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Bridging Public and Private Interests in Megaprojects: Practical and Theoretical Implications

MeRIT Workshop 2025

  • 2026
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch stellt die Diskussion über Megaprojekte dar, die auf dem MeRIT (Megaproject Research Interdisciplinary Team) -Workshop 2025 durchgeführt wurden: Krise, Diskontinuität, steigende Preise und Störungen der Lieferketten zwingen diejenigen, die an Megaprojekten beteiligt sind, zu radikaler Reflexion. Sie wirft eine moderne Herausforderung auf, nämlich die Schaffung von Werten für Interessengruppen. Das Ziel des Bandes ist es, die Leser zu ermutigen, breiter, klarer und weniger stringent zu denken, als es der Mainstream behauptet. Es besteht die Notwendigkeit, Megaprojekte zu konzipieren, umzusetzen und zu managen, indem man das alte Paradigma aufgibt, das ausschließlich auf Zeit und Kosten beruhte. Wir müssen darüber hinausgehen, indem wir den generierten Wert, die positiven Auswirkungen auf Menschen, Gemeinschaften und Gebiete untersuchen. Wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit erhalten eine neue und breitere Artikulation: Fragen der Kreislaufwirtschaft, die auf Megaprojekte angewendet werden, werden angegangen, und es wird ausreichend Raum für die Einbeziehung sozialer Bedürfnisse in die gegenwärtige Praxis gewährleistet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Organizational and Managerial Architectures of Megaproject Governance

    1. Frontmatter

    2. Holacracy and Project Management: Are Flat Organizations the New Normal for Project Managers?

      Erik Araya Aliaga, Costanza Mariani, Mauro Mancini
      Dieses Kapitel untersucht die sich entwickelnde Rolle des Projektmanagements innerhalb von Holacracy-basierten Organisationen und hebt den Wandel von traditionellen hierarchischen Strukturen hin zu verteilten Autoritäten und sich selbst organisierenden Teams hervor. Durch eine qualitative Untersuchung mehrerer Organisationen untersucht die Studie, wie sich Projektmanagementpraktiken an nicht-hierarchische Umgebungen anpassen und betont die Bedeutung von Rollenklarheit, Entscheidungsautonomie und kontinuierlichen Governance-Prozessen. Die Ergebnisse zeigen, dass Holacracy das agile Projektmanagement nicht ersetzt, sondern seine Prinzipien durch formalisierte Rollenstrukturen und iterative Feedbackschleifen erweitert. Das Kapitel untersucht auch die Herausforderungen und Vorteile der Einführung von Holacracy, einschließlich der Notwendigkeit einer kontinuierlichen Rollenpflege und des Potenzials für eine Hybridisierung mit anderen Projektmanagementmethoden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Holacracy eine Blaupause für anpassungsfähigeres und partizipativeres Projektmanagement bietet und Agilität in die Organisationsführung einbettet.
    3. Systemic Bottom-Up Approach to Project Management for a Sustainable Project Governance

      Gaetano Iovino, Eduardo Franco, Stefano Armenia, Primiano Di Nauta, Alessandro Pompei
      Dieses Kapitel untersucht einen systemischen Bottom-up-Ansatz im Projektmanagement für eine nachhaltige Projektsteuerung und konzentriert sich dabei auf die Herausforderungen, vor denen Megaprojekte stehen. Er geht der Bedeutung der Ressourcenallokation und der Verfügbarkeit von Arbeitskräften nach und zeigt auf, wie diese Faktoren den Projektfortschritt und die wirtschaftlichen Erträge beeinflussen. Der Text führt ein systemdynamisches Modell zur Simulation des Projektverhaltens ein und zeigt, wie dieser Ansatz dazu beitragen kann, Risiken zu managen und die Ressourcennutzung zu verbessern. Darüber hinaus werden die Rolle struktureller Typologien bei der Ressourcenallokation und die Auswirkungen der Marktbedingungen auf die Projektergebnisse diskutiert. Das Kapitel schließt mit der Betonung der Notwendigkeit einer systemischen Sicht des Projektmanagements, um die Entscheidungsfindung zu verbessern und die Zahl der Rechtsstreitigkeiten zwischen den Beteiligten zu verringern.
    4. Designing Transitions Through Projects: The Project Transition Canvas as a Tool for Systemic Change

