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Brückenbau

weitere Buchkapitel

Kapellbrücke

Durch die gegebene Topografie weist die Schweiz eine hohe Dichte an imposanten Brücken auf. Es gibt eine grosse Vielfalt von Brücken. Sie reicht von alten Holz- und Steinbrücken bis zu modernen Stahl- und Betonbrücken. Dieser Bericht beschäftig sich mit der weltbekannten Kapellbrücke in Luzern, welche nicht umsonst ein beliebtes Fotosujet bei Touristen und auch Einheimischen ist. Speziell an dieser Holzbrücke ist, dass sie bereits im 14. Jahrhundert gebaut wurde. Die Brücke und der darin integrierte Bilderzyklus weisen einen spannenden geschichtlichen Hintergrund auf. In dem Bericht wird, erläutert wie die Statik der Jochbrücke funktioniert und welche Baustoffe verwendet wurden. Auch über den Brand, welcher sich im Jahr 1993 ereignete, wird in diesem Bericht informiert.

Marco Stäheli

Sunnibergbrücke

Das Prättigau, ein Tal im Kanton Graubünden und eine wichtige, bündnerische Verkehrsverbindung zwischen dem Chur Rheintal, Davos und dem Engadin sowie sogar international zwischen der Schweiz und deren Nachbarländern Italien und Österreich, litt lange Zeit unter einem enormen Durchgangsverkehr. Der Grund war die Hauptstraße 28, die sich durch die Herzen der kleinen Walser Dörfer schlängelte und diese mit einer mächtigen „Blechlawine“ belastete. Der Kanton Graubünden entschied sich 1994 zur Lösung dieses Problem und begann mit dem Bau des 950 Millionen teuren Projektes „Neue Prättigauer Nationalstrasse 28“ [1]. Prunkstück und Hingucker des Projektes ist eine gekrümmte Schrägseilbrücke, welche hoch über dem Flussbett der Landquart das gesamte Tal quert und weltweit seines gleichen sucht – die Sunnibergbrücke (Abb. 1).

Ciril Stadler

Valtschielbrücke

Die älteste erhaltene versteifte Stabbogenbrücke ist die Valtschielbrücke bei Donat (GR). Robert Maillart entwarf sie 1925 als dritte ihrer Art nach der Schrähbachbrücke und der Flienglibachbrücke. Diese beiden Brücken sind leider nicht mehr erhalten.

Mattias Stoll

Rossgrabenbrücke

Die Rossgrabenbrücke, gebaut vom schweizer Brückenbaupionier Robert Maillart, führt über das Schwarzwasser und dient als Auto- und Fussgängerbrücke. Sie verbindet die Gemeinde Hinterfultigen mit Schwarzenburg und ist Teil des Regionalen Naturparks Gantrisch. Die Dreigelenkbogenbrücke aus Beton hat eine Spannweite von 82 Meter. Maillart machte sich beim Bau der Brücke die hohe Druckfestigkeit von Beton zunutze. Die filigrane Konstruktion ist bei vielen Architekten und Ingenieuren für ihre Ästhetik bekannt.

Michael Thierstein

Kornhausbrücke

Die Kornhausbrücke in Bern wurde am 18. Juni 1898 eröffnet. Sie ist eine Strassenbrücke mit Fachwerkbögen auf Pfeilern aus Mauerwerk und einer Betonfahrbahnplatte. Zudem wird sie von der Tram befahren und kann von Fussgängern überquert werden. Die Gesamtlänge misst 355 Meter. Die Gesamtbreite beträgt 12,5 Meter, wobei 7,5 Meter für den Fahrverkehr verfügbar sind. Die Hauptbrücke selber überspannt die Aare mit 115 Metern. Sie wird durch fünf kleinere Nebenbrücken erschlossen.

Lukas Hofmann

Salginatobelbrücke

Auf dem Weg nach Davos liegt im vorderen Prättigau das kleine Dorf Schiers. Versteckt im Salginatobel befindet sich ein Meisterwerk der Brückenbaukunst: die Salginatobelbrücke.

Remo Trümpy

Sitterviadukt

Die Schweiz ist, als ein Land mit vielen Tälern und Schluchten, auch ein Eisenbahnland. Es umfasst viele kleine und grosse Kunstbauten und etliche Tunnel. Nahe St. Gallen steht ein ausserordentliches Bauwerk. Mit seiner enormen Höhe und der großen Spannweite ist den Ingenieuren ein Meisterwerk gelungen.

Daniel Stettler

Lorraineviadukt in Bern

Die Schweiz ist mit ihren viele Schluchten, Flüssen, Pässen, Hügeln und Bergen ein Brückenland. Wo eine Umfahrung oder ein Tunnel unmöglich sind, dienen Brücken dem öffentlichen wie dem Individualverkehr.

Joël Nussli

Kapitel 1. Einleitung

Die Verkehrsinfrastruktur ist vergleichbar mit dem Blutgefäßsystem des Menschen. Der Blutkreislauf in diesem System versorgt den Menschen mit Sauerstoff und Nährstoffen und transportiert Stoffwechselprodukte in andere Teile des Körpers. Damit ist dieses System das „Verkehrswegenetz“ für den Stofftransport im menschlichen Körper.

Cornell Weller

Kapitel 3. Einflussfaktoren auf die Zustandsbeurteilung

Die Verantwortung für Bauwerksprüfungen nach DIN 1076 liegt bei den Straßenbaubehörden von Bund und Ländern (siehe Abschnitt 2.2.1). Diese entscheiden anhand der Haushaltsbudgets und des Bauwerksbestandes über die Vorhaltung von eigenen Prüfteams oder die Fremdvergabe von Prüfleistungen. Während eigene Prüfteams ganzjährig aus Haushaltsmitteln finanziert werden müssen, belasten Fremdvergaben nur auftrags- und objektspezifisch das Haushaltsbudget.

Cornell Weller

Kapitel 3. Teilgebiete der Kosten- und Leistungsrechnung

Das dritte Kapitel vermittelt einen umfassenden Einblick in die Teilgebiete der Kosten- und Leistungsrechnung.

Günter Ebert, Volker Steinhübel

5. Menschenbilder und Menschentypen

Für Ihren Verkaufserfolg ist Menschenkenntnis essenziell. Sie werden in diesem Kapitel die vier unterschiedlichen Menschentypen kennenlernen und erfahren, wie Sie die jeweiligen Typen für Ihre Ziele begeistern und zu Kunden entwickeln können. In einem zweiten Schritt werden Primär- und Sekundärausprägungen kombiniert, wodurch sich die Treffgenauigkeit bei der Zuordnung von Kategorien erhöht. Der Mehrwert dieser Vorarbeit wird insbesondere darin bestehen, dass es Ihnen künftig leichter gelingen wird, diese Menschentypen für Ihre Interessen zu begeistern und Fehlerwahrscheinlichkeiten bei der Abschlussprognose rechtzeitig zu erkennen.

Orhan Arzuman

Kapitel 1. Analysis 2D

„Zahlen bitte“ ruft nicht nur der Gast im Restaurant, sondern der bekannte Mathematiker G. M. Ziegler gibt auch seinem Buch [Ziegler] diesen Titel. Es knüpft damit an die Erwartung an, die viele Menschen von der Mathematik haben: Mit Zahlen umzugehen und Zahlen zu berechnen sei die wesentliche Aufgabe der Mathematik.

Dörte Haftendorn, Dieter Riebesehl, Hubert Dammer

8. Verbundquerschnitte

In der Praxis kommen häufig Stäbe und Balken aus Verbundmaterial zur Anwendung, deren Querschnitte aus Schichten verschiedener Materialien bestehen. Die Studierenden sollen lernen, wie man in diesem Fall die Grundgleichungen für Zug/Druck bzw. für Biegung verallgemeinert und wie man Spannungen sowie Verformungen bei konkreten Problemen zweckmäßig bestimmt.

Dietmar Gross, Werner Hauger, Jörg Schröder, Wolfgang A. Wall

5. Torsion

Wir betrachten in diesem Kapitel Stäbe, die auf Torsion beansprucht werden. Wie in den vorhergehenden Kapiteln wollen wir die durch die Belastung hervorgerufenen Verformungen und Spannungen ermitteln. Dabei beschränken wir uns auf Stäbe mit Kreisquerschnitt bzw. mit dünnwandigem Querschnitt. Nach dem Studium dieses Kapitels sollen die Leser die Grundgleichungen der Torsion kennen und sachgerecht auf statisch bestimmte bzw. unbestimmte Probleme anwenden können.

Dietmar Gross, Werner Hauger, Jörg Schröder, Wolfgang A. Wall

5. Management: Verpflichtung und Verfahren

Managementverfahren sind unabdingbare Voraussetzung für die Erzeugung von und den Erhalt der Sicherheit in allen Phasen des Produktlebenszyklus. Folgende Verfahrensweisen werden zielführend eingesetzt. Alle bekannten Verfahren werden kontextorientiert und damit zielführend eingesetzt.

Ursula Stephan, Bernd Schulz-Forberg

Geschlechterkonstruktionen in der deutschsprachigen Literatur osteuropäischer Autor_innen (Dariusz Muszer Der Echsenmann)

Im Beitrag wird den Verschränkungen der Kategorien Kultur und Geschlecht sowie den Interrelationen von nationalkultureller und geschlechtlicher Identität in der zeitgenössischen transkulturellen Migrationsliteratur nachgegangen. Am Beispiel des Romans Der Echsenmann (2001) von Dariusz Muszer werden die in der deutsch-polnischen Literatur häufig zu beobachtenden Strategien der Selbstorientalisierung und Ironisierung bestehender Kulturklischees aufgezeigt, die diese mimikrierend dekonstruieren und als Form der Selbstermächtigung aus einer migrantischen Außenseiterposition führen können. In der Darstellung der symbolischen Kastration des männlichen Helden werden der Konnex von kultureller und sexueller Subalternität und das Aufeinanderprallen west- und osteuropäischer Kultur- und Geschlechterbilder sichtbar. Sowohl seine Integration in die deutsche Gesellschaft, als auch seine Verbindungen zum anderen Geschlecht scheitern. Letztlich führen weder die Strategie der Selbstorientalisierung, noch die Flucht in das Reich der Phantasie zu einer positiven Entwicklung, implizieren aber massive Kritik an den kolonialen Implikationen der aktuellen Diskurse zu Integration und deren geschlechterspezifischen Aspekten.

Eva Hausbacher

31. Eigenschaften und Verwendung der Werkstoffe

Als Eisenwerkstoffe werden die für Bauteile und Werkzeuge anwendbaren Metalllegierungen bezeichnet, bei denen der mittlere Gewichtsanteil an Eisen höher als der jedes anderen Legierungselements ist. Sie werden in die Gruppe der Stähle und Gusseisenwerkstoffe aufgegliedert. Beide Gruppen unterscheiden sich vor allem im Kohlenstoffgehalt und weisen teilweise sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. Während die Stähle Eisenwerkstoffe darstellen, die sich i. Allg. für die Warmumformung eignen, erfolgt die Formgebung der Gusseisenwerkstoffe durch Urformen (s. Bd. 2, Kap. 39). Abgesehen von einigen Cr‐reichen Stählen liegt der C‐Gehalt der Stähle unter rd. 2 %, der C‐Gehalt der Gusseisenwerkstoffe über 2 %. Während bei Stählen der Kohlenstoff im Eisengitter gelöst oder in chemisch gebundener Form als Karbid vorliegt, tritt er im Gusseisen teilweise als Graphit auf. Stahlguss, dessen Formgebung ebenfalls durch Urformen erfolgt, wird zur Gruppe der Stähle gerechnet.Im stabilen Eisen‐Kohlenstoff‐System tritt Kohlenstoff als Graphit in hexagonaler Gitterstruktur auf. Diese Gleichgewichtsphase stellt sich nur bei extrem langen Glühzeiten ein. Bei den üblichen Wärmebehandlungen der Stähle liegt Kohlenstoff in chemisch gebundener Form als Eisenkarbid Fe3C (Zementit) vor. Für technische Zwecke wird daher in der Regel statt des Systems Eisen‐Kohlenstoff das metastabile System Eisen‐Zementit betrachtet, wenn auch im Bereich des Gusseisens (C > rd: 2 %) eine teilweise Graphitbildung erfolgt, der reale Werkstoffzustand also zwischen dem des stabilen und des metastabilen Systems liegt.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Oechsner, Christina Berger, Karl-Heinz Kloos

1. Geschweißte Vollwandträger

Geschweißte Vollwandträger (Blechträger) werden aus Blechen und Breitflachstählen sowie Teilen von Walzprofilen zusammengesetzt (s. Abb. 1.1 und 1.2). Gegenüber den Walzträgern haben sie den Vorteil, dass man die Querschnittsabmessungen nach statischen, konstruktiven und räumlichen Erfordernissen frei wählen kann und nicht eng an ein festliegendes Walzprogramm gebunden ist. Auch in ästhetischer Hinsicht lassen sich solche Träger günstig in ein architektonisches Gesamtkonzept einplanen. Sie werden demgemäß verwendet, wennKostenersparnisse erzielt man bei Blechträgern durch geringere Materialpreise für Bleche und Breitflachstähle, durch einen allgemein geringeren Materialeinsatz, insbesondere bei den dünneren Trägerstegen, und durch eine mögliche Abstufung der Gurte oder Trägerhöhe entsprechend dem Schnittkraftverlauf $$M_{\mathrm{y}}$$ M y , $$V_{\mathrm{z}}$$ V z (s. Abb. 1.4 und 1.5). Diesen Kosteneinsparungen sind die Kosten für das Brennen, Schneiden und Verschweißen der Einzelteile gegenüberzustellen. Eine wirtschaftliche Fertigung ist i. d. R. nur durch den Einsatz von Schweißautomaten (mit Mehrfachschweißköpfen) möglich.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf

3. Fachwerke

Fachwerke als Träger oder sonstige Tragkonstruktionen haben nach wie vor eine große Bedeutung und werden eingesetzt, wenn große Stützweiten frei zu überspannen oder örtlich hohe Einzellasten abzuleiten sind, gewichtssparend zu konstruieren ist oder ästhetische Gesichtspunkte der Architektur eine filigrane Tragkonstruktion erfordern. Sie werden daher vorzugsweise eingesetzt als Haupt- und Nebenträger des Hoch- und Brückenbaus (s. Abb. 3.1a, b) Horizontal- und Vertikalverbände von Tragwerken zur Ableitung von Wind- und Seitenkräften bzw. zur Stabilisierung von Biegeträgern und Rahmenriegeln (s. Abb. 3.1c) Vergitterung von Druckstäben (Stützen) im Mast- und Turmbau (s. Abb. 3.1d).

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf

2. Beulen ebener Rechteckplatten

Ebene, dünnwandige Platten, bei denen die Blechdicke $$t$$ t wesentlich kleiner ist als die Flächengeometrie $$a\times b$$ a × b , unterliegen bei Druck- und/oder Schubbeanspruchung in Blechmittelebene der Gefahr des Beulens: Bei Erreichen einer kritischen Beanspruchung geht die anfänglich ideal ebene Platte in eine doppelt gekrümmte Fläche über, Abb. 2.1a. Im ausgebeulten Zustand treten zu den reinen Membranspannungen aus $${\sigma}$$ σ und/oder $$\tau$$ τ u. a. noch Spannungen aus den Plattenbiegemomenten hinzu. Mit der Ausbeulung verbunden sind Spannungsumlagerungen aus Bereichen großer Beulen in die steiferen (ebenen) Randbereiche, Abb. 2.1c.Die Grenztragfähigkeit solcher beulgefährdeten Bleche hängt von einer Vielzahl von Parametern ab, insbesondere auch von unvermeidbaren Vorbeulen, die aus dem reinen Stabilitätsproblem mit Gleichgewichtsverzweigung ein Spannungsproblem (ohne Gleichgewichtsverzweigung) machen. Aus diesen, aber auch noch anderen Gründen ist die Ableitung von Nachweisverfahren zur Gewährleistung ausreichender Tragsicherheit nur unter Zuhilfenahme experimenteller Ergebnisse möglich. Dabei leistet die klassische lineare Beultheorie dennoch gute Dienste, da mit ihrer Hilfe wesentliche Aussagen hinsichtlich einer Beulgefährdung getroffen werden können.Beulgefährdete Bleche können z. B. Querschnittsteile von Biegeträgern ohne oder mit Normalkraft bzw. von Druckstäben sein, wobei der Einfluss ausgebeulter Querschnittsteile auf die Tragfähigkeit des Gesamtbauteils unterschiedlich zu bewerten ist.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf

6. Rahmentragwerke

Rahmentragwerke finden im Stahlbau vielfach Anwendung wie die Beispiele aus dem Hochbau (s. Abb. 6.1) und dem Brückenbau (s. Abb. 6.2) verdeutlichen. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass die horizontal (oder schräg) liegenden Rahmenriegel mit den vertikal (oder geneigt) angeordneten Stielen biegesteif verbunden werden. Dadurch sind Rahmen in der Lage, neben vertikalen auch horizontale Lasten abzutragen und können zur Aussteifung von Tragwerken dienen. Vielfach und insbesondere im Industriehochbau (Apparategerüste) werden auch Mischsysteme mit teilweiser Stabilisierung in Rahmenebene über Verbände ausgeführt (vgl. Abb. 6.1c).Der wesentliche Unterschied zwischen Rahmen und einfachen Träger-Stützenkonstruktionen liegt in der biegesteifen Gestaltung der Trägeranschlüsse an die Stützen ( $$=$$ = Rahmenecken, s. Abschn. 6.4). Dadurch sind Rahmen in der Lage, außer vertikalen Lasten auch horizontale Belastungen in der Rahmenebene wie z. B. infolge Wind oder Kranseitenlasten abzutragen.Zum anderen führt die biegesteife Verbindung und die damit einhergehende elastische Einspannung der Riegel in die Stiele dazu, dass sich die maximale Momentenbeanspruchung der Riegel verringert, sodass diese mit kleineren Profilen und somit wirtschaftlicher ausgeführt werden können (s. Abb. 6.3b). Die Durchbiegung der Riegel ist wegen der entlastenden Wirkung der aus den lotrechten Lasten hervorgerufenen negativen Einspannmomente ebenfalls geringer als bei gelenkigem Anschluss. Dadurch können auch größere Stützenabstände als bei einfachen Trägerkonstruktionen wirtschaftlich ausgeführt werden.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf

8. Stahlverbundbauweise im Hochbau

Der Stahlverbundbau ist ca. 60 Jahre alt und hat sich in den letzten drei Jahrzehnten neben den vier klassischen Bauweisen in Holz, Mauerwerk/Steine, Beton/Stahlbeton und in Stahl als jüngster Bauweise im Hochbau fest etabliert. Fast noch stärker gilt dies auch für den Brückenbau, auf den in diesem Kapitel aber nicht näher eingegangen wird. Im Hochbau findet der Verbundbau vorzugsweise Anwendung im Skelettbau (Geschoss- und Industriebau, Parkhausbau), d. h. bei Träger- und Stützenkonstruktionen bzw. Decken. Dabei vereinigt die Bauweise die Vorteile der beiden eingesetzten Materialien Stahl und Beton durch Ausnutzung ihrer spezifischen Werkstoffeigenschaften:Stahl ist ein homogener, ideal-elastisch/plastischer Werkstoff mit zeit- und alterungsunabhängigen Festigkeitseigenschaften, die allerdings bei Einwirkung hoher Temperaturen (z. B. im Brandfall) relativ rasch verloren gehen. Aufgrund der hohen Festigkeiten ist ein geringer Materialeinsatz möglich.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf

12. Erfolgsprojekte

Vorliegendes Kapitel geht auf Performance und Erfolgskriterien bei Groß- und Megaprojekten ein. Es werden fünf Projekte vorgestellt, welche unter den zuvor genannten Kriterien nachweislich erfolgreich waren. Diese sind die Großprojekte Guggenheim Museum Bilbao und Mall of America und die Megaprojekte Metro Madrid, Öresundbrücke und Heathrow Terminal T 5. Abschließend werden die bei diesen Projekten vorhandenen Erfolgsmuster wiedergegeben.

