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Über dieses Buch

Anna Kaitinnis untersucht unter Heranziehung transformationstheoretischer Ansätze Zusammenhänge zwischen auswärtiger Kulturarbeit und externer Demokratieförderung am Beispiel des Goethe-Instituts in Argentinien (1982-1989) und Chile (1988-1994). Von ihren Erkenntnissen leitet sie konkrete Handlungsempfehlungen für die auswärtige Kulturarbeit des Goethe-Instituts in Ländern ab, die sich in einem Demokratisierungsprozess befinden. Diese Empfehlungen sind ebenfalls für andere Akteure auswärtiger Kulturarbeit wie auch für zukünftige Konzeptionen einer Auswärtigen Kulturpolitik gewinnbringend.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

„Alle Zweigstellen [des Goethe-Instituts] – insbesondere jedoch die in Buenos Aires als größte der Region und eine der größten weltweit – waren in der Zeit der Militärherrschaft von argentinischer Seite als Forum kritischer Geister von besonderer Bedeutung. Die Bereitschaft zur umfassenden, auch kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Problemen am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland machte sie zu einem weithin geschätzten Ort des freien Meinungsaustausches.“ (PA AA, B 97 - EA, Bd. 709)
Anna Kaitinnis

Kapitel 2. Zur Konzeption der Arbeit des Goethe-Instituts im Ausland. Ziele, Aufgaben und ihre Umsetzung

Die Kulturarbeit des Goethe-Instituts in Argentinien und Chile bzw. im Ausland allgemein erfolgte auf Basis vorgegebener konzeptioneller Grundlagen. Wichtige Dokumente waren in diesem Zusammenhang zum einen die ‚Leitlinien für die Arbeit des Goethe-Instituts im Ausland‘ mit Fokus auf die kulturelle Programmarbeit, Spracharbeit und Bibliothek/Mediothek sowie zum anderen der sogenannte ‚Rahmenvertrag‘ mit dem Auswärtigen Amt. Die Unterzeichnung des Rahmenvertrags erfolgte als Reaktion auf die folgenden vorangegangenen Entwicklungen: Nachdem sich die Arbeit des Goethe-Instituts zunächst auf den Sprachlehrbetrieb konzentriert hatte, kam mit der Angliederung aller bundeseigenen Kulturinstitute an das Goethe-Institut ab 1959/60 die Gestaltung eines Kulturprogramms hinzu (vgl. Goethe-Institut e.V. o. J.).
Anna Kaitinnis

Kapitel 3. Das Goethe-Institut als Mittlerorganisation der AKP. Eine Verortung im Rahmen innenpolitischer, außenpolitischer und außenkulturpolitischer Entwicklungen

„Die Freiheit der Mittler ist zwar groß, aber doppelt begrenzt – zum einen durch ihren außenpolitischen Auftrag, zum anderen durch ihre überwiegende Finanzierung aus dem Bundeshaushalt. Für beides ist das Auswärtige Amt verantwortlich. Es ist daher in den Leistungsgremien der großen Organisationen vertreten. Es setzt in den jährlichen Bescheiden, mit denen Bundesgelder den einzelnen Empfängern zugewendet werden, die Zweckbestimmungen so fest, wie sie sich aus dem Bundeshaushalt, also durch Parlamentsbeschluß ergeben. Nicht zuletzt ist es Partner des Rahmenvertrags mit dem Goethe-Institut von 1976 […]. Da bleiben Spannungen nicht aus.“ (Witte 1988e: 18f.)
Anna Kaitinnis

Kapitel 4. Zum theoretischen Bezugsrahmen für die Untersuchung möglicher Zusammenhänge zwischen der auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts und externer Demokratieförderung im Rahmen von Demokratisierungsprozessen

Den vorangegangenen Ausführungen nach bedarf es einer Analyse der auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts in Argentinien und Chile, um die leitende Untersuchungsfrage dieser Arbeit beantworten zu können. Dafür muss allerdings zunächst der theoretische Bezugsrahmen dargelegt werden. Hierbei kann auf Erkenntnisse aus der Transformationsforschung und der Erforschung von externer Demokratieförderung zurückgegriffen werden. Nachstehend soll zunächst auf den Ablauf von Demokratisierungsprozessen sowie anschließend auf die Handlungsfelder, Instrumente, Maßnahmen und Fragen des Timings der externen Unterstützung von Demokratisierung eingegangen werden.
Anna Kaitinnis

