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09.08.2018 | Brennstoffzelle | Nachricht | Onlineartikel

Brennstoffzellen-Modul macht Lastenräder fit für den Alltag

Autor:
Christiane Köllner

DLR-Forscher haben ein Brennstoffzellenmodul speziell für Lastenräder entwickelt. Ziel ist es, schneller und flexibler als Pkw oder Transporter sowie emissionsfrei und leise unterwegs zu sein.

Mit dem Fuel Cell Power Pack (FCPP) hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein neuartiges Brennstoffzellenmodul entwickelt, das Lastenräder fit für den kommerziellen Alltagseinsatz machen soll. Laut den DLR-Forschern ermöglicht es eine höhere Reichweite und doppelte Lebensdauer bei vergleichbaren Kosten gegenüber rein batteriebetriebenen Systemen. Im Zuge einer Ausgründung wollen die Wissenschaftler diese Technologie und ein passendes Logistikonzept bereitstellen.

Das Konzept basiert auf einem hybridisierten Antriebssystem: Das Fuel Cell Power Pack kombiniert eine Brennstoffzelle mit einer kleinen Lithium-Ionen-Batterie. Die Brennstoffzelle ist auf eine Dauerleistung von 300 bis 500 Watt ausgelegt und kann die Batterie, die bei Spitzenlasten wie zum Beispiel Beschleunigungsvorgängen zugeschaltet wird, während der Fahrt und in Pausen wieder aufladen. Das schnelle Befüllen des Wasserstofftanks ermögliche einen ganztägigen Betrieb in mehreren Schichten, zeitaufwändige Ladezeiten und Batteriewechsel entfielen, erläutern die Forscher die Vorteile des Fuel Cell Power Packs. Ein ebenfalls am DLR entwickeltes Kaltstartmodul soll für zuverlässigen Winterbetrieb sorgen. Es arbeitet auf Basis von Metallhydriden und heizt das Brennstoffzellensystem vor, ohne ihm Energie zu entnehmen und damit die Reichweite zu verringern. Aufgrund seines modularen Aufbaus soll sich das Fuel Cell Power Pack leicht in bestehende Fahrradkonzepte integrieren lassen.

Einsetzbar auf der letzten Meile

"Der Anwendungsfokus liegt auf der sogenannten letzten Meile, also der Strecke zwischen Verteilzentren und Kunden. Diese gewinnt durch den zunehmenden Online-Handel stark an Bedeutung, denn immer mehr kleine Sendungen müssen immer schneller an dezentrale Empfänger verteilt werden", beschreibt Dr. Christian Rudolph vom DLR-Institut für Verkehrsforschung in Berlin. Der Wirtschaftsverkehr verursache bis zu 50 Prozent der straßenverkehrsbedingten Emissionen in europäischen Städten. Den DLR-Forschungsarbeiten zufolge könnten elektrisch angetriebene Lastenräder für die Hälfte aller Dokumenten- und Paketsendungen auf der letzten Meile genutzt werden. "Bestehende Konzepte erfüllen nicht die Anforderungen der Logistikindustrie hinsichtlich Reichweite, Lebensdauer und Winterbetrieb. Hier sehen wir das Alleinstellungsmerkmal unseres Ansatzes", so DLR-Wissenschaftler Rudolph weiter.

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