Michael Frahm, Hamid Rahebi

14. Grundlagen

Die Aufgabe der Fördertechnik ist das Fortbewegen (Fördern) von Gütern und Personen über begrenzte Entfernung innerhalb einer örtlich begrenzten und zusammenhängenden Betriebseinheit unter Einsatz von technischen Mitteln, den Fördermitteln. Zu ihnen gehören die Fördermaschinen (s. Abschn. 14.1.2).Der Transport von Gütern und Personen über große Entfernungen ist ein Aufgabengebiet der Verkehrstechnik. Verkehrsmittel sind Lkw, Bahn, Schiff, Flugzeug. Der Transport von Flüssigkeiten und Gasen durch Rohrleitungen ist ein Aufgabengebiet der Verfahrenstechnik.Das Fachgebiet Fördertechnik befasst sich mit der Projektierung und Konstruktion der Fördermittel sowie mit der Planung und Projektierung von Materialflusssystemen [1]. Der Materialfluss entsteht durch die Verkettung aller Vorgänge beim Gewinnen, Be‐ und Verarbeiten sowie bei der Verteilung von Gütern innerhalb festgelegter Bereiche. Materialflusssysteme, behandelt in [2, 3], entstehen in der Regel aus einer sinnvollen Verkettung von Fördermaschinen. Richtlinien zur Planung der Materialflusssysteme enthalten [4, 5].

Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Schmidt, Prof. Dr.-Ing. Jan Scholten, Michael Ketting, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Wehking

B

Florian Langenscheidt, Peter May

H

Florian Langenscheidt, Peter May

A

Florian Langenscheidt, Peter May

Q

Florian Langenscheidt, Peter May

B. Eingriffe in das Eigentum und in sonstige Rechtspositionen

Die Entschädigung für Eingriffe in das Eigentum oder sonstige Beeinträchtigungen des Eigentums gründet sich auf zahlreiche Anspruchsgrundlagen (von Enteignungsentschädigung über Entschädigung für enteignenden Eingriff bis hin zu spezialgesetzlich geregelten Anspruchsgrundlagen wie z.B. solche des Polizei- und des Verwaltungsverfahrensrechts).

Peter Itzel, Karin Schwall

3. Strukturen der Bauwirtschaft

Gebäude und bauliche Anlagen weisen in Bezug auf ihre Produkteigenschaften und auf die mit ihrer Erstellung verbundenen Prozesse einige besondere Merkmale auf, die spezifische Organisationen und Vorgehensweisen erfordern und die sich damit von anderen Produkten ganz wesentlich unterscheiden.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

4. Vergabeverfahren – Stufe 1 (Ausschreibung bis Angebot)

Wenn Bauarbeiten beauftragt werden sollen, dann werden die Aufträge dafür nur in Ausnahmefällen, wie z. B. bei kleineren Reparaturarbeiten mündlich erteilt. In der Regel erwartet ein Auftraggeber von einem potenziellen Auftragnehmer (Bauunternehmen) ein Angebot, auf dessen Grundlage dann ein Auftrag erteilt wird.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

5. Grundlagen der Kalkulation

Mit Hilfe der Kalkulation werden alle durch die Erstellung einer Bauleistung entstehenden Kosten erfasst. Die systematische Zusammenstellung aller im Unternehmen anfallenden und zahlenmäßig erfassbaren Vorgänge erfolgt mit Hilfe des Rechnungswesens (siehe Abb. 5.1).

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

6. Durchführung der Kalkulation

Bei der Angebotsbearbeitung im Bauunternehmen (siehe Abb. 6.1) sind verschiedene Arbeitsschritte durchzuführen, deren Umfang und Intensität vom Volumen des Projektes, seinem Schwierigkeitsgrad, dem Standort und von der Vertragsgestaltung abhängen. Die nachstehende Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte bezieht sich vorrangig auf Inlandsprojekte. Bei Auslandsaufträgen gestaltet sich die Angebotsbearbeitung insbesondere im Hinblick auf:

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

Gesundheit in allen Politikbereichen: Die Entwicklungsgeschichte eines Kernkonzepts der Gesundheitsförderung

Die WHO hat 1986 Gesundheitsförderung durch die Ottawa-Charta bekannt gemacht und verbreitet. Mit dem darin enthaltenen Konzept der „gesundheitsfördernden Gesamtpolitik“ hat sie den Anstoß gegeben für die Strategie der „Gesundheit in allen Politikbereichen“. Im Beitrag wird die Vorgeschichte und der Entwicklungsgang dieses Politikansatzes berichtet. Der Blick richtet sich sowohl auf Entwicklungsstränge in der WHO als auch in der EU. Angrenzende Begriffe werden in ihrem Verhältnis zueinander geklärt.

Alf Trojan

Wie kommt Gesundheit auf die Agenda der Politikfelder? Das Beispiel der Stadtentwicklung

Gesundheit ist vielfältig mit anderen Politikfeldern verknüpft. Die Bemühungen, das Thema „Gesundheit“ in allen Sektoren und insbesondere im Politikfeld „Stadtplanung und -entwicklung“ besser sichtbar zu machen, sind zahlreich. Das vorliegende, an die Arbeitsbiographie des Autors angelehnte Kapitel schildert vor allem Projekt- und Strukturarbeit sowie Kooperation und Kommunikation, im Zeitraum von den 1970er Jahren bis heute.

Rainer Fehr

6. Stromerzeugung aus Windenergie

Windkraftanlagen (WKA) machen die in den strömenden Luftmassen enthaltene Bewegungsenergie technisch nutzbar. Die dieser Wandlung der kinetischen in mechanische Energie zugrundeliegenden physikalischen Zusammenhänge werden im Folgenden dargestellt. Nicht behandelt werden die Grundlagen der Windenergienutzung, wie sie z.B. bei Segelbooten oder Drachen realisiert wird.

Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Dr.-Ing. Burcu Özdirik, Dr.-Ing. Britta Reimers, Prof. Dr.-Ing. Michael Schlüter, Prof. Dr.-Ing. habil. Detlef Schulz, M.Sc. Lucas Sens

Kapitel 8. SCiENCE_LINKnockberge – kooperativ Forschen, Lehren und Lernen

Der Beitrag beschreibt anhand der Forschungskooperation SCiENCE LINKnockberge, wie der Kärntner Teile des Biosphärenparks Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge seinen Forschungs- und Bildungsauftrag durch eine Zusammenarbeit mit der Universität Klagenfurt in die Praxis umsetzt. Anhand von konkreten Bespielen und Interviews mit Vertretenden des Biosphärenparks einerseits und Forschenden und Studierenden der Universität andererseits, werden die Konzeption und Entwicklung der Zusammenarbeit vorgestellt und reflektiert. Dabei werden Erfolge und Herausforderungen sichtbar. Die Kooperation SCiENCE LINKnockberge erweist sich als lebendiger Experimentier-, Lern- und Forschungsraum mit dem Potential, durch nachhaltig synergetischen Austausch von verschiedenen Wissensformen zu einer „Landschaft des Wissens“ heran zu wachsen.

Julia Falkner, Franz Rauch

Kapitel 4. Wahrscheinlichkeiten

Das vierte Kapitel hilft bei dem Umgang mit Wahrscheinlichkeiten anhand zahlreicher Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen. Jede Wahrscheinlichkeit kann als Erwartungswert einer relativen Häufigkeit bei „sehr vielen“ Wiederholungen bzw. Beobachtungen angesehen werden. Dabei führt die Interpretation der bedingten Wahrscheinlichkeit bei stochastisch abhängigen Beobachtungen häufig zu überraschenden Ergebnissen, die auch an acht Beispielen zum Bayesschen Theorem gezeigt werden. Hinweise zum diagnostischen Test in klinischen Anwendungen und zu speziellen Maßzahlen aus der Epidemiologie zeigen Einsatzbereiche dieses Teilgebietes der Mathematik.

Jürgen Hedderich, Lothar Sachs

8. Erfolgsfaktoren, welche die Anwendung der Matrixstruktur gelingen lassen

In diesem Kapitel werden Managementinstrumente besprochen, welche helfen, im Matrixkontext ein hohes Maß an ökonomischer und sozialer Effizienz zu erreichen („Erfolgsfaktoren“). Dargelegt wird eine größere Zahl personenorientierter und technokratischer Erfolgsfaktoren. Zu den wichtigen technokratischen Erfolgsfaktoren gehört die Befolgung von Regeln, wie dies im Zuge der Entwicklung der regelbasierten Matrix vorgeschlagen worden ist.

Joachim Wolf

Kapitel 17. Tschüss Post & Pray: Wie Analytics, Arbeitsmarktdaten und Automatisierung das Recruiting revolutionieren – eine Praxis-Anleitung

Während einer bundesweit guten Beschäftigungslage ist es wesentlich beschwerlicher, die benötigten Fachkräfte in einem angemessenen Zeitraum zu finden. Selbst in Bereichen, in denen es durchaus eine adäquate Anzahl an verfügbaren Mitarbeitern auf dem Markt gibt, scheitern zahlreiche Unternehmen daran, diese für sich zu gewinnen. Durch eine mangel- und lückenhafte Candidate Journey (online wie offline), ein leichtsinniges Ignorieren technischer Neuerungen im Recruiting, zu kleine Budgets sowie mangelnde Budget-Effizienz und überlastete Personalabteilungen werden neue Einstellungen zum Kampf. Der Wandel des Arbeitsmarktes und die damit einhergehenden Veränderungen im Recruiting müssen dennoch nicht zwangsläufig Angst machen. Viel mehr kann dieser Paradigmenwechsel dazu beitragen, Strukturen zu verbessern, technische Innovationen im Personalmarketing effektiv zu nutzen und Recruitern neue Freiräume zu schaffen. Mit einer gezielten Arbeitsmarkt-Analyse, messbaren Social-Media-Recruiting-Maßnahmen und automatisiertem Personalmarketing lässt sich „Post & Pray“ aus der Bewerbersuche verbannen.

Jan Kirchner, Kathrin Hennings

Kapitel 2. Die Umweltgeschichte in Schlüsseldaten

Wie wandelten sich die Kenntnisse zu unserer Umwelt, zu unseren Wirkungen auf die Umwelt und zu den Wirkungen der Umwelt auf uns in den vergangenen zwei Jahrtausenden? Wie gingen Menschen und Institutionen mit dem sich ändernden Wissen um? Welche Umweltveränderungen traten auf? Im zweiten Kapitel werden diese Fragen für 260 Umweltgeschichten gestellt und chronologisch beantwortet. Die Intensität der Umweltveränderungen nimmt vom frühen Mittelalter bis in das frühe 14. Jahrhundert zu. Die kombinierte Wirkung von menschlichen Eingriffen in die Natur und Extremereignissen führt dann zu einer Folge von Katastrophen, die in der großen Pestpandemie Mitte des 14. Jh. kulminieren. Nach einer kurzen Phase, in der sich die Natur teilweise erholt, wachsen die Eingriffe von Menschen wieder. Sie erreichen im 20. und im 21. Jh. geradezu beängstigende Ausmaße. Der massive Klimawandel, die Zerstörung von Lebensräumen und das dramatische Artensterben resultieren.

Hans-Rudolf Bork

Privates Baurecht

Inhalte des Kapitels Privates Baurecht sind das Bauvertragsrecht mit den seit dem 01. Januar 2018 geltenden Bestimmungen der §§ 650a-v BGB, die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (VOB/B), die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen (VOB/C), das Vergaberecht für öffentliche Aufträge nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), der Vergabeverordnung (VgV), den Allgemeinen Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen (VOB/A) und der Verordnung über die Vergabe von öffentlichen Aufträgen im Bereich des Verkehrs, der Trinkwasserversorgung und der Energieversorgung (Sektorenverordnung – SektVO), Leistungsbilder und Honorare für Architekten und Ingenieure nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure 2013, und der Schriftenreihe, Hefte 1 bis 37, des Ausschusses der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e. V. (AHO) sowie die außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Horst Franke, Claus Jürgen Diederichs, Michael Peine, Matthias Sundermeier

Kapitel 3. Rahmenbedingungen im Politikfeld

Im vorliegenden Kapitel wird erläutert, in welchen institutionellen Rahmenbedingungen die kommunalen Katastrophenschutzämter ihre Arbeit zum Schutz kritischer Infrastrukturen durchführen. Dafür wird zunächst ein kurzer Überblick über internationale und europäische Strategien und Regulierungen gegeben, bevor genauer auf das deutsche System des Katastrophenschutzes und die Rolle der Kommune in ihm eingegangen wird. Die Kenntnis dieser Strukturen ist wichtig, um die Fallauswahl sowie die weiteren Analysen zu verstehen und die Ergebnisse der Analysen einordnen zu können.

Alice Knauf

13. Cost-Cutter, Steuersparer oder Enabler?

Erinnerung an nicht mehr ganz neue zehn Gebote für die kaufmännische Leitung von Unternehmen, die in Zeiten digitaler Disruption aktueller sind als je zuvor

In Zeiten, in denen die Potenziale digital-befähigter Geschäftsmodellinnovationen noch überwiegend ungenutzt sind, sehnt sich die Geschäftswelt nach einem neuen Typus kaufmännischer Geschäftsleitungen und Finanzvorstände. Unternehmenseigner und Aufsichtsräte fangen bereits an, ihre Anforderungsbeschreibungen der Rolle des Finanzvorstands/CFO oder kaufmännischen Geschäftsführers zu überdenken. Überwiegend werden aber kaufmännische Leitungen heute noch in der Regel mehr daran gemessen, wie sie operative Funktionen ihres Verantwortungsbereichs steuern und optimieren, weniger daran, wie sie Wachstum, Innovation und Wiedererfindung ihres Unternehmens ermöglichen und treiben. Dies kaskadiert sich dann in die häufig vom CFO abhängigen Bereiche Finanzen, Controlling, Einkauf, Logistik, IT und in mittelständischen Unternehmen auch häufig Personal. Transformationsprojekte in diesen Funktionen sind immer noch überwiegend selbstzentriert und Transformationsansätze sind viel zu häufig auf Bewertungskriterien der 1980er Produktivitätswelle und der 1990er Cost-Cutting-Initiativen beschränkt. Beispielsweise haben es Einkäufer schwer, die mentalen Straßenbahnschienen des „Mehr für Weniger“ zu verlassen und viele IT-Leiter vermögen immer noch nicht aus der Komfortzone des IT-Infrastruktur-, IT-Anwendungs- und IT-Servicemanagements auszubrechen. Viel zu häufig gibt es scheinbar weder Zeit oder Budget noch Anerkennung, sich auch in den vom CFO verantworteten Bereichen explorativ den Anforderungen an die Wiedererfindung von Unternehmens- und Betriebsmodellen durch Ökosysteme, Plattformökonomien und Schnellskalierung zu widmen. Hier ist ein neuer Typus von kaufmännischer Geschäftsleitung gefragt, der „Digitalisierung“ nicht als begrenzte Anzahl von Einzellösungen und Leuchtturmprojekten versteht und diese nicht ausschließlich nach Standard-RoI-Vorgaben beginnt, treibt und ggf. stoppt. Es wird vielmehr einen CFO gebraucht, der im Sparring mit dem CEO neue, erweiterte Ambitionen für das Unternehmen ermöglicht sowie ein neutrales Verständnis von Unternehmensrisikomanagement hat, das Chancen den gleichen Platz einräumt wie Bedrohungen.

Nils-C. Huber

Kapitel 5. Lastannahme

Die Schwingfestigkeit in Kapitel 2 beinhaltet die Beanspruchbarkeit eines Werkstoffs oder Bauteils unter schwingender Beanspruchung, d. h. unter konstanter Amplitude. Allerdings ist eine rein schwingende Beanspruchung von Bauteilen eher die Ausnahme. Häufig treten, z. B. aufgrund verschiedener Betriebszustände einer Maschine, Beanspruchungen mit unterschiedlichen Amplituden auf.

Sebastian Götz, Klaus-Georg Eulitz

Kapitel 10. Chemie organischer Stoffe im Bauwesen

Im Bauwesen spielen Kohlenstoffverbindungen sowohl als Hilfsstoffe (Lösungs- und Verdünnungsmittel, Füllstoffe, Zusatzmittel) als auch direkt als Baustoffe (Bitumenhaltige Bindemittel, Kunststoffe, Holz) eine wichtige Rolle. Für ein besseres Verständnis ihres chemischen Aufbaus, ihres Verhaltens und ihrer Eigenschaften sollen in diesem Kapitel zunächst einige grundlegende organische Stoffklassen besprochen werden.

Roland Benedix

Kapitel 1. Verarbeitung von Kunststoffen zu Bauteilen

Kap. 1 „Verarbeitung von Kunststoffen zu Bauteilen“ wurde von Helmut Schüle federführend überarbeitet und deutlich erweitert. Es beginnt mit den Polymerpulvern, der Aufbereitung und Zusatzstoffen unter dem Gesichtspunkt der Verarbeitung. Standard-Spritzgießen einschließlich Werkzeuge und Konstruktionsregeln folgen. Des Weiteren werden verschiedene Sonder-Spritzgießverfahren einschließlich der Maschinentechnik und deren Trends behandelt. Extrudieren schließt sich in analoger Abfolge an, gefolgt von Kalandrieren, Schäumen und einem Kapitel über Polyurethane. Neu hinzugefügt hat Rüdiger Bräuning das Kapitel zur Verarbeitung von Faserverbundwerkstoffen. Die verstreuten Teilthemen der ersten Auflage sind hier zusammengefasst und um die Reparatur von Faserverbundwerkstoffen (Heike Sommer) erweitert worden. Ähnlich Kap. 3 „Werkstoffe“ folgt die Verarbeitung von thermoplastischen Elastomeren und Elastomeren. Das Beispiel Reifen wird vertieft. Es folgen Verarbeitungseinflüsse auf Bauteileigenschaften. Verarbeitungsfehler, Thermoformen, Rapid Prototyping und Spritzguss-Simulation beenden Kap. 1.

Helmut Schüle, Peter Eyerer

Kapitel 18. Digitalisierung im Straßenbau

Straßenbauprojekte sind stets komplexe Baumaßnahmen, bei den verschiedene Maschinen und Anlagen aufeinander abgestimmt werden müssen. Auf einer klassischen Straßenbaustelle stehen mindestens Mischwerk, Lkw, Fertiger und Walzen in direkter Abhängigkeit. Die Aufgabe des Baustellenleiters ist es, diese Anlagen und Maschinen bestmöglich auf einander abzustimmen.

Marc Kappel

Kapitel 22. Regelwerke und Normen

Die veröffentlichten Regelwerke bilden meist die Grundlage der Bauaufträge. Nachfolgend sind die wichtigsten Regelwerke thematisch sortiert aufgelistet. Eine vollständige Zusammenstellung wird in regelmäßigen Abständen vom Deutschern Asphaltverband e. V. (DAV) herausgegeben.

Marc Kappel

3. Projekte planen

Mit Beginn der Planungsphase müssen die Anforderungen für die im Projektauftrag formulierten Ziele und Lieferobjekte messbar beschrieben werden. Hierzu werden, aufbauend auf dem Produktbaum, Anforderungen ermittelt, analysiert, verhandelt, gewichtet und spezifiziert und schließlich notwendige Maßnahmen und Tests zur Verifikation und Validierung geplant. Der Plan der Pläne ist der Projektstrukturplan, der im anschließenden Kapitel erläutert wird. Weitere wichtige Themen der Projektplanung sind Risikomanagement, Qualitätsplanung, Ablauf- und Terminplanung und schließlich die Aufwands- und Kostenschätzung, die jeweils in den darauffolgenden Kapiteln behandelt werden. Den Abschluss bildet die Baseline.

