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Über dieses Buch

Das Buch beantwortet ganz aktuell die wichtigsten Fragen zum BREXIT: Wie ist das historische BREXIT-Referendum in Großbritannien abgelaufen, welches sind die Hintergründe des anstehenden EU-Austritts und welche Folgen für Deutschland, Europa und die Weltwirtschaft sind absehbar? Die BREXIT-Entscheidung ist für Europa ein Jahrhundertereignis, das die EU schwächt und die Machtgewichte global verschiebt. Die EU hat an Anziehungskraft verloren, sie ist nicht im Einklang mit dem . Jahrhundert, das asiatisch, digital und innovationsstark ist. Es zeigt sich, dass indirekt ein Weg von der Bankenkrise zur Anti-Immigrationswelle und zum EU-Austritt führte. Zudem war das Referendumsergebnis stark verzerrt von einer grob fehlerhaften Infobroschüre der Cameron-Regierung, die zu erwartenden Einkommensverlust als Effekt eines EU-Austritts verschwieg – mit dieser Information hätte sich eine klare Pro-EU-Mehrheit ergeben. Ein zweites Referendum? EU-Reformen? Die EU-Integration kann nur fortgeführt werden von einer Neo-EU, die besser konstruiert ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Das referendum

Frontmatter

1. BREXIT: Eine Kampagne und ein fatales Info-Desaster

Zussamenfassung
Noch ist die EU28 der größte Binnenmarkt der Welt. Die Europäische Union entstand in den 1950er Jahren, wobei Großbritannien zunächst abseits stand und Mitglied der 1960 gegründeten Freihandelszone EFTA war, in der Dänemark, die Schweiz, Portugal und Schweden sowie UK als Gründungsmitglieder mitwirkten; 1986 kam Finnland hinzu, später auch Liechtenstein und Island. Es gab in der EFTA keine Zölle untereinander, was handels- und wohlfahrtsförderlich war; jedes Land hatte aber eigene Außenzölle gegenüber Drittländern.
Paul J.J. Welfens

2. Hintergründe des sonderbaren BREXIT

Zussamenfassung
Die britische Geschichte ist eine im Innern selten sehr friedliche, aber immer wieder auch eine von schrittweiser Entwicklung hin zu bürgerlichen Rechten, Verträgen und Machtbalance.
Paul J.J. Welfens

BREXIT-Effekte

Frontmatter

3. Internationale und geopolitische Perspektiven

Zussamenfassung
Es ist leicht einzusehen, dass die ersten Reaktionen der Wirtschaft zum BREXIT-Votum von den Finanzmärkten kommen, wo ja veränderte Erwartungen eine wichtige Rolle für die Preisbildung spielen. Die massive Abwertung des Pfunds Sterling wird nach dem 23. Juni kaum jemanden überraschen. Eine im ersten Halbjahr 2016 gute britische Konjunktur wird nun abgebremst.
Paul J.J. Welfens

4. BREXIT-Konsequenzen für das Vereinigte Königreich

Zussamenfassung
Welches sind die kurzfristigen und längerfristigen Effekte des BREXIT-Votums in der Volksabstimmung vom 23. März 2016? Grundsätzlich gibt es kurzfristige Effekte mehr konjunktureller Art, die einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage bzw. der inländischen Nachfrage widerspiegeln.
Paul J.J. Welfens

4. Deutschland: Börsenfusion verändert, mehr Einfluss, Reform

Zussamenfassung
Der BREXIT trifft die deutsche Wirtschaft schon in 2016/2017 negativ, wobei es sektorale Schwerpunkte gibt. Deutschlands Automobilindustrie ist schon kurzfristig betroffen, wie man an der durch Opel erfolgten Ankündigung vom 19.
Paul J.J. Welfens

5. Was Experten vor dem BREXIT prognostizierten

Zussamenfassung
Es gibt eine ganze Reihe von Ökonomen und Instituten, die sich vor dem 23. Juni 2016 mit den möglichen Konsequenzen eines BREXIT befasst haben. Dazu gehören ökonomische Analysen aus dem Vereinigten Königreich und verschiedenen EU-Ländern. Einige wichtige Überlegungen kamen auch aus Asien, wie die Asia Times am 20. Juni 2016 berichtete.
Paul J.J. Welfens

6. Kernpunkte der neuen britischen Regierung

Zussamenfassung
Das erste politische Opfer des BREXIT war der britische Premier David Cameron, der als Reaktion auf das verlorene Referendum seinen Rücktritt bis Oktober 2016 ankündigte. Es wurde von der Parteiführung der Konservativen Partei angekündigt, dass man zwei Kandidaten vorschlagen werde, um auf einem Parteitag Ende September – es hieß schon bald Anfang September – einen neuen Parteichef zu bestimmen; und der neue Parteichef werde auch der Premierminister sein. Gerade eine Woche nach dem Referendum erklärt der Ex-Bürgermeister von London, Boris Johnson, dass er als Kandidat für die Position des Parteichefs nicht zur Verfügung stehe.
Paul J.J. Welfens

