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Brückenbau

weitere Buchkapitel

Kapitel 2. Geschichte der TU Graz und des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft

Im Jahr 1811 schenkt Erzherzog Johann seine persönlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen dem eigens gegründeten Joanneum als Hilfsmittel zur Förderung der Naturgeschichte, Ökonomie, Physik, Technologie und Chemie. Am 26. November 1811 überreicht Erzherzog Johann die Schenkungsurkunde dem steirischen Landtag. Dieser Tag gilt als Gründungstag des Joanneums und damit auch der heutigen Technischen Universität Graz.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Kapitel 7. Gemeinkosten in Sachnachträgen – Lösungswege im Streit um die angemessene Höhe

Gemeinkosten werden in der unternehmerischen Preisermittlung regelmäßig nur sehr überschlägig, zumeist in Abhängigkeit des erwarteten Umsatzes veranschlagt. Lediglich für Teilleistungen, die üblicherweise in Baustellengemeinkosten (BGK) verrechnet werden, erfolgt je nach angewendetem Kalkulationsverfahren eine genauere Kalkulation und Aufgliederung. Die in den Gemeinkosten verrechneten Teilleistungen und deren tatsächliche Kosteneigenschaften sind in der hinterlegten Urkalkulation dadurch vielfach sehr intransparent.

Frank Kumlehn, Patrick Schwerdtner

1. Was sind finite Elemente?

Auf der ersten Blick sind finite Elemente einfach: Man unterteilt ein Tragwerk in kleine Elemente, ersetzt die Belastung durch Knotenkräfte und formuliert das Gleichgewicht in den Knoten. Man kommt so schnell in die Methode hinein aber im Grunde auch nicht sehr viel weiter, was schade ist, denn man verpasst doch sehr viel.

Friedel Hartmann, Casimir Katz

Kapitel 2. Die Bestandteile einer vollständigen Bewerbung

Nun geht es um die Frage, was eine erfolgreiche Bewerbung enthalten und wie das Ganze aussehen soll. Um diese Frage zu erörtern, möchte ich zunächst einen bildlichen Vergleich ziehen, denn die perfekte Bewerbung ist strukturell vergleichbar mit einem erfolgreichen Fach- bzw. Sachbuch.

Martin Sutoris

Kapitel 6. Elemente des Gesprächs

Die gute Nachricht vorab: Die meisten Bewerber, die ein Vorstellungsgespräch hatten, sind sehr erleichtert, weil es weniger „schlimm“ war als befürchtet. Denn oftmals haben sie in Internetrecherchen den Eindruck erhalten, dass es in diesem Gespräch sprichwörtlich wie in der Höhle der Löwen zugeht und man achtgeben muss, unversehrt wieder herauszukommen. Im Anschluss an das Gespräch können sie handfeste Tipps geben, worauf man besonders achten sollte, was gut funktionierte, was man noch besser machen könnte und was man das nächste Mal lieber nicht tun oder sagen sollte.

Martin Sutoris

Kapitel 1. Einleitung

Kap. 1 setzt sich mit dem Begriff „Digitalisierung“ auseinander. Es nennt diesbezüglich wichtige Technologien und stellt die elektronische Vernetzung von Menschen und Maschinen mittels Internet als einen Hauptpfeiler der Digitalisierung dar. Es zeigt, dass dabei die Diskrete Fourier-Transformation DFT (bzw. die Fast Fourier Transformation, FFT) eine wichtige Rolle spielt. Es begründet des Weiteren, warum in diesem essential auch das Abtasttheorem behandelt wird – als theoretische Grundlage für die Wandlung analoger in digitale Signale und als didaktisch vorteilhafte Brücke zur Herleitung der DFT.

Jörg Lange, Tatjana Lange

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Dagmar Drüll

Holzbau

Die Tradition des Holzbaus reicht sehr weit bis zu den Ursprüngen der Menschheitsgeschichte zurück. Bemerkenswert ist das hohe Maß an holzbautechnischem Wissen, auf das man beim historischen Umgang mit Holz im Bauen stößt und das uns die noch heute vorhandene lange Erfahrung und Bautradition im Holzbau erahnen lässt. Das Wissen um diesen Baustoff ist bis heute in tradierter gebauter Form an den erhaltenen historischen Holzbauten ablesbar.

José Luis Moro

Stahlbau

Eine frühe Blüte der Eisenindustrie begann in Indien um 2000 v. Chr. Die Kutubsäule in der Nähe von Delhi besteht aus fast chemisch reinem Roheisen. Sie wurde aus einzelnen Eisenblöcken zusammengeschmiedet. Sie datiert aus dem 9. Jh.v.Chr. Das Gewicht der Säule beträgt 17 000 kg, ihre Länge ca. 16 m. Bis heute zeigen sich keine Spuren von Korrosion.

José Luis Moro

9. Abzählen von Graphen und Bäumen

Die Bestimmung der Anzahl einer speziellen Klasse von Graphen liefert interessante Beispiele für die Anwendung der in den ersten Kapiteln betrachteten Methoden der Kombinatorik. Neben erzeugenden Funktionen und Rekurrenzgleichungen werden wir speziell auch auf Methoden der Gruppentheorie zurückgreifen. Die erste Frage, die wir hier näher untersuchen werden, ist: Wie viel Graphen mit n Knoten gibt es? Die Lösung dieses Problems wird jedoch erst möglich, wenn klar ist, was wir unter einem Graphen verstehen. Beschränken wir uns auf schlichte ungerichtete Graphen, so bleibt immer noch zu klären, wann zwei Graphen als identisch angesehen werden. Für viele Probleme der Graphentheorie werden zueinander isomorphe Graphen identifiziert. Wir sprechen dann von einer Isomorphieklasse von Graphen.

Peter Tittmann

Kapitel 1. Einleitung

Der Zeitraum von 1850 bis 1950 wird gemeinhin als „das goldene Zeitalter der Ingenieurkunst“ bezeichnet. Das Bauen dieser Jahre hatte wesentlich eine lokale Bedeutung. Dementsprechend war auch die Ingenieurtätigkeit bei technischen Problemen vornehmlich von fachspezifischen Detailfragen örtlich begrenzter Dimensionen dominiert, und weniger von weiteren ökologischen und humanistischen Zusammenhängen der Kultur.

Michael Scheffler

4. Räumliche Tragwerkstrukturen

Tragwerke des Hochbaus und Brückenbaus sind in der Regel räumliche Strukturen. Für Berechnungszwecke zerlegt man sie in ebene Strukturen, einachsige Strukturen und Einzelmassen. Hochbauten werden zerlegt in Wände und Decken, Brücken werden oft als einachsige Brückenträger modelliert. Nachfolgend wird ein ebenes Rahmenbeispiel für den Vergleich zweier Tragwerksvarianten mit zwei und vier Stockwerken ausgewählt. In Abb. 3.11 sind die Varianten skizziert und mit Bildtexten erläutert. Variiert wird die Anzahl der Stockwerke. Als Vergleichskriterium werden die ersten Eigenwertmaßzahlen gewählt. Beim zweistöckigen Rahmen ergibt sich die erste Eigenwertmaßzahl 0,232, beim vierstöckigen Rahmen 0,482, wenn die Gesamthöhen der Tragwerke gleich sind. Unter den Skizzen sind die Maßstäbe der Elementlängen und Biegemomente eingezeichnet, die für beide Trawerkvarianten gelten.

Rudolf Pitloun

1. Ziel des Buches und Inhaltsübersicht

Das Ziel des Buches über Tragwerkstrukturen und über andere Strukturen ist die Erweiterung der herkömmlichen Entscheidungsgrundlagen nach der zur Zeit gültigen Vergabe- und Vertragsordnung beim Entwurf und der Erhaltung vorhandener Bauten nach Baupreisen sowie nach Daten optimaler Strukturen der Baukonstruktionen für vorzulegende Berechnungen zum Vergleich der betrachteten Strukturvarianten zusammen mit Preisen.

Rudolf Pitloun

3. Bewertung von Elementen und Aufbau von Strukturen

Als wissenschaftliche Grundlage für die Vorbereitung und Anwendung einer „Kunst des Strukturierens“ für technische Disziplinen erfolgte die Erarbeitung der Dissertationsschrift über „Dynamische Modelle“, die in der Technischen Universität Dresden verteidigt wurde [1]. Sie besteht aus einem Textband mit den wissenschaftlichen Grundlagen. Der Anlagenband enthält die Ergebnisse der Berechnung mit dem Analogrechner endim 2000 und Aufzeichnungen von 127 Schrieben des Schwingungsverhaltens von Einmassenmodellen mit linearen und nicht linearen Federkennlinien und Dämpferkennlinien der Aufhängung einer konzentrierten Einzelmasse in der Anlage 1 zur Dissertation. Die Anlage 2 besteht aus einer Zusammenstellung von linearen Zweimassenmodellen mit den berechneten und aufgezeichneten 111 Analogrechnerschrieben. Die Anlage 3 enthält die ersten, vom Ziffernrechner ZRA-1 berechneten Eigenwerte und Eigenformen mit Trägerskizzen, Tabellen und ausführlichen Erläuterungen sowie die Kontrolle der Richtigkeit der berechneten Eigenwerte. Die Anlage 4 stellt die Maßeinheiten für die Modelle sowohl für das internationale metrische Dimensions- und Maßeinheitensystem als auch für ein Yard-Pound-System mit den Definitionen dimensionsloser Größen der Mechanik, Physik und Elektrotechnik einschließlich der Umrechnung von Maßeinheiten des metrischen in Einheiten des Yard-Pound-Systems zusammen. Dazu wurden am Schluss 295 studierte Quellen aus der internationalen Literatur beschafft und für die Dissertationsschrift ausgewertet.

Rudolf Pitloun

13. Verkehrslasten und Windlasten auf Brücken

Der folgende Beitrag behandelt die Ermittlung von Verkehrslasten und Windlasten auf Brücken. Verkehrslasten auf Brücken werden in DIN EN 1991-2 (Eurocode 1 – Einwirkungen auf Tragwerke – Teil 2: Verkehrslasten auf Brücken) [1] einschließlich des zugehörigen Nationalen Anhangs (DIN EN 1991-2/NA) [2] geregelt. Für die Ermittlung von Windlasten, die auf Brücken anzusetzen sind, gilt DIN EN 1991-1-4, Abschn. 8 [3] einschließlich des zugehörigen Nationalen Anhangs DIN EN 1991-1-4/NA [4].

Peter Schmidt

11. Gerüste und Abstützungen

Gerüste erfordern für Entwurf, Berechnung und Ausführung den Einsatz von Fachleuten und Unternehmen, die eine sorgfältige Ausführung gewährleisten.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

2. Geneigte Dächer

Dächer sind in ihrer Variantenvielfalt und Gestaltung entscheidend prägend für den Gesamteindruck eines Gebäudes. Die Ausbildung von geneigten Dächern wird durch das Klima, die Region, den verwendeten Baustoff, bautechnische Traditionen und die Nutzungsart der Gebäude bestimmt.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

7. Eisenbahnbrücken, Tunnel und Ingenieurbauwerke

Als Ingenieurbauwerke bezeichnet die DIN 1076 Brücken, Tunnel, Trogbauwerke, Stützbauwerke mit mindestens 1,5 m sichtbarer Höhe, Lärmschutzwände mit mindestens 2 m sichtbarer Höhe und Bauwerke, für die ein statischer Einzelstandsicherheitsnachweis erforderlich ist, z. B. Regenrückhaltebecken und Schachtbauwerke.Die erste mit Lokomotiven betriebene Eisenbahn in Deutschland nahm 1835 den öffentlichen Personen- und Güterverkehr auf. Und dies bereits mit der bis heute üblichen Normalspur mit einer Spurweite von 1435 mm. Der Aufbau des Eisenbahnnetzes erfolgte anfänglich durch private Gesellschaften sowie bald auch durch Staatsbahnen.Nach der deutschen Einigung von 1871 entstand in den einzelnen Bundesstaaten eine Reihe von staatlichen Länderbahnen. Die zahlreichen in dieser Zeit gebauten Privatbahnen bedienten i. d. R. den Regional- und Nahverkehr. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Länderbahnen vom Deutschen Reich übernommen und in der 1924 gegründeten Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zu einem einzigen Staatsunternehmen zusammengefasst, das den größten Teil des Eisenbahnverkehrs in Deutschland betrieb.

Dipl.-Ing. Tristan Mölter, Dipl.-Ing. Michael Fiedler

Kapitel 8. Irrtum 8: Mein Unternehmen ist einzigartig – Vergleichbares gibt es nicht

Es ist menschlich, dass jeder sich für einzigartig hält. Und es ist auch menschlich, dass jeder Unternehmer sein Unternehmen, das er aufgebaut hat, das er führt, für einzigartig hält. Das wissen die Kunden „natürlich“! Glauben Sie das im Ernst? Nein, „natürlich“ nicht. Denn es ist ein Irrtum zu glauben, es gäbe für Sie, Ihr Know-how, für Ihr Unternehmen, für Ihre Produkte, für Ihre Dienstleistungen keinen Ersatz. „Irgendwo“ gibt es den ganz bestimmt.

Claudia Ossola-Haring, Andreas Schlageter, Stephan Schöning

2. Herausforderungen im Rahmen Ökonomischer Bildung

Folgt man Czycholl, so kann man Wirtschaftsdidaktik als die Theorie Ökonomischer Bildung, als diejenige Disziplin verstehen, die sich mit denjenigen wissenschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt, die „sich auf Planung, Realisation und Kontrolle und auf den korrespondierenden Bedingungsrahmen von auf Wirtschaft ausgerichteten Lehr- und Lernprozessen als Ganzes oder einzelner Elemente davon beziehen“ (Czycholl 1974, S. 28).

Andreas Liening

Kapitel 7. Schlussbetrachtung

In den vorherigen Kapiteln sind neben den Grundlagen der Konjunkturtheorien und -politik insbesondere die unterschiedlichen Arten von bauspezifischen öffentlichen Investitionen, deren Ausprägung sowie Inhalte und Wirkweisen vergangener Konjunkturmaßnahmen der Bundesrepublik Deutschland beschrieben worden. Hintergrund ist einerseits der Wunsch, volkswirtschaftliche Entwicklungen durch derartige Maßnahmen zu beeinflussen, andererseits der erhebliche Bedarf an öffentlichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen im Infrastruktur-, Tief- und Hochbau. Aktuell wird diesem Investitionsstau durch eine Vielzahl an Investitionen entgegengewirkt.

Jens Otto, Michael Ditzen

Kapitel 7. Wasserspeicherung

Für die Wasserspeicherung waren bis 1998 ausschließlich die vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im damaligen Fachausschuss „Wasserbehälter“ entwickelten folgenden Arbeits- und Merkblätter ausschlaggebend.

Gerhard Merkl

Kapitel 4. Konferenzen

In diesem Kapitel wird eine Reihe an wichtigen Umwelt- und Klimakonferenzen, Übereinkommen und Konventionen vorgestellt. Die Fülle der Konferenzen machte es nötig, eine Auswahl zu treffen, die naturgemäß „subjektiv“ ausfällt. Die Konferenzen werden auf der Basis der von den Vereinten Nationen offiziell herausgegeben Dokumente referiert, ohne kommentiert oder bewertet zu werden.

Ulrich Ranke

11. Werkstoffe und ihr Verhalten beim Schweißen

Die aus Rohstoffen produzierten Werkstoffe sind Ausgangsprodukt für die Herstellung von Halbzeugen und Fertigprodukten wie Werkstücke und Werkzeuge. Werkstoffe teilt man vereinfacht in metallische und nichtmetallische Werkstoffe ein, Abb. 11.1.

Volkmar Schuler, Jürgen Twrdek

12. Anforderungsgerechte Gestaltung von Schweißkonstruktionen

Die anforderungsgerechte Gestaltung ist eine branchenneutrale Gliederung allgemein gültiger Konstruktionsregeln..

Volkmar Schuler, Jürgen Twrdek

2. Werkstofftechnik

Kapitel 1.1 Werkstofftechnik Werkstoffe sind für die Konstruktion nützliche, feste Stoffe. Man kann sie in folgendermaßen einteilen [4], [12]:- Metalle als gute elektrische Leiter, auch bei tiefen Temperaturen plastisch verformbar, chemisch nicht immer sehr beständig,- Keramische Werkstoffe als schlechte elektrische Leiter, nicht plastisch verformbar, chemisch sehr beständig,- Kunststoffe als schlechte elektrische Leiter, bei erhöhter Temperatur plastisch verformbar, chemisch an Luft bei Raumtemperatur beständig, geringe Dichte, nicht sehr hitzebeständig,- Sonstige Werkstoffe: Gläser, Holz, Papier, Leder, Baustoffe,- Als weitere Werkstoffgruppe kommen die Verbundwerkstoffe hinzu, die sich aus der Kombination von mindestens zwei Werkstoffen mit verschiedenen Eigenschaften zusammensetzen. Kapitel 1.2 Wärmebehandlungstechnik Die Wärmebehandlung und die damit verbundenen Phasenumwandlungen beeinflussen die Verwendbarkeit der Werkstoffe erheblich. Dabei wird das Gefüge der Bauteile verändert durch z.B. Diffusion und Platzwechselmechanismen. Kennzeichnend sind diesbezüglich die Umwandlungsdiagramme, wie z.B. das Eisen-Kohlenstoff Diagramm oder ZTA ZTU-Schaubilder. Letztlich wird die gewünschte Wärmebehandlung gesteuert durch die Wärmebehandlungseinrichtungen.

Prof. Dr.-Ing. Karlheinz Schiebold

Dauerhaftigkeit

exponentiell gestiegenen Komfortansprüchen – sind auch die in den letzten 25 Jahren explodierten Baukosten zu erklären, die inzwischen einen kritischen Denkprozess in Gang gesetzt haben.

