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Über dieses Buch

Die Einführung von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie stellt unsere Gesellschaft vor völlig neue Herausforderungen. Schon in naher Zukunft werden sämtliche Bestandteile unseres Lebens unter dem Einfluss eines dezentralen Netzwerks stehen. Banken, Unternehmen, sogar Regierungen setzen auf das Potenzial der dezentralen Datenspeicherung. Was aber sind Blockchain und Kryptowährungen und wie sind sie entstanden? Dieses Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die ein tiefes Verständnis für dieses Thema entwickeln möchten, ohne sich dafür mit Formeln oder Programmcode auseinanderzusetzen.

Zur Einführung beleuchtet der Autor die Geschichte des Geldes und zeigt, wie sich die Zukunftswährung Bitcoin dank der innovativen Blockchains entwickeln konnte. Der legendäre Erfinder der ersten Kryptowährung, Satoshi Nakamoto, bleibt zwar bis heute anonym, ist jedoch in der Währung, die er sogar mit seinem Namen geprägt hat, mittlerweile millionenschwer. Detailliert beschreibt der Autor die Ideologie hinter der Technologie und ihre zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten. Neben den berühmten Bitcoins haben inzwischen auch viele weitere Kryptowährungen wie Ethereum entwickelt, die ebenfalls auf der Technologie der Blockchains basiert. Mit der fortschreitenden Evolution des Internets der Dinge ist noch lange kein Ende der Entwicklung in Sicht. Allerdings entstehen bereits die ersten Alternativen zur Blockchain-Technologie, namentlich in Form des IOTA-Netzwerkes, einer Technik, die seit 2015 entwickelt wird und aktuell in der Betaphase steckt.

Mit diesen und vielen weiteren Aspekten liefert das Buch eine spannende Lektüre zu einem der Themen der Zukunft und vermittelt erfahrenen Informatikern, aber auch technikaffinen Laien ein umfassendes Grundlagenwissen über Kryptowährungen und ihre zugrundeliegenden Technologien.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Ein revolutionäres Konzept

Es ist der 31.10.2008, als eine Gruppe Kryptografieinteressierter eine E-Mail erhält. Unterzeichnet ist diese E-Mail von Satoshi Nakamoto – ein bis zu diesem Zeitpunkt vollkommen unbekannter Name, der später als Erfinder des Bitcoins und Erzeuger des Genesis-Blocks in die Geschichte eingehen wird. Nakamoto berichtet über ein neues elektronisches Zahlungssystem, das vollständig auf einem dezentralen System beruht und keine Moderation seitens eines vertrauenswürdigen Dritten erfordert. Mithilfe von Bitcoin, wie Nakamoto seine Währung nennt, soll es von nun an möglich sein, den Transfer einer Währungseinheit direkt von Computer zu Computer, von einer Person zur nächsten zu ermöglichen. Die Anwendung gleicht den Eigenschaften von Bargeld, nur eben in digitaler Form. Die Revolution der digitalen Währung hat begonnen.

Patrick Rosenberger

2. Vom Tausch zur digitalen Münze

Seit es Geld gibt, gilt es als der Inbegriff von Macht. Viel Geld führt zu Reichtum, Reichtum zu Macht. Geld war im Laufe der Geschichte Anlass für Kriege, hat unzählige Menschenleben gekostet und Begehrlichkeiten geweckt. Gleichwohl ist Geld eine der wichtigsten Errungenschaften in der Geschichte der Menschheit. Geld hat uns auf den Mond gebracht. Geld hat viele Vorteile. In Presseberichten über Bitcoin findet man in der Regel Geschichten über das halsbrecherische Auf und Ab der Kryptowährung, über das Darknet, in dem mit Bitcoins bezahlt wird oder von der bis heute erfolglosen Suche nach Satoshi Nakamoto, dem Erfinder von Bitcoin. Nur selten liest man über Bitcoin als eine epochale neue Form von Geld, das einen grundlegenden Wandel des heutigen Bankwesens herbeiführen könnte.

Patrick Rosenberger

3. Zukunftswährung Bitcoin

Das Bitcoin-Konzept beruht auf der Ideologie der Cypherpunk-Bewegung. Bereits in den 90ern entstanden so erste Ansätze eines dezentralen Systems, über das Werte anonym und verschlüsselt zwischen Teilnehmern transferiert werden konnten. Als Nakamoto schließlich Bitcoin erfand, spielte die Dezentralisierung auch in seinem Konzept eine entscheidende Rolle. Im Falle von Bitcoin bedeutet Dezentralisierung, dass alle, die sich die Bitcoin-Software herunterladen, damit zu einem Teil des Bitcoin-Ökosystems werden. Je mehr Leute sich beteiligen, desto sicherer funktioniert dieses System. Für Händler sind die Vorteile, Bitcoins als Zahlungsmittel zu akzeptieren, zumindest in der Theorie recht eindeutig. Zahlungen erfolgen schnell, günstig und sind vom Käufer nicht stornierbar. Doch woher kommt dieses überschwängliche Interesse, das Menschen scheinbar willenlos jeden Preis für Bitcoins zahlen lässt? Und wie kommt ein solcher Preis überhaupt zustande?

