümpfe?

Die Schlümpfe, bisher vor allem aus dem Fernsehen bekannt und im nächsten Jahr wohl auch aus dem Kino, hausen in ausgehöhlten Pilzen. Wenn die Kleinen das können, vielleicht taugen Pilze auch dazu, uns Große warm zu halten?

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Stammzellen- Therapie für Bello

»Ich habe meinen alten Hund wieder!« jubelt Mr. Chan. Sophie, eine 11-jährige Collie-Hündin, hatte Entzündungen in Hüft- und Kniegelenken. Die Sprünge ins Auto und wieder hinaus fielen ihr immer schwerer. Entzündungshemmende Medikamente und Schmerzmittel halfen nicht mehr.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Darwins DNA-Reise

Das hätte Charles Darwin gewiss gefreut: Seine epochale Theorie über den Ursprung der Arten, die in der revolutionären Hypothese gipfelte, dass alle Menschen von gemeinsamen Vorfahren abstammen, lässt sich immer besser belegen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Viagra – wissenschaftlich

In meiner Hongkonger Apotheke schiebt mir Herr Wong, der nette chinesische Besitzer, augenzwinkernd ein Tütchen zu: »

Open at home, try!

« (»Zu Hause aufmachen, probieren!«) Was war’s? Chinesisches Viagra! Als Biochemiker hat mich das schon lange interessiert – eines der erfolgreichsten Medikamente der Geschichte.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Bakterien statt Eiben

Unser heutiger Exkurs beginnt an einem Vulkan und führt uns zu Eiben mit ihren giftigen Beeren. Doch wie wir wissen, kann Gift auch heilen. Aber der Reihe nach: Im Mai 1980 brach der Mount St. Helens in den Rocky Mountains aus – einer der stärksten Vulkanausbrüche des 20. Jahrhunderts. Die Wälder am Berg wurden stark geschädigt.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Nadeln gestoppt?

Bei uns im Osten Deutschlands waren Weihnachtsbäume immer ein spezielles Problem. Man munkelte, die edlen Bäume gingen alle in den Export, die »Krücken« aber blieben bei uns. Tannen, heute gern gekauft, sah man sowieso kaum. Und die handelsüblichen Fichten verloren oft schnell ihre Nadeln. Ein anderes Weihnachts-Phänomen waren die kurz vorher auftauchenden Südfrüchte, darunter die begehrten Bananen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Genetischer Über-Code?

Die Bauern aus dem abgelegenen Överkalix (Nordschweden) hatten vor einem Jahrhundert ein extrem hartes, entbehrungsreiches Leben. Das ist in ihrem Fall durch Sterberegister und Statistiken landwirtschaftlicher Erträge und Lebensmittelpreise seit 1890 gut dokumentiert.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Gelman eggs – die Rache

Jeden Samstag gehe ich auf meinen Markt in Hongkong und decke den wöchentlichen Bedarf an Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch. Dort begegne ich regelmäßig Mr. Wong, dem Eiermann.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Kommunismus im Darm

Bekommt man etwa einen roten Kopf, wenn man Tomaten isst? Von den Tomaten-Genen? Diese rhetorische Frage stellen wir in unserem Lehrbuch

Biotechnologie für Einsteiger

– um sie zu verneinen. Heute müssten wir wohl anders formulieren.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Dem Wurm sei Dank

Als Wissenschaftler bin ich an erstaunliche Entdeckungen gewöhnt, diese aber verblüfft selbst mich: Würmer, genauer deren Eier, können Autismus bekämpfen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Onkologe auf vier Beinen

Hunde haben eine Supernase – sie erschnüffeln Substanzen etwa eine Million Mal besser als der Mensch. Genutzt wird diese Fähigkeit bei der Jagd ebenso wie bei der Suche nach Spuren, Drogen oder Sprengstoff.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Der Labormaus- Retter

Eines Abends gehe ich noch mal in mein Hongkonger Labor. Es raschelt in der Ecke. Ich schaue genauer hin: Meine chinesischen Labormäuse haben in ihrem Käfig ein Bild aufgehängt! Das Porträt eines unrasierten Mannes mit wuscheligem Haar und breitem Grinsen: Das ist doch Prof. Stefan Dübel, der kürzlich bei uns einen Vortrag gehalten hat! Treue Biolumnen-Leser kennen ihn bereits. Er ist derzeit Leiter der Biotechnologie an der TU Braunschweig.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Der Apfel im Haus…

Taufliegen sind so etwas wie moderne Labormäuse oder »Versuchskaninchen im Obstkuchen «.

