Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die politischen Orientierungen und Verhaltensweisen der Bevölkerung bilden den zentralen Forschungsgegenstand der empirischen Sozialforschung. Mittlerweile ist die Fülle an theoretischen Ansätzen und empirischen Forschungsergebnissen in diesem Bereich von außen kaum mehr überblickbar und es fehlt an Einführungen, die dem interessierten Leser einen ersten, möglichst breiten Einblick in die Materie geben1. Mit dem vorliegenden Band, der sich an ein Publikum ohne theoretisches bzw. methodisches Fachwissen wendet und daher auch bewusst einige Vereinfachungen in Kauf nimmt, soli diese Lücke geschlossen werden.
Oskar Niedermayer

2. Politische Orientierungen

Zusammenfassung
Politische Orientierungen ermöglichen den Bürgern den Umgang mit der politischen Realität. Sie sind unterschiedlicher Art und beziehen sich auf eine Vielzahl von Objekten1. Orientierungsobjekte können sowohl die Strukturen des politischen Systems, d.h. das politische Ordnungsmodell und die politisch handelnden Akteure, als auch die inhaltlichen Handlungsergebnisse in Form konkreter politischer Entscheidungen und deren Folgen sein. Die strukturelle Dimension lässt sich untergliedern in Orientierungen gegenüber
  • der eigenen politischen Rolle, worzu insbesondere das politische Interesse und das staatsbürgerliche Selbstbewusstsein gehören;
  • dem politischen Führungspersonal, also den individuellen politischen Entscheidungsträgern;
  • den politischen Institutionen, also den Verfassungsorganen, intermediären Institutionen und (verfassungs-)rechtlichen Verfahrensregeln;
  • der gesamten politischen Ordnung, also der Idee der Demokratie und ihrer Prinzipien, der Demokratiekonzeption des Grundgesetzes und der Verfassungswirklichkeit;
  • der politischen Gemeinschaft, wozu die Haltung zur Nation und zu den Mitbürgern zählen.
Oskar Niedermayer

3. Politische Verhaltensweisen

Zusammenfassung
Politische Verhaltensweisen stellen die manifesten Formen der Auseinandersetzung der Bürger mit dem politischen System dar. Sie umfassen alle unmittelbar beobachtbaren Reaktionen auf politische Ereignisse oder Objekte (Kavanagh 1983). Die Analyse dieses Bereichs ist in drei Kapitel gegliedert: Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem kommunikativen Handeln, also der Aufnahme politischer Informationen und deren Verwendung in Gesprächen über Politik, das zweite Kapitel widmet sich dem entscheidungskonformen Handeln, d.h. dem Befolgen von Verhaltensregeln, die von politischen Entscheidungen gesetzt wurden, und das dritte Kapitel behandelt die politische Partizipation, d.h. es analysiert diejenigen Handlungen der Bürger, die die Beeinflussung politischer Ent-scheidungen zum Ziel haben, wobei zwischen der Teilnahme an Wahlen1, parteibezogenen Aktivitäten und sonstigen Partizipationsformen unterschieden wird. Eine vierte Form politischen Verhaltens, das Handeln in Entscheidungsrollen, wird hier nicht mit einbezogen, da nur das Verhalten der Bürger, nicht das der politischen Entscheidungsträger, Gegenstand der Analyse ist.
Oskar Niedermayer

4. Fazit

Zusammenfassung
Die Deutschen sind, was ihr Verhältnis zur Politik betrifft, im Großen und Ganzen ein ganz normales Volk (geworden). Diese Feststellung erscheint trivial, ist aber angesichts der deutschen Vergangenheit und der aktuellen Herausforderungen durch die Vereinigung nicht selbstverständlich.
Oskar Niedermayer
Weitere Informationen