      Costanza Mariani, Erik Araya Aliaga, Edison Atencio, Mauro Mancini
      Dieses Kapitel untersucht die entscheidende Rolle von Projekten bei der Förderung von Nachhaltigkeitsübergängen und stellt den Project Transition Canvas (PTC) als neuartiges Werkzeug zur Kartierung und Bewertung der Auswirkungen von Projekten vor. Das PTC integriert Prinzipien aus der Übergangstheorie mit der Konzeption und Umsetzung von Projekten und bietet einen strukturierten Rahmen, um zu veranschaulichen, wie Innovationen auf Projektebene mit bestehenden Systemen interagieren. Zu den Schlüsselthemen zählen die Multi-Level-Perspektive (MLP) für sozio-technische Übergänge, die Rolle von Projekten als Innovationsnischen und die Zusammenführung lokaler Innovationen zu globalen systemischen Veränderungen. Das PTC bewertet die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen sowie die finanzielle Durchführbarkeit und Scale-up-Strategien. Indem das PTC einen umfassenden Überblick über die Projektergebnisse bietet, unterstützt es evidenzbasierte Entscheidungsfindung für Manager, politische Entscheidungsträger und Finanzierungsinstitutionen. Das Kapitel schließt mit dem Hinweis auf das Potenzial des PTC, die Kluft zwischen Projektmanagement und Nachhaltigkeitstheorie zu überbrücken und so den Weg für eine effektivere und strategischere Projektplanung zu ebnen.
    5. Generation of Project Portfolio Benefits: Linking Activities to Particularized Benefits

      Yichen Sun, Costanza Mariani, Libiao Bai, Mauro Mancini
      Dieses Kapitel vertieft sich in die entscheidende Frage der Generierung von Projektportfoliovorteilen (PPBs), indem es die Verbindungen zwischen verschiedenen Aktivitäten und spezifischen Vorteilen untersucht. Es unterstreicht den zunehmenden Trend von Organisationen, sich um Projekte herum zu strukturieren und die Verbreitung von Projektportfolios, um große und komplexe Projekte zu managen. Die Studie stellt fest, dass nur 35% der Projekte weltweit erfolgreich sind, was die Notwendigkeit eines klareren Verständnisses der öffentlich-privaten Partnerschaften unterstreicht. Die Studie schlägt einen neuartigen Ansatz vor, indem Aktivitäten mit bestimmten Vorteilen verknüpft werden, wobei ein strukturierter Rahmen verwendet wird, der die Identifizierung allgemeiner Aktivitäten auf Portfolioebene, die Klassifizierung von ÖPBs in detaillierte Indikatoren und die Analyse der Verknüpfungen zwischen Aktivitäten und Nutzen umfasst. Die Studie diskutiert auch die dynamischen Merkmale des PPB-Entstehungsprozesses und betont die Bedeutung einer systematischen und dynamischen Kontrolle über den gesamten Lebenszyklus des Projektportfolios. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der finanzielle Nutzen in erster Linie aus der Ausführungs- und Optimierungsphase ergibt, während interne Synergien und robuste Beziehungen zu externen Stakeholdern entscheidend für das Erreichen von PPBs sind. Das Kapitel schließt mit wertvollen Einsichten für akademische und Managementbereiche, die eine Brücke zwischen dem Prozess und den Ergebnissen der Implementierung von Projektportfolios schlagen.
  3. Relational, Stakeholder, and Legitimacy Dynamics in Megaprojects