José Luis Moro

1. Statik Einführung

Schlägt der technisch interessierte Studierende in der Buchhandlung oder Bibliothek auch mal ein philosophisches Buch auf, so trifft er auf Namen, die er aus seiner Schulzeit - aus dem Mathematik- oder Physikunterricht - noch kennt, Es sind dies die Namen GALILEI, DESCARTES, NEWTON usw. Diese Herren kennt der Studierende als Physiker, Mathematiker, Astronomen, Naturforscher - nicht aber als Philosophen. Sie werden im oben genannten Buch aber als Philosophen bezeichnet.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Frieske

6. Offshore

Die Tätigkeiten auf dem Meer, die nicht der Beförderung von Mensch und Tier oder dem Warenaustausch von Gütern dienen, sind vielfältig. Um die Schifffahrt aufrecht zu erhalten, sind Bagger verschiedenster Bauart, Hafen‑, Hochsee‑ und Notschlepper, Tonnenleger, Eisbrecher oder auch Dienstfahrzeuge für ein breites Spektrum von Aufgaben im Einsatz. Zahlreiche Spezialschiffe, darunter Versorger, Ankerzieher, Röhrentransporter, Wohn‑ und Wachschiffe, arbeiten in der Offshore‐Industrie. Schwimmkräne, Kranschiffe, Kabel‑ und Rohrleger sowie Forschungsschiffe erledigen weitere Sonderaufgaben. Zum Transport von Öl und Gas werden unterseeische Pipelines verlegt, für die hochspezialisierte Schiffe mit anspruchsvollen Verlegeeinrichtungen unterschiedlicher Technik entworfen werden. Aufgrund des hohen Standards gehören derartige Hightech-Fahrzeuge zu den wenigen Schiffstypen, für die europäische Werften noch Aufträge erhalten. Auch für den neuen Offshore-Bereich Windkraft sind zahlreiche neuartige Spezialfahrzeuge entworfen und zum Einsatz gebracht worden. Die Errichtung von Offshore-Windparks erfordert umfangreiche Vorarbeiten, wie Boden- und Umweltexplorationen, für die oft aus anderen Schiffstypen umgebaute Hilfsschiffe beschäftigt sind. Nach dem wegen der widrigen Wetterbedingungen technisch anspruchsvollen Aufbau der Kraftwerke durch Installationsschiffe bleiben regelmäßige Wartungs- und Kontrollaufgaben, Reparaturen oder sogar der Austausch von fehlerhaften Rotoren und Generatoren auszuführen.

Ralf Witthohn

3. Historische Konstruktionen und Verbindungen

Seit den Anfängen des Holzbaus wurden die vielfältigsten Verbindungsarten entwickelt und ausgeführt. Schon vor unserer Zeitrechnung entwickelten Zimmerer Holzverbindungen, bei denen Holzstäbe mit gleichen oder verschiedenen Richtungen in Knotenpunkten zusammenstießen. Diese Verbindungen konnten keine nennenswerten Zugkräfte übertragen. Als älteste Verbindung ist die Verblattung bekannt; sie wurde ursprünglich mit Keilen gesichert. Später wurden die unterschiedlichsten Zapfenverbindungen entwickelt, anfangs ebenfallsverkeilt, dann mit Holznägeln gesichert.Der traditionelle Zimmermannsholzbau ist durch die Verbindungen geprägt, mit denen Holzstäbe (Balken, Sparren, Pfetten, Schwellen usw. aus Kant- oder Rundhölzern) zum Tragwerk „verbunden“ wurden. Diese Verbindungen waren „Stoßverbindungen“, bei denen die aufzunehmenden Kräfte nur durch Druckkontakt und gegebenenfalls durch Reibung übertragen werden.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

2. Holzbau – Eine Geschichte innovativer Bautechnik

Als der altbabylonische König Hammurabi (1728 bis 1686 v. Chr.) vor ca. 3700 Jahren die Verantwortlichkeit der Baumeister für die Sicherheit von Bauwerken durch Gesetz regelte, blickten die Menschen schon auf ca. 5000 Jahre bauliche Tätigkeit zurück, denn mit den Anfängen der Landwirtschaft im Nahen Osten und in Europa war es notwendig, dauerhaftere Bauten zu errichten.Den Menschen galt der größtenteils regional verfügbare Werkstoff Holz wegen seiner vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten seit jeher als „Materie“ schlechthin. Dabei reicht die traditionelle Verbindung des Menschen zum Baustoff Holz zurück bis in die Anfänge der Schaffung primitiver windschützender Erdhüttenmit Schutzdächern aus Holz, die man auf ca. 40.000 Jahre vor der Zeitrechnung datiert.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

Kapitel 4. Bilanzierung der staatlichen Straßeninfrastruktur in Deutschland

Für die Bereitstellung von technischen Anlagen des Verkehrsträgers „Straßenverkehr“ sind in Deutschland Verwaltungen zuständig. Um Mobilität zu ermöglichen, bedarf es Verwaltungsstrukturen für die Planung, den Bau, den laufenden Betrieb und die Erhaltung des Straßennetzes. Diese haben die langfristige Funktionsfähigkeit eines Straßennetzes zum Transport von Menschen und Gütern sicherzustellen.

Reinhardt Stuhr

Kapitel 5. Kinematik von ebenen Stabtragwerken

Bisher ist die Berechnung der Zustandslinien M,Q und N von statisch bestimmten Stabtragwerken erfolgt. Dies ist mit dem Schnittprinzip mӧglich, wenn die Gleichgewichtsbedingungen eingesetzt werden. Statische Systeme kӧnnen nur dann im Gleichgewicht sein, wenn sie nicht verschieblich sind.

Dieter Dinkler

17. Erfahrungen aus sozialen Projekten als Best Practice für die VUCA-Welt

Erfahrungen aus sozialen Initiativen und die Analyse von sozialem Engagement bieten Best Practices für die VUCA-Welt, wobei das Akronym VUCA für die Herausforderungen aus Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity steht. Der soziale Sektor in Deutschland funktioniert deutlich anders als Wirtschaftsunternehmen. Und dennoch gelingt es diesem Sektor, auf Veränderungen in der Gesellschaft zu reagieren. Der Beitrag beschreibt nach einer Erläuterung des Zusammenspiels aus Heldenrat Verein und GmbH als „Social Business“ eine Reihe von Erfahrungen aus sozialen Initiativen, die sich auf Unternehmen übertragen lassen. Anschließend wird der Blick auf den VUCA-Ansatz mit der Frage gerichtet, welche Denk-Kompetenzen in diesem Umfeld benötigt werden. Mithilfe der Beispiele lässt sich zeigen, wie diese Kompetenzen über Erfahrungen aus dem sozialen Sektor geschärft werden und Erkenntnisse aus gemeinwohlorientieren Organisationen als Best Practice für Unternehmen in der VUCA-Welt dienen können.

Dr. Hilke Posor, Dr. Thomas Leppert

U1. Grundlagen

Die Aufgabe der Fördertechnik ist das Fortbewegen (Fördern) von Gütern und Personen über begrenzte Entfernung innerhalb einer örtlich begrenzten und zusammenhängenden Betriebseinheit unter Einsatz von technischen Mitteln, den Fördermitteln. Zu ihnen gehören die Fördermaschinen (s. U1.1.2).Der Transport von Gütern und Personen über große Entfernungen ist ein Aufgabengebiet der Verkehrstechnik. Verkehrsmittel sind Lkw, Bahn, Schiff, Flugzeug. Der Transport von Flüssigkeiten und Gasen durch Rohrleitungen ist ein Aufgabengebiet der Verfahrenstechnik.Das Fachgebiet Fördertechnik befasst sich mit der Projektierung und Konstruktion der Fördermittel sowie mit der Planung und Projektierung von Materialflusssystemen [1]. Der Materialfluss entsteht durch die Verkettung aller Vorgänge beim Gewinnen, Be‐ und Verarbeiten sowie bei der Verteilung von Gütern innerhalb festgelegter Bereiche. Materialflusssysteme, behandelt in [2, 3], entstehen in der Regel aus einer sinnvollen Verkettung von Fördermaschinen. Richtlinien zur Planung der Materialflusssysteme enthalten [4, 5].

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner, Prof. Dr.-Ing. Hans-Georg Marquardt, Prof. Dr.-Ing. Jan Scholten, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Wehking, Prof. Dr.-Ing. Thorsten Schmidt, Prof. Dr.-Ing. Michael Ketting

E3. Eigenschaften und Verwendung der Werkstoffe

Als Eisenwerkstoffe werden die für Bauteile und Werkzeuge anwendbaren Metalllegierungen bezeichnet, bei denen der mittlere Gewichtsanteil an Eisen höher als der jedes anderen Legierungselements ist. Sie werden in die Gruppe der Stähle und Gusseisenwerkstoffe aufgegliedert. Beide Gruppen unterscheiden sich vor allem im Kohlenstoffgehalt und weisen teilweise sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. Während die Stähle Eisenwerkstoffe darstellen, die sich i. Allg. für die Warmumformung eignen, erfolgt die Formgebung der Gusseisenwerkstoffe durch Urformen (s. S2). Abgesehen von einigen Cr‐reichen Stählen liegt der C‐Gehalt der Stähle unter rd. 2 %, der C‐Gehalt der Gusseisenwerkstoffe über 2 %. Während bei Stählen der Kohlenstoff im Eisengitter gelöst oder in chemisch gebundener Form als Karbid vorliegt, tritt er im Gusseisen teilweise als Graphit auf. Stahlguss, dessen Formgebung ebenfalls durch Urformen erfolgt, wird zur Gruppe der Stähle gerechnet.Im stabilen Eisen‐Kohlenstoff‐System tritt Kohlenstoff als Graphit in hexagonaler Gitterstruktur auf. Diese Gleichgewichtsphase stellt sich nur bei extrem langen Glühzeiten ein. Bei den üblichen Wärmebehandlungen der Stähle liegt Kohlenstoff in chemisch gebundener Form als Eisenkarbid Fe3C (Zementit) vor. Für technische Zwecke wird daher in der Regel statt des Systems Eisen‐Kohlenstoff das metastabile System Eisen‐Zementit betrachtet, wenn auch im Bereich des Gusseisens (C > rd: 2 %) eine teilweise Graphitbildung erfolgt, der reale Werkstoffzustand also zwischen dem des stabilen und des metastabilen Systems liegt.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Oechsner, Prof. Dr.-Ing. Christina Berger, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Kloos

G10. Anhang G: Diagramme und Tabellen

Anhang G: Diagramme und Tabellen

Prof. Dr.-Ing. Helmut Wohlfahrt, Dr.-Ing. Hanfried Kerle, Prof. Dr.-Ing. P. Dietz, K. Thomas, M. Kaßner, T. Widder, Prof. Dr.-Ing. Klaus Dilger, Prof. Dr.-Ing. Heinz Mertens, Prof. Dr.-Ing. Robert Liebich, Prof. Dr. rer. sec. Heinz Dieter Motz, Prof. Dr.-Ing. Peter Gust, Prof. Dr.-Ing. Armin Lohrengel, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Poll, Prof. Dr.-Ing. Ludger Deters, Prof. Dr.-Ing. Bernd-Robert Höhn, Prof. Dr.-Ing. Burkhard Corves

Teilhaberfonds: Wohlstand für alle ermöglichen

Mitarbeiterkapitalbeteiligung hat für Gesellschaft wie für Governance eine große Bedeutung. Die Finanzbranche tut gut daran sie zu fördern, zum einen durch die Integration in ESG-Kriterien, also Kriterien, die sich auf Umwelt, gesellschaftliche Auswirkungen und die Unternehmensführung („environment, social and governance“; ESG) beziehen, zum anderen durch das Angebot von Teilhaberfonds. Teilhaberfonds zeichnen sich darüber aus, dass sie den Anteilseignern die Wahrnehmung von Eigentumsrechten bei gleichzeitiger Vermeidung des Klumpenrisikos ermöglichen. Die Digitalisierung sollte die dafür notwendigen Anwendungen liefern. Vorstellbar ist auch, dass Teilhaberfonds in bestehende Durchführungswege der Altersvorsorge eingebaut werden können.

Tobias Pross

Kapitel 1. Geschichte der Fertigungstechnik

Ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Fertigungstechnik wird in diesem Kapitel gegeben. Hierbei werden die wichtigsten mechanischen Entwicklungen und deren Erfinder bzw. Erstanwender genannt, so dass der Leser einen Kurzüberblick über die technische Geschichte der Menschheit und deren Bedeutung für die menschliche Gemeinschaft erhält.

Ralf Förster, Anna Förster

Mikrophysikalisch begründete Modellierung der Verbundwirkung in faserbewehrtem Ultrahochleistungsbeton (UHPFRC) unter zyklischer Zugbeanspruchung

Das Materialverhalten von ultrahochfesten Betonen mit Druckfestigkeiten oberhalb von ca. 140 N/mm2 ist durch eine äußerst hohe Sprödigkeit und ein explosionsartiges Versagen gekennzeichnet. In der Regel werden diesen Betonmischungen zur Verbesserung des Last-Verformungsverhaltens sowie der Tragsicherheit Fasern zugegeben.

Svenja Höper, Ursula Kowalsky, Dieter Dinkler

Kapitel 6. Nachkriegszeit und Übergang zur modernen Konstituierung

In den Vereinigten Staaten stellte das Kriegsende für die Jahrringforschung keinen so starken Bruch dar wie in Mitteleuropa, und auch während der ersten Nachkriegsjahre zeigte sich – vor allem am Laboratory of Tree-Ring Research in Tucson – eine gewisse institutionelle Kontinuität. Von einem „Modernisierungsschub“ lässt sich jedoch ähnlich wie in Europa während der ersten Nachkriegsjahre noch nicht sprechen.

Hans Hermann Rump

Kapitel 2. Pflanzenanatomie von der frühen Neuzeit bis 1800

In diesem Kapitel sind angesichts des langen Zeitraums von fast 400 Jahren zwangsläufig sehr heterogene Materialarten zu berücksichtigen: Eine Disziplin „Biologie“ gab es vor 1800 nicht, so dass Pflanzenbeschreibungen oft in Gesamtwerken und in dem Briefwechsel von Naturforschern, in kameralistischen Schriften oder in Publikationsorganen fachlich unterschiedlicher Ausrichtung versteckt sind.

Hans Hermann Rump

5. Bilanzierung der Passiva

Eigenkapital ist das dem Unternehmen von seinen Eigentümern unbefristet zur Verfügung gestellte Kapital, das dem Unternehmen bspw. bei einer Kapitalgesellschaft von außen durch eine Kapitalerhöhung (Außenfinanzierung) oder von innen durch Einbehalten von Gewinnen (Innenfinanzierung) zufließt. Bilanziell ist Eigenkapital die Differenz zwischen Vermögen und Schulden zu einem bestimmten Stichtag.$$ \text{Verm{\"o}gen}-\text{Schulden}=\text{Eigenkapital} $$Vermögen-Schulden=EigenkapitalWährend auf der Passivseite der Bilanz die Kapitalherkunft (Eigen‑ und Fremdkapital) dargestellt wird, zeigt die Aktivseite, wie und wo dieses Kapital investiert wurde (Kapitalverwendung). Die Aktiva stellen das Vermögen des Unternehmens dar. An dieses Vermögen können zuerst die Fremdkapitalgeber (Gläubiger) Ansprüche geltend machen, dann erst die Eigentümer. Eigenkapital kann somit auch als Saldogröße zwischen Vermögen und Schulden als Nettovermögen definiert werden. Aus diesem Grund müssen sich auch immer Aktiv‑ und Passivseite entsprechen.

Klaus von Sicherer

Kapitel 3. Der Brückenschlag in der Theorie

Nun gilt es, eine Reihe von Fragen zu beantworten: Was ist das Forschungsobjekt der vorliegenden Arbeit? Welchen theoretischen Standpunkt nimmt sie ein? Inwiefern ist dieser Standpunkt anschlussfähig an den Middle Ground? Ermöglicht das theoretische Gerüst einen Brückenbau zwischen moderaten und interpretativen Konstruktivisten?

Fabian Lieschke

8. Der Einfluss von direkter Instruktion und Computersimulation auf die Lernwirksamkeit im Technikunterricht

Kap. 8 stellt eine Studie vor, welche die Lernwirksamkeit bei Schülern untersucht, wenn diese mit direkter Instruktion und Computersimulation unterrichtet werden. Der Unterricht wird im Fach Technik (Klassenstufe 9, Realschule) zum Unterrichtsthema Statik (Brückenbau) durchgeführt. Dazu wird ein zweifaktorieller Versuchsplan eingesetzt, mit dem sich 2 Unterrichtsmethoden und 2 Schulklassen variieren bzw. kontrollieren lassen. Die Lernwirksamkeit wird in Bezug zur Optik- und Materialnote beim Brückenbau bewertet.

Manuel Gohl, Andreas Zendler

1. MINT-Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik), Technik

Kap. 1 erklärt, was es bedeutet, integrative Sichtweisen auf beteiligte MINT-Fächer aufzubauen, sowohl aus Sicht der Lernenden als auch aus Sicht der Lehrenden. Zudem wird auf die Bedeutung von fächerverbindendem im Vergleich zu fachübergreifendem MINT-Unterricht hingewiesen, insbesondere wird dargelegt, wie Themen für den fächerverbindenden MINT-Unterricht aufgefunden werden können. Wegen der Forderung, dass im MINT-Unterricht digitale Medien und Werkzeuge integraler Bestandteil sein sollen, wird zudem die Rolle der Informatik im modernen MINT-Unterricht behandelt.

Andreas Zendler

2. Unterrichtsmethoden: Steckbriefe, Prozessmodelle und Beispiele

Kap. 2 beschreibt 20 Unterrichtsmethoden. Die Unterrichtsmethoden sind ausgewählt vor dem Hintergrund, dass diese tatsächlich in MINT-Fächern eingesetzt werden. Der Begriff Unterrichtsmethode hat eine besondere Bedeutung. Er wird verstanden als ein klar umrissener, begrifflich herauslösbarer, selbstständiger, wenn auch integrierter Bestandteil des Unterrichts. Die Darstellung der Unterrichtsmethoden erfolgt nach einem einheitlichen Schema, mit (1) Steckbrief, (2) Prozessmodell und (3) Unterrichtsbeispielen. Die Steckbriefe machen Ausführungen zu Sozialform, Dauer, Medien, Klassenstufen und didaktischem Potenzial. Die Prozessmodelle zeigen, wie die Unterrichtsmethoden durchgeführt werden. Die Prozessmodelle werden mit IDEFO-Charts visualisiert, in denen die einzelnen Aktivitäten und die in den Aktivitäten erzeugten Ergebnisse der Unterrichtsmethoden explizit werden. Für alle Unterrichtsmethoden werden Beispiele aufgeführt, und zwar für jedes MINT-Fach.

Andreas Zendler

1. Entwicklung der Bauwerksabdichtung

Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von je her Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.

Jürgen Weber

19th Century Iron Dome Structures in the Vienna Hofburg. An Insight into the Simplified Structural Assessment of that Period and Its Evaluation Using Modern Engineering Software

The use of iron load-bearing systems in all types of building structures (e.g. infrastructure, commercial buildings, sacred buildings, prestigious buildings) gained enormous importance during the urban development and expansion of Vienna’s city center in the second half of the 19th century. A recent case study on the iron dome structures in what is known as the Michaelertrakt of the Vienna Hofburg provided the results of a detailed geometrical survey using high-tech instruments as well as archive documents containing a simplified structural analysis and dimensioning of the cross sections of the cupola as annex to the proposal for construction in terms of weight and costs. The geometrical survey data served as a basis for subsequent structural modeling within a commercial structural engineering software. Taken together, the data allow both an examination of the simplified structural assessment methods used at the end of the 19th century and an assessment of the present status of the historic dome structures with further information for their maintenance. The design for only vertical loading was in line with the theory of J. W. Schwedler. The extensions from A. Föppl were referenced for the design of the bracing system subjected to wind loads. The restrictions of the hand calculation formerly used made it necessary to make several simplifications, such as setting of additional hinges with consequences for the bending moments and superposition of different load cases. Finally, the consequences for neglecting the compatibility of displacements within this type of shell structure could now be evaluated and validated.

