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Daimler und Volvo fordern Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur

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Daimler und Volvo wollen wasserstoffbasierte Brennstoffzellen in Fernverkehrs-Lkw einsetzen. Für den Erfolg des nun gestarteten Joint Ventures Cellcentric sehen die Unternehmen auch die Politik in der Pflicht.

Das Twin-Brennstoffzellensystem von Cellcentric für schwere Lkw


Das Joint Venture Cellcentric wurde am 1. März 2021 von der Daimler Truck AG und der Volvo Group gegründet. Die Unternehmen planen, in etwa drei Jahren mit der Kundenerprobung von Brennstoffzellen-Lkw zu starten und in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts die Serienproduktion aufzunehmen. "Elektrische Lkw mit wasserstoffbasiertem Brennstoffzellenantrieb werden eine Schlüsseltechnologie für den CO2-neutralen Transport der Zukunft sein", so Martin Daum, Vorsitzender des Vorstands der Daimler Truck AG und Mitglied des Vorstands der Daimler AG. Eine Standortentscheidung zur Großserienproduktion soll 2022 bekannt gegeben werden. 

Im Zuge der Transformation von Mobilität und Transport fordern die großen Lkw-Hersteller Europas den Aufbau von rund 300 Hochleistungs-Wasserstofftankstellen für schwere Nutzfahrzeuge bis 2025. Dazu gehören auch die Daimler Truck AG und die Volvo Group. Zudem sollten demnach rund 1.000 Wasserstoff-Tankstellen bis spätestens 2030 in Europa entstehen. "Es bedarf einer breiteren Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, um die notwendige Technologie und Infrastruktur zu entwickeln. Deshalb fordern wir ein gemeinsames Vorgehen von politischen Entscheidungsträgern und Regierungen auf der ganzen Welt, um die wasserstoffbasierte Brennstoffzellentechnologie zum Erfolg zu führen", sagt Martin Lundstedt, CEO der Volvo Group.

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Brennstoffzellenantrieb für Nutzfahrzeuge

  • Titelthema

Die Brennstoffzelle rückt zunehmend in das Interesse der Nutzfahrzeugentwicklung, da sie bei zentralen Anforderungen wie Reichweite und Ladezeit erhebliche Vorteile gegenüber batterieelektrischen Antrieben bietet. Um der Technik zum Durchbruch zu verhelfen, ist jedoch eine Reduzierung der Kosten notwendig, die durch Skalierung, Standardisierung und die Übernahme oder Adaption bewährter Bauteile realisierbar ist. Pierburg hat eine neue Produktgeneration entwickelt, um die Anforderungen hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Lebensdauer in kommenden Brennstoffzellensystemen für Nutzfahrzeuge zu erfüllen.

    Bildnachweise
    Das Twin-Brennstoffzellensystem von Cellcentric für schwere Lkw/© Daimler, AVL List GmbH/© AVL List GmbH, dSpace, BorgWarner, Smalley, FEV, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, IPG Automotive GmbH/© IPG Automotive GmbH, HORIBA/© HORIBA, Outokumpu/© Outokumpu, Hioko/© Hioko, Head acoustics GmbH/© Head acoustics GmbH, Gentex GmbH/© Gentex GmbH, Ansys, Yokogawa GmbH/© Yokogawa GmbH, Softing Automotive Electronics GmbH/© Softing Automotive Electronics GmbH, measX GmbH & Co. KG