    1. Frontmatter

    2. Stakeholder Relationship Dynamics in Megaprojects: A Conceptual Framework Based on Project Management Focus Areas

      Marco Arcuri, Franca Cantoni, Primiano Di Nauta
      Dieses Kapitel untersucht die komplizierte Dynamik von Stakeholderbeziehungen innerhalb von Megaprojekten und zeigt auf, wie sich diese Beziehungen im Laufe der Zeit entwickeln. Die Studie stellt ein konzeptionelles Rahmenwerk vor, das auf den Projektmanagement-Schwerpunktbereichen - Initiieren, Planen, Ausführen, Monitoring & Controlling und Schließen - beruht, um eine strukturierte Linse zur Analyse der Interaktionen von Stakeholdern zu bieten. Das Rahmenwerk zeigt, dass sich Motivation, Erwartungen, Einflussstrategien und Beziehungsverhalten der Stakeholder signifikant verändern, wenn das Projekt durch diese Schwerpunktbereiche fortschreitet. Zu den frühen Phasen gehören Sondierungserwartungen und Sinneswahrnehmungen, während sich spätere Phasen auf Koordination, Konfliktminderung und retrospektive Bewertungen konzentrieren. Das Kapitel unterstreicht die Bedeutung der zeitlichen Anpassungsfähigkeit im Stakeholder-Management und zeigt, wie unterschiedliche Beteiligungsstrategien in verschiedenen Phasen des Projekts erforderlich sind. Durch die Verankerung der Stakeholderdynamik innerhalb einer allgemein anerkannten Projektmanagementstruktur bietet das Rahmenwerk eine solide Grundlage sowohl für theoretisches Verständnis als auch für praktische Anwendung. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass effektives Stakeholdermanagement in Megaprojekten einen kontinuierlichen, iterativen und kontextsensitiven Ansatz erfordert, der auf die sich im Laufe der Zeit entwickelnden relationalen Logiken zugeschnitten ist.
    3. Bridging Public and Private Interests Through Social Impact in Megaprojects

      Francesco Cellerino, Matias Rokio, Pia Jungwirth, Mauro Mancini
      Dieses Kapitel geht den kritischen Barrieren nach, die der effektiven Integration sozialer und ökologischer Überlegungen in die Governance von Megaprojekten im Wege stehen. Es identifiziert vier miteinander verbundene Barrieren: Projektmanager, Organisation, Stakeholder und Institutionen, die jeweils einzigartige Herausforderungen darstellen, die die Fähigkeit von Megaprojekten, nachhaltigen Wert zu schaffen, gemeinsam einschränken. Die Analyse zeigt, dass diese Hindernisse auf einer Fehlausrichtung der Governance beruhen, bei der öffentliche Rechenschaftspflicht und private Effizienz häufig miteinander konkurrieren, anstatt sich zu ergänzen. Das Kapitel untersucht auch, wie sich diese Barrieren in realen Megaprojekten wie dem Drei-Schluchten-Damm und den Olympischen Spielen in Rio 2016 manifestieren, und stellt diese erfolgreichen Beispielen aus dem privaten Sektor wie LEGO und Disney gegenüber. Er schließt mit praktischen Implikationen für Projektmanager, Organisationen und Institutionen, um diese Barrieren zu überwinden und einen stärker integrierten und nachhaltigeren Ansatz für die Governance von Megaprojekten zu fördern. Das Kapitel betont die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels hin zu einer gemeinsamen Wertschöpfung, bei der soziale und ökologische Ergebnisse als gemeinsame Verantwortung und nicht als externe Beschränkungen behandelt werden.
    4. Sustainability Disclosure, Stakeholders, and Legacy in Olympic Games: A Preliminary Comparative Assessment of Milano Cortina 2026 and Torino 2006