Georg Hochreiner, Gudrun Styhler-Aydın

Kapitel 8. Die Stakeholder – Betroffene und Beteiligte

Stakeholder sind Betroffene und Beteiligte am Projekt, aber auch jeder, der ein berechtigtes Interesse am Projekt hat.Sie können mit ihrem Wissen eine große Hilfe für den Projektleiter sein, aber auch eine große Herausforderung darstellen.Wichtig ist, alle Stakeholder zu identifizieren, da verpasste Stakeholder meist auch verpasste Anforderungen bedeuten. Kennen Sie vielleicht auch Projekte, die zumindest vorübergehend zum Stillstand kamen, weil z. B. Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates verletzt worden waren (§ 87 BetrVG)?

Ursula Kusay-Merkle

Kapitel 10. Personalentwicklung im Verbund mittelständischer Unternehmen

Die Ausgliederung von Personalfunktionen wird seit vielen Jahren diskutiert. Gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen kann die Auslagerung von Personalfunktionen eine Professionalisierung von einzelnen Personalprozessen nach sich ziehen. Das gilt gerade dann, wenn die Auslagerung mit Verbundslösungen kombiniert wird, wie das Beispiel des Personalentwicklungsverbundes MACH2 zeigt.

Bernd Helbich

Kapitel 13. Seismische Schwingungserregung

Auf der Erde, die vor ca. 4,5 Mrd. Jahren durch Akkretion, d. h. Absturz und Verklumpung von Planetesimalen, entstand, laufen seither unablässig dynamische Prozesse ab. Die kalte, feste Erdkruste bewegt sich in Form von Platten (Tafeln, Schollen) auf dem oberen Mantel, der ca. 600 km dick ist und aus Olivin und Spinell besteht, gefolgt vom unteren Mantel (Perowskit) und dem metallischen Kern, . Abb. 13.1. Der Radius der Erde betragt ca. 6400 km. Die Erdkruste mit den Kontinenten und Meeren ist 30 bis 100 km dick, man nennt sie Lithosphäre. Mit den Platten verschieben sich die Kontinente. An den Rändern gleiten die Platten aneinander und übereinander und tauchen in den heißen Mantel ab. An den klaffenden Fugen tritt Magma auf und bildet neue Lithosphäre.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 3. Grundlagen der Dynamik

Eine zusammenhängende Anhäufung von Punktmassen dm mit festliegender Bindung und Anordnung zueinander ergibt einen Körper. Nach der Art der Bindung werden starre und deformierbare Körper unterschieden. Ist die gegenseitige Anordnung unveränderlich, spricht man von einem starren Körper. Abb. 3.1a zeigt einen derartigen Körper in Form einer Wandscheibe auf elastischer Bettung.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 22. Schwingungen von Seilabspannungen und Seiltragwerken

Seile und Seilkonstruktionen kommen in vielen Bereichen des Ingenieurwesens zur Anwendung. Aufgrund ihrer fehlenden Biegesteifigkeit sind sie in Verbindung mit ihrer geringen Masse häufig schwingungsanfällig. Einen Überblick über die historische Entwicklung von Seiltheorien gibt [1]. Im Folgenden werden die klassischen analytischen Verfahren zur Untersuchung von Seilschwingungen behandelt.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 8. Schwingungen biegeweicher Seile und Stangen

Wegen der fehlenden Biegesteifi gkeit sind Seile und aus ihnen zusammengesetzte Tragwerke (Seilwerke) schwingungsanfällige Bauteile bzw. Konstruktionen. Man denke an Freileitungen, Seilbahnen, seilverspannte Tragwerke wie abgespannte Funkmaste, seilverankerte Meeresplattformen, Seilnetzkonstruktionen, Schrägseil- und Hängebrücken. Durch die Höhe der Seilverspannung einerseits und die Art der Seilführung andererseits lässt sich die „Steifigkeit“ steigern.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 14. Bewertung dynamischer Materialbeanspruchung

Im Ergebnis muss jede baudynamische Untersuchung zwei Fragen beantworten:

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 20. Brückendynamik

Das Befahren einer Brücke ist ein instationärer dynamischer Vorgang, bewegen sich doch die mit Massenträgheit behaft eten Brückenbauteile und Fahrzeuge innerhalb der auft retenden Durchbiegungen auf und ab und ändern letztere fortlaufend ihre Stellung. Insbesondere bei Eisenbahnbrücken, bei denen das Verhältnis der Belastung zum Eigengewicht der Brücke hoch ist, kann dies zu erheblichen dynamischen Zusatzbeanspruchungen führen. Dies ist bereits seit den Anfängen des Eisenbahnbrückenbaus in der Mitte des 19.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 10. Schwingungen der Stabtragwerke – Teil II: Sonderfragen

Im vorangegangenen Kapitel (Abschn. 9) wurden am massebehaft eten, schubstarren Euler-Bernoulli-Stab die Grundlagen der Stabwerksdynamik aufgezeigt. Hierbei waren zwei Komplexe zu bearbeiten.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 12. Aerodynamische Schwingungsanregung

Bauwerke, insbesondere schlanke, turmartige, können durch Windeinwirkung zu Schwingungen angeregt werden. Die Ursache solcher Schwingungen kann sehr unterschiedlich sein. Hinsichtlich der aerodynamischen Schwingungsphänomene werden unterschieden

Christian Petersen, Horst Werkle

4. Stähle

Stähle und Stahlguss sind wegen ihrer Vielseitigkeit noch immer die wichtigsten Werkstoffe des Maschinenbaues. Ihre Eigenschaften lassen – in Verbindung mit der Wärmebehandlung – viele Kombinationen zwischen Festigkeit, Härte, Zähigkeit und plastischer Verformbarkeit zu.Die Bedeutung wird durch die Zahl von über 2000 lieferbaren Stahlsorten deutlich. Es gibt Sorten für gegensätzliche Anforderungen, z. B. fürKonstruktionen und Werkzeugewarm-/kaltgewalzte Profile und Gussteileextrem tiefe und hohe TemperaturenEntscheidend dafür sind die Möglichkeiten der Eigenschaftsänderung durch z. B. Normalglühen, Härten und Vergüten.Ausgangsstoffe für die Stahlerzeugung sind:Roheisen aus dem HochofenprozessNeuschrott aus dem Kreislauf der Stahlgewinnung (z. B. Steiger, Endstücke)Altschrott aus dem Abriss von Industrieanlagen und dem Recycling.Im EKD ist Roheisen (Tab. 4.1) im eutektischen Bereich zu finden, Stahl dagegen in der Stahlecke. Aus Tab. 4.1 ergibt sich die Aufgabenstellung bei der Stahlerzeugung aus Roheisen:

Wolfgang Weißbach, Michael Dahms, Christoph Jaroschek

1. Einführung in das „Tortenschema“ zur Chemiedidaktik

Der russische Pädagoge Itelson [1] bemerkte im Hinblick auf Pädagogen einmal sehr ironisch:

Wenn die Ingenieure beim Brückenbau, die Ärzte bei der Behandlung der Menschen und die Juristen bei der Urteilsfällung eine solche Neigung zu oberflächlichen Begründungen zeigen würden, wie sie uns zuweilen in der Pädagogik begegnen, so wären längst alle Brücken eingestürzt, die Patienten gestorben und die Unschuldigen gehenkt.

Die Professionalität von Lehramtsstudierenden bzw. von Lehrern und Lehrerinnen zugunsten eines guten Unterrichts kann gesteigert werden, wenn in angemessenem Umfang Grundlagen in der Pädagogik, in der Didaktik und in der Fachdidaktik vermittelt werden. Diesbezügliche Definitionen sollen am Anfang stehen, ehe spezifische Aspekte der Chemiedidaktik hinzutreten. Dabei muss deutlich sein: Es kann nicht

die

Didaktik oder

die

Fachdidaktik geben! Die entsprechende Diskussion erfolgt unter jeweils spezifischer Weltanschauung, und jeder Lehrende hat sie in seiner Zeit und in seinem Umfeld immer wieder neu zu führen.

Prof. Dr. Hans-Dieter Barke, Prof. Dr. Günther Harsch, Prof. Dr. Simone Kröger, Prof.Dr. Annette Marohn

Wechselwirkungen und Verselbständigung

Zu einer Theorie ‚multipler Differenzierung‘

Die Rezeption des Simmelschen Werkes ist bis heute weitgehend bestimmt von einer ausgeprägten Unterschätzung des systematischen Reichtums Simmels, der sich hinter der Fassade eines übermäßig opulenten Œuvres verbirgt. Im Unterschied zu der bis heute im Fach etablierten „mono-paradigmatischen“ Neigung, alle Kontexte sozialer Ordnung auf nur ein Format zu bringen (z.B. sie nur als „Systeme“ oder aber nur als „Praktiken“ zu behandeln), steckt in der Simmelschen formalen Soziologie und in seinen detailreichen Rekonstruktionen des Wandels der Formen der Vergesellschaftung, zumindest implizit, die Andeutung einer Theorie „multipler Differenzierung“. Simmel lässt sich aus einer aktualisierten differenzierungstheoretischen Perspektive heute so rekonstruieren, dass sein Interesse an den heterogenen Formen der Vergesellschaftung, die er aus Wechselwirkungen und Ausdifferenzierungsdynamiken hervorgehen sieht, höchst aktuelle Anknüpfungspunkte liefert. Eine Theorie „multipler Differenzierung“ ist geeignet, angeregt durch Simmels mannigfaltige Probeläufe in entsprechender Richtung, ein gesteigertes gesellschaftstheoretisches Auflösevermögen in die Diskussion einzubringen und regional verschiedene Muster der Differenzierung und der Interferenz von heterogenen Formen der sozialen Differenzierung zu erschließen.

Joachim Renn

Kapitel 9. Projektphasen

Die Beherrschbarkeit komplexer Vorhaben erfordert eine klare Gliederung der Aufgaben. Wie im Kap. 1 gezeigt, durchlaufen alle Projekte unabhängig vom Wirtschaftszweig bestimmte zeitliche Phasen, die üblicherweise als Gliederung der Aufgaben herangezogen werden.

Bernd Kochendörfer, Jens H. Liebchen, Markus G. Viering

5. Fügen

Beim Fügen wird der Stoffzusammenhalt vermehrt (ebenso beim Beschichten). Die Werkstücke werden also miteinander verbunden (oder erhalten eine fest anhaftende Oberflächenschicht). In der Hauptgruppe 4 Fügen nach DIN 8580 sind die wichtigsten Fügeverfahren das Schweißen, Löten und Kleben. Beim Schmelzschweißen werden die Fügeflächen angeschmolzen. Meist wird mit einem Schweißzusatz gearbeitet, eine äußere Kraft wird nicht angewendet. Beim Pressschweißen dagegen wirkt eine äußere Kraft und es findet eine plastische Verformung statt. Dabei wird ohne Schweißzusatz gearbeitet. Das Löten ist ein Fügeprozess, bei dem die zu verbindenden Teile nicht aufgeschmolzen werden. Es entsteht (wie beim Schweißen) eine nicht lösbare Verbindung durch das Aufschmelzen des Lotes als Zusatzwerkstoff. Beim Kleben wird die Verbindung von Fügeteilen durch eine dünne Klebstoffschicht erreicht. Die Festigkeit hängt von der Eigenfestigkeit der Klebstoffe ab (Kohäsion) sowie von den Bindekräften zwischen Klebstoffschicht und Fügeteiloberfläche (Adhäsion).Die Schweißverfahren wurden gestrafft und aktualisiert. Neu hinzugekommen ist das Fügen durch Umformen (Nieten, Bördeln, Clinchen). Diese Verfahren spielen eine wichtige Rolle für die Kfz-Fertigung.

Prof. Dr.-Ing. Alfred Herbert Fritz

Kapitel 1. 16. bis 18. Jahrhundert

Das erste Kapitel der Gesamtdarstellung der Globalisierung in den letzten fünf Jahrhunderten gibt einen Überblick über die internationalen Wirtschaftsbeziehungen auf den Güter-, Arbeits- und Finanzmärkten in einer Epoche, in der einerseits die politisch-territorialen Gemeinwesen innerhalb Asiens, Afrikas und Europas sowie zwischen den Kontenten bereits seit langem mehr oder weniger intensiv Wirtschaftskontakte pflegten, in der sich andererseits erst jetzt die Beziehungen zu den Amerikas entwickelten. In einem ersten Schwerpunkt wird auf das Volumen, die Zusammensetzung und die Verteilung des Welthandels ebenso eingegangen wie auf den Sklavenhandel zwischen Afrika und der übrigen Welt als Beginn globaler Arbeitsmärkte und auf die internationalen Geld- bzw. Kapitalmärkte, die sich allerdings nur sehr allmählich herausbildeten. Einen zweiten Schwerpunkt bilden die Handels- und Währungspolitiken, die in weiten Teilen der Welt zwar durch das merkantilistisch-koloniale Paradigma der Europäer geprägt wurden, in Afrika und Asien aber anderen Logik folgten. Schließlich beschäftigt sich ein dritter Schwerpunkt mit Händlern und Handelskompanien als den eigentlichen Akteuren der internationalen Wirtschaftsbeziehungen und zeichnet deren Organisationsformen und Marktstrategien nach. Angesichts der überragenden Bedeutung der europäischen Kolonialmächte in Südamerika/Karibik und Nordamerika und ihres großen Einflusses auf den Handel in Asien ist eine eurozentrische Perspektive zwar gerechtfertigt. Es werden aber immer wieder auch die Wirtschaftsbeziehungen zwischen afrikanischen und asiatischen Staaten bzw. Gemeinwesen in den Blick genommen. Der Text folgt einer klaren Systematik, die ebenso den beiden anderen Kapiteln zum 19. und zum 20. Jahrhundert zugrunde liegt, sodass der Vergleich zwischen den drei Epochen erleichtert wird.

Gerold Ambrosius

Kapitel 9. Die Auswirkungen des Engagements Chinas auf Kamerun hinsichtlich der Unabhängigkeit und der Nachhaltigkeit

Wie bereits aus dem Literaturüberblick hervorgegangen sein soll, werden in der Kontroverse um China in Afrika oft Bedenken über die Unabhängigkeit der Zielstaaten während und nach der Projektdurchführung bekundet. Ferner dreht sich die Kontroverse darum, wie nachhaltig China und seine afrikanischen Partner Ressourcen erwirtschaften können bzw. wollen. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die einzelnen Komponenten der Frage der Unabhängigkeit afrikanischer Staaten in Kooperation mit China am Beispiel Kameruns unter die Lupe zu nehmen.

Charlotte Nguébong-Ngatat

6. Die Deterministik bei Auslegung, Konstruktion und Herstellung

Kap. 6 ist eines der Hauptkapitel und umfasst die deterministisch ingenieursmäßige Auslegung, Konstruktion und Herstellung der sicherheitstechnisch relevanten Komponenten und Systeme im Rahmen der historischen internationalen und nationalen Forschung und Entwicklung. Im Einzelnen werden eingehend betrachtet: der Sicherheitsbehälter und das äußere Containment, die Kernnotkühlung, die betriebliche Leittechnik und das Konzept der Berstsicherheit von Druckwasserreaktoren. Zahlreiche Beispiele internationaler und deutscher Reaktoranlagen machen das Geschehen anschaulich. Zuvor wird die Entstehung des umfangreichen deutschen untergesetzlichen Regelwerks im Zusammenwirken von Industrie, Wissenschaft und staatlichen Behörden dargelegt und die Sicherheitsebenen sowie die Klassifizierung der Stör- und Unfälle erläutert. Das amerikanische Konzept des “Größten Anzunehmenden Unfalls - GAU“ und die Auseinandersetzung um seine Bedeutung und Weiterentwicklung werden aufgezeigt. Die unterschiedliche amerikanische und deutsche Vorgehensweise bei der Standortauswahl für kerntechnische Anlagen wird geschildert.

Paul Laufs, Paul Laufs

Kapitel 11. Beispiel: Das digitale Lernspiel Food Force

Das Computerspiel Food Force wird seit 2005 vom World Food Programme (WFP, Welternährungsprogramm) kostenlos im Internet angeboten (Deepend & Playerthree, 2005). Es eignet sich im Rahmen der vorliegenden Arbeit als Beispiel für eine digitale, spielbasierte Lernumgebung im Fach Politik, da es laut Korn (2011) zu den „bekanntesten und international renommierten“ (S. 19) Serious Games gehört, offiziell als Lehrmittel angepriesen wird (WFP, 2015b) und Merkmale lernwirksamen Unterrichts aufweist (Motyka, 2012). Das Computerspiel veranschaulicht die Funktionsweise der internationalen Nahrungsmittelhilfe der Vereinten Nationen (United Nations Organization, UNO) und klärt zudem über einige Ursachen von Hungersnöten auf.

Marc Motyka

4. Eisenwerkstoffe

Reines Eisen ist sehr weich. Abgesehen von den hohen Herstellkosten wird es wegen seiner geringen Festigkeit nicht als Konstruktionswerkstoff verwendet. Die große magnetische Permeabilität und niedrige Koerzitivfeldstärke machen es aber zum wichtigen Werkstoff in der Elektrotechnik, Tab. 4.1.

Günter Schulze, Hans-Jürgen Bargel

Kapitel 4. Wahrscheinlichkeiten

Das vierte Kapitel hilft bei dem Umgang mit Wahrscheinlichkeiten anhand zahlreicher Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen. Jede Wahrscheinlichkeit kann als Erwartungswert einer relativen Häufigkeit bei „sehr vielen“ Wiederholungen bzw. Beobachtungen angesehen werden. Dabei führt die Interpretation der bedingten Wahrscheinlichkeit bei stochastisch abhängigen Beobachtungen häufig zu überraschenden Ergebnissen, die auch an acht Beispielen zum Bayesschen Theorem gezeigt werden. Hinweise zum diagnostischen Test in klinischen Anwendungen und zu speziellen Maßzahlen aus der Epidemiologie zeigen Einsatzbereiche dieses Teilgebietes der Mathematik.

