Rotorblätter aus Naturfasern sollen Recyclingproblem lösen
- 17.11.2025
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Ein Forschungsteam der HAW Kiel entwickelt Rotorblätter aus Flachs und Holz – als Alternative zu GFK und CFK. Ein Yachtbauer liefert Praxisdaten für die Belastungstests.
Die Rotorblätter von Windkraftanlagen werden zunehmend zum Entsorgungsproblem: Weltweit fallen jedes Jahr zehntausende Tonnen Verbundabfälle an, weil Glas- und Kohlefasermaterialien kaum recycelt werden können. Ein Forschungsteam der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Kiel will das ändern – mit einem Rotorblatt aus Naturfasern.
Das Projekt "Entwicklung von Rotorblättern für Kleinwindanlagen aus Naturmaterialien" untersucht, wie Flachs, Balsaholz oder Paulownia den glasfaserverstärkten Kunststoff ersetzen könnten. Gefördert von der Gesellschaft für Energie- und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) testet das Team um Professor Sten Böhme die Materialien zunächst in Simulationen und Windkanalversuchen.
Prototyp für Kleinwindanlagen
Praxispartner ist die Kieler Nuebold Yachtbau GmbH, die Erfahrung mit Naturfaserverbunden hat. Das Unternehmen fertigt die Rotorblätter in Originalgröße und prüft sie nach DIN-Norm auf Biegung und Belastbarkeit. Ziel ist ein funktionsfähiger Prototyp für Kleinwindanlagen mit einer Rotorfläche unter 200 m².
Das Projekt läuft seit Oktober 2025 und ist bis September 2027 angesetzt. Erste Materialtests laufen bereits im Labor der HAW Kiel, bevor im kommenden Jahr die Windkanalversuche starten sollen.