      Andrea Caccialanza, Ernesto De Nito, Paolo Canonico
      Dieses Kapitel vertieft die Offenlegung der Nachhaltigkeit und die Praxis des Engagements von Stakeholdern bei zwei Olympischen Spielen: Torino 2006 und Milano Cortina 2026. Die Analyse zeigt eine signifikante Entwicklung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung, die sich von einem Schwerpunkt auf die Einhaltung von Umweltauflagen hin zu einem umfassenderen Ansatz bewegt, der Transparenz, Inklusivität und digitale Zugänglichkeit umfasst. Das Kapitel untersucht auch die Governance-Modelle und Strategien zur Einbindung von Stakeholdern, die bei diesen Veranstaltungen zum Einsatz kommen, wobei die Bedeutung strukturierter Beteiligungsprozesse und transparenter Berichtsmechanismen hervorgehoben wird. Die vergleichende Analyse von Torino 2006 und Milano Cortina 2026 unterstreicht die Fortschritte bei der Offenlegung von Nachhaltigkeit. Milano Cortina 2026 zeigt ein umfassenderes Governance-Modell, das Nachhaltigkeit in die Finanzplanung, lokale Stakeholder-Partnerschaften und die Einhaltung internationaler Offenlegungsstandards einbindet. Das Kapitel schließt mit der Identifizierung von Forschungsauswirkungen und zukünftigen Richtungen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung bei Großereignissen, wobei die Notwendigkeit transparenter Baselines, stabiler Indikatoren und unabhängiger Verifikation betont wird, um rechenschaftspflichtige Beweise sicherzustellen.
    5. Public–Private Partnerships in the Logistics Sector: Reflections from a Local Case Study

      Barbara Barabaschi, Paolo Rizzi
      Dieses Kapitel untersucht das transformative Potenzial öffentlich-privater Partnerschaften (ÖPP) im Logistiksektor, wobei das Fallbeispiel Prologis Park Piacenza als Linse dient. Er untersucht die Governance-Komplexitäten logistischer ÖPP und betont ihre Rolle bei der Förderung nachhaltiger territorialer Entwicklung und des sozialen Zusammenhalts. Das Kapitel untersucht die Vorteile und Herausforderungen von ÖPP in der Logistik, einschließlich betrieblicher Effizienz, wirtschaftlicher und finanzieller Nachhaltigkeit, positiver territorialer Auswirkungen und eines gestärkten gesellschaftlichen Konsenses. Außerdem wird die Rolle der ÖPP bei der Entwicklung von Beschäftigung und Humankapital, der Stadterneuerung, der sozialen Eingliederung und der ökologischen Nachhaltigkeit diskutiert. Die Fallstudie des Prologis Park Piacenza zeigt, wie eine gut strukturierte ÖPP messbare wirtschaftliche, ökologische und soziale Vorteile generieren kann und als reproduzierbares Modell für andere Gebiete dient. Das Kapitel schließt mit der Betonung der Bedeutung gemeinschaftlicher Governance, systematischer Wirkungsmessung und kommunaler Beteiligung am Erfolg logistischer ÖPP.
  4. Institutional, Regulatory, and Policy Infrastructures of Megaprojects

    1. Frontmatter

    2. Bridging Environmental Protection and Profit Corporate Interests in Megaprojects: Any Changes Following the EU Directive 2024/1760?