Patrick Rosenberger

4. Satoshi Nakamto

Wer verbirgt sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto? Bis heute ist noch immer unklar, wer oder welche Gruppe sich hinter dem Erfinder von Bitcoin und Blockchain verbirgt. Fest steht nur eines: Wer auch immer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, muss eine überdurchschnittlich hohe Begabung im Bereich der Programmierung und Kryptologie haben und dazu ein tiefes ökonomisches Wissen. Ist Satoshi Nakamoto ein genialer Erfinder, der seine Schöpfung der Welt als Nachlass zur Verfügung stellen wollte? Oder ist Satoshi Nakamoto ein gewiefter Gauner, der Bitcoin erschuf, um sich selbst zu bereichern?

Patrick Rosenberger

5. Bitcoins dunkle Seite

Bitcoin erlaubt Transaktionen ohne die Beteiligung von Banken oder anderen Finanzorganisationen. Versender und Empfänger bleiben damit weitestgehend anonym. Diese Tatsache beflügelt von Beginn an die Fantasie Krimineller jedweder Couleur, die Bitcoin nutzen, um ihre Geschäfte abzuwickeln. Eine Einschätzung, die auch eine Studie der amerikanischen Drogenvollzugsbehörde DEA unterstreicht. Demnach hat sich der internationale Handel 2017 auf Kryptowährungen umgestellt. Schuld am schlechten Ruf von Bitcoin ist eine Geschichte, die 2011 begann und in den folgenden Jahren Fahnder und Öffentlichkeit gleichermaßen beschäftigte. Über Silk Road konnten Drogen bestellt und sogar Mordaufträge in Auftrag gegeben werden. Der Betreiber wurde in einem medienwirksamen Prozess zu einer mehrfach lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Patrick Rosenberger

6. Alternative Kryptowährungen

Der Begriff Kryptowährung an sich hat schon etwas Mystisches. Das Kofferwort aus „Kryptografie“ und „Währung“ soll letztlich nichts anderes suggerieren, als dass zur Erschaffung der Währung das Prinzip der Verschlüsselung angewandt wird. Außerdem beruhen Kryptowährungen in nahezu allen Fällen auf einem dezentralen System zur Verwaltung der digitalen Münzen. Heute gibt es längst mehr als tausend der digitalen Währungen. Tendenz steigend. Der überwiegende Teil beruht dabei auf der technischen Basis von Bitcoin oder der Ethereum-Blockchain. Nahezu alle der sogenannten Altcoins werben mit einer Verbesserung des Bitcoin-Konzepts, einige gehen sogar darüber hinaus. Aber: Die meisten der Kryptowährungen sehen sich selbst gar nicht als Währung. Vielmehr dienen sie der Finanzierung eines Unternehmens oder stellen eine Unternehmensbeteiligung ähnlich einer Aktie dar.

Patrick Rosenberger

7. Innovationstreiber Blockchain

Erstmals aufgetaucht ist die Begrifflichkeit als Technologie hinter der Kryptowährung Bitcoin. Hier funktioniert die Blockchain wie ein digitales Journal, in dem alle Transaktionen verzeichnet werden. Die Technologie hat das Potenzial, die nächste Evolutionsstufe des Internets einzuleiten. Denn die Blockchain bietet die Möglichkeit, über sogenannte Smart Contracts z. B. Besitzansprüche fälschungssicher zu hinterlegen und diese vor ungewollter Manipulation zu schützen. Auf der Grundlage der Blockchain lassen sich neue Applikationen entwickeln und komplett neue Ökosysteme begründen. Nahezu jede Großbank tüftelt aktuell an Blockchain-Produkten. Ganze Berufszweige werden so überflüssig und neue werden geschaffen. Ob es so kommt, das wird sich zeigen. Wir stehen erst am Anfang. Doch für wen ist die Blockchain tatsächlich geeignet?

Patrick Rosenberger

8. Die Blockchain kann die Welt verändern

Etwa zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einer Bank. Teile Afrikas, Südamerikas, Indiens – riesige Gebiete ohne Bank. Diese Menschen sind dadurch von der modernen Welt abgeschnitten, können ihr Erspartes nicht zur Bank bringen, Sparkonten eröffnen oder mit Kreditkarten bezahlen. Sie können sich volkswirtschaftlich nicht entwickeln. Handel wird klein und nahezu ausschließlich lokal betrieben. Für Banken ist die Kontoführung hier einfach unwirtschaftlich. Mithilfe der Blockchain könnten diese Menschen am internationalen Zahlungssystem teilnehmen, auch ohne Bank. Auch die Entwicklungshilfe kann durch die Blockchain optimiert werden. Durch sie werden keine Mittelsmänner benötigt, die für ihre Dienstleistungen Geld verlangen oder in die eigene Tasche wirtschaften. So kommt am Ende der Kette einfach mehr an.