6. BREXIT aus US-Sicht

Zussamenfassung
Präsident Obama hat in seiner Londoner Rede vor dem Referendum durchblicken lassen, dass die USA einen Verbleib des Vereinigten Königreiches in der EU begrüßten.
Paul J.J. Welfens

EU-Entwicklungen

Frontmatter

7. EU-Geschichte und Entwicklungsdynamik

Zussamenfassung
Die Europäische Integrationsgeschichte hat alte Wurzeln und zumindest gab es einige konkrete Vorstellungen in den 1920er Jahren, als Aristide de Briand und Gustav Stresemann in der Mitte der Dekade eine Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich versuchten.
Paul J.J. Welfens

8. Neue EU-Konstruktion oder Desintegration

Zussamenfassung
Die bisherige Europäische Union kann in der jetzigen Form nicht weiterbestehen. Denn es gibt im Kontext mit dem EU-Austritt Anreize für andere Länder, dem Vereinigten Königreich zu folgen – man denke etwa an Dänemark (oder auch Irland), das 1973 zusammen mit UK der EU beitrat.
Paul J.J. Welfens

9. Nach BREXIT: Option für Soziale Marktwirtschaft in Europa

Zussamenfassung
Geht man davon aus, dass Großbritannien sich von der EU löst, dann müssen die 27 EU-Länder und die politischen EU-Führungsakteure überlegen, was denn die Hauptkonsequenzen sein sollen: vorausgesetzt, dass man die EU-Integration als nachhaltiges Projekt fortführen will.
Paul J.J. Welfens

10. Die EU verlassen heißt nicht Europa verlassen – Fehlsicht von May?

Zussamenfassung
In der ersten Parlamentsdebatte mit einer Rede von Frau May als britische Regierungschefin sagte diese am 20. Juli, die EU zu verlassen heißt nicht Europa verlassen. Das sagt sich leicht nach der BREXIT-Entscheidung vom 23. Juni 2016 und ist dennoch wohl eine Fehlsicht, wenn man bedenkt, dass das Vereinigte Königreich sich nach rund 45 Jahren von 27 EU-Ländern scheiden lässt. Außen vor bleiben im Wesentlichen die Schweiz und Liechtenstein plus Norwegen und Island sowie die Türkei und Russland – und auf die beiden letzteren hat Frau May wohl nicht Bezug genommen.
Paul J.J. Welfens

Szenarien

Frontmatter

11. Szenario I: Zweites Referendum zu BREXIT

Zussamenfassung
Es wurde in den ersten Kapiteln verdeutlicht, dass die Informationspolitik der Cameron-Regierung in einem wichtigen Punkt völlig unzureichend war: Die Information über den offenbar zu erwartenden langfristigen erheblichen Einkommensrückgang von 3-10 % – laut Bericht des Finanzministeriums – erreichte einen großen Teil der britischen Haushalte nicht (vermutlich mehr als zwei Drittel).
Paul J.J. Welfens

12. Szenario II: BREXIT als Ausgangspunkt einer Desintegrationsspirale

Zussamenfassung
In jedem ökonomischen Textbuch zur internationalen Wirtschaft oder zur EU kann man nachlesen, wie der Prozess der Integration sich vollzieht und welche Wohlfahrtsgewinne innerhalb des Integrationsclubs anfallen und welche Negativeffekte für die Drittländer. Regionale Integration heißt im einfachsten Fall, dass die Länder eines Liberalisierungsclubs – wie etwa der Europäischen Union – untereinander Handelshemmnisse abbauen (wie Zölle und unterschiedliche Produktstandards), was zu einer Handelsausweitung unter den betreffenden Ländern führt: Mit Spezialisierungs- und Realeinkommensgewinnen.
Paul J.J. Welfens

13. Szenario III: BREXIT: Hohe Instabilität, Neo-EU nötig

Zussamenfassung
Bevor die Fragen einer zeitweisen Destabilisierung durch den BREXIT nochmals angesprochen werden und die Optionen zur Entwicklung einer Neo-EU, seien die Hauptvorteile der EU in Anlehnung auch an die Regierungsanalysen zu den britischen EU-Mitgliedschaftsvorteilen betont: Wenn man einfach nur den britischen Bericht des Finanzministeriums aus 2016 zu den langfristigen Effekten der EU-Mitgliedschaft nimmt, ergeben sich gut 10 % des Bruttoinlandsproduktes als relevante Größe.
Paul J.J. Welfens

12. Zusammenfassung

Zussamenfassung
Die BREXIT-Volksbefragung in Großbritannien vom 23. Juni 2016 erscheint kurz nach der Entscheidung fast wie ein Referendumsunfall: massiver Einbruch beim Pfundkurs und den Immobilienpreisen – wichtig für Erträge aus privaten Kapitalversicherungen – und eine zeitweise offenbar handlungsunfähige Konservative Partei: nach dem angekündigten Rücktritt von Premier Cameron.
Paul J.J. Welfens

Backmatter

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