Drosophila melanogaster

, die Schwarzbäuchige Taufliege, ist einer der am besten untersuchten Organismen der Welt.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Stumpfe Wunderwaffe(1)

Am 11. Dezember 1945 geschah etwas Ungewöhnliches: Der frischgebackene Nobelpreisträger Sir Alexander Fleming (1881-1955) warnte am Ende seiner Dankesrede deutlich vor den Risiken seiner eigenen Entdeckung.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Stumpfe Wunderwaffe(2)

Antibiotika-Resistenzen und ihre Ursache waren unser Thema in Teil 1.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Stumpfe Wunderwaffe(3)

Bevor wir den Test für Krankheitserreger erklären, möchten wir noch eine andere Geschichte erzählen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Stumpfe Wunderwaffe (4)

Soll der Arzt einen Bakterien-Infekt mit Antibiotika behandeln oder sind es doch Viren, gegen die diese Mittel gar nicht helfen? Ein Immuno-Schnelltest könnte Ärzten bald bei der Beantwortung dieser Frage helfen. Der Test weist mit Antikörpern das sogenannte C-Reaktive Protein (CRP) nach, einen Stoff, der vom Körper bei bakteriellen Infektionen gebildet wird.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Stinkepilz im Mundwasser

Gary Strobel aus Montana ist Biolumnen-Lesern kein Unbekannter. Seine Leidenschaft gilt den Endophyten: Mikroben, die höhere Pflanzen besiedeln. Seine anfangs belachte Theorie über jene Mikroben besagt, dass diese für sie nützliche Stoffwechselreaktionen von den Wirtspflanzen übernehmen. Mikroben pflegen also nicht nur den zunehmend anerkannten urkommunistischen horizontalen Gentransfer (Biolumne vom 05.02.2011), sondern auch den Austausch »mit höheren Wesen«.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Das »Krieger-Gen«

Ich bin ein friedlicher Mensch. Dachte ich zumindest. Aber ich liebe auch schnelle und klare Entscheidungen. Hongkong ist genau der richtige Platz für mich. Hier werden E-Mails beantwortet, bevor man sie gelesen hat. Deutsche Langsamkeit macht mich echt kribbelig…

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Rinderpest? Ausgerottet!

Als ausgebildeter DDRRinderzüchter lernte ich in der Berufsschule die Schrecken der Rinderpest kennen, theoretisch jedenfalls. Eine wesentlich realere Bedrohung für die LPG-Großvieh-Anlagen war die Maul- und Klauenseuche (MKS).

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Kartöffelchen, Kartoffel …

Von welchen höheren Pflanzen und Tieren kennen wir inzwischen die vollständige Gensequenz? Wenn Sie auf mehr als zehn kommen, sind Sie ein aufmerksamer Bio-Zeitgenosse. Glückwunsch!

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Pilze fürs Herz

Vor rund 5250 Jahren wurde in den Alpen im Ötztal ein Mann ermordet. Gletschereis umhüllte und konservierte ihn. 1991 wurde er nun gefunden und als Ötzi bekannt.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Espresso am Strand

Unser Lieblingskomponist Johann Sebastian Bach (1685-1750) schrieb mit der »Kaffeekantate « eine Liebeserklärung an den Kaffee. Nur zwei Jahre vor Bachs Geburt kam man in Wien im Zuge der Türkenbelagerung auf den Kaffee- Geschmack. Bach veranstaltete mit seinem

Collegium Musicum

wöchentlich Konzerte im Zimmermannschen Kaffeehaus in der Leipziger Katharinenstraße. In dieser Zeit (1734/35) hat er auch seine Kaffeekantate komponiert.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Vitamin C für’s Gedächtnis

Linus Pauling (1901- 1994), für sein wissenschaftliches und politisches Wirken mit dem Chemie- und dem Friedensnobelpreis geehrt, gründete am Ende seines Lebens ein Institut zur Erforschung eines simplen Naturstoffes, des Vitamins C (Ascorbinsäure).

