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Über dieses Buch

Kirchen und Klöster bedürfen des Brandschutzes, weil viele Menschen sich darin versammeln, weil sie Kulturgüter, auch von höchster Bedeutung, beherbergen und weil sie immer wieder von Bränden heimgesucht werden. Dabei muss der Brandschutz in Kirchen und Klöstern maßvoll und vor allem denkmalverträglich sein. Dieses Fachbuch zeigt Regeln und Vorgehensweisen auf, wie bei der Wahl und Entscheidung entsprechender Brandschutzmaßnahmen betrieblicher, technischer und baulicher Art vorzugehen ist. Das Buch ist ein Plädoyer für den Brandschutz in Kirchen und Klöstern und soll Kirchenvorständen, Klostervorstehern, Architekten, Denkmalpflegern, Baubehörden, Feuerwehren und Brandschutzplanern helfen, die Brandgefahren in Kirchen und Klöstern schneller und effektiver zu erkennen, um entsprechende vorbeugende Brandschutzmaßnahmen einleiten zu können.
Viele Beispiele zu Kirchen- und Klosterbränden sowie brandschutztechnisch ertüchtigten Kirchen und Klöstern runden das Werk ab.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Kirchen und Klöster in Deutschland

Zusammenfassung
Deutschland ist ein religiös und weltanschaulich vielfältiges Land. Religiöse Zugehörigkeiten haben sich in Deutschland jedoch im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verändert. Zum einen ist seit dem Ende des 2. Weltkriegs der Anteil nichtchristlicher Religionsgemeinschaften gestiegen. Stark gewachsen ist aber insbesondere die Gruppe der konfessionell nicht gebundenen. Im Jahr 1950 lag in der BRD und der DDR zusammengenommen der Anteil derer, die einer nichtchristlichen oder keiner Religionsgemeinschaft angehörten, noch unter 5 % der Bevölkerung. Mittlerweile ist etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland ohne Konfession und etwa ein Zehntel bekennt sich zu einer nichtchristlichen Religionsgemeinschaft (Abb. 1.1).
Sylwester Kabat

2. Brandschutz

Zusammenfassung
Dieser Satz eines Weihegebets aus dem 3. Jh. lässt sich wohl auch auf die Pflicht der Kirchengemeinden und Klostergemeinschaften, insbesondere der Pfarrer und Klostervorsteher, auf die Sicherheit der Kirchen gegen Feuer beziehen. Das bedeutet nach dem heutigen Sprachgebrauch – für den Brandschutz zu sorgen.
Sylwester Kabat

3. Kirchen

Zusammenfassung
Das was wir heute unter Kirche als Kirchenbau verstehen ist ein kunst- und planvoll gestaltetes Gebäude zur Feier des christlichen Gottesdienstes. Die religiösen Handlungen, die in einem Kirchenbau stattfinden, werden nach einer bestimmten Ordnung, Liturgie genannt, vorgenommen. Die Liturgie bestimmt auch die Gestaltung des Kirchenraumes. Das Christentum hat den Namen Kirche aus dem antiken Griechenland für die Versammlung ekklesia auch für den Versammlungsort gebraucht, so dass wir auch heute mit dem Wort Kirche beides meinen, die Institution und das Haus.
Sylwester Kabat

4. Klöster

Zusammenfassung
In der Bibel ist an keiner Stelle die Rede von Klöstern. Ab dem 4. Jh. zogen sich einige Christen in Ägypten, Palästina, Syrien und Kleinasien in die Wüste zurück, um zu beten und Askese zu üben. Sie wollten so besser der Nachfolgeforderung Jesu entsprechen und in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam leben. Sie lebten zunächst allein und einsam als Eremiten. Als Vater dieser Eremitenbewegung gilt Antonius (um 250–356). Bald bildeten sich Gemeinschaften der Eremiten, die unter einheitlicher Leitung klösterliche Siedlungen bauten. Als Begründer des ägyptischen Mönchtums gilt Pachomius (um 290–346), der um 320 das erste Kloster gründete. In der zweiten Hälfte des 4. Jhs. war Basilius der Große von Caesarea (330–379) tätig, von dem auch Mönchregeln stammen, denen heute noch das östliche christlich-orthodoxe bzw. orientalische Mönchtum folgt. Ende des 4. Jhs. verfasste die erste abendländische Mönchregel Augustinus (354–430). Bis heute gilt die Augustinerregel in mehreren Orden und Gemeinschaften. Ende des 4. Jhs. entstanden auch die ersten Klöster im heutigen Europa.
Sylwester Kabat

5. Schlussbemerkungen. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Kirchen und Klöster verzeichnen heute einen starken Rückgang an Gottesdienstbesuchern; Pfarr- und Kirchengemeinden werden aufgelöst und zu größeren Einheiten zusammengeschlossen. Klöster, auch sehr bekannte und beliebte, müssen wegen ausbleibendem Nachwuchs aufgelöst werden. Andererseits suchen heute immer mehr Menschen nach einer Rückzugsmöglichkeit in Form eines Aufenthaltes in einem Kloster. Es stehen in Deutschland fast 50.000 Kirchen und fast 2.000 christliche Klöster; Brände in Kirchen sind keine Seltenheit und auch in Klöstern nicht auszuschließen. Auf Grund der intensiven Nutzung und hoher kunstgeschichtlicher Werte sind Kirchen und Klöster hoch brandgefährdet. Die meist großen Baukomplexe, aber auch die kleinen Dorfkirchen, sollten brandschutztechnisch beurteilt und ertüchtigt werden. Besonders zu schützenden Räumen und Bereiche wie auch Klosterbetriebe mit erhöhter Brandgefahr sind brandschutztechnisch voneinander zu trennen.
Sylwester Kabat

Backmatter

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