Helga Meyer, Heinz-Josef Reher

Kapitel 5. Schlussbetrachtung: Die Bedeutung Janusz Korczaks

Mit meiner Schlussbetrachtung zu „Janusz Korczak, der Brückenbauer – Relektüre der Spannungsverhältnisse in seinem Leben und Werk“ beende ich vorerst meine Arbeit, auch wenn meine Forschung noch lange nicht abgeschlossen ist. Ich habe Antworten auf meine Forschungsfragen gefunden und kann mit meiner Monographie am aktiven Tradieren unseres Wissens über das Leben und Werk Janusz Korczaks teilhaben. Meine Vorgehensweise resultierte aus der Analyse seiner Rezeptionsgeschichte und rezipierte ihn als Wissenschaftler im Sinne eines Arzt-Pädagogen im Kontext der historischen Kindheitsforschung.

Kristina Schierbaum

Kapitel 2. Brücken bauen als soziales Erbe der Familie

Familiengeschichte als Zeitgeschichte

Unter der Überschrift „Brücken bauen als soziales Erbe der Familie“ möchte ich vor allem die schwierigeren Momente eines Lebens zwischen der jüdischen und polnischen Welt aufspüren, um herauszuarbeiten, unter welchen familiären und sozialen Bedingungen sich Henryk Goldszmit dazu entschied, scheinbar von der Medizin zur Pädagogik zu wechseln. Über die Verbindung zweier Narrative (der Familien- und Zeitgeschichte), die mehrere Jahrhunderte nebeneinander herliefen oder sich berührten und überschnitten, werde ich in mein methodisches Vorgehen einführen. Nachdem ich mich zur „Herkunft und Methode der Genogrammanalyse“ (2.1) geäußert habe, möchte ich über die Rekonstruktion der Familiengeschichte als „Eine Geschichte des Hin und Her“ (2.2) versuchen, das Familien- und Lebensthema der Familie Goldszmit herauszuarbeiten, das vor allem vom Spannungsverhältnis von jüdischer Religion und polnischer Nationalität tangiert wurde.

Kristina Schierbaum

Kapitel 1. Janusz Korczak, der Brückenbauer

Meine Monographie widmet sich einer „kleinen“, aber „wichtigen“ (SW Bd. 15: 303) und vor allem außergewöhnlichen Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Ihr Lebensende liest sich wie eine Legende, schwer und erinnerungswürdig zugleich. Ihr Name wurde auf die UNESCO-Liste der „100 Thinkers of Education“ des International Bureau of Education gesetzt. Er steht dort u. a. neben bekannten Persönlichkeiten wie Erasmus von Rotterdam, Jean-Jaques Rousseau, Johann Heinrich Pestalozzi, Leo Tolstoi und Jean Piaget.

Kristina Schierbaum

Kapitel 1. Leitgedanke

Meine Klientin, nennen wir sie Katja, arbeitete in wichtiger Position in einem großen Unternehmen. Eines Tages verlangte ihr Vorgesetzter von ihr, ein politisch rechtsgerichtetes Buch zu lesen und ihm darüber zu berichten. Der fragwürdige Inhalt und die eigenartige Aufgabe, die nichts mit ihrer beruflichen Tätigkeit zu tun hatte, ärgerte sie.

Jutta Malzacher

Kapitel 16. Gestaltung der Produktionsprozesse

Im Rahmen der Gestaltung der Produktionsprozesse müssen die beiden Fragen beantwortet werden, nämlich in welcher Seriengröße die Produkte gefertigt werden sollen (Fertigungstyp) und wie die Bearbeitungsreihenfolge der Fertigungsaufträge zu organisieren ist (Organisationstyp). Dabei staffeln sich die Fertigungstypen nach ihrem jeweiligen Produktionsumfang von der Einzelfertigung über die Sorten- und Serienfertigung mit Klein- und Großserien bis hin zur Massenfertigung mit sehr hohen Stückzahlen. Die Produktionsumfänge korrespondieren mit den beiden prinzipiell möglichen Organisationstypen: Die Werkstattfertigung eignet sich grundsätzlich für geringere Stückzahlen und wird durch die Zusammenfassung von Maschinen und Arbeitsplätzen mit gleichartiger Arbeitsverrichtungen charakterisiert. Die Fließfertigung eignet sich für hohe Stückzahlen und ist durch die Anordnung der Arbeitsplätze und Anlagen in der Reihenfolge der am Produkt durchzuführenden Tätigkeiten gekennzeichnet.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 4. Baustoffliche und baukonstruktive Randbedingungen

Mit den Ausführungen in den nachfolgenden Abschnitten soll die Bandbreite zur Verfügung stehender Materialien für Textilbetonbauteile aufgezeigt werden. Dazu gehören die textile Bewehrung und die umschließende Betonmatrix. Im Zuge der Darstellung werden potenzielle Einflüsse der Materialkomponenten auf die geplanten Versuche zur Recyclingfähigkeit diskutiert.

Jan Kortmann

Kapitel 3. Arbeit, Energie und Arbeitssatz

Da Arbeit u. a. mechanisch übertragene Energie ist, kann die Energie als gespeicherte Arbeit oder auch als die Fähigkeit, Arbeit zu verrichten bezeichnet werden. Basierend auf dieser Überlegung verrichten äußere Kräfte an einem Körper eine äußere Arbeit, welche im Inneren des Körpers als Formänderungsenergie gespeichert wird. Dieser Zusammenhang wird durch den Arbeitssatz ausgedrückt.

Christian Spura

Kapitel 8. Sätze von Castigliano, Menabrea und Engesser

Die Sätze von Castigliano, Menabrea und Engesser stellen, ebenso wie die Reziprozitätssätze von Betti und Maxwell, eine Erweiterung des Arbeitssatzes dar. Mithilfe dieser Sätze lassen sich Verschiebungen bzw. Verdrehungen oder Kräfte bzw. Momente in linear-elastischen Systemen bestimmen. Dabei müssen die angreifende Kraft und die gesuchte Verschiebung nicht an der gleichen Stelle sein, wie es beim eigentlichen Arbeitssatz der Fall ist.

Christian Spura

Kapitel 4. Kraftgrößenverfahren

Das Kraftgrößenverfahren (KGV) ist ein aus der Baustatik stammendes allgemeines Rechenverfahren zur Berechnung statisch unbestimmter Systeme (Fachwerk oder Tragwerk). Ein statisch unbestimmtes System hat mindestens eine Lagerreaktion mehr als Gleichgewichtsbedingungen am System aufgestellt werden können. Durch Entfernen von beliebigen Bindungen (Lagerreaktionen oder Einfügen von Gelenken) wird das System statisch bestimmt und kann berechnet werden.

Christian Spura

Kapitel 9. VERBINDEN

Bauen setzt stets ein räumliches Zusammenführen von einzelnen Teilen voraus, die am Ende die dem Gebrauch gewidmete fertige Baustruktur, das fertige Bauwerk ergeben oder ausmachen. Damit das derart entstandene Bauwerksgerüst den äußeren Einwirkungen widersteht und seine Zweckbestimmung dauerhaft erfüllt, sind die Einzelteile dauerhaft fest miteinander zu verbinden. Dass wir beim Bauen überhaupt vor der Aufgabe stehen, kleinere Einzelteile zu einem größeren Gefüge zusammenzuführen, hat mit der schieren Größe unserer Bauten zu tun.

José Luis Moro

Kapitel 10. KONSTRUIEREN

In vorigen Kapiteln sind wesentliche Aspekte im Zusammenhang mit der Baukonstruktion diskutiert worden, nicht jedoch im Einzelnen der Vorgang des Konstruierens selbst. Um die Haupthypothese dieses Werks deutlich zu machen – nämlich dass das Erkennen von und der richtige Umgang mit Lösungsprinzipien entscheidend für den Erfolg beim Konstruieren ist –, lohnt ein näherer Blick auf den Konstruktionsprozess selbst: Damit gemeint ist nicht so sehr der eigentliche Prozess des Zusammensetzens von Einzelteilen (die ursprüngliche Bedeutung des Wortes, die in der Bausprache allerdings keine Rolle spielt), sondern in erster Linie der planerische Prozess der Konzeption und detaillierten Definition einer baulichen Struktur.

José Luis Moro

Kapitel 8. BAUWEISEN

Wir haben in den vorigen Kapiteln diskutiert, wie man aus den verfügbaren Werkstoffen und Bauprodukten eine funktionsfähige Fläche in baurelevanter Größenordnung schaffen kann. Wir werden uns nun in diesem Kapitel mit der Frage beschäftigen, wie man aus diesen Flächenbauteilen und gegebenenfalls zusätzlich notwendigen Elementen ein Gesamtgebäude bauen kann. Wegen der Komplexität und des breiten Umfangs der Thematik werden wir uns dabei notwendigerweise auf einige wenige Urtypen – man könnte auch sagen: Bauweisen – beschränken müssen, um an ihnen einige zur Anwendung kommende konstruktive Prinzipien deutlich zu machen.

José Luis Moro

1. Das Fachmodell „Ingenieurbauwerk“ und der BIM-Anwendungsfall Zeichnungsableitung

Ein Bauwerksentwurf für ein Ingenieurbauwerk kann zukünftig modellbasiert nach den Anforderungen der Regelwerke erfolgen, wobei die Einführung des modellbasierten Arbeitens einige Anpassungen an die Richtlinien zur Entwurfsverfassung erfordert. Zeichnungen sind dabei nach wie vor wesentliche Darstellungshilfen, allerdings müssen sie nun aus dem Modell abgeleitet werden.Als Vorteile der Zeichnungsableitung können die bessere Übersichtlichkeit für die technische Bearbeitung und deren Prüfung maßstabsgetreue Darstellung hohe Informationsdichte im Zusammenhang mit Bestandsinformationen Robustheit des Plans in der Bauausführung in der vorwiegend handwerklichen Tätigkeit angeführt werden.

Markus Nöldgen, Ioannis Athanassopoulos

4. Einführung in die 2D-Zeichnungsableitung von Brücken- und Ingenieurbauwerken mit NX

Kapitel 4 bietet einen praxisnahen Einstieg in die modellbasierte Zeichnungsableitung im Selbststudium. Anhand von drei Einführungsbeispielen können die für den Brücken- und Ingenieurbau wichtigsten Funktionen Schritt-für-Schritt nachvollzogen und trainiert werden. Da sich unmittelbar aus der Praxis weitere Herausforderungen ergeben können zudem erweiterte Kenntnisse zu wichtigen Vorgehensweisen erlangt werden.

Markus Nöldgen, Ioannis Athanassopoulos

2. Grundlagen der Zeichnungserstellung im Brücken- und Ingenieurbau

Die zweidimensionale Zeichnung, sei es in Papierform oder digital, ist das wichtigste Medium, um herzustellende Bauprodukte darzustellen. Auf bautechnischen Zeichnungen wird mit unterschiedlichen Grundrissen, Ansichten, Schnitten und Details gearbeitet, um Bauwerke allgemeinverständlich zu beschreiben. Bis auf Grundrisse und Ansichten ist die einfache Schnittführung, wie sie im Hochbau zu finden ist, im Ingenieurbau häufig nicht ohne Weiteres möglich. Der Brückenbau zeichnet sich hier durch die Besonderheit aus, dass die zu errichtenden Bauwerke an Trassen gebunden und somit geometrisch gesehen, Extrusionen entlang von geschwungenen Raumkurven sind.

Markus Nöldgen, Ioannis Athanassopoulos

Erfahrungen: Unterwegs im Gorilla-Kostüm – Öffentliche Soziologie als praktische Passion

Eines der bekanntesten Experimente der Sozialpsychologie wurde unter dem Schlagwort »Der unsichtbare Gorilla« bekannt. Es thematisiert die Tatsache, dass Menschen dazu neigen, selbst (optisch) deutlich erkennbare Dinge zu übersehen, wenn sie sich gedanklich mit anderen Dingen beschäftigen. Diese Blindheit wegen Unaufmerksamkeit (»inattentional blindness«) geht soweit, dass Probanden einen Schauspieler in einem Gorillakostüm inmitten einer Gruppe ballspielender Menschen »übersehen«, allein weil sie sich auf die Anzahl der Ballkontakte konzentrieren.

Stefan Selke

Kapitel 19. Bauen unter Eisenbahnbetrieb

Die in diesem Kapitel vorgestellten Grundsätze und Unterlagen zeigen wesentliche Aspekte Baubetrieblicher Zusammenhänge. Unter Baubetrieb wird hier das Zusammenwirken von Baumaßnahmen in Gleisbereichen mit dem Eisenbahnbetrieb und damit dem Fahren von Zügen bei Bauarbeiten, verstanden. In stark geraffter Form werden in diesem Kapitel ausgewählte und besonders wesentliche Punkte des Bauens unter Eisenbahnbetrieb vorgestellt.

Reinhard Menius, Volker Matthews

Kapitel 2. Wirtschaftskriminalität

Was versteht man unter Wirtschaftskriminalität und welche Deliktstrukturen verbergen sich dahinter? Diesen Fragen wird nachfolgend nachgegangen und ihre Tatstrukturen anhand von kurzen Beispielen erläutert (s. auch Tab. 2.1).

Karlhans Liebl

Kapitel 9. Resonanz: Kommunikation jenseits der Sprache

Voraussichtlich 12 Mrd. Menschen werden wir sein. Wollen wir in dieser Zahl friedlich miteinander und mit der Erde koexistieren, müssen wir die Art und Weise, wie wir die Welt gestalten, radikal neu denken. Dazu reicht es nicht, die richtigen Ziele zu haben oder neue Methoden auszuprobieren. Wir müssen das Paradigma ändern, das die Grundlage unseres Denkens, Handelns und Gestaltens in der Welt ist. Dazu benötigen wir Ansätze, die uns jenseits von Instrumentalisierung und Objektivierung führen. In einem ersten Schritt müssen wir unser grundlegendes Weltverständnis, unsere Ontologie, radikal neu konzipieren, indem wir den Subjekt-Objekt-Dualismus, der momentan unser Denken prägt, durch ein Modell von Feldern und Prozessen ersetzen. In einem zweiten Schritt benötigen wir ein Verständnis davon, wie zwischen Menschen, Dingen, Orten und Geschichten Beziehung, Verbundenheit und Kommunikation entsteht. Diese Kommunikation aus Verbundenheit im Prozess ermöglicht erst kokreatives Gestalten. Die Grundlage dafür ist Resonanz. Resonanz ist nicht sprachliche Kommunikation zwischen Kräften im Feld. Nun ist Gestaltung nicht mehr der zweckrationale, funktionalistische Zugriff eines allmächtigen Subjekts, sondern Resultat eines lebendigen kokreativen Prozesses. Die Hoffnung dieses Textes, die sich auf 20 Jahre Erfahrung mit kokreativen Gestaltungs- und Transformationsprozessen des Autors begründet, liegt darin, dass eine Kulturtechnik der Kokreation eine Basis für eine lebendige Zukunft schafft.

Jascha Rohr

Zusammenarbeit von Einsatzorganisationen in Einsatzlagen

Im vorliegenden Beitrag erläutert der Autor aus Sicht der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) anhand von drei unterschiedlich großen Einsatzlagen das Zusammenspiel von Einsatzorganisationen. Thematisiert werden hierbei eine kleine Einsatzlage (Unfallszenario auf einer Bundesstraße), eine große Schadenslage (Schneekatastrophe in Bayern 2019) sowie eine atypische Lage (Zusammenarbeit von Einsatzorganisationen während der Flüchtlingskrise der Jahre 2014 bis 2016 in Bayern). Der Autor stellt erstens heraus, dass die Einsatztaktik und die Führungssysteme im Umgang mit unbekannten Lagen flexibel gestaltet werden sollten. Zweitens ist eine schnelle interorganisationale Zusammenarbeit immer dann gewährleistet, wenn ähnlich strukturierte Einsatzorganisationen beteiligt sind.

Fritz-Helge Voß

5. Konflikte

In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie in Konflikten die Instrumente und Werkzeuge der Kommunikation nutzen können. Ein Gesprächsleitfaden führt Sie durch die Stationen eines Konfliktgesprächs. Anhand von Beispielen erhalten Sie einen Eindruck darüber, wie Sie Fallstricke umgehen und das Gespräch auf Kurs halten können und wie Sie mit Widerstand im Gespräch umgehen und vermeiden, bei Ihrem Gegenüber Widerstand auszulösen. Sie erfahren, wie Sie mit Eskalationen, die vom Gegenüber durch kommunikative Störfeuer, so genannte Killerphrasen ausgelöst werden, so umgehen, dass ein sachliches Gespräch wieder möglich wird. Wie Sie mit nicht erfüllten Erwartungen umgehen, wird konkret anhand unterschiedlicher Ursachen beleuchtet. Wie Sie Sachkonflikte mit dem Harvard-Modell der Konfliktbearbeitung angehen, wird in Grundzügen beschrieben.

Marja Christine Hische, Volker Hische

4. Kommunikation

In diesem Kapitel erfahren Sie, welche grundlegenden Ansätze für gelingende Kommunikation es gibt. Anhand des Brückenmodells wird gezeigt, wie Sie eine Basis für ein gelingendes Gespräch legen. Sie lernen den praktischen Nutzen des Modells „Vier Seiten einer Nachricht“ kennen und ihre Anwendung beim Aktiven Zuhören und bei Nachfragetechniken. Ein Leitfaden führt durch die Phasen eines Gesprächs. Wie Sie Feedback zur Leistung und zur Person geben können, wird praktisch und mit Beispielen erläutert.

Marja Christine Hische, Volker Hische

8. Bilder zur Text-Illustration/Figures for Clarification of the Body Text

Bilder zur Text-Illustration/Figures for Clarification of the Body Text

Ralf Cuntze

Open Access

Wissenschaftskommunikation ist Brückenbau

Wissenschaft vermag in Zeiten mit komplexen Herausforderungen wie der digitalen Revolution oder dem Klimawandel aufzuklären, Unsicherheiten zu nehmen, Diskurse anzustoßen, aus denen Lösungsansätze entstehen. Dabei, stellt Anja Karliczek fest, gehe es um nichts weniger als den Zusammenhalt der demokratischen, offenen Wissensgesellschaft. Deshalb liege eine wichtige Aufgabe heute darin, die Wissenschaftskommunikation weiterzuentwickeln, sodass wissenschaftliche Erkenntnisse in der Gesellschaft ankommen und Menschen sie verstehen. So können am Ende auch soziale Innovationen entstehen, die konkret dazu beitragen, Wohlstand zu erhalten. Karliczek plädiert für einen Kulturwandel: Anerkennungs- und Reputationsmechanismen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen sich ändern, sodass gut praktizierte Wissenschaftskommunikation letztlich auch eine Karriere befördern kann. Wissenschaftskommunikation solle künftig noch stärker als bisher als Kernbestandteil von Forschungsprojekten finanziert und bei der Auswahl für eine Förderung berücksichtigt werden.