      Francesco Zecchin
      Das Kapitel vertieft die komplexe Beziehung zwischen Umweltschutz und Profitinteressen von Unternehmen, insbesondere im Kontext von Megaprojekten. Zunächst wird die historische und rechtliche Entwicklung des Umweltschutzes diskutiert und die Bedeutung der EU-Richtlinie 2024 / 1760 hervorgehoben. Die Richtlinie führt neue Verpflichtungen für Unternehmen in Bezug auf Menschenrechte und Umweltauswirkungen ein und weitet die Verantwortlichkeiten auf ihre Lieferketten aus. Der Text untersucht die Rolle dominanter Unternehmen in Lieferketten und ihren Einfluss auf den Umweltschutz und vergleicht diese Dynamik mit der Struktur und den Kontrollmechanismen von Megaprojekten. Sie untersucht auch die mögliche Anwendbarkeit der Richtlinie auf Megaprojekte und legt nahe, dass Kunden von Megaprojekten ähnliche Sorgfaltspflichten in Bezug auf den Umweltschutz haben könnten. Das Kapitel schließt mit der Diskussion der umfassenderen Implikationen der Richtlinie und der Notwendigkeit weiterer Forschung und Regulierung, um die ökologische Nachhaltigkeit sowohl in Lieferketten als auch in Megaprojekten zu gewährleisten. Fachleute erhalten Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen des Umweltschutzes, die Verantwortlichkeiten marktbeherrschender Unternehmen und die potenziellen Auswirkungen der EU-Richtlinie 2024 / 1760 auf Megaprojekte. Der Text enthält eine detaillierte Analyse der Bestimmungen der Richtlinie und ihrer potenziellen Anwendung und bietet einen umfassenden Überblick über die gegenwärtige und zukünftige Landschaft des Umweltschutzes in Unternehmen und Projekten.
    3. Current and Prospective Tax Measures to Attract Megaprojects to Italy

      Andrea Purpura
      Dieses Kapitel untersucht Italiens strategische steuerliche Maßnahmen, die darauf ausgelegt sind, Megaprojekte anzulocken, wobei der Schwerpunkt auf dem kooperativen Compliance-System, dem Anreizsystem und dem Vorabentscheidungsverfahren liegt. Sie vertieft sich in das kooperative Compliance-System, das Transparenz und proaktives Steuerrisikomanagement fördert, und hat sich weiterentwickelt, um mehr Einheiten einzubeziehen, insbesondere diejenigen, die an Megaprojekten beteiligt sind. Der Anreiz zur Verlagerung von Arbeitsplätzen, der eine Senkung des steuerpflichtigen Einkommens um 50% für die Verlagerung von Unternehmen vorsieht, wird derzeit von der Europäischen Kommission überprüft und könnte Italiens Attraktivität für Großinvestitionen deutlich steigern. Das Vorabentscheidungsverfahren bietet verbindliche steuerliche Klarstellungen für neue Investitionen, verringert die Unsicherheit und erleichtert informierte Entscheidungsfindung. Das Kapitel behandelt auch das Patent Box-System, das Investitionen in Forschung und Entwicklung fördert. Zusammen signalisieren diese Maßnahmen Italiens Wandel hin zur Verwendung der Steuerpolitik als Instrument zur Förderung und Sicherung von Megaprojekten und positionieren das Land als wettbewerbsfähige Drehscheibe für hochwertige, transformative Investitionen.
    4. The Mega-Project of Science as Multilevel Governance: the Case of the Implementation of the Italian Career Regulations (ANS)

      Giulio Marini, Eliana Alessandra Minelli
      Dieses Kapitel vertieft sich in die komplexe Welt akademischer Governance und die Auswirkungen von Karrierevorschriften auf die Forschungsproduktivität, wobei der Schwerpunkt auf den italienischen Karrierevorschriften (ANS) liegt. Darin wird untersucht, wie die ANS, die eingeführt wurde, um die Leistungsfähigkeit und Rechenschaftspflicht bei akademischen Beförderungen zu verbessern, die Publikationsmuster und den Karriereverlauf beeinflusst hat. Die Analyse zeigt, dass die ANS zwar Anreize für eine höhere Veröffentlichungsqualität und internationale Zusammenarbeit geschaffen hat, ihre Effektivität jedoch durch akademischen Ermessensspielraum und regulatorische Anpassungen gemildert wurde. Das Kapitel untersucht auch die Rolle der Multi-Level-Governance bei der Gestaltung dieser Ergebnisse und hebt das Spannungsverhältnis zwischen staatlichen Regulierungen und akademischer Autonomie hervor. Empirische Daten aus den Bereichen Mathematik und Informatik veranschaulichen die Schwankungen der Forschungsqualität und -produktivität vor und nach der Einführung des ANS. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die ANS ihre Ziele zwar teilweise erreicht hat, aber auch durch den akademischen Nachlass beeinflusst wurde, was zu einem komplexen Zusammenspiel von Rechenschaftspflicht, Legitimität und Effizienz geführt hat. Das Kapitel schließt mit der Diskussion der Auswirkungen dieser Ergebnisse auf die zukünftige Politik und Governance im Hochschulbereich.
  5. Digital Technologies and Governance Mediation in Megaprojects