Jürgen Hedderich, Lothar Sachs

3. Kalkulationsbeispiele

Im folgenden Kapitel werden Kalkulationsbeispiele unterschiedlicher Bauwerksarten mit spezifischen Zahlen vorgestellt. Diese Beispiele sind fertiggestellte Bauprojekte, aus welchen die wesentlichen Gewerke betrachtet werden. Jedes Unterkapitel enthält einen Einführungsteil mit der Darstellung der wichtigsten Bergriffe und einer kurzen Beschreibung der Vorgehensweise bei der Kostenermittlung. Neben den grundsätzlichen bauwerksspezifischen Angaben enthalten die Unterkapitel konkrete Zahlen zu den Bausparten Hochbau, Erdbau, Straßenbau, Brückenbau, Tunnelbau, Spezialtiefbau sowie Stahlbau. Darauf aufbauend erfolgt zunächst die Kalkulation der Einzelkosten der Teilleistungen unter Berücksichtigung der Besonderheiten und Charakteristika dieser Bauwerke. Hierbei wird Fokus auf die einzelnen Kostenarten gelegt. Insbesondere die Kalkulation der Kosten für Lohn, Material und Geräte wird praxisnah dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, Dr. Constanze Stuhr, Dr. Christoph Winter, M. Sc. Clemens Müller, Dipl.-Kfm. Markus Passeck, Dipl.-Ing. (FH), Dipl. Wi-Ing. Ahmed Belkaied, Prof. Dr.-Ing. Frank Dahlhaus, Dipl.-Ing., Dipl.-Wi-Ing. Johannes Tröndle, Dipl.-Ing. Heinrich Schulze, Dipl.-Ing. Torsten Hahm, Dipl.-Ing. Tino Weinhold, Dr. Fabian Theis, Dipl.-Wi-Ing., Dipl.-Ing. (FH) Ralf Zietz

6. Nutzung der Windenergie

Die Anwendung der Windenergie zur Elektrizitätsversorgung bringt eine Verbreiterung der Energiebasis und vermindert die Umweltbelastung. Sie ist besonders sinnvoll, wenn wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit mit üblicherweise verwendeten Energieträgern besteht. In Ländern wie Dänemark oder deutschen Regionen wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern trägt die Windenergie bereits signifikant zur Stromversorgung bei.Kenntnisse über die Anlagenkosten und über die zu erwartende Energielieferung sind von grundlegender Bedeutung. Dabei müssen gute Windverhältnisse am geplanten Standort als wichtigste Voraussetzung für eine wirtschaftliche Nutzung der Windenergie angesehen werden. Darüber hinaus spielen in dicht besiedelten Gebieten, in ebenen, gebirgigen, bewaldeten Regionen, an der Küste und im Meer Genehmigungsfragen zunehmend eine entscheidende Rolle.In Kapitel 6 werden von Windverhältnissen ausgehend Energieerträge bestimmt, Potenziale und Ausbau- sowie Repower-Möglichkeiten aufgezeigt und unfassende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen mit internen und externen Kosten angestellt. Abschließend sind Planungs- und Baurecht mit Immissions-, Natur- und Landschaftsschutz sowie Vorgehen zur Errichtung von Anlagen ausgeführt und Ökobilanz rundet den Themenbereich auch in Hinblick auf Industrie 4.0 ab.

Siegfried Heier

4. Lastannahmen, Einwirkungen

Prof. Dr.-Ing. Winfried Roos

10. Stahlbau

8. Stahlbeton und Spannbeton

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Vismann

7. Baugrundverbesserung

Konstruktive Maßnahmen; Mechanische Baugrundverbesserungsverfahren; Injektionen; Frac-Verfahren; Düsenstrahlverfahren

Helmut Prinz, Roland Strauß

Kapitel 19. Vernetzung und globales Lernen

Die Rolle unternehmensinterner Netzwerke bei organisationalem Lernen

Dieses Kapitel verknüpft zwei Themen, die in der aktuellen Managementliteratur häufig diskutiert, aber noch kaum konsequent miteinander in Verbindung gebracht werden: die Netzwerkbildung und das organisationale Lernen. Es geht um die Frage, wie interne Netzwerke in global agierenden Unternehmen die gemeinsame Entwicklung und Nutzung von Wissen unterstützen können. Was müssen global tätige Organisationen zulassen, was weglassen, wenn sie sich auf die Netzwerkbildung einlassen? Auf drei Ebenen werden die Möglichkeiten des Personalmanagements, die Netzwerkbildung zu stärken, beleuchtet: durch die Aufwertung der handelnden, kompetenten MitarbeiterInnen, durch die Verbesserung der Konnektivität unter ihnen und durch Gestaltung des organisationalen Kontextes.

Anita Lung

1. Management und Märchen interdisziplinär analysieren, interpretieren, nutzen

Inwiefern verkörpert Hans im Glück eine moderne Spielart des Homo Oeconomicus? Warum können sich Führungskräfte an Aschenputtel ein Beispiel nehmen? Und was macht den gestiefelten Kater zum idealen Mitarbeiter? Rolf Wunderer betrachtet die Märchen der Brüder Grimm aus neuem Blickwinkel und deckt dabei erstaunliche Parallelen von Management‐ und Märchenwelt auf.Benchmark der erfolgreichen Wir‐AG: Wie die Bremer Stadtmusikanten die Konkurrenz ausstechenStorytelling weitergedacht: Warum Märchen die besseren Geschichten sindVom Markttrottel zum Glücksökonom: Wie Hans im Glück seine Nutzenfunktion maximiertEndure it – change it – leave it and love him: Wie das Aschenputtel seine Karriere formtIntrinsisch motiviert und autonom: Warum der gestiefelte Kater den idealen Mitarbeiter verkörpertChancenorientiert, risikobewusst und regelscheu: Was der gestiefelte Kater und Business‐Intrapreneure gemein habenEin Esel findet sich von seinem Arbeitgeber outgesourct auf der Straße wieder. Da er in seinem Alter keine Chance sieht, eine neue Stelle zu finden, beschließt er, in Bremen als Stadtmusikant eine „Selbst‐AG“ zu gründen. Auf seinem Weg in die Stadt begegnet er drei Leidensgenossen, einem Hund, einer Katze und einem Hahn – alle drei haben vor kurzem ihren Job verloren, und alle drei steigen beim Esel ein. Die Selbst‐AG wird zur Wir‐GmbH.

Prof. Rolf Wunderer

Vom Brückenbau zwischen Social Entrepreneurs und Impact Investors

Impact Investing und Social Entrepreneurship kommen allmählich im Mainstream an. Was vor zwei Jahrzehnten noch Science Fiction war, ist mittlerweile Realität: Immer mehr Akteure bewegen sich hin zum Sprung in die Dimension des „Impact“ und investieren oder führen Unternehmen mit intendierter, positiver, gesellschaftlicher Wirkung. Und das müssen sie auch: Allein in Deutschland werden bis 2025 geschätzte 50 Milliarden Euro an Investitionen fehlen, um drängende Probleme wie bezahlbaren Wohnraum, Altenpflege, Zivilisationskrankheiten und Langzeitarbeitslosigkeit zu bewältigen. Doch die Tücke steckt im Detail. Viele vor allem frühphasige Social Enterprises benötigen geduldiges Kapital mit moderater Renditeerwartung, um ihre gesellschaftliche Wirkung skalieren und auf möglichst viele Begünstigten ausdehnen zu können. Die überwiegende Mehrheit der Impact Investoren aber präferiert eine marktübliche oder marktnahe, risikoadjustierte Finanzrendite. Genau dieses Auseinanderklaffen von Kapitalangebot und –nachfrage ist für die weitere Evolution des Social Finance Ökosystems so herausfordernd. Der Beitrag „Vom Brückenbau zwischen Social Entrepreneurs und Impact Investoren“ illustriert, wo bereits Aktivitäten und Ansätze für die Verbesserung der Social Finance Architektur vorhanden sind oder sich in Entwicklung befinden. Hybride Finanzierungsmodelle, Pay-For-Results Lösungen, spezielles Knowhow für soziale Unternehmer und Investoren sowie innovative Fondskonstrukte, Kooperationen und Plattformen können sehr wirkungsvolle Komponenten beim Brückenbau in der Praxis sein.

Dr. Markus Freiburg, Christina Moehrle

CSR und Geschäftsmodelle: Auf dem Weg zum zeitgemäßen Wirtschaften.

Einführung in die Thematik und Überblick des Buchaufbaus

In diesem Artikel führt Patrick Bungard, der Herausgeber des Buches CSR und Geschäftsmodelle, den Leser in die Buchthematik ein. Dabei erläutert der Artikel die Themenfelder der Corporate Social Responsibility (CSR) und Geschäftsmodelle und skizziert die Verbindung von CSR und Geschäftsmodellen. Der Artikel beinhaltet Hintergrundinformationen zu dem Sammelband und stellt einen Überblick der unterschiedlichen Autoren und ihrer Beiträge dar.

Patrick Bungard

4. Marakei – Das traditionelle Kiribati

Die Menschen auf Marakei leben noch relativ traditionell: Sie leben in selbstgebauten Holzhäusern aus Kokosholz und Pandanenblättern, sie betreiben Agroforstwirtschaft und Landwirtschaft, sie gehen fischen. Aber das traditionelle Leben wir schwerer – einerseits durch die Verlockungen der bequemen Welt des globalen Nordens, andererseits durch die Auswirkungen der Kolonialzeit, die grundlegende Veränderungen bewirkt hat, die heute die Widerstandsfähigkeit der I-Kiribati gegen die Folgen des Klimawandels dramatisch senken. Diese Folgen sind in Marakei derzeit in erster Linie die Erosion der Küste und die Versalzung des Grundwassers.

Gabriele Kerber

1. Sanierung von Fassaden

Ausgehend von der geschichtlichen Entwicklung der Errichtung und Gestaltung von Wohnstätten werden im Kapitel „Sanierung von Fassaden“ traditionelle und aktuelle Bauweisen und Instandsetzungsvarianten für das „Gesicht des Hauses“ betrachtet. Inhaltlich wird ein Bogen von den technischen Grundlagen der Sanierung von Außenwänden über die typischen Bauweisen und Schadensbilder der Fassaden bis hin zu der Vorgehensweise bei der Diagnostik und der Erstellung eines Instandsetzungskonzeptes gespannt. Thematisch untergliedert nach den vorwiegend eingesetzten Baumaterialien werden die Möglichkeiten für die Instandsetzung von Ziegel-, Fachwerk-, Holz- und Betonfassaden erläutert. Ergänzend werden Maßnahmen zur nachträglichen energetischen Ertüchtigung und Begrünung von Außenwänden vorgestellt.

B. Eng. Hardy Dinse

3. Fugen

Nicht nur Baufachleute können sich unter „Fugen“ am Bauwerk etwas vorstellen, aber oftmals ohne diese Sachverhalte genauer beschreiben und eingrenzen zu können. In früherer Baugeschichte wurden die Fugen oft gestalterisch besonders betont, wie Zierverbände des Mauerwerkes oder Kapitelle als Übergang von Säule zum Sturz zeigen, und es gab damals eigentlich nur die Möglichkeit, die Fugen starr mit Mörtel, Bitumen oder Kitten auszufüllen.

Dr. Winfried Förster

4. Rechtliche Rahmenbedingungen

Im nachfolgenden Kapitel werden die rechtlichen Grundlagen, die bei der Durchführung einer Fassadenbaumaßnahme zu beachten sind, dargestellt. Der Schwerpunkt liegt auf dem privaten Baurecht, also dem Werkvertragsrecht, wobei die Darstellung dem üblichen Verlauf eines Bauvorhabens, also vom Angebot über den Vertragsschluss, die Bauabwicklung inklusive Vergütungsfragen, die Abnahme bis hin zu Gewährleistung/ Mängelansprüchen, folgt. Hiermit zusammenhängende Themenbereiche, wie die Vergabe, das Architektenrecht, das öffentliche Baurecht und das Bauproduktenrecht, werden ebenfalls angesprochen. Zudem wird die Durchsetzung von Ansprüchen bzw. ihre Abwehr im zivilprozessualen Verfahren vor den ordentlichen Gerichten dargestellt, aber auch alternative Streitlösungsmechanismen werden vorgestellt.

RA Klaus-Peter Radermacher

Lean Project Management – mit weniger mehr erreichen!

Lean Project Management leitet sich aus dem Lean Management ab, das wiederum seine Wurzeln in der Lean Production des Toyota Produktionsprozesses hat (Ohno 1988).Die Prinzipien des Lean Management umfassen Führung, Steuerung, Kommunikation und Fehlerwahrnehmung. Allen „Lean“-Strategien, egal ob Lean Production, Lean Management oder Lean Project Management gemeinsam ist die Fokussierung auf den Wert des Ergebnisses und den Nutzen für den Kunden.Für das Lean Project Management bedeutet die Ergebnis- und Nutzenfokussierung, dass die Beteiligten über die unmittelbaren Projektergebnisse (sprich „Liefergegenstände“) hinausdenken, und nicht – wie es in vielen „klassischen“ Projektumgebungen der Fall ist – nur bis zum unmittelbaren Projektende. Dadurch vermeidet der Ansatz Projektergebnisse, die zwar einer Projektvereinbarung entsprechen, aber nach Fertigstellung keinen oder nur geringen Mehrwert bzw. Nutzen bieten.Das kann bedeuten, auch einmal eine Änderung (im Projektablauf oder den Projektzielen) mehr als gedacht durchzuführen, sofern es von Nutzen ist. Die fünf Kernprinzipien des Lean Management im Überblick:1.Nutzen aus Sicht des Kunden im Auge behalten.2.Den Wertstrom identifizieren.3.Den gesamten Durchlauf optimieren (Flussprinzip).4.Pull statt Push (der Kunde bestimmt den Takt der Arbeit).5.Perfektion und kontinuierliche Verbesserung.Lean Project Management ist kein gänzlich neuer Projektmanagementansatz. Eine geschlossene Definition für das Lean Project Management, die mit dem PMI-Standard (PMI 2012) vergleichbar wäre, liegt jedoch nicht vor. Als konkretes Beispiel für Lean Project Management im Bereich Softwareentwicklung kann der Scrum-Ansatz angesehen werden.

Thomas Wuttke

7. Kirchen-Fürsten sind auch Menschen

Was Führung angeht, hat die Kirche den Anspruch, dass in ihr der Heilige Geist selbst leitet. Die irdischen Führungskräfte sind seine Stellvertreter oder seine Diener. Das so legitimierte Top-down-Prinzip bedeutet aber nicht die vollständige Abwesenheit von Beteiligung. Die Gemeinde ist die zentrale Institution und die Synode als dialogische Form der Entscheidungsfindung hat eine herausragende Bedeutung. Führung wird wahrgenommen in verschiedenen Rollen: z.B. als Hirte, der seine Herde kennt und auf sie eingeht, oder als Primus inter pares, der moderiert, inspiriert und Entscheidungen herbeiführt. Die Anforderungen an die Persönlichkeit der Führenden sind hoch: Nächstenliebe und Barmherzigkeit, Autorität und Augenmaß, Dialogfähigkeit, die Fähigkeit zu trösten und Glaubwürdigkeit sind wichtige Werte der geschulten „Selbstreflektierer“, ob evangelisch oder katholisch. Immer wieder sind sie einer Selbstprüfung und auch der Wertung „der anderen“ ausgesetzt.

Uwe Böning, Brigitte Fritschle, Stefan Oefner-Py

Senior Corporate Volunteering: Demografische Entwicklung, neue Altersbilder und Konsequenzen für ein kluges Übergangsmanagement

Viele haben verstanden, in welcher Dramatik sich in den nächsten Jahren der demografische Wandel abspielen wird. Er wird gerne mit „Wir werden älter, bunter und weniger“ beschrieben. Angesichts des Zeitenwechsels, der ohne historisches Vorbild ist, erscheint diese Formulierung eher als eine verniedlichende Verharmlosung.

Christoph Zeckra

25. Allgemeine und konstruktive Grundlagen

Herbert Wittel, Dieter Jannasch, Joachim Voßiek, Christian Spura

3. Das neue Integrationsgesetz

Das Integrationsgesetz ist im Bundesgesetzblatt vom 5. August 2016 verkündet worden und ist am Tag nach der Verkündung in Kraft getreten. Bei nahezu 500 000 Asylsuchenden, die 2015 in Deutschland einen Antrag gestellt haben, wolle man alte Fehler vermeiden und eine Integration von vorneherein vorantreiben, um die Kosten einer mangelnden Integration möglichst gering zu halten. Unter dem Motto „Fördern und Fordern“ sind im Integrationsgesetz Rechte und Pflichten für beide Seiten festgelegt. Man wolle integrieren und den Zuflucht suchenden Personen ein neues Zuhause bieten, fordere aber auf der anderen Seite auch den Willen und den Einsatz der Geflohenen, sich zu integrieren. Mehrere Gesetzesänderungen sind nötig, die vor allem auf Spracherwerb, Ausbildung und soziale Integration abzielen. Bei der Ablehnung von Integrationsmaßnahmen kann es künftig zu Leistungskürzungen kommen.

Doreen Carpenter

Chapter 5. Das Organisationstraining

Zu Beginn dieses Organisationstrainings versammeln sich das Leitungsteam, der Staff, und alle Teilnehmer*innen einem eigens für diese Veranstaltung vorbereiteten Saal. Die Beteiligten nehmen in einem Stuhlkreis Platz, etwas herausgerückt davon sitzen als eigene Gruppe erkennbar die Staff-Mitglieder.

Detlef H. Duwe

Chapter 10. Computerexperimente

In den vorangegangenen Kapiteln wurde versucht zu verdeutlichen, daß sich mit der Theorie nichtlinearer dynamischer Systeme und mit den in diesem Zusammenhang entwickelten neuen Methoden komplexes dynamisches Verhalten, das in den unterschiedlichsten Bereichen – wie Biologie, Medizin, Hydrodynamik, klassische Mechanik, Elektrotechnik, Chemie etc. – auftritt, analysieren läßt. Dementsprechend weitgefächert sind auch die Beispiele, die wir im letzten Kapitel 10, Computerexperimente, diskutieren wollen.