Anja Karliczek

1. Selbststeuerung: Viel denken, doch nichts ist durchdacht

Vom Umgang mit den persönlichen Überzeugungen, Annahmen und Erfahrungen

Natürlich wissen Sie, dass Sie den anderen nicht ändern können, sondern nur sich selbst. Sie wissen das schon lange, verhalten sich aber nicht danach.Natürlich wissen Sie, dass Ihnen Ihre Erfahrung nur zeigt, wie etwas funktioniert hat und nicht, wie es funktionieren wird. Sie wissen das schon lange, verhalten sich aber nicht danach.Natürlich wissen Sie, dass Sie in Ihrem Denken nicht immer richtig liegen. Sie wissen das schon lange, verhalten sich aber nicht danach.In diesem Kapitel geht es um die Art und Weise Ihres Denkens und welchen Einfluss dieses auf Ihr Verhalten hat. Es geht darum, etwas, dass Sie schon lange zu wissen glaubten, noch mal neu zu bewerten. Und zwar so, dass Sie womöglich den Nutzen erkennen, sich nun tatsächlich entsprechend Ihres Wissens zu verhalten.Durch Praxisbeispiele, theoretische Erklärmodelle und Hypothesen werden Sie aufgefordert, Ihre Denkgewohnheiten und Ihre Erfahrungen auf den Prüfstand zu stellen, um neu über Altes nachzudenken. Neu im Sinne von „anders“. Alt im Sinne von „sicher geglaubt“.Ein Kapitel für die …… die hier und da an die Grenzen ihrer Gelassenheit stoßen und ahnen, dass das auch etwas mit dem eigenen Denken zu tun hat.… die sich nicht mehr über andere aufregen wollen, doch bisher nicht genau verstanden haben, wie das gehen kann.… die die Antworten hierzu nicht scheuen und bereit sind, sich Zeit zum Denken zu nehmen.

Alexandra Götze

Kapitel 4. Innere Hüllen

In den Kapiteln XIII-1 bis XIII-9 stehen äußere Hüllbauteile im Mittelpunkt der Betrachtung. In der Folge sollen innere Hüllbauteile in ihren bautechnisch wichtigsten Varianten näher beleuchtet werden. Die Verfasser sind davon überzeugt, dass es das Verständnis der baukonstruktiven Fragestellungen im Zusammenhang mit inneren Hüllen erleichtert, wenn diese nach vergleichbaren Kriterien und Merkmalen geordnet und untersucht werden wie äußere Hüllen.

José Luis Moro

Kapitel 2. Verbindungen

Fast alle Bauwerke setzen sich aus einer Vielzahl einzelner Bestandteile zusammen, die zu einem funktionsfähigen Ganzen zusammengefügt bzw. verbunden sind. Sowohl die Differenzierung in funktional unterschiedlich belegte Teile – wie Fenster und Mauer – als auch die bei der Herstellung zumeist unumgängliche Unterteilung der Baustruktur in kleinere gleichartige Segmente setzt ein Fügen bzw. Verbinden von Einzelteilen voraus. a b Anforderungen, die an das Gesamtbauwerk gestellt werden, gelten dabei ggf. auch für die einzelne Verbindung.

José Luis Moro

Kapitel 7. Gesellschaftliche Perspektive

Nicht zuletzt angesichts vielfältiger globaler Krisen und Risikopotenziale hat die Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Komplexitätsbewältigung in den letzten Jahren wachsende Bedeutung erfahren. Vor diesem Hintergrund geben die folgenden Unterkapitel einen Überblick über unterschiedliche Ansätze, die sich dem insgesamt noch wenig erschlossenen Leitbild der komplexitätsfähigen Gesellschaft von unterschiedlichen Richtungen her annähern. Der älteste und derzeit noch dominanteste Diskurs assoziiert das Konzept der „Entwicklung“ einer Gesellschaft mit ihrer Komplexitätsfähigkeit.

Karim Fathi

4. Auswirkungen der VOB/A auf die Vergabe öffentlicher Bauaufträge

Die Beschaffung einer Bauleistung durch öffentliche Auftraggeber (zum Begriff s. oben Abschn. 1.2.3 ) wird durch das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und – schwerpunktmäßig – die VOB/A geregelt. Die darin enthaltenen Regelungen sehen vor, dass die Beschaffung in mehr oder weniger formalisierten Verfahren und unter Einhaltung der inhaltlichen Vorgaben des Vergaberechts durchgeführt werden muss.

Corinna Contag, Stephan Götze

5. Verordnungstexte

Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen Teil A: Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen – Fassung 2019

Corinna Contag, Stephan Götze

Kapitel 15. Der gegliederte Querschnitt

Heutzutage ist es schon allein deshalb kein Problem, einen Fluss, der den Weg zum gewünschten Ziel kreuzt, zu queren, weil die Straßenführung uns direkt zu einer Brücke oder einen Tunnel leitet. Im Zeitalter vor dem Brückenbau führte der Weg aber oftmals zu einer Furt, die zwar seicht, aber dennoch nicht trockenen Fußes vom Wanderer durchschritten werden musste. Bei einer solchen Querung kann man beobachten, dass der Fluss am Ufer noch sehr flach ist und die Fließgeschwindigkeiten gering sind, wenn überhaupt spürbar.

Andreas Malcherek

Kapitel 8. Lebenszyklus

Spricht man von dem Lebenszyklus von Bauwerken, so sei hier unabhängig vom Baustoff ein Bildvergleich bei Brücken mit verschiedenen Baustoffen aufgezeigt, der auch ein wenig zum allgemeinen Verständnis beitragen soll.

Bernhard Wietek

Kapitel 2. Wille und Wollen

Genau in der Mitte zwischen Wille und Wollen liegt die Tat. So habe ich es einmal in meinen jungen Jahren in einem Text für ein Lied formuliert. Bis jetzt – Jahrzehnte später – habe ich keine bessere Kurzformel gefunden für das Dilemma zwischen Wille und Wollen.

Lothar Volkelt

5. Werkstoffe, Wärmebehandlung, Oberflächenbehandlung

Sichere Funktion sowie Herstellkosten (zum Teil auch Betriebskosten) von Maschinen hängen in hohem Maße von der Wahl des Werkstoffs und dessen Wärmebehandlung ab. Mitunter ergibt sich die optimale Lösung durch eine zusätzliche Oberflächenbehandlung der Maschinenteile (Überzüge, Beschichtungen).Dieses Kapitel enthält neben allgemeinen Hinweisen zur Werkstoffauswahl ausführliche spezifische Eigenschaften von Eisenmetallen und deren Wärmebehandlungen sowie von Nichteisenmetallen und seinen Legierungen. Es werden mögliche Überzüge auf Metalle vorgestellt sowie grundlegende Eigenschaften von Kunststoffen und keramischen Werkstoffen.

Gustav Niemann, Hans Winter, Bernd-Robert Höhn, Karsten Stahl

3. Praktische Festigkeitsberechnung

Mit Hilfe der Festigkeitsberechnung werden die Spannungen und Verformungen eines Bauteils ermittelt und es wird geprüft, ob ein Versagen, d. h. Bruch, unzulässige plastische oder elastische Verformung oder Instabilität (Knicken oder Beulen), mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Die Sicherheiten gegen diese Versagensgrenzen sollen aber nicht unnötig hoch sein, um den Werkstoff sinnvoll auszunutzen und um wirtschaftliche Lösungen erzielen zu können: sichere Funktion bei minimalen Kosten. Im folgenden Kapitel werden der statische und dynamische Festigkeitsnachweis auf Basis der FKM-Richtlinie (2012) detailliert beschrieben. Es werden die Besonderheiten bei der Tragfähigkeit von Kunststoffbauteilen und die Grundlagen der Betriebsfestigkeit und Bruchmechanik vorgestellt.

Gustav Niemann, Hans Winter, Bernd-Robert Höhn, Karsten Stahl

Kapitel 9. Urheberrecht

Das Urheberrecht dient dem Schutz des „geistigen Eigentums“. Es soll verhindern, dass jemand fremde geistige Leistungen verwertet, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen.

Udo Branahl

3. Das Weggrößenverfahren

Die bisherige Vorgehensweise der strukturmechanischen Analyse von Tragwerken über die Definition der Kraftgrößen als primäre Variablen und die Formulierung von Gleichgewichtsbedingungen wird in diesem Kapitel durch eine alternative Vorgehensweise ergänzt, die auf den Weggrößen als primären Variablen basiert und kinematische Verträglichkeitsbedingungen aufstellt. Das damit eingeführte Weggrößen- oder Formänderungsverfahren ist die Grundlage der modernen diskreten Modelle der Strukturmechanik, der Finitelemente Verfahren. Das Kapitel zeigt auf, dass die Gleichungen des Weggrößenverfahrens durch Inversion der Gleichungen des Kraftgrößenverfahrens verstanden werden können und sich damit direkt aus dem matriziellen Kraftgrößenverfahren des Kap. 2 herleiten lassen.Das Weggrößenverfahren wird, wie das Kraftgrößenverfahren, zunächst in unabhängigen inneren Stabvariablen formuliert und anschließend auf vollständige Variablen erweitert. Zum Abschluss wird daraus als Übergang zu den Finitelemente Methoden, die direkte Steifigkeitsmethode abgeleitet.

Wilfried B. Krätzig, Reinhard Harte, Carsten Könke, Yuri S. Petryna

10. Federn

Herbert Wittel, Dieter Jannasch, Joachim Voßiek, Christian Spura

Kapitel 2. Geschichte der TU Graz und des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft

Im Jahr 1811 schenkt Erzherzog Johann seine persönlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen dem eigens gegründeten Joanneum als Hilfsmittel zur Förderung der Naturgeschichte, Ökonomie, Physik, Technologie und Chemie. Am 26. November 1811 überreicht Erzherzog Johann die Schenkungsurkunde dem steirischen Landtag. Dieser Tag gilt als Gründungstag des Joanneums und damit auch der heutigen Technischen Universität Graz.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Kapitel 7. Gemeinkosten in Sachnachträgen – Lösungswege im Streit um die angemessene Höhe

Gemeinkosten werden in der unternehmerischen Preisermittlung regelmäßig nur sehr überschlägig, zumeist in Abhängigkeit des erwarteten Umsatzes veranschlagt. Lediglich für Teilleistungen, die üblicherweise in Baustellengemeinkosten (BGK) verrechnet werden, erfolgt je nach angewendetem Kalkulationsverfahren eine genauere Kalkulation und Aufgliederung. Die in den Gemeinkosten verrechneten Teilleistungen und deren tatsächliche Kosteneigenschaften sind in der hinterlegten Urkalkulation dadurch vielfach sehr intransparent.

Frank Kumlehn, Patrick Schwerdtner

1. Was sind finite Elemente?

Auf der ersten Blick sind finite Elemente einfach: Man unterteilt ein Tragwerk in kleine Elemente, ersetzt die Belastung durch Knotenkräfte und formuliert das Gleichgewicht in den Knoten. Man kommt so schnell in die Methode hinein aber im Grunde auch nicht sehr viel weiter, was schade ist, denn man verpasst doch sehr viel.

Friedel Hartmann, Casimir Katz

Kapitel 2. Die Bestandteile einer vollständigen Bewerbung

Nun geht es um die Frage, was eine erfolgreiche Bewerbung enthalten und wie das Ganze aussehen soll. Um diese Frage zu erörtern, möchte ich zunächst einen bildlichen Vergleich ziehen, denn die perfekte Bewerbung ist strukturell vergleichbar mit einem erfolgreichen Fach- bzw. Sachbuch.

Martin Sutoris

Kapitel 6. Elemente des Gesprächs

Die gute Nachricht vorab: Die meisten Bewerber, die ein Vorstellungsgespräch hatten, sind sehr erleichtert, weil es weniger „schlimm“ war als befürchtet. Denn oftmals haben sie in Internetrecherchen den Eindruck erhalten, dass es in diesem Gespräch sprichwörtlich wie in der Höhle der Löwen zugeht und man achtgeben muss, unversehrt wieder herauszukommen. Im Anschluss an das Gespräch können sie handfeste Tipps geben, worauf man besonders achten sollte, was gut funktionierte, was man noch besser machen könnte und was man das nächste Mal lieber nicht tun oder sagen sollte.

Martin Sutoris

Kapitel 1. Einleitung

Kap. 1 setzt sich mit dem Begriff „Digitalisierung“ auseinander. Es nennt diesbezüglich wichtige Technologien und stellt die elektronische Vernetzung von Menschen und Maschinen mittels Internet als einen Hauptpfeiler der Digitalisierung dar. Es zeigt, dass dabei die Diskrete Fourier-Transformation DFT (bzw. die Fast Fourier Transformation, FFT) eine wichtige Rolle spielt. Es begründet des Weiteren, warum in diesem essential auch das Abtasttheorem behandelt wird – als theoretische Grundlage für die Wandlung analoger in digitale Signale und als didaktisch vorteilhafte Brücke zur Herleitung der DFT.

Jörg Lange, Tatjana Lange

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Dagmar Drüll

Holzbau

Die Tradition des Holzbaus reicht sehr weit bis zu den Ursprüngen der Menschheitsgeschichte zurück. Bemerkenswert ist das hohe Maß an holzbautechnischem Wissen, auf das man beim historischen Umgang mit Holz im Bauen stößt und das uns die noch heute vorhandene lange Erfahrung und Bautradition im Holzbau erahnen lässt. Das Wissen um diesen Baustoff ist bis heute in tradierter gebauter Form an den erhaltenen historischen Holzbauten ablesbar.

José Luis Moro

Stahlbau

Eine frühe Blüte der Eisenindustrie begann in Indien um 2000 v. Chr. Die Kutubsäule in der Nähe von Delhi besteht aus fast chemisch reinem Roheisen. Sie wurde aus einzelnen Eisenblöcken zusammengeschmiedet. Sie datiert aus dem 9. Jh.v.Chr. Das Gewicht der Säule beträgt 17 000 kg, ihre Länge ca. 16 m. Bis heute zeigen sich keine Spuren von Korrosion.

José Luis Moro

9. Abzählen von Graphen und Bäumen

Die Bestimmung der Anzahl einer speziellen Klasse von Graphen liefert interessante Beispiele für die Anwendung der in den ersten Kapiteln betrachteten Methoden der Kombinatorik. Neben erzeugenden Funktionen und Rekurrenzgleichungen werden wir speziell auch auf Methoden der Gruppentheorie zurückgreifen. Die erste Frage, die wir hier näher untersuchen werden, ist: Wie viel Graphen mit n Knoten gibt es? Die Lösung dieses Problems wird jedoch erst möglich, wenn klar ist, was wir unter einem Graphen verstehen. Beschränken wir uns auf schlichte ungerichtete Graphen, so bleibt immer noch zu klären, wann zwei Graphen als identisch angesehen werden. Für viele Probleme der Graphentheorie werden zueinander isomorphe Graphen identifiziert. Wir sprechen dann von einer Isomorphieklasse von Graphen.

Peter Tittmann

Kapitel 1. Einleitung

Der Zeitraum von 1850 bis 1950 wird gemeinhin als „das goldene Zeitalter der Ingenieurkunst“ bezeichnet. Das Bauen dieser Jahre hatte wesentlich eine lokale Bedeutung. Dementsprechend war auch die Ingenieurtätigkeit bei technischen Problemen vornehmlich von fachspezifischen Detailfragen örtlich begrenzter Dimensionen dominiert, und weniger von weiteren ökologischen und humanistischen Zusammenhängen der Kultur.

Michael Scheffler

13. Verkehrslasten und Windlasten auf Brücken

Der folgende Beitrag behandelt die Ermittlung von Verkehrslasten und Windlasten auf Brücken. Verkehrslasten auf Brücken werden in DIN EN 1991-2 (Eurocode 1 – Einwirkungen auf Tragwerke – Teil 2: Verkehrslasten auf Brücken) [1] einschließlich des zugehörigen Nationalen Anhangs (DIN EN 1991-2/NA) [2] geregelt. Für die Ermittlung von Windlasten, die auf Brücken anzusetzen sind, gilt DIN EN 1991-1-4, Abschn. 8 [3] einschließlich des zugehörigen Nationalen Anhangs DIN EN 1991-1-4/NA [4].

Peter Schmidt

2. Geneigte Dächer

Dächer sind in ihrer Variantenvielfalt und Gestaltung entscheidend prägend für den Gesamteindruck eines Gebäudes. Die Ausbildung von geneigten Dächern wird durch das Klima, die Region, den verwendeten Baustoff, bautechnische Traditionen und die Nutzungsart der Gebäude bestimmt.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

11. Gerüste und Abstützungen

Gerüste erfordern für Entwurf, Berechnung und Ausführung den Einsatz von Fachleuten und Unternehmen, die eine sorgfältige Ausführung gewährleisten.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

3. Bewertung von Elementen und Aufbau von Strukturen

Als wissenschaftliche Grundlage für die Vorbereitung und Anwendung einer „Kunst des Strukturierens“ für technische Disziplinen erfolgte die Erarbeitung der Dissertationsschrift über „Dynamische Modelle“, die in der Technischen Universität Dresden verteidigt wurde [1]. Sie besteht aus einem Textband mit den wissenschaftlichen Grundlagen. Der Anlagenband enthält die Ergebnisse der Berechnung mit dem Analogrechner endim 2000 und Aufzeichnungen von 127 Schrieben des Schwingungsverhaltens von Einmassenmodellen mit linearen und nicht linearen Federkennlinien und Dämpferkennlinien der Aufhängung einer konzentrierten Einzelmasse in der Anlage 1 zur Dissertation. Die Anlage 2 besteht aus einer Zusammenstellung von linearen Zweimassenmodellen mit den berechneten und aufgezeichneten 111 Analogrechnerschrieben. Die Anlage 3 enthält die ersten, vom Ziffernrechner ZRA-1 berechneten Eigenwerte und Eigenformen mit Trägerskizzen, Tabellen und ausführlichen Erläuterungen sowie die Kontrolle der Richtigkeit der berechneten Eigenwerte. Die Anlage 4 stellt die Maßeinheiten für die Modelle sowohl für das internationale metrische Dimensions- und Maßeinheitensystem als auch für ein Yard-Pound-System mit den Definitionen dimensionsloser Größen der Mechanik, Physik und Elektrotechnik einschließlich der Umrechnung von Maßeinheiten des metrischen in Einheiten des Yard-Pound-Systems zusammen. Dazu wurden am Schluss 295 studierte Quellen aus der internationalen Literatur beschafft und für die Dissertationsschrift ausgewertet.

Rudolf Pitloun

4. Räumliche Tragwerkstrukturen

Tragwerke des Hochbaus und Brückenbaus sind in der Regel räumliche Strukturen. Für Berechnungszwecke zerlegt man sie in ebene Strukturen, einachsige Strukturen und Einzelmassen. Hochbauten werden zerlegt in Wände und Decken, Brücken werden oft als einachsige Brückenträger modelliert. Nachfolgend wird ein ebenes Rahmenbeispiel für den Vergleich zweier Tragwerksvarianten mit zwei und vier Stockwerken ausgewählt. In Abb. 3.11 sind die Varianten skizziert und mit Bildtexten erläutert. Variiert wird die Anzahl der Stockwerke. Als Vergleichskriterium werden die ersten Eigenwertmaßzahlen gewählt. Beim zweistöckigen Rahmen ergibt sich die erste Eigenwertmaßzahl 0,232, beim vierstöckigen Rahmen 0,482, wenn die Gesamthöhen der Tragwerke gleich sind. Unter den Skizzen sind die Maßstäbe der Elementlängen und Biegemomente eingezeichnet, die für beide Trawerkvarianten gelten.

Rudolf Pitloun

1. Ziel des Buches und Inhaltsübersicht

Das Ziel des Buches über Tragwerkstrukturen und über andere Strukturen ist die Erweiterung der herkömmlichen Entscheidungsgrundlagen nach der zur Zeit gültigen Vergabe- und Vertragsordnung beim Entwurf und der Erhaltung vorhandener Bauten nach Baupreisen sowie nach Daten optimaler Strukturen der Baukonstruktionen für vorzulegende Berechnungen zum Vergleich der betrachteten Strukturvarianten zusammen mit Preisen.