    1. Frontmatter

    2. Ultra-Broadband Megaprojects. The Experience of Italian Digital Infrastructure Projects and the Potential of Project Management Techniques as a Methodology for Minimizing Project Risks

      Paolo Micozzi, Serena Montefusco
      Italiens Ultrabreitband-Megaprojekte zielen darauf ab, die digitale Kluft zu überbrücken, indem allen Bürgern, Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen ein schneller Internetzugang zur Verfügung gestellt wird. In diesem Kapitel werden die Herausforderungen untersucht, vor denen drei große Initiativen stehen: das Grande Progetto BUL, Italia a a 1 Giga und Italia 5G. Trotz erheblicher Investitionen und politischen Engagements sind die Fortschritte langsamer als erwartet, insbesondere in den so genannten "weißen Gebieten". Die Studie analysiert diese Projekte durch die Linse der Projektmanagementmethoden, identifiziert die wichtigsten Leistungsindikatoren und untersucht, wie strukturierte Managementansätze dazu beitragen können, Projektrisiken zu minimieren und die Leistung zu verbessern. Sie geht auch den Ursachen von Verzögerungen und niedrigen Akzeptanzraten auf den Grund und bietet Einblicke in die Komplexität großer digitaler Infrastrukturprojekte. Die Analyse unterstreicht die Bedeutung frühzeitiger Planung, Stakeholder-Koordination, kontinuierlicher Überwachung und Risikobewertung für den Erfolg solcher Megaprojekte.
    3. AI-Enabled Contractual Knowledge and Risk Governance in EPC Projects: A Conceptual Framework and Research Agenda

      Beatrice Malatesta, Mauro Mancini
      Dieses Kapitel untersucht das transformative Potenzial künstlicher Intelligenz beim Management vertraglichen Wissens und bei der Abmilderung von Risiken in Projekten der Ingenieur-, Beschaffungs- und Baubranche (EPC). Es zeigt auf, wie KI-Fähigkeiten Wissensprozesse rationalisieren, das Risikomanagement verbessern und die Qualität der Entscheidungsfindung verbessern können. Der Text präsentiert einen theoretisch getriebenen konzeptionellen Rahmen, der die Wissensbasierte Sicht, dynamische Fähigkeiten und sozio-technische Systemtheorien integriert, um zu erklären, wie KI innerhalb projektbasierter Organisationen Werte generieren kann. Darüber hinaus werden zentrale Randbedingungen wie Vertragskomplexität, Vertrauen in KI und Daten / Modell-Governance identifiziert, die die Effektivität von KI-gestützter Governance beeinflussen. Das Kapitel skizziert auch eine zukünftige Forschungsagenda und schlägt qualitative und quantitative Methoden zur empirischen Validierung und theoretischen Entwicklung vor. Durch die Erforschung dieser Themen bietet das Kapitel einen umfassenden Überblick darüber, wie KI das vertragliche Wissensmanagement und die Risikoregulierung in komplexen Projektumgebungen revolutionieren kann.
  6. Backmatter

Titel
Bridging Public and Private Interests in Megaprojects: Practical and Theoretical Implications
Herausgegeben von
Franca Cantoni
Francesco Di Maddaloni
Primiano Di Nauta
Marco Arcuri
Copyright-Jahr
2026
Electronic ISBN
978-3-032-19235-6
Print ISBN
978-3-032-19234-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-032-19235-6

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