John Argyris, Gunter Faust, Maria Haase, Rudolf Friedrich

10. Verwaltung 4.0 als Beitrag zur Wertschöpfung am Standort Deutschland 4.0 – Bedeutung einer weiterentwickelten Wirtschaftsförderung 4.0

Die „Umsetzungsstrategie Industrie 4.0“ (BITKOM et al. 2015, http://www.plattform-i40.de/sites/default/files/150410_Umsetzungsstrategie_0.pdf) trifft zur Rolle der öffentlichen Verwaltung bei der Umsetzung der Zielsetzungen von Industrie 4.0 keine Aussage. Der vorliegende Beitrag zeigt 4 Jahre nach der CeBIT 2013 und der zwischenzeitlichen Evolution der 4.0-Themen und -Felder die notwendigen Schnittstellen, Interdependenzen und weiteren Herausforderungen zwischen der Industrie und der öffentlichen Verwaltung im Kontext von Industrie 4.0 neu auf – im Besonderen die Anforderungen an die kommunale Wirtschaftsförderung (4.0). Als Bindeglied zwischen Industrie, Wirtschaft und Verwaltung kommt der kommunalen Wirtschaftsförderung als Teil der öffentlichen Verwaltung bei der Umsetzung von Industrie 4.0 und den weiteren Initiativen mit Blick auf den jeweiligen örtlichen Standort, aber auch mit Blick auf den Standort Deutschland (4.0) im globalen Wettbewerb, eine besondere Bedeutung zu. Unter dem Rubrum „Wirtschaftsförderung 4.0“ wird auf Basis der Erkenntnisse aus einer Literaturanalyse, eines Expertenworkshops und weiterer Institutsaktivitäten ein Lösungsmodell vorgeschlagen, das die Herausforderungen von Industrie 4.0 für die staatliche Ebene besonders fokussiert. Ziel des Beitrages ist es, einen wissenschaftlichen wie praxisorientierten Diskurs über die Bedeutung der wirtschaftsrelevanten Fachverwaltung im Kontext der Zielsetzungen von Industrie 4.0 und deren implizierte, wirtschafts- und standortaffine Folgefelder anzuregen und zu korrespondierenden Forschungs- und Praxisprojekten zu motivieren. Der Beitrag adressiert damit sowohl die immer noch junge wissenschaftliche 4.0-Forschung in diesem Bereich als auch die Wirtschaft und Verwaltungspraxis mit ihren zukünftigen Herausforderungen.

Frank Hogrebe, Wilfried Kruse

11. Gründen von Bauwerken

Das Eigengewicht und alle auf ein Bauwerk einwirkenden Lasten und Kräfte werden über Gründungskörper (Fundamente, Platten, Pfähle) auf oder in den Baugrund übertragen. Unter „Baugrund″ versteht man die unter der Aushubsohle nächstgelegene tragfähige Boden- oder Gesteinsschicht im Untergrund. Das Eigengewicht und alle auf das Bauwerk einwirkenden Lasten und Kräfte werden nach den in Eurocode 7 getroffenen sprachlichen Regelungen als „Einwirkungen″ bezeichnet. Bei den Einwirkungen, die vom Bauwerk selbst (Bauwerkslasten) oder von dessen (geplanter) Nutzung (Verkehrslasten) ausgehen, ist zu unterscheiden zwischen ständigen, veränderlichen und dynamischen Einwirkungen.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

18. Schriftenverzeichnis

Die Anwendung der in den verschiedenen Teilen des Buches besprochenen geotechnischen Verfahren müssen die Vorgaben amtlicher Werke beachten. Hierzu gehören die Rechtsvorschriften der Europäischen Union, die Gesetze des Bundes und der Länder, Verordnungen, Richtlinien, Vorschriften, amtliche Erlasse und Bekanntmachungen sowie Gerichtsentscheidungen einschließlich der amtlich verfassten Leitsätze. Durch solche amtliche Werke sind auch die Anforderungen an Untersuchungen, Bewertungen, Maßnahmen sowie Grenzwerte geregelt. Für unterschiedliche Arbeitsbereiche bestehen Richtlinien und Vorschriften.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

3. Einwirkungen und Widerstände

Zur Beurteilung der Standsicherheit von Gerüsten und Schalungen sind die Beanspruchungen der verwendeten Bauteile und die Materialwiderstände – so wie im Bauwesen üblich – miteinander zu vergleichen. Die Beanspruchungen resultieren aus den Einwirkungen, die Materialwiderstände können als Traglasten, Schnittgrößen oder Spannungen definiert werden. Einwirkungen und Widerstände sind keine festen Werte, sondern die in den technischen Regeln verankerten Größen streuen um statistische Mittelwerte. Die Streuung ist bei Einwirkungen und Widerständen unterschiedlich, so dass für einen sicheren Abstand einer Beanspruchung gegenüber dem Versagen unterschiedliche Teilsicherheitsbeiwerte eingeführt werden müssen. Darüber hinaus werden bei Gerüsten (in geringerem Maße auch bei Schalungen) die bauartbedingte Unsicherheit durch „weiche“ Verbindungen, die Montage und die Abnutzung durch Mehrfacheinsatz über einen entsprechenden weiteren Teilsicherheitsbeiwert auszugleichen sein.

Wolf Jeromin

2. Chemie

Im Gegensatz zu ehemals wird die Chemie heute aus der Atomistik heraus entwickelt und dadurch verständlich. Das wird deutlich, wenn die verschiedenen Arten einer chemischen Verbindung erklärt werden. – Aus dem Bereich der anorganischen Chemie wird in dem Kapitel die Speicherung elektrischer Energie in Batterien und Akkus behandelt, anschließend die Stoffkunde mineralischer und metallischer Werkstoffe. – In der organischen Chemie spielen die Kohlenstoffverbindungen die zentrale Rolle, einschließlich jener mit eingebautem Wasserstoff und Sauerstoff. Sie bestimmen den Aufbau aller lebenden Substanz und demgemäß auch jener Produkte, die aus Erdöl und Erdgas gewonnenen werden, aus denen wiederum von der Chemischen Industrie fossile Brennstoffe, Kunststoffe und viele weitere Produkte, wie Kunstdünger, Pharmaartikel und Pestizide aller Art hergestellt werden.

Christian Petersen

1. Mechanik I: Grundlagen

Es werden die Grundlagen der Mechanik behandelt. Die Mechanik ist die älteste Disziplin der Physik und kann als abgeschlossen gelten. Begriffe wie Kraft, Impuls, Arbeit und Leistung sowie Energie und Energiezerstreuung, werden erklärt. Unter letzterer versteht man Reibung und Dämpfung, man spricht auch von (Energie-)Dissipation. Das führt auf den Begriff Wirkungsgrad in technischen Anlagen. Anhand eines Beispiels wird die ‚Gewinnung‘ von Energie in einer Wasserkraftanlage gezeigt, genauer, die Wandlung von potentieller in kinetische und letztlich in elektrische Energie.

Christian Petersen

2. Mechanik II: Anwendungen

Das Kapitel ist umfangreicher. Statik und Festigkeit der Bauteile in technischen Strukturen stehen am Anfang. Dann werden Bewegungszustände studiert. Es folgt Statik und Dynamik der Fluide. Hierunter werden Flüssigkeiten und Gase zusammengefasst. Als Beispiel wird die Erzeugung von Energie mit Hilfe einer Windkraftanlage behandelt. Hierbei geht es um die Wandlung der Strömungsenergie des Windes in elektrische Energie. Es folgen die Themen: Schwingungen und Wellen mit diversen Anwendungen, u.a. in der Akustik. Schließlich wird die Himmelsmechanik anhand der Planeten-, Mond- und Kometenbewegung aufbereitet und das Sonnensystem beschrieben, zusammengefasst unter dem Begriff solare Astronomie.

Christian Petersen

Kapitel 15. Die Rolle des Staatshaushalts – Nachhaltige Fiskalpolitik des Staates

Die Finanzpolitik hat die Aufgabe, das Staatsbudgets, d. h. die öffentlichen Haushalte bzw. Haushaltspläne der Gebietskörperschaften, insgesamt die Staatseinnahmen und Staatsausgaben nach Höhe und Struktur so zu gestalten, dass sie mit den geplanten staatlichen Aufgaben nachhaltig korrespondieren.

Hans W. Möller

Kapitel 2. Wille und Wollen

Genau in der Mitte zwischen Wille und Wollen liegt die Tat. So habe ich es einmal in meinen jungen Jahren in einem Text für ein Lied formuliert. Bis jetzt – Jahrzehnte später – habe ich keine bessere Kurzformel gefunden.

Lothar Volkelt

Chapter 5. Verknüpfung der Güterströme mit den Transportströmen

Innerhalb einer Volkswirtschaft finden Transaktionen zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern statt, die mit dem Austausch von Gütern und Leistungen verbunden sind. Die VGR versucht, diese Transaktionen zu erfassen und systematisch auszuwerten, wobei hier trotz des offensichtlich auch räumlichen Zusammenhangs die methodischen Werkzeuge bisher eher beschränkt waren. Die Anwendung computergestützter Analyse- und Visualisierungsmöglichkeiten eröffnet daher in Verbindung mit den Verkehrsstatistiken ganz neue Möglichkeiten, wie in diesem Kapitel näher erläutert werden wird.

Bernd Buthe

Adalbert Stifter’s Alternative Anthropocene: Reimagining Social Nature in Brigitta and Abdias

This chapter investigates the production of nature in two novellas from Adalbert Stifter’s Studien: Brigitta and Abdias. I argue that both texts imagine an alternative Anthropocene reality that is presented as a more ethical parallel to nineteenth-century environmental degradation. The pastoralist vision in Brigitta expresses Stifter’s vision of an alternative Anthropocene most directly, whereas Abdias provides a more negative contrast. This chapter thus situates the moral and ethical reflections in Stifter’s narratives within the realities of the social production of nature that the texts portray, and demonstrates how social nature serves a key role in casting the texts’ didactic agendas in an ironic and critical light.

Alexander Phillips

Chapter 15. Allmächtiger Computer!?

Edsger W. Dijkstra ist uns bereits im ersten Kapitel begegnet. Neben brillanten algorithmischen Ideen hatte er auch eine sehr moderne Sicht auf die Wissenschaft Informatik. So prägte er den Satz: „Informatik hat ungefähr so viel mit Computern zu tun wie Astronomie mit Teleskopen.“

Jens Gallenbacher

5. Torsion

Wir betrachten in diesem Kapitel Stäbe, die auf Torsion beansprucht werden. Wie in den vorhergehenden Kapiteln wollen wir die durch die Belastung hervorgerufenen Verformungen und Spannungen ermitteln. Dabei beschränken wir uns auf Stäbe mit Kreisquerschnitt bzw. mit dünnwandigem Querschnitt. Nach dem Studium dieses Kapitels sollen die Leser die Grundgleichungen der Torsion kennen und sachgerecht auf statisch bestimmte bzw. unbestimmte Probleme anwenden können.

Dietmar Gross, Werner Hauger, Jörg Schröder, Wolfgang A. Wall

8. Verbundquerschnitte

In der Praxis kommen häufig Stäbe und Balken aus Verbundmaterial zur Anwendung, deren Querschnitte aus Schichten verschiedener Materialien bestehen. Die Studierenden sollen lernen, wie man in diesem Fall die Grundgleichungen für Zug/Druck bzw. für Biegung verallgemeinert und wie man Spannungen sowie Verformungen bei konkreten Problemen zweckmäßig bestimmt.

Dietmar Gross, Werner Hauger, Jörg Schröder, Wolfgang A. Wall

3. Abfallmenge und Abfallzusammensetzung

Die Kenntnis der Abfallmenge und Abfallzusammensetzung sowie deren physikalische, chemische und biologische Eigenschaften sind das Fundament, um abfallwirtschaftliche Strategien entwickeln und umsetzen zu können. Für die Analyse statistischer Daten national und international sind eindeutige Definitionen der einzelnen Abfallströme notwendig. Zudem muss bekannt sein welche Parameter die Abfallmenge und Abfallzusammensetzung beeinflussen können.Die gewonnenen Daten stellen die Basis für die verschiedensten Maßnahmen dar, u. a. für die Dimensionierung von abfalltechnischen Anlagen oder für das Benchmarking bestehender Systeme. Je genauer die Datenlage zur Abfallmenge und Abfallzusammensetzung sind, desto exakter lassen sich abfallwirtschaftliche Systeme planen, umsetzen und bewerten.

Detlef Clauß

19. Bauen unter Eisenbahnbetrieb

Baumaßnahmen müssen bis zu 3 Jahre und mehr im Voraus „baubetrieblich“ angemeldet und mit exakten Sperrzeiten baubetrieblich genehmigt sein. Baumaßnahmen mit großen baubetrieblichen Auswirkungen werden in den Netzfahrplan eingearbeitet, so dass trotz baustellenbedingter Einschränkungen und Einflüsse – das können u. a. auch Umleitungen oder Ausfälle von Zügen sein – ein zwar vom Jahresfahrplan abweichender, aber fahrplanmäßiger bzw. pünktlicher Verkehr für bestimmte Bauzeiten geplant und im Regelfall sichergestellt werden kann. Große Baumaßnahmen werden baubetrieblich mit einem Vorlauf von bis zu 6 Jahren vor dem Baubeginn betrachtet.Auf „Betriebs- und Bauanweisungen“ (Betra) und die „Zusammenstellung der vorübergehenden Langsamfahrstellen und anderen Besonderheiten“ (La) sowie Besonderheiten des Bauens unter dem „Rollenden Rad“ wird in gerafften Form eingegangen.

Reinhard Menius, Volker Matthews

Chapter 6. Bodeneigenschaften

Jedes Bauwerk stellt für den Untergrund einen Eingriff dar, der den Kräfteverlauf im Untergrund ändert. Es werden sich somit bereits bei der Errichtung des Bauwerkes Reaktionen von Seiten des Untergrundes einstellen. Um diese abschätzen zu können, ist es unerlässlich, dass die Eigenschaften des Untergrundes bekannt sind. Dazu ist eine Erkundung des Baugrundes durchzuführen.

Bernhard Wietek

Chapter 4. Baustelleneinrichtung bei speziellen Baustellentypen

Unter „speziellen Baustellentypen“ sollen nachfolgend solche Baustellen verstanden werden, die keine Hochbaubaustellen sind.

Rainer Schach, Jens Otto

Chapter 2. Elemente der Baustelleneinrichtung

Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung einer Baumaßnahme ist die richtige Auswahl der einzelnen Elemente der Baustelleneinrichtung in ihrer Art und Dimension. Dabei müssen die gegenseitigen Abhängigkeiten der Elemente untereinander, aber auch die Abhängigkeiten zu den gewählten Bauverfahren sowie zum Bauwerk und der Umwelt beachtet werden, um insbesondere eine schnelle und sichere Bewegung von Gütern und Personen auf der Baustelle und die optimale Ausstattung der einzelnen Arbeitsplätze sicherzustellen.

Rainer Schach, Jens Otto

Chapter 12. Turm und Fundament

Der Turm ist ein wesentlicher Bestandteil einer Horizontalachsen-Windkraftanlage. Nachteilig sind natürlich die Kosten, die einen beträchtlichen Teil der Gesamtkosten einer Windkraftanlage ausmachen können. Auf der anderen Seite steigt die spezifische Energielieferung des Rotors mit zunehmender Turmhöhe an. Die Bandbreite der Ausführungen reicht von Gitterkonstruktionen über Stahlrohrtürme mit und ohne Seilabspannung bis zu massiven Betonbauten. Die vom Gesamtsystem gestellten technischen Anforderungen sind mit fast jeder Variante erfüllbar, das wirtschaftliche Optimum wird jedoch nur mit einer sinnvollen Zuordnung der gewählten Turmbauweise zu den gestellten Anforderungen erreicht Die Standsicherheit der Windkraftanlage wird selbstverständlich auch durch die Gründung des Turmes im Boden bestimmt. Die Bauart des Fundamentes wird mehr noch als der Turm von den örtlichen Bedingungen bestimmt. Dennoch haben sich einige Standardbauweisen herauskristallisiert, die für die meisten Standorte anwendbar sind.

Erich Hau

6. Optik

Optik ist die Lehre vom Licht und befasst sich mit den Phänomenen, die das Auge wahrnehmen kann. In der klassischen Optik sind die Welleneigenschaften des Lichtes entscheidend. Dabei spielen die Reflexion, die Transmission und die Beugung sowie die Interferenz und die Polarisation eine wichtige Rolle. Die Ausbreitung von Lichtstrahlen ist das Thema der geometrischen Optik. Mit Hilfe von optischen Instrumenten (z. B. Lupe, Mikroskop und Fernrohr) werden kleinste Teile und weit entfernte Gegenstände sichtbar. Ein weiteres wichtiges Gebiet ist die Beleuchtungstechnik sowie die Farbmetrik. In der Quantenoptik sind die Lichtquanten maßgebend. Die Wellen- und Teilcheneigenschaften des Lichtes führen zu vielfältigen Anwendungen in der Technik. Für die Quantenoptik sind dies vor allem die Wärmestrahlung und die Anwendungen in der Lasertechnik.

Prof. Dr. rer. nat. Dr. rer. pol. Dr. h. c. Ekbert Hering, Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Rolf Martin, Prof. Dr. rer. nat. Martin Stohrer, Prof. Dr. rer. nat. Hanno Käß

Chapter 2. Begriffliche Grundlagen

Diese Arbeit ist dem Forschungsfeld des strategischen Managements zuzuordnen. Bevor im Folgenden auf unterschiedliche Strategietypen und insbesondere auf die Nichtmarktstrategie näher eingegangen werden kann, ist es vorab notwendig, den Begriff und die Rolle des strategischen Managements einzuordnen, den strategischen Managementprozess vorzustellen und darauf aufbauend die interne und externe Umweltanalyse näher zu betrachten.

Corinna Sinzig

14. Allgemeines

Die Festigkeitslehre ist ein Teil der Mechanik. Sie behandelt die Beanspruchungen, das sind die Spannungen und Formänderungen, die äußere Kräfte (Belastungen) in festen elastischen Körpern (Bauteilen) auslösen.Die mathematisch auswertbaren Erkenntnisse werden benutzt zur Ermittlung der Abmessungen der „gefährdeten“ Querschnitte von Bauteilen (Wellen, Achsen, Bolzen, Hebel, Schrauben usw.) für eine nicht zu überschreitende sogenannte zulässige Beanspruchung des Werkstoffs (Querschnittsnachweis) und zur Kontrolle der im gegebenen gefährdeten Querschnitt vorhandenen Beanspruchungen und Vergleich mit der zulässigen Beanspruchung (Spannungsnachweis). Dabei werden ausreichende Sicherheit gegen Bruch und zu große Formänderung, aber auch Wirtschaftlichkeit der Konstruktion erwartet.In der Konstruktion ist es vorteilhaft, die Abmessungen der Bauteile zunächst anzunehmen. Mit den Gesetzen der Festigkeitslehre werden dann die vorhandenen Spannungen und Formänderungen bestimmt und mit den zulässigen verglichen.Die Erkenntnisse der Festigkeitslehre bauen auf den Gesetzen der Statik auf und lassen sich nur im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der Werkstofftechnik, Werkstoffkunde und (-prüfung) anwenden.In der Statik werden die von Bauteil zu Bauteil übertragenen inneren Kräfte (innere Kräfte im Sinn einer mehrteiligen Konstruktion) durch „Freimachen“ des betrachteten Bauteils zu äußeren Kräften gemacht und dann mit Hilfe der Gleichgewichtsbedingungen die noch unbekannten Kräfte und Kraftmomente bestimmt.