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Patentidee T. rex-Steak?

Was mir persönlich zum vollkommenen Glück in Hongkong fehlt? Nein, nicht etwa meine ehemalige Berliner Akademie-Kollegin Angela … Nein, ganz profan: Bockwurst, Thüringer Rostbratwurst und Rollmops!

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Katzen-AIDS?

Katzen-Immunschwäche (auch »Felines erworbenes Immundefizienzsyndrom «) ist eine häufige virale Infektionskrankheit von Katzen. Von den weltweit 400 Millionen Katzen sind immerhin 44 Millionen (11 Prozent) infiziert. Vor allem betrifft es die streunenden Tiere. Der Erreger ist das Feline Immundefizienz-Virus (FIV) aus der Familie der Retroviren.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Mammut- Frostschutz

Mammuts lebten bekanntlich im kalten Pleistozän. Sie haben unser Überleben in der fürchterlichen Kälte gesichert und sind dafür »netterweise« von uns verspeist und dezimiert worden.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Panda in den Tank!

Das chinesische Nationalsymbol, der immer freundlich lächelnde Pandabär, könnte vielleicht helfen, den steigenden Energiehunger Chinas und der Welt zu stillen. Wie? Nun, der Allesfresser ernährt sich von Bambus, sagenhaften zwölf Kilo pro Tag. Das kann der Pandabär, obwohl er – wie auch wir Menschen – keine Enzyme hat, um dessen Hauptenergieträger Zellulose zu verdauen. Irgend etwas muss er also besser machen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Bluteiweiß aus Reis

Eine halbe Milliarde Tonnen Reis werden 2012 voraussichtlich weltweit geerntet, sagt die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO. Wäre es nicht möglich und ernährungspolitisch vertretbar, mit Reispflanzen auch medizinisch wertvolle Substanzen wie Blutbestandteile oder Wachstumshormone zu produzieren?

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Das Umwelt-Schaf

Beim Klima wird meist vom CO

2

geredet. Doch was ist mit Treibhausgasen wie Methan, Stickoxiden und – nicht zu vergessen – Ozon? Nehmen wir das Methan. Ich frage meine chinesischen Studenten in der letzten Bankreihe, die gerade heimlich Hamburger vertilgen: »Liebe essende Studenten, warum ist eure Leidenschaft für McDonald’s nicht nur schädlich für eure Gesundheit, sondern fördert auch die globale Erwärmung?«

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

DNA-Phantom-Bild

Kann aus der DNA das Alter eines Menschen bestimmt werden?

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Wenn Fett schmeckt

Man sagt, der Geschmack sei der kleine Bruder des Geruchs. Wir können Tausende von Duftstoffen unterscheiden, aber nur wenige grundlegende Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig und bitter. Spezielle Rezeptoren in der Zunge (analytische Eiweiße) liefern die Signale, genau diese vier Geschmäcker zu identifizieren. Doch ist das alles? Nein!

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Scharf, klein und rot

Am Jahresende 2011 ging ein Bild um die Welt: Eine Gruppe frierender junger Demonstranten kauert am Boden. Sie protestieren gegen die Räumung eines

Occupy Wallstreet

-Zeltlagers an der University of California in Davis. Plötzlich erscheint ein Polizist in voller Kampfmontur. In aller Seelenruhe zückt er eine Spraydose, schreitet die Sitzreihe ab und sprüht den Wehrlosen ungerührt Pfefferspray direkt in die Augen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Alle Algen fliegen hoch

Die Hongkonger Fluggesellschaft

Cathay Pacific

will ihre Jets künftig mit Biosprit betanken, aus Finanzgründen. Derzeit entfallen 35 Prozent ihrer Betriebskosten auf Kerosin. Bei einer Beimengung von 50 Prozent Biokerosin käme das 1,4 Milliarden Euro billiger. Deshalb erwägen

Fat Cat

und ihre Tochter

Dragonair

sogar, in die Produktion einzusteigen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Schirm, Charme und Melone

Nach dem Chinesischen Neujahrsfest sind Wassermelonen fast überall in Hongkong ausverkauft.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Das Virus aus dem Labor (1)