Rudolf Pitloun

7. Eisenbahnbrücken, Tunnel und Ingenieurbauwerke

Als Ingenieurbauwerke bezeichnet die DIN 1076 Brücken, Tunnel, Trogbauwerke, Stützbauwerke mit mindestens 1,5 m sichtbarer Höhe, Lärmschutzwände mit mindestens 2 m sichtbarer Höhe und Bauwerke, für die ein statischer Einzelstandsicherheitsnachweis erforderlich ist, z. B. Regenrückhaltebecken und Schachtbauwerke.Die erste mit Lokomotiven betriebene Eisenbahn in Deutschland nahm 1835 den öffentlichen Personen- und Güterverkehr auf. Und dies bereits mit der bis heute üblichen Normalspur mit einer Spurweite von 1435 mm. Der Aufbau des Eisenbahnnetzes erfolgte anfänglich durch private Gesellschaften sowie bald auch durch Staatsbahnen.Nach der deutschen Einigung von 1871 entstand in den einzelnen Bundesstaaten eine Reihe von staatlichen Länderbahnen. Die zahlreichen in dieser Zeit gebauten Privatbahnen bedienten i. d. R. den Regional- und Nahverkehr. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Länderbahnen vom Deutschen Reich übernommen und in der 1924 gegründeten Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zu einem einzigen Staatsunternehmen zusammengefasst, das den größten Teil des Eisenbahnverkehrs in Deutschland betrieb.

Dipl.-Ing. Tristan Mölter, Dipl.-Ing. Michael Fiedler

Kapitel 8. Irrtum 8: Mein Unternehmen ist einzigartig – Vergleichbares gibt es nicht

Es ist menschlich, dass jeder sich für einzigartig hält. Und es ist auch menschlich, dass jeder Unternehmer sein Unternehmen, das er aufgebaut hat, das er führt, für einzigartig hält. Das wissen die Kunden „natürlich“! Glauben Sie das im Ernst? Nein, „natürlich“ nicht. Denn es ist ein Irrtum zu glauben, es gäbe für Sie, Ihr Know-how, für Ihr Unternehmen, für Ihre Produkte, für Ihre Dienstleistungen keinen Ersatz. „Irgendwo“ gibt es den ganz bestimmt.

Claudia Ossola-Haring, Andreas Schlageter, Stephan Schöning

2. Herausforderungen im Rahmen Ökonomischer Bildung

Folgt man Czycholl, so kann man Wirtschaftsdidaktik als die Theorie Ökonomischer Bildung, als diejenige Disziplin verstehen, die sich mit denjenigen wissenschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt, die „sich auf Planung, Realisation und Kontrolle und auf den korrespondierenden Bedingungsrahmen von auf Wirtschaft ausgerichteten Lehr- und Lernprozessen als Ganzes oder einzelner Elemente davon beziehen“ (Czycholl 1974, S. 28).

Andreas Liening

Kapitel 7. Schlussbetrachtung

In den vorherigen Kapiteln sind neben den Grundlagen der Konjunkturtheorien und -politik insbesondere die unterschiedlichen Arten von bauspezifischen öffentlichen Investitionen, deren Ausprägung sowie Inhalte und Wirkweisen vergangener Konjunkturmaßnahmen der Bundesrepublik Deutschland beschrieben worden. Hintergrund ist einerseits der Wunsch, volkswirtschaftliche Entwicklungen durch derartige Maßnahmen zu beeinflussen, andererseits der erhebliche Bedarf an öffentlichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen im Infrastruktur-, Tief- und Hochbau. Aktuell wird diesem Investitionsstau durch eine Vielzahl an Investitionen entgegengewirkt.

Jens Otto, Michael Ditzen

Kapitel 7. Wasserspeicherung

Für die Wasserspeicherung waren bis 1998 ausschließlich die vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im damaligen Fachausschuss „Wasserbehälter“ entwickelten folgenden Arbeits- und Merkblätter ausschlaggebend.

Gerhard Merkl

Kapitel 4. Konferenzen

In diesem Kapitel wird eine Reihe an wichtigen Umwelt- und Klimakonferenzen, Übereinkommen und Konventionen vorgestellt. Die Fülle der Konferenzen machte es nötig, eine Auswahl zu treffen, die naturgemäß „subjektiv“ ausfällt. Die Konferenzen werden auf der Basis der von den Vereinten Nationen offiziell herausgegeben Dokumente referiert, ohne kommentiert oder bewertet zu werden.

Ulrich Ranke

11. Werkstoffe und ihr Verhalten beim Schweißen

Die aus Rohstoffen produzierten Werkstoffe sind Ausgangsprodukt für die Herstellung von Halbzeugen und Fertigprodukten wie Werkstücke und Werkzeuge. Werkstoffe teilt man vereinfacht in metallische und nichtmetallische Werkstoffe ein, Abb. 11.1.

Volkmar Schuler, Jürgen Twrdek

12. Anforderungsgerechte Gestaltung von Schweißkonstruktionen

Die anforderungsgerechte Gestaltung ist eine branchenneutrale Gliederung allgemein gültiger Konstruktionsregeln..

Volkmar Schuler, Jürgen Twrdek

2. Werkstofftechnik

Kapitel 1.1 Werkstofftechnik Werkstoffe sind für die Konstruktion nützliche, feste Stoffe. Man kann sie in folgendermaßen einteilen [4], [12]:- Metalle als gute elektrische Leiter, auch bei tiefen Temperaturen plastisch verformbar, chemisch nicht immer sehr beständig,- Keramische Werkstoffe als schlechte elektrische Leiter, nicht plastisch verformbar, chemisch sehr beständig,- Kunststoffe als schlechte elektrische Leiter, bei erhöhter Temperatur plastisch verformbar, chemisch an Luft bei Raumtemperatur beständig, geringe Dichte, nicht sehr hitzebeständig,- Sonstige Werkstoffe: Gläser, Holz, Papier, Leder, Baustoffe,- Als weitere Werkstoffgruppe kommen die Verbundwerkstoffe hinzu, die sich aus der Kombination von mindestens zwei Werkstoffen mit verschiedenen Eigenschaften zusammensetzen. Kapitel 1.2 Wärmebehandlungstechnik Die Wärmebehandlung und die damit verbundenen Phasenumwandlungen beeinflussen die Verwendbarkeit der Werkstoffe erheblich. Dabei wird das Gefüge der Bauteile verändert durch z.B. Diffusion und Platzwechselmechanismen. Kennzeichnend sind diesbezüglich die Umwandlungsdiagramme, wie z.B. das Eisen-Kohlenstoff Diagramm oder ZTA ZTU-Schaubilder. Letztlich wird die gewünschte Wärmebehandlung gesteuert durch die Wärmebehandlungseinrichtungen.

Prof. Dr.-Ing. Karlheinz Schiebold

Dauerhaftigkeit

exponentiell gestiegenen Komfortansprüchen – sind auch die in den letzten 25 Jahren explodierten Baukosten zu erklären, die inzwischen einen kritischen Denkprozess in Gang gesetzt haben.

José Luis Moro

1. Statik Einführung

Schlägt der technisch interessierte Studierende in der Buchhandlung oder Bibliothek auch mal ein philosophisches Buch auf, so trifft er auf Namen, die er aus seiner Schulzeit - aus dem Mathematik- oder Physikunterricht - noch kennt, Es sind dies die Namen GALILEI, DESCARTES, NEWTON usw. Diese Herren kennt der Studierende als Physiker, Mathematiker, Astronomen, Naturforscher - nicht aber als Philosophen. Sie werden im oben genannten Buch aber als Philosophen bezeichnet.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Frieske

6. Offshore

Die Tätigkeiten auf dem Meer, die nicht der Beförderung von Mensch und Tier oder dem Warenaustausch von Gütern dienen, sind vielfältig. Um die Schifffahrt aufrecht zu erhalten, sind Bagger verschiedenster Bauart, Hafen‑, Hochsee‑ und Notschlepper, Tonnenleger, Eisbrecher oder auch Dienstfahrzeuge für ein breites Spektrum von Aufgaben im Einsatz. Zahlreiche Spezialschiffe, darunter Versorger, Ankerzieher, Röhrentransporter, Wohn‑ und Wachschiffe, arbeiten in der Offshore‐Industrie. Schwimmkräne, Kranschiffe, Kabel‑ und Rohrleger sowie Forschungsschiffe erledigen weitere Sonderaufgaben. Zum Transport von Öl und Gas werden unterseeische Pipelines verlegt, für die hochspezialisierte Schiffe mit anspruchsvollen Verlegeeinrichtungen unterschiedlicher Technik entworfen werden. Aufgrund des hohen Standards gehören derartige Hightech-Fahrzeuge zu den wenigen Schiffstypen, für die europäische Werften noch Aufträge erhalten. Auch für den neuen Offshore-Bereich Windkraft sind zahlreiche neuartige Spezialfahrzeuge entworfen und zum Einsatz gebracht worden. Die Errichtung von Offshore-Windparks erfordert umfangreiche Vorarbeiten, wie Boden- und Umweltexplorationen, für die oft aus anderen Schiffstypen umgebaute Hilfsschiffe beschäftigt sind. Nach dem wegen der widrigen Wetterbedingungen technisch anspruchsvollen Aufbau der Kraftwerke durch Installationsschiffe bleiben regelmäßige Wartungs- und Kontrollaufgaben, Reparaturen oder sogar der Austausch von fehlerhaften Rotoren und Generatoren auszuführen.

Ralf Witthohn

3. Historische Konstruktionen und Verbindungen

Seit den Anfängen des Holzbaus wurden die vielfältigsten Verbindungsarten entwickelt und ausgeführt. Schon vor unserer Zeitrechnung entwickelten Zimmerer Holzverbindungen, bei denen Holzstäbe mit gleichen oder verschiedenen Richtungen in Knotenpunkten zusammenstießen. Diese Verbindungen konnten keine nennenswerten Zugkräfte übertragen. Als älteste Verbindung ist die Verblattung bekannt; sie wurde ursprünglich mit Keilen gesichert. Später wurden die unterschiedlichsten Zapfenverbindungen entwickelt, anfangs ebenfallsverkeilt, dann mit Holznägeln gesichert.Der traditionelle Zimmermannsholzbau ist durch die Verbindungen geprägt, mit denen Holzstäbe (Balken, Sparren, Pfetten, Schwellen usw. aus Kant- oder Rundhölzern) zum Tragwerk „verbunden“ wurden. Diese Verbindungen waren „Stoßverbindungen“, bei denen die aufzunehmenden Kräfte nur durch Druckkontakt und gegebenenfalls durch Reibung übertragen werden.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

2. Holzbau – Eine Geschichte innovativer Bautechnik

Als der altbabylonische König Hammurabi (1728 bis 1686 v. Chr.) vor ca. 3700 Jahren die Verantwortlichkeit der Baumeister für die Sicherheit von Bauwerken durch Gesetz regelte, blickten die Menschen schon auf ca. 5000 Jahre bauliche Tätigkeit zurück, denn mit den Anfängen der Landwirtschaft im Nahen Osten und in Europa war es notwendig, dauerhaftere Bauten zu errichten.Den Menschen galt der größtenteils regional verfügbare Werkstoff Holz wegen seiner vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten seit jeher als „Materie“ schlechthin. Dabei reicht die traditionelle Verbindung des Menschen zum Baustoff Holz zurück bis in die Anfänge der Schaffung primitiver windschützender Erdhüttenmit Schutzdächern aus Holz, die man auf ca. 40.000 Jahre vor der Zeitrechnung datiert.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

Kapitel 5. Kinematik von ebenen Stabtragwerken

Bisher ist die Berechnung der Zustandslinien M,Q und N von statisch bestimmten Stabtragwerken erfolgt. Dies ist mit dem Schnittprinzip mӧglich, wenn die Gleichgewichtsbedingungen eingesetzt werden. Statische Systeme kӧnnen nur dann im Gleichgewicht sein, wenn sie nicht verschieblich sind.

Dieter Dinkler

Kapitel 4. Bilanzierung der staatlichen Straßeninfrastruktur in Deutschland

Für die Bereitstellung von technischen Anlagen des Verkehrsträgers „Straßenverkehr“ sind in Deutschland Verwaltungen zuständig. Um Mobilität zu ermöglichen, bedarf es Verwaltungsstrukturen für die Planung, den Bau, den laufenden Betrieb und die Erhaltung des Straßennetzes. Diese haben die langfristige Funktionsfähigkeit eines Straßennetzes zum Transport von Menschen und Gütern sicherzustellen.

Reinhardt Stuhr

17. Erfahrungen aus sozialen Projekten als Best Practice für die VUCA-Welt

Erfahrungen aus sozialen Initiativen und die Analyse von sozialem Engagement bieten Best Practices für die VUCA-Welt, wobei das Akronym VUCA für die Herausforderungen aus Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity steht. Der soziale Sektor in Deutschland funktioniert deutlich anders als Wirtschaftsunternehmen. Und dennoch gelingt es diesem Sektor, auf Veränderungen in der Gesellschaft zu reagieren. Der Beitrag beschreibt nach einer Erläuterung des Zusammenspiels aus Heldenrat Verein und GmbH als „Social Business“ eine Reihe von Erfahrungen aus sozialen Initiativen, die sich auf Unternehmen übertragen lassen. Anschließend wird der Blick auf den VUCA-Ansatz mit der Frage gerichtet, welche Denk-Kompetenzen in diesem Umfeld benötigt werden. Mithilfe der Beispiele lässt sich zeigen, wie diese Kompetenzen über Erfahrungen aus dem sozialen Sektor geschärft werden und Erkenntnisse aus gemeinwohlorientieren Organisationen als Best Practice für Unternehmen in der VUCA-Welt dienen können.

Dr. Hilke Posor, Dr. Thomas Leppert

E3. Eigenschaften und Verwendung der Werkstoffe

Als Eisenwerkstoffe werden die für Bauteile und Werkzeuge anwendbaren Metalllegierungen bezeichnet, bei denen der mittlere Gewichtsanteil an Eisen höher als der jedes anderen Legierungselements ist. Sie werden in die Gruppe der Stähle und Gusseisenwerkstoffe aufgegliedert. Beide Gruppen unterscheiden sich vor allem im Kohlenstoffgehalt und weisen teilweise sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. Während die Stähle Eisenwerkstoffe darstellen, die sich i. Allg. für die Warmumformung eignen, erfolgt die Formgebung der Gusseisenwerkstoffe durch Urformen (s. S2). Abgesehen von einigen Cr‐reichen Stählen liegt der C‐Gehalt der Stähle unter rd. 2 %, der C‐Gehalt der Gusseisenwerkstoffe über 2 %. Während bei Stählen der Kohlenstoff im Eisengitter gelöst oder in chemisch gebundener Form als Karbid vorliegt, tritt er im Gusseisen teilweise als Graphit auf. Stahlguss, dessen Formgebung ebenfalls durch Urformen erfolgt, wird zur Gruppe der Stähle gerechnet.Im stabilen Eisen‐Kohlenstoff‐System tritt Kohlenstoff als Graphit in hexagonaler Gitterstruktur auf. Diese Gleichgewichtsphase stellt sich nur bei extrem langen Glühzeiten ein. Bei den üblichen Wärmebehandlungen der Stähle liegt Kohlenstoff in chemisch gebundener Form als Eisenkarbid Fe3C (Zementit) vor. Für technische Zwecke wird daher in der Regel statt des Systems Eisen‐Kohlenstoff das metastabile System Eisen‐Zementit betrachtet, wenn auch im Bereich des Gusseisens (C > rd: 2 %) eine teilweise Graphitbildung erfolgt, der reale Werkstoffzustand also zwischen dem des stabilen und des metastabilen Systems liegt.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Oechsner, Prof. Dr.-Ing. Christina Berger, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Kloos

G10. Anhang G: Diagramme und Tabellen

Anhang G: Diagramme und Tabellen

Prof. Dr.-Ing. Helmut Wohlfahrt, Dr.-Ing. Hanfried Kerle, Prof. Dr.-Ing. P. Dietz, K. Thomas, M. Kaßner, T. Widder, Prof. Dr.-Ing. Klaus Dilger, Prof. Dr.-Ing. Heinz Mertens, Prof. Dr.-Ing. Robert Liebich, Prof. Dr. rer. sec. Heinz Dieter Motz, Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Prof. Dr.-Ing. Armin Lohrengel, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Poll, Prof. Dr.-Ing. Ludger Deters, Prof. Dr.-Ing. Bernd-Robert Höhn, Prof. Dr.-Ing. Burkhard Corves

U1. Grundlagen

Die Aufgabe der Fördertechnik ist das Fortbewegen (Fördern) von Gütern und Personen über begrenzte Entfernung innerhalb einer örtlich begrenzten und zusammenhängenden Betriebseinheit unter Einsatz von technischen Mitteln, den Fördermitteln. Zu ihnen gehören die Fördermaschinen (s. U1.1.2).Der Transport von Gütern und Personen über große Entfernungen ist ein Aufgabengebiet der Verkehrstechnik. Verkehrsmittel sind Lkw, Bahn, Schiff, Flugzeug. Der Transport von Flüssigkeiten und Gasen durch Rohrleitungen ist ein Aufgabengebiet der Verfahrenstechnik.Das Fachgebiet Fördertechnik befasst sich mit der Projektierung und Konstruktion der Fördermittel sowie mit der Planung und Projektierung von Materialflusssystemen [1]. Der Materialfluss entsteht durch die Verkettung aller Vorgänge beim Gewinnen, Be‐ und Verarbeiten sowie bei der Verteilung von Gütern innerhalb festgelegter Bereiche. Materialflusssysteme, behandelt in [2, 3], entstehen in der Regel aus einer sinnvollen Verkettung von Fördermaschinen. Richtlinien zur Planung der Materialflusssysteme enthalten [4, 5].

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner, Prof. Dr.-Ing. Hans-Georg Marquardt, Prof. Dr.-Ing. Jan Scholten, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Wehking, Prof. Dr.-Ing. Thorsten Schmidt, Prof. Dr.-Ing. Michael Ketting

Teilhaberfonds: Wohlstand für alle ermöglichen

Mitarbeiterkapitalbeteiligung hat für Gesellschaft wie für Governance eine große Bedeutung. Die Finanzbranche tut gut daran sie zu fördern, zum einen durch die Integration in ESG-Kriterien, also Kriterien, die sich auf Umwelt, gesellschaftliche Auswirkungen und die Unternehmensführung („environment, social and governance“; ESG) beziehen, zum anderen durch das Angebot von Teilhaberfonds. Teilhaberfonds zeichnen sich darüber aus, dass sie den Anteilseignern die Wahrnehmung von Eigentumsrechten bei gleichzeitiger Vermeidung des Klumpenrisikos ermöglichen. Die Digitalisierung sollte die dafür notwendigen Anwendungen liefern. Vorstellbar ist auch, dass Teilhaberfonds in bestehende Durchführungswege der Altersvorsorge eingebaut werden können.

Tobias Pross

Kapitel 1. Geschichte der Fertigungstechnik

Ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Fertigungstechnik wird in diesem Kapitel gegeben. Hierbei werden die wichtigsten mechanischen Entwicklungen und deren Erfinder bzw. Erstanwender genannt, so dass der Leser einen Kurzüberblick über die technische Geschichte der Menschheit und deren Bedeutung für die menschliche Gemeinschaft erhält.

Ralf Förster, Anna Förster

Mikrophysikalisch begründete Modellierung der Verbundwirkung in faserbewehrtem Ultrahochleistungsbeton (UHPFRC) unter zyklischer Zugbeanspruchung

Das Materialverhalten von ultrahochfesten Betonen mit Druckfestigkeiten oberhalb von ca. 140 N/mm2 ist durch eine äußerst hohe Sprödigkeit und ein explosionsartiges Versagen gekennzeichnet. In der Regel werden diesen Betonmischungen zur Verbesserung des Last-Verformungsverhaltens sowie der Tragsicherheit Fasern zugegeben.