Gert Böge, Wolfgang Böge

44. Nietverbindungen

Nietverbindungen sind unlösbare Verbindungen von Bauteilen aus beliebigen Werkstoffen. Je nach Verwendungsart unterscheidet man: feste Verbindungen (Stahlbau), feste und dichte Verbindungen (Kesselbau) und dichte Verbindungen (Behälterbau). Außer im Leichtmetallbau werden heute Nietverbindungen häufig durch Schweißverbindungen ersetzt.Die Niete schrumpfen in Längs- und Querrichtung, es entstehen Zug- und Schubspannungen im Niet. Die Längskraft presst die Bauteile zusammen. Der bei Betriebsbelastung in den Berührungsflächen der Bauteile entstehende Reibungswiderstand verhindert das Verschieben der Bauteile gegeneinander. Durch die Querschrumpfung steht der Niet berührungsfrei in der Nietbohrung, solange die äußeren Querkräfte kleiner sind als der Reibungswiderstand. Werden die Querkräfte größer als der Reibungswiderstand, liegt der Nietschaft an der Bohrungswand an (Setzen der Verbindung) und es treten Zug- und Schubspannungen auf. Die nach dem Schrumpfen im Niet auftretende Zugspannung ist rechnerisch nicht zu erfassen, daher werden Nietverbindungen mit stark verminderter zulässiger Spannung auf Abscheren berechnet (siehe auch Teil Festigkeitslehre).

Gert Böge, Wolfgang Böge

Auswirkungen von CAD auf die Arbeit

Das Skizzieren einer Idee auf einem Stück Papier oder das Zeichnen am Brett unterscheiden sich vom Zeichnen am CAD-System hinsichtlich der Synchronisation von Denken und Handeln. Das durch CAD induzierte Vorgehen entspricht nicht der Logik (und der Geschwindigkeit) des Denkens beim Konstruieren, insbesondere in der Phase des Entwurfs.

Annegret Bolte

Chapter 5. Grundlagen zur Definition eines infrastruktur-spezifischen Modellierungsleitfadens

Grundlage zur effektiven Umsetzung eines parametrisch-assoziativen Infrastrukturmodells bildet der Einsatz eines leistungsfähigen parametrischen Modellierungssystems. Die hierfür erforderlichen theoretischen Grundlagen (Constraints, Constraint-Solver etc.) sowie eine Reihe von verschiedenen parametrischen Modellierungskomponenten wurden bereits im Kapitel 4 vorgestellt. Jedoch lässt sich mithilfe dieser theoretischen und technischen Ansätze noch keine effektive Planung erzielen, da dem Anwender zu viele Optionen zur konstruktiven, strukturellen sowie prozesstechnischen Modellkonfiguration zur Verfügung stehen.

Mathias Obergrießer

Chapter 6. Konzepte zur Umsetzung des parametrisch-assoziativen Infrastrukturinformationsmodells

Nachdem im vorangegangenen Kapitel eine kurze Beschreibung der erforderlichen Grundlagen zur Umsetzung eines allgemeingültigen Modellierungsleitfadens erfolgte, sollen in diesem Kapitel die entwickelten Konzepte zur Modellierung eines parametrisch-assoziativen Infrastrukturmodells unter Anwendung eines infrastruktur-spezifischen Leitfadens vorgestellt werden.

Mathias Obergrießer

9. Gesundheitsregion Xundland® Vils-Rott-Inn – Ein Beitrag des Zweiten Gesundheitsmarktes zur Lösung der demografischen Herausforderung

Erstmals im deutschen Sprachraum wird mit diesem Projekt versucht, mit Hilfe eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses, einen Beitrag zur Gesundheitsförderung und damit zur Lösung der demografischen Herausforderung zu organisieren. Die Initiatoren blicken dazu auf die ersten drei Jahre des Einstiegs und erster Umsetzungen zurück. Vorangestellt sind notwendigerweise einige zum Xundland®-Konzept erläuternde und hinführende Ausführungen.

Adrian W. T. Dostal, Gabriele Dostal

Brüstung f

Windverband m

Voutenbalken m

Vierendeel-Verband m

Bogenkonstruktion f

Bogenrippe f

Fachwerkbalken m

Fachwerkträger m

Fachwerkwirkung f

Fahrbahnplatte f

Corne de Vache

Untergurt m

Durchlaufträger m

Deckplatte f

Diagonalstäbe m

Tiefbau m

Balkentragwerk n

Balken m mit Voute(n)

Ästhetik des Hybriden

Mehr Bedeutungsoffenheit für Landschaften durch Hybridisierungen

Ästhetik ist ein soziales Konstrukt, weshalb es auch keine einheitlichen Kriterien einer ästhetischen Landschaft geben kann. Öffentliche Räume so zu planen, dass sie möglichst vielen Menschen die Möglichkeit bieten, sich darin wohl und zugehörig zu fühlen, wird durch eine zunehmend heterogenere Bevölkerung schwieriger. Eine Ästhetik des Hybriden verspricht möglicherweise eine Lösung zu sein. Sie beinhaltet die Möglichkeit des Wohlfühlens, des Gefühls, sich als Teil einer (vielfältigen) Gemeinschaft zu interpretieren, und der Orientierung durch bekannte Symbole, die jedoch keine Entweder-Oder-Zwänge (beispielsweise durch binäre Codierungen) erzeugen. Drei Beispiellandschaften – der Jakobsweg, der Urwald vor den Toren der Stadt Saarbrücken und der Chicano Park in San Diego – weisen jeweils zumindest Ansätze einer Ästhetik des Hybriden auf. In allen drei Räumen treffen verschiedene klassische Kategorien aufeinander und werden hybridisiert und dabei neu ausgehandelt. Das Ergebnis ist jeweils eine größere Bedeutungsoffenheit.

Antje Schönwald

F

Faber-Polynome, auf einem Kompaktum in $$ {\mathbb{C}} $$ wie folgt definierte Polynome.

Guido Walz

Chapter 9. Auf dem Weg zu begrifflicher Strenge im 19. Jahrhundert

Nach dem endgültigen Sieg über Napoleon wurde Europa imWiener Kongress neu geordnet. Auf Kosten Polens, das eine erneute Teilung zu erdulden hatte, wurden die Großmächte England, Preußen, Österreich und Rußland gestärkt. Gemeinsam mit Frankreich zementierte man so ein System der Pentarchie, das auf ein gewisses Gleichgewicht ausgerichtet war. Die Segnungen der Napoleonischen Fremdherrschaft – Trennung von Legislative, Judikative und Exekutive und die Ideen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – wurden durch das wesentlich von dem österreichischen Kanzler Fürst Clemens Wenzel von Metternich (1773–1865) auf dem Wiener Kongress durchgesetzte „Metternichsche System“ der politischen Neuordnung wieder teilweise aufgehoben.

Thomas Sonar

3. Schubstarre Platten mit kleinen Durchbiegungen

In diesem Kapitel werden die Gleichungen der klassischen Plattentheorie abgeleitet. Im Unterschied zur Scheibentheorie werden jetzt nur die Belastungen einbezogen, die zu einer Krümmung und/oder Drillung der Plattenmittelfläche führen. Das sind z. B. Flächen-, Linien- oder Einzelkräfte rechtwinklig zur Plattenmittelfläche, aber auch Randmomente oder Randkräfte.In Analogie zum Kap. 2 werden alle Gleichungen in Abschn. 3.1 zunächst in kartesischen Koordinaten angegeben. Neben den Rechteckplatten haben insbesondere Kreis- und Kreisringplatten besondere Bedeutung für die Baupraxis. Alle Gleichungen werden daher ausführlich auch in Polarkoordinaten abgeleitet. Am Beispiel schiefwinkliger Platten wird die Transformation der Plattengleichungen in nichtorthogonale Koordinaten demonstriert.Für die in den Abschn. 3.2 aufgenommenen Beispiele gilt das gleiche Auswahlprinzip wie in Abschn. 2.2. Erläutert werden die Möglichkeiten analytischer Lösungen für Standardmodelle der Plattentheorie. Dabei erfolgt im wesentlichen eine Beschränkung auf ausgewählte elementare Lösungen und auf die Anwendung von Fourierreihenlösungen. Die Näherungsverfahren von Ritz und Wlassow/Kantorowitsch sowie von Galerkin werden beispielhaft erläutert.

Holm Altenbach, Johannes Altenbach, Konstantin Naumenko

Chapter 3. Ein Streifzug: Von Der Geschichte Zur Theorie

Städtebauliches Entwerfen setzt Wissen um die historischen Entstehungsprozesse von Stadt voraus: Städte und Stadtgrundrisse sind Lesebücher der Geschichte und beinhalten wichtiges Erfahrungswissen um Merkmale und Gesetzmäßigkeiten von Stadt. Dieses Wissen ist unverzichtbar, denn viele aktuelle städtebaulichen Aufgaben lassen sich nur in Kenntnis der Historie einer Stadt und der Ideengeschichte des Städtebaus adäquat bearbeiten.

Christa Reicher

I. Alphabetische Begriffszusammenstellung

Dieser Abschnitt stellt den Hauptteil des Werks dar. Hier werden Erkenntnisse, Taktiken und Strategien ergänzt um weitere wichtige Grundbegriffe in alphabetischer Reihenfolge erörtert.

Stefanie Jung, Peter Krebs

16. Gestaltung der Produktionsprozesse

Ist festgelegt, wie viel von welchen Produkten erstellt werden soll, stellt sich im nächsten Schritt die Frage, wie die Produktionsprozesse zu gestalten sind.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Gernot Kaiser

Chapter 10. Gleichgewicht von Fachwerken

Das Kapitel beginnt mit einer Übersicht zu möglichen Bauarten von Fachwerken. Nach den Idealisierungen von Fachwerken wird gezeigt, wie die notwendige Bedingung und die hinreichende Bedingung für statische Bestimmtheit mit den drei Bildungsgesetzen überprüft werden können. Zur Ermittlung der Stabkräfte werden zwei Methoden – das Knotenpunktverfahren und das Rittersche Schnittverfahren – behandelt. Beim Knotenpunktverfahren unterscheiden wir zusätzlich drei Möglichkeiten: die zeichnerische, die rechnerische und die numerische Lösung. Die Programmierung mit dem Computerprogramm MATLAB verdeutlicht die Effizienz numerischer Methoden, die im heutigen Ingenieuralltag unverzichtbar sind.

Rolf Mahnken

Chapter 4. Auswirkungen der Integration des Energiesektors auf Irans politische Ökonomie

Die Integration des Energiesektors brachte große Veränderungen für die politische Ökonomie Irans. Einst war der Energiesektor eine Enklave, die jenseits der Erdölexporteinnahmen, die ins Inland flossen, kaum Berührungspunkte mit der übrigen Wirtschaft hatte. Durch die Integration nahmen die Verbindungen zu.

David Ramin Jalilvand

Wortlaut: Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure – HOAI) Vom 10. Juli 2013

Diese Verordnung regelt die Berechnung der Entgelte für die Grundleistungen der Architekten und Architektinnen und der Ingenieure und Ingenieurinnen (Auftragnehmer oder Auftragnehmerinnen) mit Sitz im Inland, soweit die Grundleistungen durch diese Verordnung erfasst und vom Inland aus erbracht werden.

Rudolf Jochem, Wolfgang Kaufhold

Kommentar: Vorbemerkungen

Seit 1950 galt die Gebührenordnung für Architekten (GOA) im Wesentlichen unverändert als Höchstpreisverordnung. Mit Inkrafttreten der ersten HOAI 1977 am 01.01.1977 wurde sie aufgehoben und abgelöst. Für Architektenleistungen bei raumbildenden Ausbauten und Freianlagen, städtebaulichen und landschaftsplanerischen Leistungen sowie Ingenieurleistungen für Tragwerksplanung wurde mit der HOAI erstmals ein Honorarrecht auf gesetzlicher Grundlage geschaffen.

Rudolf Jochem, Wolfgang Kaufhold

Ersetzen von Raumkurven und abwickelbaren Regelflächen durch berührend verheftete (bv) Kreissektor-Kurven bzw. Drehkegelsektor-Flächen

Hommage für gotische Korbbögen

Die geometrische Besonderheit des berührend verhefteten Überganges von benachbarten Kreissektoren auf stückweise kreisförmigen Kurven (in der Ebene oder im Raum) und von benachbarten Drehkegelsektoren auf stückweise drehkegeligen Regelflächen im Raum bezeichnen wir im Folgenden – für das leichtere Sprechen und Schreiben – abkürzend mit bv-Übergang.

Udo Beyer

Kapitel 4. Diversity Management – Erfolgsfaktor für Unternehmen in einer globalisierten Welt

Die alternde Gesellschaft führt dazu, dass Unternehmen immer größere Schwierigkeiten haben, geeignete Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Zuwanderung bewirkt, dass Menschen aus anderen Sprach- und Kulturräumen mit Wertvorstellungen, die sich von unseren europäischen Traditionen und Werten bisweilen deutlich unterscheiden, die Berufswelt zunehmend beeinflussen. Unternehmen haben es auf einmal mit den jungen Talenten der Generation Y zu tun, die völlig andere Werte und Forderungen haben als bisher. Diese Ausführungen beleuchten einige Schwerpunktthemen des Diversity Managements, wie z. B. Zuwanderung, Genderdiskussion, Frauenquote oder Generation Y und zeigen anhand realer Praxisbeispiele, wie die Herausforderung der Vielfalt durch geschicktes unternehmerisches Handeln in eine Chance und einen Vorsprung für Unternehmen gewandelt werden kann. Diversity Management ist heute ein zunehmend wichtiger Aspekt im Rahmen der strategischen Unternehmensentwicklung. Diversity ist heute nicht mehr Sozialfaktor, sondern Erfolgsfaktor für Unternehmen in einer globalisierten Welt.

Matthias Friedrich

5. Projektmanagement und Bauherrenberatung

Ein Bauprojekt kann vereinfacht charakterisiert werden durch [5]:Während Bauherren in der Regel die gestalterischen Rahmenbedingungen und die Funktionalität in einem frühen Projektstadium vorgeben, sind Kosten und Termine von Bauprojekten – zumindest im Rahmen traditioneller Planungs- und Bauweisen – abgeleitete Ergebnisgrössen. Zur Erreichung dieser Bauprojektcharakteristik setzen sich die Bauherrenziele aus der Kombination folgender nachhaltiger Zielgrössen zusammen:

Gerhard Girmscheid

5. Bilanzierung der Passiva

Eigenkapital ist das dem Unternehmen von seinen Eigentümern unbefristet zur Verfügung gestellte Kapital, das dem Unternehmen bspw. bei einer Kapitalgesellschaft von außen durch eine Kapitalerhöhung (Außenfinanzierung) oder von innen durch Einbehalten von Gewinnen (Innenfinanzierung) zufließt. Bilanziell ist Eigenkapital die Differenz zwischen Vermögen und Schulden zu einem bestimmten Stichtag.$$\text{Verm\"{o}gen} - \text{Schulden} = \text{Eigenkapital}$$Während auf der Passivseite der Bilanz die Kapitalherkunft (Eigen- und Fremdkapital) dargestellt wird, zeigt die Aktivseite, wie und wo dieses Kapital investiert wurde (Kapitalverwendung) (Abb. 5.1). Die Aktiva stellen das Vermögen des Unternehmens dar. An dieses Vermögen können zuerst die Fremdkapitalgeber (Gläubiger) Ansprüche geltend machen, dann erst die Eigentümer. Eigenkapital kann somit auch als Saldogröße zwischen Vermögen und Schulden als Nettovermögen definiert werden. Aus diesem Grund müssen sich auch immer Aktiv- und Passivseite entsprechen.

Klaus von Sicherer

2. Professor mit Industrieerfahrung

Nach der Promotion ging Prandtl als Maschineningenieur zu MAN nach Nürnberg. Er entwarf eine Absauganlage für Sägespäne, die ihm das Problem der Strömungsablösung nahe brachte. 1901 wurde er als Professor für Mechanik an die technische Hochschule Hannover berufen. Hier entwickelte Prandtl das Grenzschichtkonzept, das er 1904 beim III. Internationalen Mathematiker-Kongress in Heidelberg vorstellte. Im gleichen Jahr erhielt er einen Ruf an die Universität Göttingen auf eine Professur für technische Physik.

Michael Eckert

13. Anhang

Aristoteles hat zwischen der theoretischen und praktischen Wissenschaft unterschieden. Mit der Theorie verband er eine geistige Wesensschau, die rein und ohne Zweck zu sein hatte. Die praktische Wissenschaft geht demgegenüber in die Anwendung und das Handeln ein und muss sich dort bewähren.So gesehen ist die Geotechnik wohl eher eine praktische Wissenschaft. Aber auch hier müssen die Erkenntnisse, die Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben, begründet sein, d. h. sie müssen durch allgemein nachvollziehbare Argumente, Experimente, Belege, Quellen etc. ihre Gültigkeit nachweisen.Am geotechnischen Gedankengebäude haben viele Wissenschaftler, Ingenieure und Baumeister unzählige Bausteine verarbeitet. An vielen Stellen wird immer noch gebaut, wobei – wie bei jeder Wissenschaft – kein Ende abzusehen ist. In einigen Bereichen wird repariert und umgebaut. Mancher Umbau scheint allerdings überflüssig. Eine Reihe von Fehlkonstruktionen harrt noch auf den beherzten Abriss.Einige Lebensdaten von denen, die an den Fundamenten mitgearbeitet haben, sind nachfolgend wiedergegeben.

Konrad Kuntsche

11. Mit heftigerem Herzklopfen

Am Fuße von Wolkenkratzern wie dem Burj Khalifa oder dem Taipeh 101, vor dem Eiffelturm oder vor einer Talsperre, beim Anblick des Viadukts Millau oder auch bei der Einfahrt in den Tunnel unter dem Ärmelkanal – es wird wohl niemanden geben, der den genialen Planern und Erbauern dieser Bauwerke keinen Respekt zollt.Dieses Kapitel versteht sich als Motivationshilfe für die Geotechnik: Es werden einige berühmte Bauwerke und geotechnische Problemstellungen vorgestellt und kurz kommentiert mit der Aufforderung an den Leser, bei gewecktem Interesse weitergehend zu recherchieren. Es handelt sich dabei um eine persönliche Auswahl und sicher gibt es noch viele andere interessante Beispiele.Wer sich über aktuelle Projekte und Problemlösungen der Geotechnik informieren möchte, dem sei ein Besuch der im 2-Jahres-Rhythmus stattfindenden Baugrundtagung empfohlen, die von der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e. V. veranstaltet wird.

Konrad Kuntsche

Chapter 4. Entwurfsplanung (Basic Engineering)

Die Entwurfsplanung (Basic Engineering) umfasst die Verfahrensplanung (Basic Design) und die Erarbeitung eines verbindlichen Gesamtentwurfs für die Anlage und Technik sowie für die Abwicklung des Projekts. Sie entspricht der 3. Phase im Anlagen-Phasenmodell gemäß Abschn.1.2.

