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01.10.2015 | Ausgabe 11/2015

Bankmagazin 11/2015

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Die durchschnittlichen Kosten der Regulierung liegen bei kleinen und mittleren genossenschaftlichen Banken um ein Vielfaches höher als bei großen Instituten. Das haben Wissenschaftler der Goethe-Universität in Frankfurt am Main in einem Gutachten im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) festgestellt. Für die Studie wurden die mehr als 1.000 Primärbanken der genossenschaftlichen Finanzgruppe berücksichtigt und die regulatorischen Kosten von mehr als 500 Instituten analysiert. Einen Grund für die überproportionale Belastung kleiner Geldhäuser sehen die Experten darin, dass es diesen Instituten schwerer fällt, regulatorische Vorgaben kostengünstig umzusetzen. Es fehlen entsprechende Strukturen in den Häusern und Möglichkeiten zur Anpassung, schreibt der BVR. Die Regulierung bindet laut Gutachten einen erheblichen Anteil der Arbeitszeit des Vorstands und bewirkt, dass sich der Fokus der Aktivitäten weg vom Kunden verlagert. Weitere Folgen in kleinen und mittleren Banken sind Mehrarbeit für die Mitarbeiter und ein steigender Fusionsdruck. Unabhängig von ihrer Größe rechnen über 80 Prozent der Geldhäuser damit, dass im Meldewesen auch weiterhin der höchste Kostendruck liegen wird. Am stärksten betroffen von den Ausgaben im Meldewesen sind Banken mit einer Bilanzsumme unter 250 Millionen Euro. Größere Kreditinstitute ächzen hingegen eher unter den wachsenden Regulierungskosten im Anlegerschutz. Bei sehr kleinen Geldhäusern mit einer Bilanzsumme unter 50 Millionen Euro übersteigen die Aufwendungen für die Dokumentationen im Anlagegeschäft sogar dessen Rohertrag. Die jährlichen Gesamtkosten für zusätzliche Informations- und Dokumentationspflichten im Rahmen des Anlegerschutzes beziffert der BVR über alle betrachteten Genossenschaftsbanken hinweg auf rund 100 Millionen Euro. Ziel des Verbands ist, die Politik mit dem Gutachten „wachzurütteln“ und für die Zielgenauigkeit der Regulierung zu sensibilisieren. ...

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