Svenja Höper, Ursula Kowalsky, Dieter Dinkler

Kapitel 6. Nachkriegszeit und Übergang zur modernen Konstituierung

In den Vereinigten Staaten stellte das Kriegsende für die Jahrringforschung keinen so starken Bruch dar wie in Mitteleuropa, und auch während der ersten Nachkriegsjahre zeigte sich – vor allem am Laboratory of Tree-Ring Research in Tucson – eine gewisse institutionelle Kontinuität. Von einem „Modernisierungsschub“ lässt sich jedoch ähnlich wie in Europa während der ersten Nachkriegsjahre noch nicht sprechen.

Hans Hermann Rump

Kapitel 2. Pflanzenanatomie von der frühen Neuzeit bis 1800

In diesem Kapitel sind angesichts des langen Zeitraums von fast 400 Jahren zwangsläufig sehr heterogene Materialarten zu berücksichtigen: Eine Disziplin „Biologie“ gab es vor 1800 nicht, so dass Pflanzenbeschreibungen oft in Gesamtwerken und in dem Briefwechsel von Naturforschern, in kameralistischen Schriften oder in Publikationsorganen fachlich unterschiedlicher Ausrichtung versteckt sind.

Hans Hermann Rump

5. Bilanzierung der Passiva

Eigenkapital ist das dem Unternehmen von seinen Eigentümern unbefristet zur Verfügung gestellte Kapital, das dem Unternehmen bspw. bei einer Kapitalgesellschaft von außen durch eine Kapitalerhöhung (Außenfinanzierung) oder von innen durch Einbehalten von Gewinnen (Innenfinanzierung) zufließt. Bilanziell ist Eigenkapital die Differenz zwischen Vermögen und Schulden zu einem bestimmten Stichtag.$$ \text{Verm{\"o}gen}-\text{Schulden}=\text{Eigenkapital} $$Vermögen-Schulden=EigenkapitalWährend auf der Passivseite der Bilanz die Kapitalherkunft (Eigen‑ und Fremdkapital) dargestellt wird, zeigt die Aktivseite, wie und wo dieses Kapital investiert wurde (Kapitalverwendung). Die Aktiva stellen das Vermögen des Unternehmens dar. An dieses Vermögen können zuerst die Fremdkapitalgeber (Gläubiger) Ansprüche geltend machen, dann erst die Eigentümer. Eigenkapital kann somit auch als Saldogröße zwischen Vermögen und Schulden als Nettovermögen definiert werden. Aus diesem Grund müssen sich auch immer Aktiv‑ und Passivseite entsprechen.

Klaus von Sicherer

Kapitel 3. Der Brückenschlag in der Theorie

Nun gilt es, eine Reihe von Fragen zu beantworten: Was ist das Forschungsobjekt der vorliegenden Arbeit? Welchen theoretischen Standpunkt nimmt sie ein? Inwiefern ist dieser Standpunkt anschlussfähig an den Middle Ground? Ermöglicht das theoretische Gerüst einen Brückenbau zwischen moderaten und interpretativen Konstruktivisten?

Fabian Lieschke

8. Der Einfluss von direkter Instruktion und Computersimulation auf die Lernwirksamkeit im Technikunterricht

Kap. 8 stellt eine Studie vor, welche die Lernwirksamkeit bei Schülern untersucht, wenn diese mit direkter Instruktion und Computersimulation unterrichtet werden. Der Unterricht wird im Fach Technik (Klassenstufe 9, Realschule) zum Unterrichtsthema Statik (Brückenbau) durchgeführt. Dazu wird ein zweifaktorieller Versuchsplan eingesetzt, mit dem sich 2 Unterrichtsmethoden und 2 Schulklassen variieren bzw. kontrollieren lassen. Die Lernwirksamkeit wird in Bezug zur Optik- und Materialnote beim Brückenbau bewertet.

Manuel Gohl, Andreas Zendler

1. MINT-Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik), Technik

Kap. 1 erklärt, was es bedeutet, integrative Sichtweisen auf beteiligte MINT-Fächer aufzubauen, sowohl aus Sicht der Lernenden als auch aus Sicht der Lehrenden. Zudem wird auf die Bedeutung von fächerverbindendem im Vergleich zu fachübergreifendem MINT-Unterricht hingewiesen, insbesondere wird dargelegt, wie Themen für den fächerverbindenden MINT-Unterricht aufgefunden werden können. Wegen der Forderung, dass im MINT-Unterricht digitale Medien und Werkzeuge integraler Bestandteil sein sollen, wird zudem die Rolle der Informatik im modernen MINT-Unterricht behandelt.

Andreas Zendler

2. Unterrichtsmethoden: Steckbriefe, Prozessmodelle und Beispiele

Kap. 2 beschreibt 20 Unterrichtsmethoden. Die Unterrichtsmethoden sind ausgewählt vor dem Hintergrund, dass diese tatsächlich in MINT-Fächern eingesetzt werden. Der Begriff Unterrichtsmethode hat eine besondere Bedeutung. Er wird verstanden als ein klar umrissener, begrifflich herauslösbarer, selbstständiger, wenn auch integrierter Bestandteil des Unterrichts. Die Darstellung der Unterrichtsmethoden erfolgt nach einem einheitlichen Schema, mit (1) Steckbrief, (2) Prozessmodell und (3) Unterrichtsbeispielen. Die Steckbriefe machen Ausführungen zu Sozialform, Dauer, Medien, Klassenstufen und didaktischem Potenzial. Die Prozessmodelle zeigen, wie die Unterrichtsmethoden durchgeführt werden. Die Prozessmodelle werden mit IDEFO-Charts visualisiert, in denen die einzelnen Aktivitäten und die in den Aktivitäten erzeugten Ergebnisse der Unterrichtsmethoden explizit werden. Für alle Unterrichtsmethoden werden Beispiele aufgeführt, und zwar für jedes MINT-Fach.

Andreas Zendler

1. Entwicklung der Bauwerksabdichtung

Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von je her Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.

Jürgen Weber

19th Century Iron Dome Structures in the Vienna Hofburg. An Insight into the Simplified Structural Assessment of that Period and Its Evaluation Using Modern Engineering Software

The use of iron load-bearing systems in all types of building structures (e.g. infrastructure, commercial buildings, sacred buildings, prestigious buildings) gained enormous importance during the urban development and expansion of Vienna’s city center in the second half of the 19th century. A recent case study on the iron dome structures in what is known as the Michaelertrakt of the Vienna Hofburg provided the results of a detailed geometrical survey using high-tech instruments as well as archive documents containing a simplified structural analysis and dimensioning of the cross sections of the cupola as annex to the proposal for construction in terms of weight and costs. The geometrical survey data served as a basis for subsequent structural modeling within a commercial structural engineering software. Taken together, the data allow both an examination of the simplified structural assessment methods used at the end of the 19th century and an assessment of the present status of the historic dome structures with further information for their maintenance. The design for only vertical loading was in line with the theory of J. W. Schwedler. The extensions from A. Föppl were referenced for the design of the bracing system subjected to wind loads. The restrictions of the hand calculation formerly used made it necessary to make several simplifications, such as setting of additional hinges with consequences for the bending moments and superposition of different load cases. Finally, the consequences for neglecting the compatibility of displacements within this type of shell structure could now be evaluated and validated.

Georg Hochreiner, Gudrun Styhler-Aydın

Kapitel 8. Die Stakeholder – Betroffene und Beteiligte

Stakeholder sind Betroffene und Beteiligte am Projekt, aber auch jeder, der ein berechtigtes Interesse am Projekt hat.Sie können mit ihrem Wissen eine große Hilfe für den Projektleiter sein, aber auch eine große Herausforderung darstellen.Wichtig ist, alle Stakeholder zu identifizieren, da verpasste Stakeholder meist auch verpasste Anforderungen bedeuten. Kennen Sie vielleicht auch Projekte, die zumindest vorübergehend zum Stillstand kamen, weil z. B. Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates verletzt worden waren (§ 87 BetrVG)?

Ursula Kusay-Merkle

Kapitel 10. Personalentwicklung im Verbund mittelständischer Unternehmen

Die Ausgliederung von Personalfunktionen wird seit vielen Jahren diskutiert. Gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen kann die Auslagerung von Personalfunktionen eine Professionalisierung von einzelnen Personalprozessen nach sich ziehen. Das gilt gerade dann, wenn die Auslagerung mit Verbundslösungen kombiniert wird, wie das Beispiel des Personalentwicklungsverbundes MACH2 zeigt.

Bernd Helbich

Kapitel 22. Schwingungen von Seilabspannungen und Seiltragwerken

Seile und Seilkonstruktionen kommen in vielen Bereichen des Ingenieurwesens zur Anwendung. Aufgrund ihrer fehlenden Biegesteifigkeit sind sie in Verbindung mit ihrer geringen Masse häufig schwingungsanfällig. Einen Überblick über die historische Entwicklung von Seiltheorien gibt [1]. Im Folgenden werden die klassischen analytischen Verfahren zur Untersuchung von Seilschwingungen behandelt.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 20. Brückendynamik

Das Befahren einer Brücke ist ein instationärer dynamischer Vorgang, bewegen sich doch die mit Massenträgheit behaft eten Brückenbauteile und Fahrzeuge innerhalb der auft retenden Durchbiegungen auf und ab und ändern letztere fortlaufend ihre Stellung. Insbesondere bei Eisenbahnbrücken, bei denen das Verhältnis der Belastung zum Eigengewicht der Brücke hoch ist, kann dies zu erheblichen dynamischen Zusatzbeanspruchungen führen. Dies ist bereits seit den Anfängen des Eisenbahnbrückenbaus in der Mitte des 19.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 3. Grundlagen der Dynamik

Eine zusammenhängende Anhäufung von Punktmassen dm mit festliegender Bindung und Anordnung zueinander ergibt einen Körper. Nach der Art der Bindung werden starre und deformierbare Körper unterschieden. Ist die gegenseitige Anordnung unveränderlich, spricht man von einem starren Körper. Abb. 3.1a zeigt einen derartigen Körper in Form einer Wandscheibe auf elastischer Bettung.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 8. Schwingungen biegeweicher Seile und Stangen

Wegen der fehlenden Biegesteifi gkeit sind Seile und aus ihnen zusammengesetzte Tragwerke (Seilwerke) schwingungsanfällige Bauteile bzw. Konstruktionen. Man denke an Freileitungen, Seilbahnen, seilverspannte Tragwerke wie abgespannte Funkmaste, seilverankerte Meeresplattformen, Seilnetzkonstruktionen, Schrägseil- und Hängebrücken. Durch die Höhe der Seilverspannung einerseits und die Art der Seilführung andererseits lässt sich die „Steifigkeit“ steigern.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 13. Seismische Schwingungserregung

Auf der Erde, die vor ca. 4,5 Mrd. Jahren durch Akkretion, d. h. Absturz und Verklumpung von Planetesimalen, entstand, laufen seither unablässig dynamische Prozesse ab. Die kalte, feste Erdkruste bewegt sich in Form von Platten (Tafeln, Schollen) auf dem oberen Mantel, der ca. 600 km dick ist und aus Olivin und Spinell besteht, gefolgt vom unteren Mantel (Perowskit) und dem metallischen Kern, . Abb. 13.1. Der Radius der Erde betragt ca. 6400 km. Die Erdkruste mit den Kontinenten und Meeren ist 30 bis 100 km dick, man nennt sie Lithosphäre. Mit den Platten verschieben sich die Kontinente. An den Rändern gleiten die Platten aneinander und übereinander und tauchen in den heißen Mantel ab. An den klaffenden Fugen tritt Magma auf und bildet neue Lithosphäre.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 14. Bewertung dynamischer Materialbeanspruchung

Im Ergebnis muss jede baudynamische Untersuchung zwei Fragen beantworten:

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 10. Schwingungen der Stabtragwerke – Teil II: Sonderfragen

Im vorangegangenen Kapitel (Abschn. 9) wurden am massebehaft eten, schubstarren Euler-Bernoulli-Stab die Grundlagen der Stabwerksdynamik aufgezeigt. Hierbei waren zwei Komplexe zu bearbeiten.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 12. Aerodynamische Schwingungsanregung

Bauwerke, insbesondere schlanke, turmartige, können durch Windeinwirkung zu Schwingungen angeregt werden. Die Ursache solcher Schwingungen kann sehr unterschiedlich sein. Hinsichtlich der aerodynamischen Schwingungsphänomene werden unterschieden

Christian Petersen, Horst Werkle

4. Stähle

Stähle und Stahlguss sind wegen ihrer Vielseitigkeit noch immer die wichtigsten Werkstoffe des Maschinenbaues. Ihre Eigenschaften lassen – in Verbindung mit der Wärmebehandlung – viele Kombinationen zwischen Festigkeit, Härte, Zähigkeit und plastischer Verformbarkeit zu.Die Bedeutung wird durch die Zahl von über 2000 lieferbaren Stahlsorten deutlich. Es gibt Sorten für gegensätzliche Anforderungen, z. B. fürKonstruktionen und Werkzeugewarm-/kaltgewalzte Profile und Gussteileextrem tiefe und hohe TemperaturenEntscheidend dafür sind die Möglichkeiten der Eigenschaftsänderung durch z. B. Normalglühen, Härten und Vergüten.Ausgangsstoffe für die Stahlerzeugung sind:Roheisen aus dem HochofenprozessNeuschrott aus dem Kreislauf der Stahlgewinnung (z. B. Steiger, Endstücke)Altschrott aus dem Abriss von Industrieanlagen und dem Recycling.Im EKD ist Roheisen (Tab. 4.1) im eutektischen Bereich zu finden, Stahl dagegen in der Stahlecke. Aus Tab. 4.1 ergibt sich die Aufgabenstellung bei der Stahlerzeugung aus Roheisen:

Wolfgang Weißbach, Michael Dahms, Christoph Jaroschek

1. Einführung in das „Tortenschema“ zur Chemiedidaktik

Der russische Pädagoge Itelson [1] bemerkte im Hinblick auf Pädagogen einmal sehr ironisch:

Wenn die Ingenieure beim Brückenbau, die Ärzte bei der Behandlung der Menschen und die Juristen bei der Urteilsfällung eine solche Neigung zu oberflächlichen Begründungen zeigen würden, wie sie uns zuweilen in der Pädagogik begegnen, so wären längst alle Brücken eingestürzt, die Patienten gestorben und die Unschuldigen gehenkt.

Die Professionalität von Lehramtsstudierenden bzw. von Lehrern und Lehrerinnen zugunsten eines guten Unterrichts kann gesteigert werden, wenn in angemessenem Umfang Grundlagen in der Pädagogik, in der Didaktik und in der Fachdidaktik vermittelt werden. Diesbezügliche Definitionen sollen am Anfang stehen, ehe spezifische Aspekte der Chemiedidaktik hinzutreten. Dabei muss deutlich sein: Es kann nicht

die

Didaktik oder

die

Fachdidaktik geben! Die entsprechende Diskussion erfolgt unter jeweils spezifischer Weltanschauung, und jeder Lehrende hat sie in seiner Zeit und in seinem Umfeld immer wieder neu zu führen.

Prof. Dr. Hans-Dieter Barke, Prof. Dr. Günther Harsch, Prof. Dr. Simone Kröger, Prof.Dr. Annette Marohn

Wechselwirkungen und Verselbständigung

Zu einer Theorie ‚multipler Differenzierung‘

Die Rezeption des Simmelschen Werkes ist bis heute weitgehend bestimmt von einer ausgeprägten Unterschätzung des systematischen Reichtums Simmels, der sich hinter der Fassade eines übermäßig opulenten Œuvres verbirgt. Im Unterschied zu der bis heute im Fach etablierten „mono-paradigmatischen“ Neigung, alle Kontexte sozialer Ordnung auf nur ein Format zu bringen (z.B. sie nur als „Systeme“ oder aber nur als „Praktiken“ zu behandeln), steckt in der Simmelschen formalen Soziologie und in seinen detailreichen Rekonstruktionen des Wandels der Formen der Vergesellschaftung, zumindest implizit, die Andeutung einer Theorie „multipler Differenzierung“. Simmel lässt sich aus einer aktualisierten differenzierungstheoretischen Perspektive heute so rekonstruieren, dass sein Interesse an den heterogenen Formen der Vergesellschaftung, die er aus Wechselwirkungen und Ausdifferenzierungsdynamiken hervorgehen sieht, höchst aktuelle Anknüpfungspunkte liefert. Eine Theorie „multipler Differenzierung“ ist geeignet, angeregt durch Simmels mannigfaltige Probeläufe in entsprechender Richtung, ein gesteigertes gesellschaftstheoretisches Auflösevermögen in die Diskussion einzubringen und regional verschiedene Muster der Differenzierung und der Interferenz von heterogenen Formen der sozialen Differenzierung zu erschließen.

Joachim Renn

5. Fügen

Beim Fügen wird der Stoffzusammenhalt vermehrt (ebenso beim Beschichten). Die Werkstücke werden also miteinander verbunden (oder erhalten eine fest anhaftende Oberflächenschicht). In der Hauptgruppe 4 Fügen nach DIN 8580 sind die wichtigsten Fügeverfahren das Schweißen, Löten und Kleben. Beim Schmelzschweißen werden die Fügeflächen angeschmolzen. Meist wird mit einem Schweißzusatz gearbeitet, eine äußere Kraft wird nicht angewendet. Beim Pressschweißen dagegen wirkt eine äußere Kraft und es findet eine plastische Verformung statt. Dabei wird ohne Schweißzusatz gearbeitet. Das Löten ist ein Fügeprozess, bei dem die zu verbindenden Teile nicht aufgeschmolzen werden. Es entsteht (wie beim Schweißen) eine nicht lösbare Verbindung durch das Aufschmelzen des Lotes als Zusatzwerkstoff. Beim Kleben wird die Verbindung von Fügeteilen durch eine dünne Klebstoffschicht erreicht. Die Festigkeit hängt von der Eigenfestigkeit der Klebstoffe ab (Kohäsion) sowie von den Bindekräften zwischen Klebstoffschicht und Fügeteiloberfläche (Adhäsion).Die Schweißverfahren wurden gestrafft und aktualisiert. Neu hinzugekommen ist das Fügen durch Umformen (Nieten, Bördeln, Clinchen). Diese Verfahren spielen eine wichtige Rolle für die Kfz-Fertigung.

Prof. Dr.-Ing. Alfred Herbert Fritz

Kapitel 9. Projektphasen

Die Beherrschbarkeit komplexer Vorhaben erfordert eine klare Gliederung der Aufgaben. Wie im Kap. 1 gezeigt, durchlaufen alle Projekte unabhängig vom Wirtschaftszweig bestimmte zeitliche Phasen, die üblicherweise als Gliederung der Aufgaben herangezogen werden.

Bernd Kochendörfer, Jens H. Liebchen, Markus G. Viering

Kapitel 1. 16. bis 18. Jahrhundert

Das erste Kapitel der Gesamtdarstellung der Globalisierung in den letzten fünf Jahrhunderten gibt einen Überblick über die internationalen Wirtschaftsbeziehungen auf den Güter-, Arbeits- und Finanzmärkten in einer Epoche, in der einerseits die politisch-territorialen Gemeinwesen innerhalb Asiens, Afrikas und Europas sowie zwischen den Kontenten bereits seit langem mehr oder weniger intensiv Wirtschaftskontakte pflegten, in der sich andererseits erst jetzt die Beziehungen zu den Amerikas entwickelten. In einem ersten Schwerpunkt wird auf das Volumen, die Zusammensetzung und die Verteilung des Welthandels ebenso eingegangen wie auf den Sklavenhandel zwischen Afrika und der übrigen Welt als Beginn globaler Arbeitsmärkte und auf die internationalen Geld- bzw. Kapitalmärkte, die sich allerdings nur sehr allmählich herausbildeten. Einen zweiten Schwerpunkt bilden die Handels- und Währungspolitiken, die in weiten Teilen der Welt zwar durch das merkantilistisch-koloniale Paradigma der Europäer geprägt wurden, in Afrika und Asien aber anderen Logik folgten. Schließlich beschäftigt sich ein dritter Schwerpunkt mit Händlern und Handelskompanien als den eigentlichen Akteuren der internationalen Wirtschaftsbeziehungen und zeichnet deren Organisationsformen und Marktstrategien nach. Angesichts der überragenden Bedeutung der europäischen Kolonialmächte in Südamerika/Karibik und Nordamerika und ihres großen Einflusses auf den Handel in Asien ist eine eurozentrische Perspektive zwar gerechtfertigt. Es werden aber immer wieder auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen afrikanischen und asiatischen Staaten bzw. Gemeinwesen in den Blick genommen. Der Text folgt einer klaren Systematik, die ebenso den beiden anderen Kapiteln zum 19. und zum 20. Jahrhundert zugrunde liegt, sodass der Vergleich zwischen den drei Epochen erleichtert wird.