Klaus H. Weber

9. Projektmanagement

Dieses Kapitel vermittelt,

Rainer Bergmann, Martin Garrecht

Chapter 5. Kinematik von ebenen Stabtragwerken

Bisher ist die Berechnung der Zustandslinien M,Q und N von statisch bestimmten Stabtragwerken erfolgt. Dies ist mit dem Schnittprinzip möglich, wenn die Gleichgewichtsbedingungen eingesetzt werden. Statische Systeme können nur dann im Gleichgewicht sein, wenn sie nicht verschieblich sind.

Dieter Dinkler

Chapter 1. Konstruktionsgrundlagen

Tragwerke des Stahl- und Verbundbaus müssen die auftretenden Beanspruchungen mit ausreichender Sicherheit aufnehmen. Neben der Tragsicherheit sind die Lagesicherheit und die Gebrauchstauglichkeit für das Tragwerk, seine Bauteile und Verbindungen sowie seine Lager nachzuweisen.

Manuel Krahwinkel, Rolf Kindmann

Chapter 4. Brückenbau

Brücken werden im Zuge von Verkehrswegen zur Überwindung von natürlichen und künstlichen Hindernissen gebaut. Sie dienen zur Überbrückung von Tälern, Flüssen, Straßen, Eisenbahnlinien, Kanälen und Meerengen. Kühne Brückenbauwerke, die in der Vergangenheit gebaut wurden, sind Zeitzeugen des Brückenbaus und belegen die Entwicklung der Brückenbaukunst.

Manuel Krahwinkel, Rolf Kindmann

9. Rechtliche Grundlagen

Im nachfolgenden Kapitel werden die rechtlichen Grundlagen, die bei der Durchführung einer Baumaßnahme, insbesondere einer Sanierung, zu beachten sind, dargestellt. Der Schwerpunkt liegt bei dem privaten Baurecht, also dem Werkvertragsrecht, wobei die Darstellung dem üblichen Verlauf einer Baumaßnahme, also vom Angebot über den Vertragsschluss, die Bauabwicklung inklusive Vergütungsfragen, die Abnahme bis hin zu Gewährleistung/Mängelansprüche, folgt. Hiermit zusammenhängende Themenbereiche, wie die Vergabe, das Architektenrecht, das öffentliche Baurecht und das Bauproduktenrecht, werden ebenfalls angesprochen. Zudem wird die Durchsetzung von Ansprüchen bzw. ihre Abwehr im zivilprozessualen Verfahren vor den ordentlichen Gerichten dargestellt, aber auch alternative Streitlösungsmechanismen werden vorgestellt.

Klaus-Peter Radermacher

8. Entwicklung der Berufe – Traditionspflege

Dr. Michael Stahr

12. Entwurfselemente im Lageplan

Die Entwurfselemente im Lageplan bestimmen wesentlich das Fahrverhalten und die sichere Nutzbarkeit der Autobahnen und Landstraßen. Während an Autobahnen die Elemente möglichst großzügig gewählt werden sollten, versucht die RAL durch die Vorgabe von empfohlenen Bereichen ein angepasstes Fahrverhalten zu fördern.

Thomas Richter

11. Schalung und Gerüste

Systemschalungen und Systemgerüste haben den Baustellenbetrieb in vielen Bereichen sehr vereinfacht. Dennoch sind Kenntnisse in diesen Feldern für eine erfolgreiche und effektive Bauleitung unverzichtbar. In diesem Kapitel werden Hinweise und Empfehlungen für die Bemessung und Einsatz von Schalungen, Trag- und Arbeitsgerüsten für den Baustellenbetrieb gegeben.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Krause, Dipl.-Ing. Nobert Kremer

13. Kalkulation

Das Kapitel behandelt die Kosten- und Preisermittlung, die Kostenvorgabe und Kostenkontrolle.Der Angebotspreis wird aufgeschlüsselt in die Einzelkosten der Teilleistungen, die Baustellengemeinkosten, die Allgemeinen Geschäftskosten und einen Zuschlag für Wagnis und Gewinn. Auf der Basis der Angebotskalkulation werden die Vorgaben für die Kostenkontrolle entwickelt.

Prof. Dipl.-Ing. Wilfried Streit

2. Baustoffe

In diesem Kapitel werden die Baustoffe Bitumen, Beton und Mauerwerk mit ihren Eigenschaften insbesondere unter dem Aspekt der Anwendung im Baustellenbetrieb behandelt.

Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Fix

5. Baukosten und Finanzierung

Nach der für die Kostenermittlung von Hochbauten notwendigen Darstellung der Grundlagen zur Berechnung der Flächen- und Rauminhalte (Normen und Verordnungen) werden die Kostengruppen nach Kostengliederung der DIN 276 eingehend dargestellt. Die für eine aktuelle oder zurückliegende Ermittlung der Kostenrichtwerte erforderliche Anwendung der Baupreisindizes für die Bauwirtschaft wird mit umfangreichem statistischen Datenmaterial ermöglicht. Ebenso werden dann mithilfe der in umfangreichen statistischen Daten dargestellten Kostenkennwerten gemäß NHK 2010 die Herstellkosten von Hochbauten ermittelt, wobei der Anteil einzelner Leistungen oder Gewerke mittels Wägungsanteile bestimmbar ist. Die Kostenschätzung für Ingenieurbauwerke erfolgt nach den Richtwerten für deren spezifischen und geschätzten Materialverbrauch.Die Kosten für Beratende Ingenieurleistungen bestimmen sich nach der HOAI, wobei hier die beiden in der späteren Berufspraxis der Studierenden des Bauingenieurwesens möglicherweise öfters vorkommenden Leistungsbilder besonders hervorgehoben werden, nämlich die Bauleitplanung sowie die Tragwerksplanung.Zwecks Ermittlung der Kosten der Baunebenleistungen (KG 700) wird mithilfe der Verwaltungsgebührenordnung die Ermittlung der Gebühren der Behörden sowie mithilfe des Gerichts- und Notarkostengesetzes die Gebühren für Gerichte und Notare ermöglicht.Die Ermittlung des Bodenwertes unbebauter Grundstücke wird mithilfe des Bodenrichtwertes nach der Immobilienverordnung dargestellt; die Wertermittlung von Grundstücken und Gebäuden erfolgt mithilfe der in der neuen Immobilienwertermittlungsverordnung dargestellten Sachwert- , Ertragswert,- und Vergleichswertverfahren. Zur Ermittlung der Finanzierungskosten baulicher Anlagen werden umfangreiche statistische Datenreihen zur Verfügung gestellt und die Möglichkeiten privater Finanzierungs- und Besicherungsinstrumente und deren vergleichende Konditionen aufgezeigt. Für die Finanzierung von Bau und Betrieb Öffentlicher Bauten werden verschiedene Modelle der Private Public Partnership (Betreiberoder ÖPP-Modelle) im Überblick dargestellt.Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Gebäuden erfolgt durch eine eingehende Beschäftigung mit den Kapitalkosten, den Bewirtschaftungskosten, den Betriebskosten, den Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Reparaturkosten, den Verwaltungskosten sowie den Baunutzungskosten.

Prof. Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Karl-Helmut Schlösser

4. Bauwirtschaft und Baurecht

Die Leistungen der Bauwirtschaft und deren wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland werden anhand einer Vielzahl statistischer Daten verdeutlicht. Die im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen auftretenden branchenspezifischen Besonderheiten der Bauwirtschaft werden anhand von verschiedenen Kriterien herausgearbeitet. Das Zusammenspiel der einzelnen Akteure des Sektors und die dabei sich ergebenden bzw. zu beachtenden Rechts- und Vertragsgrundlagen werden dargestellt. Aufgrund der meist erheblichen Höhe des eingesetzten Kapitals aufseiten der Auftraggeber, aber auch seitens der Bauunternehmen während der Bauausführung sowie der besonderen Verantwortung der Beratenden Ingenieure werden auch notwendige Formen der Risikoabsicherungen und der in der Branche üblichen und teilweise vorgeschriebenen Versicherungsmöglichkeiten angesprochen. Intensive Beachtung finden auch die Auswirkungen des Öffentlichen Baurechts (Baugesetzbuch, Bauordnung NRW, Baunutzungsverordnung) auf Planung, Bau und Betrieb baulicher Anlagen und der dabei verwendeten Bauprodukte.

Prof. Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Karl-Helmut Schlösser

7. Bauabrechnung und Mengenermittlung

In diesem Kapitel werden die Abrechnungsvorschriften wichtiger ATV kurz, aber umfassend zusammengestellt. Einigen Abrechnungsbestimmungen für Einzelleistungen, die keine Nebenleistungen sind ((siehe DIN 18299 und Abschnitt 4 der jeweiligen ATV), sind mit aufgenommen worden; die ATV enthalten jedoch weitergehende Festlegungen über Nebenleistungen und Besondere Leistungen.Im Anschluss folgen Hinweise zu den Toleranzen im Hochbau sowie im Straßenbau.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Krause

6. Leistungsbeschreibung und Bauvertrag

Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen bildet die Grundlage für die Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge, aus der sich die Vergabe- und Vertragsordnungen für Freiberufliche Leistungen (VOF), für Lieferungen und Leistungen (VOL) und für Bauleistungen (VOB) ableiten. Die dabei in Frage kommenden Vergabeverfahren und die einzelnen Schwellenwerte gemäß EU-Recht werden detailliert aufbereitet und im Zusammenhang dargestellt.Die für die Ausgestaltung von Bauverträgen notwendigen Grundlagen des Werkvertragsrecht nach BGB sowie die branchenspezifischen Allgemeinen Geschäftsbedingungen in Form der Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) mit ihren Zusätzlichen und Besonderen Vertragsbedingungen werden intensiv aufbereitet. Das Zustandekommen eines Bauvertrages ergibt sich dann aus der notwendigen Leistungsbeschreibung mit einem Leistungsverzeichnis und verschiedenen Positionen oder in Form einer Funktionalen Leistungsbeschreibung (Beschreibung mit Leistungsprogramm).Das Auslandsgeschäft der Baubranche (Bauausführende Unternehmen sowie Beratende Ingenieure und Consultants) wird von den jeweils vorliegenden Internationalen Wettbewerbsbedingungen bestimmt, deren Zusammenhänge anhand umfangreicher statistischer Daten und anhand von Beispielen dargestellt werden.

Prof. Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing. Karl-Helmut Schlösser

Chapter 1. 3D-Modellierung von Brücken- und Ingenieurbauwerken mit NX10: Einführungsbeispiele

In diesem Kapitel werden die grundsätzliche Methodik und die dazugehörigen Konstruktions- bzw. Modellierungstechniken, die für ein 3D-Bauwerksmodell erforderlich sind, anhand von fünf ausgewählten Beispielen Schritt für Schritt beschrieben und mit wichtigen Hinweisen und kurzen Erläuterungen versehen. Vorab werden einige immer wieder kehrende Begriffe erläutert, die für das Verständnis grundlegend sind.

Markus Nöldgen

Chapter 3. BIM2FEM – Design Embedded Simulation im Betonbrückenbau

Für die Tragwerksanalyse und Bemessung von Brücken- und Ingenieurbauwerken wird zum heutigen Stand der Technik in der Regel ein vereinfachtes FE-Ingenieurmodell unabhängig von der Konstruktion erzeugt, wobei ingenieurmäßige Vereinfachungen vorgenommen werden, um den Aufwand gering zu halten und gleichzeitig alle maßgebenden Ein- und Auswirkungen adäquat zu erfassen. Dabei werden häufig die tatsächliche Geometrie mit ihrer Krümmung, Längs- und Querneigung sowie Quersysteme und Bauteilanschlüsse vernachlässigt bzw. durch Ersatzmaßnahmen (Zusatzkräfte und –momente sowie kinematische Kopplungen o. Ä.) idealisiert.

Markus Nöldgen

8. Irrtum 8: Mein Unternehmen ist einzigartig – Vergleichbares gibt es nicht

Es ist menschlich, dass jeder sich für einzigartig hält. Und es ist auch menschlich, dass jeder Unternehmer sein Unternehmen, das er aufgebaut hat, das er führt, für einzigartig hält. Das wissen die Kunden „natürlich“! Glauben Sie das im Ernst? Nein, „natürlich“ nicht. Denn es ist ein Irrtum zu glauben, es gäbe für Sie, Ihr Know How, für Ihr Unternehmen, für Ihre Produkte, für Ihre Dienstleistungen keinen Ersatz. „Irgendwo“ gibt es den ganz bestimmt.

Claudia Ossola-Haring, Andreas Schlageter, Stephan Schöning

Chapter 11. Technikwissenschaften im Kontext der Wissenschaften

Als der deutsche Kaiser im Jahre 1899 den „Dr.-Ing.“ als akademischen Grad an der Technischen Hochschule Charlottenburg in Berlin einführte, kritisierten die traditionellen Universitäten dieses unakademische Vorgehen und zwangen die Ingenieure, ihren Titel in Fraktur – Dr.-Ing. – statt in lateinischen Lettern zu schreiben. Das Problem ist heute insofern gelöst, als kaum ein Setzer noch in der Lage ist, diese Lettern regelgerecht zu verwenden; auch Computer tun sich schwer damit. Doch selbst wenn Technikwissenschaften seither formal als Wissenschaften anerkannt sind, da sie doch seit einem Jahrhundert an Hochschulen und Universitäten gelehrt werden, ist es eine zentrale Frage der Philosophie und Wissenschaftstheorie geblieben, was für eine Art von Wissenschaft die Technikerwissenschaften sind.

Hans Poser

Chapter 5. Technisches Wissen

Wissen hat viele Gestalten. Um es vom bloßen Meinen abzugrenzen, hat Platon es als wahre Meinung mit Begründung umrissen (Theaitetos 201), darüber hinaus wird es einer Person oder einer Gruppe zugeschrieben. Nun führt die Bindung an den Wahrheitsbegriff zu tiefgründigen Schwierigkeiten, denn was ist Wahrheit und was ist eine zutreffende Begründung – lassen sich dafür allgemeingültige Kriterien angeben? Schon die Vielfalt der Formen des Wissens zeigt, dass Wissen, Wahrheit und Begründung immer auf einen Rahmen bezogen sind. Damit werden sie nicht beliebig, sondern dank dieses Rahmens präzise und überprüfbar. Dieses sei einleitend an einigen Wissensformen verdeutlicht, die für technisches Wissen belangvoll sind.

Hans Poser

5. Formen des Fundraisings

Fundraising Akademie

1. Grundlagen der Kreislaufwirtschaft

Bei der Produktion wirtschaftlicher Güter, bei deren Gebrauch sowie am Ende ihrer Nutzungszeit entstehen Abfälle. Im KrWG ist der Abfallbegriff wie folgt definiert: ″Abfälle im Sinne des Gesetzes sind alle Stoffe oder Gegenstände, deren sich der Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss.″ Produktionsrückstände, Verpackungen, Altprodukte, Altgebäude und -anlagen sind überwiegend fester Natur, es fallen aber auch Abfalllösungen, Abwässer und Abgase an. Feste Abfälle wurden lange Zeit vielfach in sehr verschiedenen Formen deponiert, Abwässer in Flüsse eingeleitet und Abgase in die Luft entlassen. Abfälle enthalten jedoch häufig Komponenten oder Inhaltsstoffe, deren weitere oder erneute Nutzung möglich ist. Sie besitzen also einen Restwert, wie z. B. Eisenschrott oder Altpapier. Ein solcher Restwert ist ein erstes, Erlös-getriebenes Motiv für eine Verwertung. Die Erzeugung wirtschaftlicher Güter erfordert den Einsatz von Rohstoffen, Energie, Arbeitskraft und Kapital. Durch die Wiederverwendung von Komponenten aus Altprodukten und die Verwertung von Sekundärrohstoffen, die aus Abfällen gewinnbar sind, können ein großer Anteil der eingesetzten Rohstoffe und der zur Erzeugung der Werkstoffe und Produkte aufgewendeten Energie erneut nutzbar gemacht und damit die begrenzt verfügbaren Ressourcen geschont werden. Neben unmittelbarem betriebswirtschaftlichen Nutzen tritt damit als zweites Motiv die Ressourcenschonung hinzu, die langfristige volkswirtschaftliche und gesellschaftspolitische Auswirkungen hat

Hans Martens, Daniel Goldmann

Kapitel 8. Verbindungselemente und -verfahren

VerbindungselementeVerbindungselemente und die zugehörigen Verfahren zur Herstellung einer Verbindung dienen zur Herstellung von Konstruktionselementen und technischen Systemen durch zusammenfügen aus einzelnen Elementen bzw. Bauteilen. Die Verbindungselemente lassen sich gemäß Abb. 8.1 hinsichtlich des Wirkprinzips in Form-, Kraft- und Stoffschlussverbindungen sowie Verbindungen, bei denen Kraft- und Formschluss kombiniert in Anwendung sind, systematisch ordnen. Zur letzten Gruppe zählen z. B. die Niet- und die Schraubenverbindungen. Bei der Auswahl und insbesondere bei der Auslegung der Verbindungselemente ist zu beachten, dass es hierzu in vielen Branchen besondere Vorschriften gibt, die zu berücksichtigen sind, beispielsweise die AD-Blätter für den Druckkesselbau.

Jörg Feldhusen

Chapter 6. Schrauben und Schraubenverbindungen

Schraubenverbindungen gehören zu den meistverbreiteten Bauteilverbindungen zwischen Bauteilen. Wegen ihrer fertigungstechnischen (Herstellung und Montage) und betrieblichen (Sicherheit) Vorteile werden sie auch dort eingesetzt, wo eine lösbare Verbindung an sich nicht erforderlich wäre. Das Verständnis zur Funktion von Schraubenverbindungen ist ein wichtiger Meilenstein innerhalb der Ingenieurausbildung.

Bernd Sauer

17. Vertragsmanagement

Gegenstand des Vertragsmanagements ist die Steuerung der Gestaltung, des Abschlusses, der Fortschreibung und der Abwicklung von Verträgen zur Erreichung des Projektziels. Grundsätzlich umfasst dies im Rahmen eines Infrastrukturprojektes alle zur Erreichung des Projektziels abzuschließenden Verträge, folglich auch die Planerverträge und die Projektsteuerungsverträge. Das vorliegende Kap. 17 beschränkt sich hingegen auf das Vertragsmanagement des Bauvertrages, da dieser als Grundlage für die bauliche Umsetzung eines Infrastrukturprojektes im Vordergrund steht.Im Rahmen öffentlicher Bauaufträge, wie sie Infrastrukturprojekten in der Regel zugrunde liegen, lassen sich folgende Komplexe des Vertragsmanagements unterscheiden: Im Vergabeverfahren wird die Art und Weise der Vergabe eines öffentlichen Bauauftrages bestimmt, im Rahmen der Bauvertragsgestaltung werden die wechselseitigen Leistungspflichten und Regelungen für die Abwicklung des Vertrages festgelegt und bei der Bauvertragsabwicklung ist auf die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarungen hinzuwirken, ggf. sind Anpassungen vorzunehmen. Schließlich gilt es in der Abschlussphase eines Infrastrukturprojektes die ordnungsgemäße Erfüllung der wechselseitigen Leistungspflichten abschließend zu klären.