Kapitel 5. Zu den Rahmenbedingungen der auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts in Argentinien

Die gewonnenen Erkenntnisse des vorangegangenen Kapitels sollen nun auf Argentinien angewendet werden. In einem ersten Schritt wird zur Vermittlung eines besseren Verständnisses für den Kontext der Demokratisierung Argentiniens zunächst kurz auf Hintergründe des Militärputsches von 1976 eingegangen, um anschließend Ziele und Maßnahmen des Militärregimes zu erläutern. Ein Fokus liegt hierbei auf dem Kultur- und Bildungssektor, weil diese – einschließlich ihrer Akteure – wichtige Zielbereiche der auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts darstellten.
Anna Kaitinnis

Kapitel 6. Die Praxis vor Ort. Zur auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts während des Demokratisierungsprozesses in Argentinien

In diesem Kapitel soll auf die auswärtige Kulturarbeit des Goethe-Instituts in Argentinien eingegangen werden. Ziel ist es, eine Antwort auf die Frage zu erhalten, ob es dem dortigen Goethe-Institut möglich war, eine Rolle im Rahmen externer Demokratieförderung einzunehmen. Unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der vorangegangenen Kapitel werden im Folgenden die verschiedenen Arbeitsbereiche der Mittlerorganisation beleuchtet.
Anna Kaitinnis

Kapitel 7. Zu den Rahmenbedingungen der auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts in Chile

Ebenso wie bei der Untersuchung der Rahmenbedingungen der auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts in Argentinien sollen die gewonnenen Erkenntnisse des vierten Kapitels auf Chile angewendet werden. In einem ersten Schritt wird zur Vermittlung eines besseren Verständnisses für den Kontext der Demokratisierung Chiles zunächst auf die Hintergründe des Bruches mit der langen demokratischen Tradition und den Militärputsch von 1973 eingegangen, um anschließend Ziele und Maßnahmen der Militärjunta bzw. Pinochets zu erläutern. Wie sich im Folgenden zeigen wird, hatte die Militärdiktatur in Chile nachhaltige Auswirkungen auf den Kultur- und Bildungssektor.
Anna Kaitinnis

Kapitel 8. Die Praxis vor Ort. Zur auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts während des Demokratisierungsprozesses in Chile

In diesem Kapitel wird auf die auswärtige Kulturarbeit des Goethe-Instituts in Chile während des Demokratisierungsprozesses eingegangen. Ziel ist es, eine Antwort auf die Frage zu erhalten, ob es dem dortigen Goethe-Institut möglich war, eine Rolle im Rahmen externer Demokratieförderung einzunehmen. Unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der vorangegangenen Kapitel werden im Folgenden die verschiedenen Arbeitsbereiche der Mittlerorganisation beleuchtet.
Anna Kaitinnis

Kapitel 9. Das Goethe-Institut als Akteur externer Demokratieförderung. Fazit und Ausblick

In der vorliegenden Arbeit wurde der leitenden Untersuchungsfrage nachgegangen, ob das Goethe-Institut in Argentinien und Chile eine Rolle im Rahmen externer Demokratieförderung einnehmen konnte. Dazu war es notwendig, zwischen AKP als konzeptionelle Politikebene und auswärtiger Kulturarbeit als praktische Akteursebene zu unterscheiden. Zur Beantwortung der leitenden Untersuchungsfrage musste, nach der Darstellung von Zusammenhängen zwischen innen- und außenpolitischen sowie außenkulturpolitischen Entwicklungen der BRD und den Aufgaben und Zielen des Goethe-Instituts sowie deren Umsetzung, der theoretische Bezugsrahmen für die Identifizierung möglicher Zusammenhänge zwischen der auswärtigen Kulturarbeit des Goethe-Instituts und externer Demokratieförderung während der Demokratisierungsprozesse Argentiniens und Chiles dargelegt werden.
Anna Kaitinnis

Backmatter

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