Kann uns das drohen? Eine Grippe-Pandemie, ausgelöst durch einen Laborunfall mit einer »aufgerüsteten« Version des Vogelgrippe-Virus H5N1? Die US-Regierung sieht das offenbar so. In einem bisher beispiellosen Schritt hat sie Wissenschaftler aufgefordert, eine Arbeit zum Vogelgrippevirus nicht vollständig zu veröffentlichen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Das Virus aus dem Labor (2)

Sind das irre Wissenschaftler? Was verspricht man sich eigentlich von Experimenten mit dem veränderten H5N1-Virus? Nun, nur so könnte man herausfinden, wie die Übertragung von Tier zu Mensch funktioniert. »Wir könnten uns dann besser schützen«.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Zur Sicherheit Alkohol

Drosophila

-Ehemänner, die beim Alk-Konsum ertappt wurden, könnten sich neuerdings hervorragend herausreden: »Ich besaufe mich nicht, ich desinfiziere mich!« Dabei vertragen die kleinen Fliegen eine ganze Menge Alkohol. Kein Wunder, leben sie doch von vergorenen Früchten.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Muskeln vom Osterhasen?

Muskeln statt Fett – durch Schokolade? Für die gerade bevorstehenden Feiertage eine frohe Botschaft. Solche Neuigkeiten können nur aus den USA, genauer dem fitness-besessenen Kalifornien, kommen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Napoleon und ich …

Seit Anfang 2010 sucht das Schweizer Institut für Herkunftsanalyse iGENEA in einem weltweit angelegten Projekt männliche Nachkommen der Familie Napoleon Bonapartes. Dazu wurden 47 Personen, die nach eigenen Angaben mit Napoleon verwandt sind, auf genetische Gemeinsamkeiten getestet und die DNA einer Haarprobe Napoleons analysiert.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

… die nackten Fakten

Wussten Sie, dass das Internet maßgeblich von nackter Haut angetrieben wird? Seriöse Statistiken belegen das, und einen wissenschaftlichen Hinweis für die Gründe gaben die Finnen Jari Hietanen (Universität Tampere) und Lauri Nummenmaa (Aalto-Universität, Espoo) kürzlich im Fachblatt

PLoS ONE

.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Wo sind die Dicken?

Schon der Beamte bei der Einreise in die USA wiegt wohl fast eine Tonne … Aber in Asien sehe ich nur wenige übergewichtige Menschen. Wie das? Die Lebensweise, das Essen – Biochemie!

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Grüner Tee gegen Fett

Vergessen Sie die einschlägigen teuren

Energy Drinks

in den Kühlregalen der Supermärkte und Tankstellen! Sie enthalten neben Koffein reichlich künstliche Zusätze und Süßungsmittel. Wenn Sie nicht wie ein demolierter

Rockstar

aussehen möchten – fetter Bauch, schlechte Zähne (wegen des Zuckers) – dann zeigen wir Ihnen eine Alternative.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Giftige Schönheit

Fasziniert stehe ich in der Hongkonger

Tung Choi Street

, der stadtbekannten Aquarienstraße, am Schaufenster. Vogel- und Blumenmarkt sind gleich um die Ecke.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Fischiger Nervenkitzel

»Renneberg-

san

, Sie lieben doch Japan! Schon mal ein Essen probiert, das selbst dem japanischen Kaiser verboten ist? Fugu!« Dieser Einladung von Professor Atsuo Tanaka, 1986 mein Chef an der Universität in Kyoto, konnte ich nicht widerstehen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Ohne Moos nüschd los!

EPO ist der breiten Bevölkerung eigentlich nur im Zusammenhang mit Doping bekannt. Wir erinnern uns nur allzu lebhaft an die Negativschlagzeilen. Erst Freude über den Sieg herausragender Athleten, dann Wochen später die ernüchternde Nachricht: mit EPO gedopt, Aberkennung des Titels.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Rennen wie in Afrika

Die Olympischen Spiele stehen kurz bevor: Wetten, dass in London zumindest auf den Langstrecken und beim Marathonlauf Afrikaner die Medaillen gewinnen? Im Alter von neun Jahren sah einer der Autoren im »Rembrandt«-Schwarzweiß- Fernseher seiner Oma die Olympischen Sommerspiele in Rom 1960. Unnachahmlich berichtete der temperamentvolle Heinz-Florian Oertel für den Deutschen Fernsehfunk der DDR über den Marathonlauf. In 2:15:16 Stunden gewann der Äthiopier Abebe Bikila.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Mein TV-Herzinfarkt (1)