Gerold Ambrosius

Kapitel 9. Die Auswirkungen des Engagements Chinas auf Kamerun hinsichtlich der Unabhängigkeit und der Nachhaltigkeit

Wie bereits aus dem Literaturüberblick hervorgegangen sein soll, werden in der Kontroverse um China in Afrika oft Bedenken über die Unabhängigkeit der Zielstaaten während und nach der Projektdurchführung bekundet. Ferner dreht sich die Kontroverse darum, wie nachhaltig China und seine afrikanischen Partner Ressourcen erwirtschaften können bzw. wollen. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die einzelnen Komponenten der Frage der Unabhängigkeit afrikanischer Staaten in Kooperation mit China am Beispiel Kameruns unter die Lupe zu nehmen.

Charlotte Nguébong-Ngatat

6. Die Deterministik bei Auslegung, Konstruktion und Herstellung

Kap. 6 ist eines der Hauptkapitel und umfasst die deterministisch ingenieursmäßige Auslegung, Konstruktion und Herstellung der sicherheitstechnisch relevanten Komponenten und Systeme im Rahmen der historischen internationalen und nationalen Forschung und Entwicklung. Im Einzelnen werden eingehend betrachtet: der Sicherheitsbehälter und das äußere Containment, die Kernnotkühlung, die betriebliche Leittechnik und das Konzept der Berstsicherheit von Druckwasserreaktoren. Zahlreiche Beispiele internationaler und deutscher Reaktoranlagen machen das Geschehen anschaulich. Zuvor wird die Entstehung des umfangreichen deutschen untergesetzlichen Regelwerks im Zusammenwirken von Industrie, Wissenschaft und staatlichen Behörden dargelegt und die Sicherheitsebenen sowie die Klassifizierung der Stör- und Unfälle erläutert. Das amerikanische Konzept des “Größten Anzunehmenden Unfalls - GAU“ und die Auseinandersetzung um seine Bedeutung und Weiterentwicklung werden aufgezeigt. Die unterschiedliche amerikanische und deutsche Vorgehensweise bei der Standortauswahl für kerntechnische Anlagen wird geschildert.

Paul Laufs, Paul Laufs

Kapitel 11. Beispiel: Das digitale Lernspiel Food Force

Das Computerspiel Food Force wird seit 2005 vom World Food Programme (WFP, Welternährungsprogramm) kostenlos im Internet angeboten (Deepend & Playerthree, 2005). Es eignet sich im Rahmen der vorliegenden Arbeit als Beispiel für eine digitale, spielbasierte Lernumgebung im Fach Politik, da es laut Korn (2011) zu den „bekanntesten und international renommierten“ (S. 19) Serious Games gehört, offiziell als Lehrmittel angepriesen wird (WFP, 2015b) und Merkmale lernwirksamen Unterrichts aufweist (Motyka, 2012). Das Computerspiel veranschaulicht die Funktionsweise der internationalen Nahrungsmittelhilfe der Vereinten Nationen (United Nations Organization, UNO) und klärt zudem über einige Ursachen von Hungersnöten auf.

Marc Motyka

4. Eisenwerkstoffe

Reines Eisen ist sehr weich. Abgesehen von den hohen Herstellkosten wird es wegen seiner geringen Festigkeit nicht als Konstruktionswerkstoff verwendet. Die große magnetische Permeabilität und niedrige Koerzitivfeldstärke machen es aber zum wichtigen Werkstoff in der Elektrotechnik, Tab. 4.1.

Günter Schulze, Hans-Jürgen Bargel

Kapitel 4. Wahrscheinlichkeiten

Das vierte Kapitel hilft bei dem Umgang mit Wahrscheinlichkeiten anhand zahlreicher Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen. Jede Wahrscheinlichkeit kann als Erwartungswert einer relativen Häufigkeit bei „sehr vielen“ Wiederholungen bzw. Beobachtungen angesehen werden. Dabei führt die Interpretation der bedingten Wahrscheinlichkeit bei stochastisch abhängigen Beobachtungen häufig zu überraschenden Ergebnissen, die auch an acht Beispielen zum Bayesschen Theorem gezeigt werden. Hinweise zum diagnostischen Test in klinischen Anwendungen und zu speziellen Maßzahlen aus der Epidemiologie zeigen Einsatzbereiche dieses Teilgebietes der Mathematik.

Jürgen Hedderich, Lothar Sachs

3. Kalkulationsbeispiele

Im folgenden Kapitel werden Kalkulationsbeispiele unterschiedlicher Bauwerksarten mit spezifischen Zahlen vorgestellt. Diese Beispiele sind fertiggestellte Bauprojekte, aus welchen die wesentlichen Gewerke betrachtet werden. Jedes Unterkapitel enthält einen Einführungsteil mit der Darstellung der wichtigsten Bergriffe und einer kurzen Beschreibung der Vorgehensweise bei der Kostenermittlung. Neben den grundsätzlichen bauwerksspezifischen Angaben enthalten die Unterkapitel konkrete Zahlen zu den Bausparten Hochbau, Erdbau, Straßenbau, Brückenbau, Tunnelbau, Spezialtiefbau sowie Stahlbau. Darauf aufbauend erfolgt zunächst die Kalkulation der Einzelkosten der Teilleistungen unter Berücksichtigung der Besonderheiten und Charakteristika dieser Bauwerke. Hierbei wird Fokus auf die einzelnen Kostenarten gelegt. Insbesondere die Kalkulation der Kosten für Lohn, Material und Geräte wird praxisnah dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, Dr. Constanze Stuhr, Dr. Christoph Winter, M. Sc. Clemens Müller, Dipl.-Kfm. Markus Passeck, Dipl.-Ing. (FH), Dipl. Wi-Ing. Ahmed Belkaied, Prof. Dr.-Ing. Frank Dahlhaus, Dipl.-Ing., Dipl.-Wi-Ing. Johannes Tröndle, Dipl.-Ing. Heinrich Schulze, Dipl.-Ing. Torsten Hahm, Dipl.-Ing. Tino Weinhold, Dr. Fabian Theis, Dipl.-Wi-Ing., Dipl.-Ing. (FH) Ralf Zietz

6. Nutzung der Windenergie

Die Anwendung der Windenergie zur Elektrizitätsversorgung bringt eine Verbreiterung der Energiebasis und vermindert die Umweltbelastung. Sie ist besonders sinnvoll, wenn wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit mit üblicherweise verwendeten Energieträgern besteht. In Ländern wie Dänemark oder deutschen Regionen wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern trägt die Windenergie bereits signifikant zur Stromversorgung bei.Kenntnisse über die Anlagenkosten und über die zu erwartende Energielieferung sind von grundlegender Bedeutung. Dabei müssen gute Windverhältnisse am geplanten Standort als wichtigste Voraussetzung für eine wirtschaftliche Nutzung der Windenergie angesehen werden. Darüber hinaus spielen in dicht besiedelten Gebieten, in ebenen, gebirgigen, bewaldeten Regionen, an der Küste und im Meer Genehmigungsfragen zunehmend eine entscheidende Rolle.In Kapitel 6 werden von Windverhältnissen ausgehend Energieerträge bestimmt, Potenziale und Ausbau- sowie Repower-Möglichkeiten aufgezeigt und unfassende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen mit internen und externen Kosten angestellt. Abschließend sind Planungs- und Baurecht mit Immissions-, Natur- und Landschaftsschutz sowie Vorgehen zur Errichtung von Anlagen ausgeführt und Ökobilanz rundet den Themenbereich auch in Hinblick auf Industrie 4.0 ab.

Siegfried Heier

10. Stahlbau

Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann

8. Stahlbeton und Spannbeton

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Vismann

4. Lastannahmen, Einwirkungen

Prof. Dr.-Ing. Winfried Roos

7. Baugrundverbesserung

Konstruktive Maßnahmen; Mechanische Baugrundverbesserungsverfahren; Injektionen; Frac-Verfahren; Düsenstrahlverfahren

Helmut Prinz, Roland Strauß

Kapitel 19. Vernetzung und globales Lernen

Die Rolle unternehmensinterner Netzwerke bei organisationalem Lernen

Dieses Kapitel verknüpft zwei Themen, die in der aktuellen Managementliteratur häufig diskutiert, aber noch kaum konsequent miteinander in Verbindung gebracht werden: die Netzwerkbildung und das organisationale Lernen. Es geht um die Frage, wie interne Netzwerke in global agierenden Unternehmen die gemeinsame Entwicklung und Nutzung von Wissen unterstützen können. Was müssen global tätige Organisationen zulassen, was weglassen, wenn sie sich auf die Netzwerkbildung einlassen? Auf drei Ebenen werden die Möglichkeiten des Personalmanagements, die Netzwerkbildung zu stärken, beleuchtet: durch die Aufwertung der handelnden, kompetenten MitarbeiterInnen, durch die Verbesserung der Konnektivität unter ihnen und durch Gestaltung des organisationalen Kontextes.

Anita Lung

Chapter 2. Politisch-ökonomische und politikwissenschaftliche Ansätze

Um die Erklärungskraft politisch-ökonomischer und politikwissenschaftlicher Ansätze, Thesen und Konzepte zu den kriseninduzierten Reaktionen der politischen Akteure anhand empirischer Befunde in ihren Möglichkeiten und Beschränkungen überprüfen zu können, werden zunächst ausgewählte Ansätze vorgestellt. Wie weit die Anwendbarkeit von Erklärungsansätzen in der Krise reicht, soll anhand marktliberaler und angebotspolitischer Ansätze und der politikwissenschaftlichen Governance-Perspektive reflektiert werden. Besondere analytische Aufmerksamkeit gilt der These des Intergouvernementalismus, die einen wichtigen Beitrag zur Erklärung der krisenbedingten Verschiebung der Handlungsfähigkeit wichtiger Entscheidungsträger zwischen der europäischen und nationalstaatlichen Ebene liefern kann.

Frank Pilz

Vom Brückenbau zwischen Social Entrepreneurs und Impact Investors

Impact Investing und Social Entrepreneurship kommen allmählich im Mainstream an. Was vor zwei Jahrzehnten noch Science Fiction war, ist mittlerweile Realität: Immer mehr Akteure bewegen sich hin zum Sprung in die Dimension des „Impact“ und investieren oder führen Unternehmen mit intendierter, positiver, gesellschaftlicher Wirkung. Und das müssen sie auch: Allein in Deutschland werden bis 2025 geschätzte 50 Milliarden Euro an Investitionen fehlen, um drängende Probleme wie bezahlbaren Wohnraum, Altenpflege, Zivilisationskrankheiten und Langzeitarbeitslosigkeit zu bewältigen. Doch die Tücke steckt im Detail. Viele vor allem frühphasige Social Enterprises benötigen geduldiges Kapital mit moderater Renditeerwartung, um ihre gesellschaftliche Wirkung skalieren und auf möglichst viele Begünstigten ausdehnen zu können. Die überwiegende Mehrheit der Impact Investoren aber präferiert eine marktübliche oder marktnahe, risikoadjustierte Finanzrendite. Genau dieses Auseinanderklaffen von Kapitalangebot und –nachfrage ist für die weitere Evolution des Social Finance Ökosystems so herausfordernd. Der Beitrag „Vom Brückenbau zwischen Social Entrepreneurs und Impact Investoren“ illustriert, wo bereits Aktivitäten und Ansätze für die Verbesserung der Social Finance Architektur vorhanden sind oder sich in Entwicklung befinden. Hybride Finanzierungsmodelle, Pay-For-Results Lösungen, spezielles Knowhow für soziale Unternehmer und Investoren sowie innovative Fondskonstrukte, Kooperationen und Plattformen können sehr wirkungsvolle Komponenten beim Brückenbau in der Praxis sein.

Dr. Markus Freiburg, Christina Moehrle

CSR und Geschäftsmodelle: Auf dem Weg zum zeitgemäßen Wirtschaften.

Einführung in die Thematik und Überblick des Buchaufbaus

In diesem Artikel führt Patrick Bungard, der Herausgeber des Buches CSR und Geschäftsmodelle, den Leser in die Buchthematik ein. Dabei erläutert der Artikel die Themenfelder der Corporate Social Responsibility (CSR) und Geschäftsmodelle und skizziert die Verbindung von CSR und Geschäftsmodellen. Der Artikel beinhaltet Hintergrundinformationen zu dem Sammelband und stellt einen Überblick der unterschiedlichen Autoren und ihrer Beiträge dar.

Patrick Bungard

1. Management und Märchen interdisziplinär analysieren, interpretieren, nutzen

Inwiefern verkörpert Hans im Glück eine moderne Spielart des Homo Oeconomicus? Warum können sich Führungskräfte an Aschenputtel ein Beispiel nehmen? Und was macht den gestiefelten Kater zum idealen Mitarbeiter? Rolf Wunderer betrachtet die Märchen der Brüder Grimm aus neuem Blickwinkel und deckt dabei erstaunliche Parallelen von Management‐ und Märchenwelt auf.Benchmark der erfolgreichen Wir‐AG: Wie die Bremer Stadtmusikanten die Konkurrenz ausstechenStorytelling weitergedacht: Warum Märchen die besseren Geschichten sindVom Markttrottel zum Glücksökonom: Wie Hans im Glück seine Nutzenfunktion maximiertEndure it – change it – leave it and love him: Wie das Aschenputtel seine Karriere formtIntrinsisch motiviert und autonom: Warum der gestiefelte Kater den idealen Mitarbeiter verkörpertChancenorientiert, risikobewusst und regelscheu: Was der gestiefelte Kater und Business‐Intrapreneure gemein habenEin Esel findet sich von seinem Arbeitgeber outgesourct auf der Straße wieder. Da er in seinem Alter keine Chance sieht, eine neue Stelle zu finden, beschließt er, in Bremen als Stadtmusikant eine „Selbst‐AG“ zu gründen. Auf seinem Weg in die Stadt begegnet er drei Leidensgenossen, einem Hund, einer Katze und einem Hahn – alle drei haben vor kurzem ihren Job verloren, und alle drei steigen beim Esel ein. Die Selbst‐AG wird zur Wir‐GmbH.

Prof. Rolf Wunderer

4. Marakei – Das traditionelle Kiribati

Die Menschen auf Marakei leben noch relativ traditionell: Sie leben in selbstgebauten Holzhäusern aus Kokosholz und Pandanenblättern, sie betreiben Agroforstwirtschaft und Landwirtschaft, sie gehen fischen. Aber das traditionelle Leben wir schwerer – einerseits durch die Verlockungen der bequemen Welt des globalen Nordens, andererseits durch die Auswirkungen der Kolonialzeit, die grundlegende Veränderungen bewirkt hat, die heute die Widerstandsfähigkeit der I-Kiribati gegen die Folgen des Klimawandels dramatisch senken. Diese Folgen sind in Marakei derzeit in erster Linie die Erosion der Küste und die Versalzung des Grundwassers.

Gabriele Kerber

Chapter 3. EIN STREIFZUG: VON DER GESCHICHTE ZUR THEORIE

Städtebauliches Entwerfen setzt Wissen um die historischen Entstehungsprozesse von Stadt voraus: Städte und Stadtgrundrisse sind Lesebücher der Geschichte und beinhalten wichtiges Erfahrungswissen um Merkmale und Gesetzmäßigkeiten von Stadt. Dieses Wissen ist unverzichtbar, denn viele aktuelle städtebaulichen Aufgaben lassen sich nur in Kenntnis der Historie einer Stadt und der Ideengeschichte des Städtebaus adäquat bearbeiten.

Christa Reicher

Ökologische Stadtreparatur am Venusberg – Kombination aus Umnutzung und Niedrigenergiebauweise

Ein leerstehender und zunehmend verfallender Gebäudekomplex aus den 1890er Jahren, bestehend aus ehemaligen Stall- und Remisengebäuden eines Fuhrwagenbetriebes, soll für eine erneute Nutzung vollständig umgestaltet werden. Prägend für den Gebäudebestand ist eine Ziegelsichtigkeit mit bauzeittypischen Gliederungselementen.

Christian Peters

3. Fugen

Nicht nur Baufachleute können sich unter „Fugen“ am Bauwerk etwas vorstellen, aber oftmals ohne diese Sachverhalte genauer beschreiben und eingrenzen zu können. In früherer Baugeschichte wurden die Fugen oft gestalterisch besonders betont, wie Zierverbände des Mauerwerkes oder Kapitelle als Übergang von Säule zum Sturz zeigen, und es gab damals eigentlich nur die Möglichkeit, die Fugen starr mit Mörtel, Bitumen oder Kitten auszufüllen.

Dr. Winfried Förster

1. Sanierung von Fassaden

Ausgehend von der geschichtlichen Entwicklung der Errichtung und Gestaltung von Wohnstätten werden im Kapitel „Sanierung von Fassaden“ traditionelle und aktuelle Bauweisen und Instandsetzungsvarianten für das „Gesicht des Hauses“ betrachtet. Inhaltlich wird ein Bogen von den technischen Grundlagen der Sanierung von Außenwänden über die typischen Bauweisen und Schadensbilder der Fassaden bis hin zu der Vorgehensweise bei der Diagnostik und der Erstellung eines Instandsetzungskonzeptes gespannt. Thematisch untergliedert nach den vorwiegend eingesetzten Baumaterialien werden die Möglichkeiten für die Instandsetzung von Ziegel-, Fachwerk-, Holz- und Betonfassaden erläutert. Ergänzend werden Maßnahmen zur nachträglichen energetischen Ertüchtigung und Begrünung von Außenwänden vorgestellt.

B. Eng. Hardy Dinse

4. Rechtliche Rahmenbedingungen

Im nachfolgenden Kapitel werden die rechtlichen Grundlagen, die bei der Durchführung einer Fassadenbaumaßnahme zu beachten sind, dargestellt. Der Schwerpunkt liegt auf dem privaten Baurecht, also dem Werkvertragsrecht, wobei die Darstellung dem üblichen Verlauf eines Bauvorhabens, also vom Angebot über den Vertragsschluss, die Bauabwicklung inklusive Vergütungsfragen, die Abnahme bis hin zu Gewährleistung/ Mängelansprüchen, folgt. Hiermit zusammenhängende Themenbereiche, wie die Vergabe, das Architektenrecht, das öffentliche Baurecht und das Bauproduktenrecht, werden ebenfalls angesprochen. Zudem wird die Durchsetzung von Ansprüchen bzw. ihre Abwehr im zivilprozessualen Verfahren vor den ordentlichen Gerichten dargestellt, aber auch alternative Streitlösungsmechanismen werden vorgestellt.

RA Klaus-Peter Radermacher

Lean Project Management – mit weniger mehr erreichen!