Patrick Rosenberger

9. Eine Ideologie wird Wirklichkeit

Der Hype um die Bitcoin wächst derzeit von Tag zu Tag. Die Medien erkennen Bitcoin als ein System, das frei von jeglicher Regulierung ist und somit keine Bank benötigt. Zudem ist die Blockchain frei von Korruption oder Manipulation. Doch all diese Vorzüge, die die virtuelle Währung schnell und fälschungssicher machen, scheinen bedeutungslos gegen die Tatsache, dass Bitcoin das Potenzial hat, schnelles Geld zu bringen. Das lockt Spekulanten auf den Plan. Bitcoin hat eine neue Generation von Superreichen erschaffen. Doch diese Vermögenskonzentration passt nicht zur Ideologie von Bitcoin. Wenn Reichtum und Einfluss sich auf eine kleine Gruppe konzentrieren, entsteht kein gesellschaftliches Vertrauen, sondern Misstrauen und Neid. Die großen Leitwährungen sind diesbezüglich gesellschaftlich akzeptiert und müssen niemanden mehr von sich überzeugen. Die Zukunft wird zeigen, ob Bitcoin es ihnen gleichtun kann.

Patrick Rosenberger

10. Die Zukunft ist heute

Die Einführung von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie stellt uns vor völlig neue Herausforderungen. Schon in naher Zukunft werden sämtliche Bestandteile unseres Lebens unter dem Einfluss eines dezentralen Netzwerks stehen. Dies ändert die Art, wie wir Zahlungen abwickeln oder Verträge schließen grundlegend. Viele traditionelle Berufe werden infrage gestellt, andere müssen sich neu erfinden. Neue Berufsbilder entstehen, andere werden abgelöst. Risikokapitalgeber fördern scheinbar blind nahezu jedes Projekt, das sich nur ansatzweise mit der Thematik auseinandersetzt. Das Thema hat das Potential, das neue Internet zu werden. Auch die Begrifflichkeit des Smart Contract, des „klugen Vertrags“ ist neu und liefert noch lange keine Rechtssicherheit. Denn wo die Anhänger der Technologie mit Programmcode Rechtswirkung entfalten möchten, treibt es Juristen die Sorgenfalten ins Gesicht. Denn die Ideologie hinter Smart Contracts steht im Konflikt mit der Gesetzeslage.

Patrick Rosenberger

11. Tod einer Ideologie?

Nur wenige Jahre nach Erfindung der Kryptowährung, ist Bitcoin weit weg von der ursprünglichen Ideologie. Bitcoin ist zu einem Spekulationsobjekt verkommen. Man entscheidet sich nicht aus ideologischer Überzeugung für Bitcoin oder weil man damit bezahlen kann. Man entscheidet sich für Bitcoin, weil man davon profitieren möchte. Solange der Kurs tendenziell nach oben zeigt, halten die Besitzer die Bitcoins auf ihren Konten, statt sie auszugeben. Warum sollte man auch heute mit Bitcoins bezahlen, wenn diese morgen bereits mehr wert sind? Macht sich Bitcoin durch das Prinzip der künstlichen Verknappung am Ende als Zahlungsmittel selbst überflüssig? Außerdem kommt Bitcoin schon heute nicht mehr ohne zentrale Marktplätze aus. Wenn Bitcoin seine größte Stärke aus einem dezentralen Netzwerk zieht, warum muss man dann zunächst zentralisieren, um dann wieder zu dezentralisieren?

Patrick Rosenberger

12. Ausblick

Die Blockchain wird Einzug in unseren Alltag halten, um von nun an in vielen Bereichen unseres Lebens Standard zu sein. Doch ihr großer Auftritt kommt wohl erst in einigen Jahren, wenn eine rechtliche Grundlage dafür sorgt, dass „echte“ Smart Contracts angewendet werden können. Denken wir dabei an Lizensierungen und die Ausschüttung der entsprechenden Lizenzgebühren bei Autoren, Musikern oder im Bereich von Software. In welche Richtung sich der Bitcoin entwickeln wird, ist dagegen gänzlich ungewiss. Ob der Kurs steigt oder fällt oder Bitcoin gar vollkommen vom Kryptomarkt verschwindet, das weiß derzeit niemand. Fakt ist: Die Instabilität des Preises macht ihn als Zahlungsmittel vollkommen unbrauchbar. Vermutlich wird die erste Welle der Kryptowährungen ihren eigenen Erfolg langfristig nicht überleben. Doch die zweite kommt bestimmt: reguliert, technisch ausgereift und nutzerfreundlich.

Patrick Rosenberger
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