Einmal im Leben Filmstar wie George Clooney oder zumindest Richard Gere sein – graue Haare und Charme hab' ich schließlich auch! Ich war nah dran …

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Mein TV-Herzinfarkt (2)

Im ersten Teil wurde beschrieben, wie einer der Autoren eines nachts alle klassischen Symptome eines Herzinfarkts bekommt, sich selbst testet und tatsächlich einen Herzinfarkt feststellt.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Mein TV-Herzinfarkt (3)

Aber was ist nun FABP?

Im Jahre 1991 nach Christi Geburt, im Jahr zwei nach der deutschen Wiedervereingung,wurde der Verfasser als

Ossi

zum Abteilungsleiter an ein Fraunhofer Institut im westlichen Teil unseres Vaterlandes berufen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Mein TV-Herzinfarkt (4)

Doch wie funktioniert nun der Herzinfarkt- Test?

Beim akuten Herzinfarkt bekommt bekanntlich der Herzmuskel keinen Sauerstoff und keine Nährstoffe mehr. Ein Thrombus (Blutpfropfen) blockiert deren Zufuhr. Die erstickenden Herzzellen sondern daraufhin spezielle Eiweiße (Proteine) ab. Wenn diese Proteine massiv im Blut erscheinen, heißt das für uns:

SOS! Herzinfarkt!

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Natürlich grün-gold

Reis ist das Grundnahrungsmittel für zwei Milliarden Menschen. Und für die Ärmsten von ihnen oft das einzige. Damit fehlen ihnen nicht wenige essenzielle Nährstoffe, unter anderem Provitamin A. Auch deshalb leiden weltweit 250 Millionen Kinder im Vorschulalter an Vitamin-A-Mangel.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Das Gewimmel in uns

Kennen Sie als Wirt eigentlich alle Ihre Untermieter? Vermutlich nicht, denn es sind ziemlich viele und sie sind zumeist ruhig. Aber auch hilfsbereit.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Krebs und Krieg

Siddhartha Mukherjee, führender US-Onkologe und Gewinner des Pulitzer- Preises 2011 für sein Krebsbuch »Der König aller Krankheiten«, fragte im Magazin

Newsweek

kürzlich, ob man Steve Jobs hätte retten können. Mukherjee fühlt als Krebsforscher, dass seine Zunft hier versagt hat.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Buch in DNA gespeichert

Gerade hatte ich bei Amazon das neueste Biotechnologie-Buch meines Kollegen George Church bestellt. Mm, das war vielleicht zu früh – es ist nämlich ganz konventionell auf Papier gedruckt. Und der ideensprühende George überraschte mich danach mit einem Hit: Er und sein Team haben genau dieses Buch mit den Bausteinen der Erbsubstanz DNA »abgeschrieben« und auch als DNA gespeichert!

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Winzige Winzer winters

Die Bäckerhefe

Saccharomyces cerevisiae

produziert seit mindestens 9000 Jahren unser aller Brot, aber auch Wein und Bier. Und Alkohol war bekanntlich die »Muttermilch der Zivilisation«: nahrhaft, berauschend und (oft lebensrettend) desinfizierend.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Der Fluch der rauchenden Oma

Auch unverbesserliche Marxisten lesen die Bibel, zumindest sollten sie es tun. Dort findet man im ersten der Zehn Gebote: »… denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter an den Kindern, am dritten und vierten Geschlecht, nachprüft, bei denen, die mich hassen.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling

Bis 120 gesund leben!

Überfüllt! Das Auditorium im Hongkonger

Science Park

platzt aus allen Nähten. Auf dem Podium steht der »Vater von Dolly«, dem Klonschaf: Sir Ian Wilmut, Professor in Edinburgh. Er machte 1996 damit Weltschlagzeilen. Ich darf mich etwas an seiner Seite sonnen. Ian hat nämlich an unserem Buch

Biotechnologie für Einsteiger

mitgewirkt, das gerade in der 4. Auflage erschienen ist und verspricht, ein Weltbestseller zu werden.

Reinhard Renneberg, Viola Berkling
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