Rechtsanwalt Dietmar Lampe

15. Ausschreibung und Vergabe

Vergaben von Planungs-, Ausrüstungs- und Bauleistungen in Höhe von vielen Milliarden Euro pro Jahr durch die Aufgabenträger der Verkehrsinfrastruktur sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Deutschland und Europa. Daher sind die Verfahren und Inhalte der Vergaben von Leistungen zur Errichtung der Infrastruktur vielfältig rechtlich (Kap. 17) und formal geregelt.Darüber hinaus wird z. B. bei der DB AG hierzu in der Konzernrichtline 202 ein ausführlicher Rahmen gelegt und für Straßen haben Bund und Länder umfangreiche Regelwerke, die dabei zu berücksichtigen sind. Im Folgenden wird daher an dieser Stelle nicht tiefer auf die formal-rechtlichen Inhalte eingegangen – die in Kap. 17 ausführlich besprochen werden – sondern der Schwerpunkt auf die sich aus der Projektabwicklung – vor allem in der Planung, aber auch in der Realisierung – ergebenden Aspekte von Vergaben gelegt.In Kap. 15.2 werden dazu die Prozesse und Elemente für Ausschreibung und Vergabe der Planungs- und –Bau- bzw. Ausrüstungsleistungen bei Schienenprojekten und in Kap. 15.3 bei Straßenprojekten beschrieben.

Prof. Dr.-Ing. Konrad Spang, Dipl.-Ing., Dipl.-Ing (FH) Olaf Drescher, Bauassessor Dipl.-Ing. Dirk Brandenburger

16. Bauausführung

Im Rahmen der Abwicklung von Bahn- und Straßenbauvorhaben sind in der Regel eine Vielzahl von Organisationen und Personen auf Seiten des Auftraggebers und der Auftragnehmer beteiligt. Hinzu treten meist festgelegte Ablaufprozesse und die Abwicklung von Bauverträgen erfordert aufgrund der nachzuweisenden Mittelverwendung auch einen hohen Dokumentationsaufwand. Es ist daher unerlässlich Prozesse sowie Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten zwischen den Beteiligten – insbesondere für Auftraggeber und seine Auftragnehmer – zu regeln und verbindlich vorzuschreiben. Dazu zählen alle Aktivtäten von der Auftragserteilung, über die Abwicklung bis zu Abnahme und Abschluss der Bauvorhaben.Da ein erfolgreiches Infrastrukturprojekt nur durch ein gemeinsames, möglichst partnerschaftliches Handeln von Auftraggeber und Auftragnehmer möglich ist, werden in diesem Kapitel neben den Besonderheiten von Bahnprojekten (Kap. 16.2) und Straßenprojekten (Kap. 16.3) auch die Sichtweise der Bauunternehmen und deren wesentliche Prozesse in der Zusammenarbeit mit dem AG beschrieben (Kap. 16.4).

Prof. Dr.-Ing. Konrad Spang, Dipl.-Ing., Dipl.-Ing (FH) Olaf Drescher, Bauassessor Dipl.-Ing. Dirk Brandenburger, Dipl.-Ing. Thomas Alscher

5. Projektorganisation

Im Rahmen der Projektorganisation werden drei unterschiedliche Ebenen betrachtet. Einmal die Einordnung oder Zuordnung der Projektorganisation in oder zu einem Unternehmen oder einer Behörde. Dazu kommen im Infrastrukturbereich von der Matrix-Organisation, über die reine Projektorganisation im Unternehmen oder als selbständige Gesellschaft bis zum projektorientierten Unternehmen eine Vielzahl von Organisationsformen infrage, die dem jeweiligen Projekt angemessen und angepasst sein müssen.Im Rahmen dieser projektspezifischen Organisationsformen werden Aufgaben z. B. auf eine Steuerungsebene –z. B. den Lenkungskreis – und auf eine operative Ebene – das Projektteam – aufgeteilt. In diesen Ebenen müssen vom Bauherren und seinen vielfältigen Beratern und Arbeitspartnern die unterschiedlichsten Aufgaben und Funktionen in der Planungs- und in der Bauphase wahrgenommen werden. Das Projektteam und dabei besonders der Projektleiter spielen dabei eine zentrale Rolle, die hier einschließlich typischer Anforderungen und möglicher Organisationsformen im Team beschrieben werden.

Prof. Dr.-Ing. Konrad Spang

7. Öffentlichkeitsarbeit bei Infrastrukturprojekten

Warum es notwendig ist, bei (großen) Infrastrukturprojekten Öffentlichkeitsarbeit (ÖA) zu betreiben, ist scheinbar kein Diskussionsgegenstand mehr. Es besteht inzwischen in Deutschland darüber gesellschaftlicher Konsens. Dennoch muss diese Frage immer wieder neu beantwortet werden, um nicht hinter den heutigen, modernen Erkenntnisstand zur Bedeutung der ÖA zurückzufallen.Bauvorhaben, zumal wenn sie Verbindungen durch Straßen oder Schienen beinhalten, sind seit jeher Streitpunkte. Sie sind konfliktträchtig, weil sie meist als Linienbaustellen Veränderungen und Eingriffe für viele Interessengruppen bringen.In diesem Kap. 7 wird alles beschrieben, was – insbesondere durch die Auftraggeberseite – an Öffentlichkeitsarbeit in der Planungsphase, besonders jedoch in der Realisierungsphase eines Infrastrukturprojektes zu tun ist. Dies schließt insbesondere die Zusammenarbeit und den Umgang mit den Beteiligten und Betroffenen in der Gesellschaft, in Behörden und in der Politik („Stakeholdern“) ein, aber auch die Zusammenarbeit mit den Medien. Elemente der Öffentlichkeitsarbeit wie Bürgerversammlungen, Infobroschüren und Infoveranstaltungen, aber auch die Einrichtung von Infozentren werden anhand von Beispielen erläutert.

Dipl.-Journalist Frank Kniestedt

3. Arbeitsmarkt nach Branchen

Ingenieure finden in fast allen Branchen und Wirtschaftszweigen interessante Tätigkeitsfelder. Naturgemäß ist vor allem die Industrie wichtigster Arbeitgeber. Aber auch Öffent. licher Dienst, Verbände und Vereine, Beratungsfirmen, Ingenieur- und Architekturbüros, das Bildungswesen sowie Finanzdienstleister bieten attraktive Arbeitsbereiche.

Elke Pohl, Bernd Fiehöfer

Kapitel 2. Die Entwicklung vom ungesicherten Besitz im Naturzustand zum gesicherten Eigentum in vertraglich hergestellter sozialer Ordnung

Mit den folgenden AusfÜhrungen wird das Spannungsverhältnis von Natur- und Gesellschaftszustand mit dem Ziel untersucht, eine BegrÜndung fÜr die Notwendigkeit des Gesellschaftszustands herauszuarbeiten. Dabei wird der Naturzustand als eine Situation begriffen, die anarchisch angelegt ist, wobei sich die Individuen schon durch unterschiedlichen Besitz unterscheiden. Allerdings ist mit dieser Denkfigur auch die Vorstellung verbunden, dass fÜr die Individuen und deren unterschiedliche Besitzverhältnisse keine Sicherheit vorliegt. Sie mÜssen ständig davon ausgehen, dass ihr Besitz durch die Wegnahme seitens anderer Individuen gefährdet ist. Erst in der Gesellschaft finden die vereinzelten Individuen Sicherheit, indem die bereits im Naturzustand angeeigneten GÜter durch Kontrakt mit den anderen Gesellschaftsmitgliedern zu einer gesicherten Rechtsposition werden. Indem eine gesellschaftliche Ordnung durch bindende Verträge eingegangen wird, entsteht eine gesicherte Zuordnung von Dingen, die den ursprÜnglichen Zugriffs auf natÜrliche Ressourcen zu einer Eigentumsposition verändert, und zwar als Normierung des neuen individuellen Privateigentums. Neben der Festsetzung wird dadurch jedes Gesellschaftsmitglied zur Akzeptanz des legalisierten Urzustands verpflichtet. Im Naturzustand liegt demzufolge die Genesis des Eigentums, die Legalisierung ist allerdings erst das Ergebnis des Gesellschaftszustandes durch die Gestaltung von rationalen Handlungen in Gestalt von Verträgen.

Siegbert Preuß

2. Das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz Deutschlands

Zunächst soll der Hintergrund dieser Untersuchung erläutert werden. Dazu wird das Hilfeleistungssystem des Bevölkerungsschutzes in der Bundesrepublik Deutschland skizziert und ein Überblick zur gegenwärtigen Gefahreneinschätzung gegeben. Daran anschließend werden die wesentlichen Akteure im Rahmen des Bevölkerungsschutzes vorgestellt und Herausforderungen für die Leistungsfähigkeit dieser Organisationen aufgezeigt.

Dipl.-Gesundheitswirt (FH) David Wenzel, Prof. Dr., Dipl.-Psych. Irmtraud Beerlage, Dipl.-Gesundheitswirtin (FH) Silke Springer

2. Funktionen

In diesem vielleicht wichtigsten Kapitel werden ausführlich mit vielen Beispielen Geraden und Parabeln sowie Potenzfunktionen besprochen. Markante Punkte auf den Koordinatenachsen sowie Schnittpunkte von Geraden und Parabeln werden erklärt. Diese Werkzeuge werden auch später noch benötigt. Am Beispiel von Wurzelfunktionen wird die Umkehrfunktion dargestellt. Wichtige Eigenschaften von trigonometrischen Grundfunktionen sowie die allgemeine Sinusfunktion stehen am Ende dieses Kapitels.

Karl-Heinz Pfeffer, Thomas Zipsner

12. Aufbau der Interessengruppe Inclusion Suisse

Vielfalt als Chance und Herausforderung eines gemeinsamen Lern- und Veränderungsprozesses

Anhand der Arbeit der Interessengruppe „Inclusion Suisse“ führt der Autor die Bedeutung von Inklusion für eine Gesellschaft ebenso aus wie den konkreten Praxisbeitrag der Interessengruppe. Zentrales Ziel der Interessengruppe ist der Aufbau eines Netzwerks aus Betroffenen, Fachspezialisten, engagierter Bevölkerung und den Vertretern der gesellschaftlichen Institutionen. Um das Potenzial der Vielfalt zu ergründen, ist eine transparente und offene Kommunikationskultur auf Grundlage der vorhandenen Bedürfnisse und Motivation der Schlüssel zum Nutzen. Im Beitrag wird ein systembezogener Lern- und Veränderungsprozess sichtbar, da Mitglieder dieses Netzwerks gemeinsam zu Inklusionsthemen mitreden, mitentwickeln und in der Praxisumsetzung mitentscheiden möchten. Hierbei bedeutet die große Vielfalt der Teilnehmergruppen eine besondere Herausforderung, viel Achtsamkeit und hohes Engagement.

Friedemann Hesse

21. Regelwerke und Normen

Die veröffentlichten Regelwerke bilden meist die Grundlage der Bauaufträge. Nachfolgend sind die wichtigsten Regelwerke thematisch sortiert aufgelistet. Eine vollständige Zusammenstellung wird in regelmäßigen Abständen vom Deutschern Asphaltverband e. V. (DAV) herausgegeben.

Marc Kappel

3. Verbindungstechnik

Die Einzelteile aus Profilen und Blechen werden nach den Konstruktionszeichnungen zu Bauteilen bzw. zu ganzen Bauwerken zusammengefügt. Unlösbare Verbindungen entstehen durch Schweißnähte oder Kleben, lösbare durch Schrauben, Bolzen, Dübel oder Keile. Die Sicherung der Muttern macht Schraubenverbindungen jedoch oft unlösbar. Bedingung ist, dass stets alle in den Bauteilen auftretenden Kräfte ordnungsgemäß übertragen werden können und die Verformungen in den für das Bauteil geltenden Grenzen bleiben.

Prof. Dr.-Ing. Wolfram Lohse, Prof. Dr.-Ing. Jörg Laumann, Prof. Dr.-Ing. Christian Wolf

1. Stahl – Herstellung, Verwendung, Schutz

Das für technische Zwecke verwendete Eisen (Fe) wird aus Erzen gewonnen (Eisenerz). Im Hochofen wird das Eisenerz mit Koks unter Zusatz von Schlackebildnern sowie Einblasen von Luft reduzierend eingeschmolzen zu Roheisen (Reduktion, Verhüttung), welches das Ausgangsmaterial für alle Eisenwerkstoffe bildet. Je nach Art der Erze und des Verhüttungsverfahrens erhält man unterschiedliche Roheisenarten. Sie enthalten alle reichlich Kohlenstoff (C, 3 bis 6 %) sowie neben anderen geringfügigen Beimengungen mehr oder weniger Silizium (Si), Mangan (Mn), Phosphor (P) und Schwefel (S).

Prof. Dr.-Ing. Wolfram Lohse, Prof. Dr.-Ing. Jörg Laumann, Prof. Dr.-Ing. Christian Wolf

Explodierte Kommunikation, vernetzte Gesellschaft — Richard Münchs Analyse der Kommunikationsgesellschaft

Die moderne Gesellschaft wandelt sich unablässig — Richard Münch zufolge gegenwärtig von der Industrie- zur Kommunikationsgesellschaft. Im Zentrum des gesellschaftlichen Geschehens steht nicht länger die industrielle Produktion, sondern zunehmend die Verdichtung, Beschleunigung und Globalisierung der Kommunikation. Die Ursache für die zunehmende Durchdringung der Gesellschaft mit Kommunikation sieht Münch (1995: 15–27) in einem kulturellen Grundmuster, das auf einer mit dem Einsetzen aufklärerischer Ideale erzeugten Spannung beruht, die ihre Dynamik durch den permanenten Vergleich des Wirklichen mit dem Möglichen gewinnt. Die Aufklärer entwarfen auf Vernunft begründete, abstrakte Gesellschaftsmodelle, die zu erreichen als Ideal gilt. In der Moderne entspricht die Wirklichkeit niemals der Vernunft, sondern kann sich dieser nur immer wieder versuchen anzupassen. Die Folge ist, dass die Moderne letztlich in der Tat ein unvollendbares Projekt darstellt: „Veränderung (ist) das Grundprinzip der Moderne.“ (Münch 1996: 612)

PD Thomas Kron

III. Fallstudien: Kooperativer Erfahrungstransfer in Industrieunternehmen

Die folgenden Untersuchungsergebnisse zur informellen erfahrungsgeleiteten Kooperation zeigen zum einen auf, wie sich eine erfolgreiche Kooperation zu situativen Problemlösungen darstellt. Mit Hilfe der aufgezeigten Merkmale der informellen erfahrungsgeleiteten Kooperation und der oben vorgestellten Ergänzungen verdeutlichen sie zum anderen, wie ein Austausch von Erfahrungswissen im Arbeitsalltag vor sich geht. Dazu werden die empirischen Ergebnisse zur informellen erfahrungsgeleiteten Kooperation mit Fokus auf die Mobilisierung und den Austausch von Erfahrungswissen reinterpretiert.

Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre

Wirtschaft stellt einen wichtigen Teil unseres gesamten gesellschaftlichen Lebens dar. Jeder ist mit der Wirtschaft in vielfältiger Art und Weise verbunden. Mit dem Begriff Wirtschaft umschreibt man eine große Anzahl von Institutionen und Prozessen, die sehr vielschichtig miteinander verknüpft sind und die letztlich der Bereitstellung von materiellen und immateriellen Gütern dienen.

Marc Sander

14. Das Gesamtwerk Albert Oeckls im Überblick

„Was kann die Universität für das Verständnis der Wirtschaft tun?“, Referat vor der Tagung „Königsteiner Kreis“, Pressestelle Hessischer Kammern und Verbände, 19.05.1954.

6.. Sony-Projekt Aqua City in Tokyo

Nachdem der Sony-Konzern mit seinen Projekten in Berlin und San Francisco begonnen hatte, zwei imageträchtige Standorte außerhalb Asiens für seine Werbezwecke zu nutzen, entschloss sich das Management des Unternehmens kurz darauf, auch am Stammsitz Tokyo ein weiteres Projekt dieser Art durchzuführen. Zwar betreibt die Firma hier bereits seit 1966 mit dem Sony-Building in der Ginza einen der traditionsreichsten und bekanntesten Showrooms des Landes. Doch wegen der großen Bedeutung des japanischen Markts für den Konzern und angesichts der immer größer werdenden Zahl von Showrooms anderer Unternehmen, die seither mit ähnlichen Einrichtungen in Tokyo Sonys Vorbild gefolgt sind, entschloss sich der Elektronikhersteller, seine Präsenz in der japanischen Metropole noch weiter auszubauen. Aufgrund der mittlerweile durchgeführten Restrukturierung des Unternehmens zum Doppelkonzern der Elektronik- und der Medienbranche sollte wie bei den Projekten in Berlin und San Francisco auch in Tokyo die werbeträchtige Produktpräsentation mit Entertainmentangeboten kombiniert und dementsprechend ein großes Branding Center realisiert werden.

5. Kompetenzmodell zur Ausbildung von Führungskräften im Baubetrieb

Nachdem die Rahmenbedingungen zur Entwicklung des Kompetenzmodells in Form der Definition des Berufsbildes, der Analyse des Bildungsmarktes und -bedarfes sowie der Erstellung des Kompetenzprofils abgeschlossen sind, erfolgt nun die Entwicklung des Kompetenzmodells.

Alexandra Liesert

4. Wahrscheinlichkeiten

Die Unsicherheit von Entscheidungen lässt sich durch die Wahrscheinlichkeitstheorie quantitativ erfassen. Anders ausgedrückt: Wahrscheinlichkeitstheoretische Begriffe gestatten die Gewinnung optimaler Entscheidungsverfahren.Wir haben uns daher zunächst dem BegriffWahrscheinlichkeit zuzuwenden.

Jürgen Hedderich, Prof. Dr. rer. nat. Lothar Sachs

3. Projekte planen

Mit Beginn der Planungsphase müssen die Anforderungen für die im Projektauftrag formulierten Ziele und Lieferobjekte messbar beschrieben werden. Hierzu werden, aufbauend auf den Produktbaum, Anforderungen ermittelt, analysiert, verhandelt, gewichtet und spezifiziert und schließlich notwendige Maßnahmen und Tests zur Verifikation und Validierung geplant. Der Plan der Pläne ist der Projektstrukturplan, der im anschließenden Kapitel erläutert wird. Weitere wichtige Themen der Projektplanung sind Risikomanagement, Qualitätsplanung, Ablauf- und Terminplanung und schließlich die Aufwands- und Kostenschätzung, die jeweils in den darauffolgenden Kapiteln behandelt werden. Den Abschluss bildet die Baseline.

Helga Meyer, Heinz-Josef Reher
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