Lean Project Management leitet sich aus dem Lean Management ab, das wiederum seine Wurzeln in der Lean Production des Toyota Produktionsprozesses hat (Ohno 1988).Die Prinzipien des Lean Management umfassen Führung, Steuerung, Kommunikation und Fehlerwahrnehmung. Allen „Lean“-Strategien, egal ob Lean Production, Lean Management oder Lean Project Management gemeinsam ist die Fokussierung auf den Wert des Ergebnisses und den Nutzen für den Kunden.Für das Lean Project Management bedeutet die Ergebnis- und Nutzenfokussierung, dass die Beteiligten über die unmittelbaren Projektergebnisse (sprich „Liefergegenstände“) hinausdenken, und nicht – wie es in vielen „klassischen“ Projektumgebungen der Fall ist – nur bis zum unmittelbaren Projektende. Dadurch vermeidet der Ansatz Projektergebnisse, die zwar einer Projektvereinbarung entsprechen, aber nach Fertigstellung keinen oder nur geringen Mehrwert bzw. Nutzen bieten.Das kann bedeuten, auch einmal eine Änderung (im Projektablauf oder den Projektzielen) mehr als gedacht durchzuführen, sofern es von Nutzen ist. Die fünf Kernprinzipien des Lean Management im Überblick:1.Nutzen aus Sicht des Kunden im Auge behalten.2.Den Wertstrom identifizieren.3.Den gesamten Durchlauf optimieren (Flussprinzip).4.Pull statt Push (der Kunde bestimmt den Takt der Arbeit).5.Perfektion und kontinuierliche Verbesserung.Lean Project Management ist kein gänzlich neuer Projektmanagementansatz. Eine geschlossene Definition für das Lean Project Management, die mit dem PMI-Standard (PMI 2012) vergleichbar wäre, liegt jedoch nicht vor. Als konkretes Beispiel für Lean Project Management im Bereich Softwareentwicklung kann der Scrum-Ansatz angesehen werden.

Thomas Wuttke

7. Kirchen-Fürsten sind auch Menschen

Was Führung angeht, hat die Kirche den Anspruch, dass in ihr der Heilige Geist selbst leitet. Die irdischen Führungskräfte sind seine Stellvertreter oder seine Diener. Das so legitimierte Top-down-Prinzip bedeutet aber nicht die vollständige Abwesenheit von Beteiligung. Die Gemeinde ist die zentrale Institution und die Synode als dialogische Form der Entscheidungsfindung hat eine herausragende Bedeutung. Führung wird wahrgenommen in verschiedenen Rollen: z.B. als Hirte, der seine Herde kennt und auf sie eingeht, oder als Primus inter pares, der moderiert, inspiriert und Entscheidungen herbeiführt. Die Anforderungen an die Persönlichkeit der Führenden sind hoch: Nächstenliebe und Barmherzigkeit, Autorität und Augenmaß, Dialogfähigkeit, die Fähigkeit zu trösten und Glaubwürdigkeit sind wichtige Werte der geschulten „Selbstreflektierer“, ob evangelisch oder katholisch. Immer wieder sind sie einer Selbstprüfung und auch der Wertung „der anderen“ ausgesetzt.

Uwe Böning, Brigitte Fritschle, Stefan Oefner-Py

Akzeptanz des Systems der ökologisch-sozialen Marktwirtschaft im Kontext von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Die Beobachtung einer Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft zu einer ökologisch- sozialen Marktwirtschaft als Modell zur systemischen Organisation der Wirtschaft und der Gesellschaft verlangt die Auseinandersetzung mit dem System und dem Stellenwert im Kontext seiner Relevanz bei politischen Instanzen, gesellschaftlichen Prozessen und ökonomischen Perspektiven.

Christoph Brüssel

Chapter 8. Beitrag der Professor/inn/en zur Promotion

Im Interview wurden alle Professor/inn/en gefragt: „Was sehen Sie als Ihren Beitrag in der Promotionsphase an?“. Die Antworten der Professor/inn/en können grob in drei Themenblöcke unterteilt werden: Erstens eine Differenzierung von Betreuungsrollen durch Verhaltensmuster der Professor/inn/en; insgesamt konnten aus den Interviews zwölf von den Professor/inn/en genannte und zwei analytisch generierte Rollen identifiziert werden, welche je nach Erfordernis einzeln oder als Rollenmix die Betreuung während der Promotionsphase prägen. Zweitens konnte in den Betreuungsbeschreibungen der Professor/inn/en eine grobe Dreiteilung der Promotionsphase in eine Einstiegsphase mit der Erstellung des Exposé, einer mittleren, zweiten Phase mit Datenerhebung und -auswertung bzw. der Theoriearbeit und einer letzten Phase der Fertigstellung der Dissertation identifiziert werden.

Christian Schneijderberg

Senior Corporate Volunteering: Demografische Entwicklung, neue Altersbilder und Konsequenzen für ein kluges Übergangsmanagement

Viele haben verstanden, in welcher Dramatik sich in den nächsten Jahren der demografische Wandel abspielen wird. Er wird gerne mit „Wir werden älter, bunter und weniger“ beschrieben. Angesichts des Zeitenwechsels, der ohne historisches Vorbild ist, erscheint diese Formulierung eher als eine verniedlichende Verharmlosung.

Christoph Zeckra

Chapter 5. Technik in Governance und Kommunikationswissenschaft

Der hier unternommene Versuch, die Rolle von technischen Zusammenhängen in kommunikationspolitischen Zusammenhängen zu reformulieren, findet vor einem Hintergrund statt, in dem technologische Entwicklungen beständige Referenzpunkte gegenwärtiger Wandlungsdebatten im Allgemeinen und Regulierungsdebatten im Speziellen sind. In der inzwischen jahrzehntelangen Diskussion um Reformen im Urheberrecht werden die auf Digitalisierung und Vernetzung basierenden Dienste und Dinge (wie File-Sharing, Social Media, iPod etc.) sowohl für die Forderung nach Verschärfungen der Regeln und Durchsetzungsmöglichkeiten des Urheberrechts mobilisiert als auch für die Öffnung der Regelungen für vermeintlich genuin digitale Praktiken wie die des Remixens. In ganz ähnlicher Weise gilt diese häufig widersprüchliche Mobilisierung von Technik für andere Felder wie Datenschutz, Überwachung und Meinungsfreiheit.

Christian Katzenbach

25. Allgemeine und konstruktive Grundlagen

Herbert Wittel, Dieter Jannasch, Joachim Voßiek, Christian Spura

3. Das neue Integrationsgesetz

Das Integrationsgesetz ist im Bundesgesetzblatt vom 5. August 2016 verkündet worden und ist am Tag nach der Verkündung in Kraft getreten. Bei nahezu 500 000 Asylsuchenden, die 2015 in Deutschland einen Antrag gestellt haben, wolle man alte Fehler vermeiden und eine Integration von vorneherein vorantreiben, um die Kosten einer mangelnden Integration möglichst gering zu halten. Unter dem Motto „Fördern und Fordern“ sind im Integrationsgesetz Rechte und Pflichten für beide Seiten festgelegt. Man wolle integrieren und den Zuflucht suchenden Personen ein neues Zuhause bieten, fordere aber auf der anderen Seite auch den Willen und den Einsatz der Geflohenen, sich zu integrieren. Mehrere Gesetzesänderungen sind nötig, die vor allem auf Spracherwerb, Ausbildung und soziale Integration abzielen. Bei der Ablehnung von Integrationsmaßnahmen kann es künftig zu Leistungskürzungen kommen.

Doreen Carpenter

Chapter 10. Computerexperimente

In den vorangegangenen Kapiteln wurde versucht zu verdeutlichen, daß sich mit der Theorie nichtlinearer dynamischer Systeme und mit den in diesem Zusammenhang entwickelten neuen Methoden komplexes dynamisches Verhalten, das in den unterschiedlichsten Bereichen – wie Biologie, Medizin, Hydrodynamik, klassische Mechanik, Elektrotechnik, Chemie etc. – auftritt, analysieren läßt. Dementsprechend weitgefächert sind auch die Beispiele, die wir im letzten Kapitel 10, Computerexperimente, diskutieren wollen.

John Argyris, Gunter Faust, Maria Haase, Rudolf Friedrich

Chapter 5. Das Organisationstraining

Zu Beginn dieses Organisationstrainings versammeln sich das Leitungsteam, der Staff, und alle Teilnehmer*innen einem eigens für diese Veranstaltung vorbereiteten Saal. Die Beteiligten nehmen in einem Stuhlkreis Platz, etwas herausgerückt davon sitzen als eigene Gruppe erkennbar die Staff-Mitglieder.

Detlef H. Duwe

10. Verwaltung 4.0 als Beitrag zur Wertschöpfung am Standort Deutschland 4.0 – Bedeutung einer weiterentwickelten Wirtschaftsförderung 4.0

Die „Umsetzungsstrategie Industrie 4.0“ (BITKOM et al. 2015, http://www.plattform-i40.de/sites/default/files/150410_Umsetzungsstrategie_0.pdf) trifft zur Rolle der öffentlichen Verwaltung bei der Umsetzung der Zielsetzungen von Industrie 4.0 keine Aussage. Der vorliegende Beitrag zeigt 4 Jahre nach der CeBIT 2013 und der zwischenzeitlichen Evolution der 4.0-Themen und -Felder die notwendigen Schnittstellen, Interdependenzen und weiteren Herausforderungen zwischen der Industrie und der öffentlichen Verwaltung im Kontext von Industrie 4.0 neu auf – im Besonderen die Anforderungen an die kommunale Wirtschaftsförderung (4.0). Als Bindeglied zwischen Industrie, Wirtschaft und Verwaltung kommt der kommunalen Wirtschaftsförderung als Teil der öffentlichen Verwaltung bei der Umsetzung von Industrie 4.0 und den weiteren Initiativen mit Blick auf den jeweiligen örtlichen Standort, aber auch mit Blick auf den Standort Deutschland (4.0) im globalen Wettbewerb, eine besondere Bedeutung zu. Unter dem Rubrum „Wirtschaftsförderung 4.0“ wird auf Basis der Erkenntnisse aus einer Literaturanalyse, eines Expertenworkshops und weiterer Institutsaktivitäten ein Lösungsmodell vorgeschlagen, das die Herausforderungen von Industrie 4.0 für die staatliche Ebene besonders fokussiert. Ziel des Beitrages ist es, einen wissenschaftlichen wie praxisorientierten Diskurs über die Bedeutung der wirtschaftsrelevanten Fachverwaltung im Kontext der Zielsetzungen von Industrie 4.0 und deren implizierte, wirtschafts- und standortaffine Folgefelder anzuregen und zu korrespondierenden Forschungs- und Praxisprojekten zu motivieren. Der Beitrag adressiert damit sowohl die immer noch junge wissenschaftliche 4.0-Forschung in diesem Bereich als auch die Wirtschaft und Verwaltungspraxis mit ihren zukünftigen Herausforderungen.

Frank Hogrebe, Wilfried Kruse

11. Gründen von Bauwerken

Das Eigengewicht und alle auf ein Bauwerk einwirkenden Lasten und Kräfte werden über Gründungskörper (Fundamente, Platten, Pfähle) auf oder in den Baugrund übertragen. Unter „Baugrund″ versteht man die unter der Aushubsohle nächstgelegene tragfähige Boden- oder Gesteinsschicht im Untergrund. Das Eigengewicht und alle auf das Bauwerk einwirkenden Lasten und Kräfte werden nach den in Eurocode 7 getroffenen sprachlichen Regelungen als „Einwirkungen″ bezeichnet. Bei den Einwirkungen, die vom Bauwerk selbst (Bauwerkslasten) oder von dessen (geplanter) Nutzung (Verkehrslasten) ausgehen, ist zu unterscheiden zwischen ständigen, veränderlichen und dynamischen Einwirkungen.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

18. Schriftenverzeichnis

Die Anwendung der in den verschiedenen Teilen des Buches besprochenen geotechnischen Verfahren müssen die Vorgaben amtlicher Werke beachten. Hierzu gehören die Rechtsvorschriften der Europäischen Union, die Gesetze des Bundes und der Länder, Verordnungen, Richtlinien, Vorschriften, amtliche Erlasse und Bekanntmachungen sowie Gerichtsentscheidungen einschließlich der amtlich verfassten Leitsätze. Durch solche amtliche Werke sind auch die Anforderungen an Untersuchungen, Bewertungen, Maßnahmen sowie Grenzwerte geregelt. Für unterschiedliche Arbeitsbereiche bestehen Richtlinien und Vorschriften.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

3. Einwirkungen und Widerstände

Zur Beurteilung der Standsicherheit von Gerüsten und Schalungen sind die Beanspruchungen der verwendeten Bauteile und die Materialwiderstände – so wie im Bauwesen üblich – miteinander zu vergleichen. Die Beanspruchungen resultieren aus den Einwirkungen, die Materialwiderstände können als Traglasten, Schnittgrößen oder Spannungen definiert werden. Einwirkungen und Widerstände sind keine festen Werte, sondern die in den technischen Regeln verankerten Größen streuen um statistische Mittelwerte. Die Streuung ist bei Einwirkungen und Widerständen unterschiedlich, so dass für einen sicheren Abstand einer Beanspruchung gegenüber dem Versagen unterschiedliche Teilsicherheitsbeiwerte eingeführt werden müssen. Darüber hinaus werden bei Gerüsten (in geringerem Maße auch bei Schalungen) die bauartbedingte Unsicherheit durch „weiche“ Verbindungen, die Montage und die Abnutzung durch Mehrfacheinsatz über einen entsprechenden weiteren Teilsicherheitsbeiwert auszugleichen sein.

Wolf Jeromin

2. Chemie

Im Gegensatz zu ehemals wird die Chemie heute aus der Atomistik heraus entwickelt und dadurch verständlich. Das wird deutlich, wenn die verschiedenen Arten einer chemischen Verbindung erklärt werden. – Aus dem Bereich der anorganischen Chemie wird in dem Kapitel die Speicherung elektrischer Energie in Batterien und Akkus behandelt, anschließend die Stoffkunde mineralischer und metallischer Werkstoffe. – In der organischen Chemie spielen die Kohlenstoffverbindungen die zentrale Rolle, einschließlich jener mit eingebautem Wasserstoff und Sauerstoff. Sie bestimmen den Aufbau aller lebenden Substanz und demgemäß auch jener Produkte, die aus Erdöl und Erdgas gewonnenen werden, aus denen wiederum von der Chemischen Industrie fossile Brennstoffe, Kunststoffe und viele weitere Produkte, wie Kunstdünger, Pharmaartikel und Pestizide aller Art hergestellt werden.

Christian Petersen

2. Mechanik II: Anwendungen

Das Kapitel ist umfangreicher. Statik und Festigkeit der Bauteile in technischen Strukturen stehen am Anfang. Dann werden Bewegungszustände studiert. Es folgt Statik und Dynamik der Fluide. Hierunter werden Flüssigkeiten und Gase zusammengefasst. Als Beispiel wird die Erzeugung von Energie mit Hilfe einer Windkraftanlage behandelt. Hierbei geht es um die Wandlung der Strömungsenergie des Windes in elektrische Energie. Es folgen die Themen: Schwingungen und Wellen mit diversen Anwendungen, u.a. in der Akustik. Schließlich wird die Himmelsmechanik anhand der Planeten-, Mond- und Kometenbewegung aufbereitet und das Sonnensystem beschrieben, zusammengefasst unter dem Begriff solare Astronomie.

Christian Petersen

1. Mechanik I: Grundlagen

Es werden die Grundlagen der Mechanik behandelt. Die Mechanik ist die älteste Disziplin der Physik und kann als abgeschlossen gelten. Begriffe wie Kraft, Impuls, Arbeit und Leistung sowie Energie und Energiezerstreuung, werden erklärt. Unter letzterer versteht man Reibung und Dämpfung, man spricht auch von (Energie-)Dissipation. Das führt auf den Begriff Wirkungsgrad in technischen Anlagen. Anhand eines Beispiels wird die ‚Gewinnung‘ von Energie in einer Wasserkraftanlage gezeigt, genauer, die Wandlung von potentieller in kinetische und letztlich in elektrische Energie.

Christian Petersen

Kapitel 15. Die Rolle des Staatshaushalts – Nachhaltige Fiskalpolitik des Staates

Die Finanzpolitik hat die Aufgabe, das Staatsbudgets, d. h. die öffentlichen Haushalte bzw. Haushaltspläne der Gebietskörperschaften, insgesamt die Staatseinnahmen und Staatsausgaben nach Höhe und Struktur so zu gestalten, dass sie mit den geplanten staatlichen Aufgaben nachhaltig korrespondieren.

Hans W. Möller

Kapitel 2. Wille und Wollen

Genau in der Mitte zwischen Wille und Wollen liegt die Tat. So habe ich es einmal in meinen jungen Jahren in einem Text für ein Lied formuliert. Bis jetzt – Jahrzehnte später – habe ich keine bessere Kurzformel gefunden.

Lothar Volkelt

Chapter 5. Verknüpfung der Güterströme mit den Transportströmen

Innerhalb einer Volkswirtschaft finden Transaktionen zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern statt, die mit dem Austausch von Gütern und Leistungen verbunden sind. Die VGR versucht, diese Transaktionen zu erfassen und systematisch auszuwerten, wobei hier trotz des offensichtlich auch räumlichen Zusammenhangs die methodischen Werkzeuge bisher eher beschränkt waren. Die Anwendung computergestützter Analyse- und Visualisierungsmöglichkeiten eröffnet daher in Verbindung mit den Verkehrsstatistiken ganz neue Möglichkeiten, wie in diesem Kapitel näher erläutert werden wird.

Bernd Buthe

Adalbert Stifter’s Alternative Anthropocene: Reimagining Social Nature in Brigitta and Abdias

This chapter investigates the production of nature in two novellas from Adalbert Stifter’s Studien: Brigitta and Abdias. I argue that both texts imagine an alternative Anthropocene reality that is presented as a more ethical parallel to nineteenth-century environmental degradation. The pastoralist vision in Brigitta expresses Stifter’s vision of an alternative Anthropocene most directly, whereas Abdias provides a more negative contrast. This chapter thus situates the moral and ethical reflections in Stifter’s narratives within the realities of the social production of nature that the texts portray, and demonstrates how social nature serves a key role in casting the texts’ didactic agendas in an ironic and critical light.

Alexander Phillips

Open Access

Chapter 15. Allmächtiger Computer!?

Edsger W. Dijkstra ist uns bereits im ersten Kapitel begegnet. Neben brillanten algorithmischen Ideen hatte er auch eine sehr moderne Sicht auf die Wissenschaft Informatik. So prägte er den Satz: „Informatik hat ungefähr so viel mit Computern zu tun wie Astronomie mit Teleskopen.“

Jens Gallenbacher

5. Torsion

Wir betrachten in diesem Kapitel Stäbe, die auf Torsion beansprucht werden. Wie in den vorhergehenden Kapiteln wollen wir die durch die Belastung hervorgerufenen Verformungen und Spannungen ermitteln. Dabei beschränken wir uns auf Stäbe mit Kreisquerschnitt bzw. mit dünnwandigem Querschnitt. Nach dem Studium dieses Kapitels sollen die Leser die Grundgleichungen der Torsion kennen und sachgerecht auf statisch bestimmte bzw. unbestimmte Probleme anwenden können.

Dietmar Gross, Werner Hauger, Jörg Schröder, Wolfgang A. Wall

8. Verbundquerschnitte

In der Praxis kommen häufig Stäbe und Balken aus Verbundmaterial zur Anwendung, deren Querschnitte aus Schichten verschiedener Materialien bestehen. Die Studierenden sollen lernen, wie man in diesem Fall die Grundgleichungen für Zug/Druck bzw. für Biegung verallgemeinert und wie man Spannungen sowie Verformungen bei konkreten Problemen zweckmäßig bestimmt.

Dietmar Gross, Werner Hauger, Jörg Schröder, Wolfgang A. Wall
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