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Über dieses Buch

Sebastian H. Schneider untersucht anhand von Individual- und Aggregatdaten, welche individuellen und kontextuellen Faktoren die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der kommunalen Haushaltsplanung („Bürgerhaushalte“) beeinflussen. Der Autor leistet einen Beitrag zur politikwissenschaftlichen Grundlagenforschung, da solche konsultativ-dialogischen Beteiligungsverfahren vermehrt Verbreitung finden werden. Zudem bietet die Studie Erkenntnisse für die kommunalpolitische Praxis, indem sie Wirkungszusammenhänge aufdeckt und somit Verständnis für Erfolg und Scheitern solcher Verfahren schaffen kann, wenngleich eine mechanische Steuerung der Partizipation weder möglich noch wünschenswert ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Betrachtet man die (lokal-)politische Landschaft seit Anfang der 1990er Jahre, fallen einige Phänomene auf, die eng miteinander verwoben sind: kritischere oder gar politikverdrossene Bürger, Kritik an Parteien und der repräsentativen Demokratie, sinkende Wahlbeteiligung, die Modernisierung von administrativen Strukturen (Verwaltungsreformen, New Public Management, Neues Steuerungsmodell usw.) oder auch chronische Finanzprobleme vieler Städte und Gemeinden (einführend Kersting 2004a). Mit diesen Phänomenen geht zugleich die Forderung einher, die Bürger stärker als bisher in kommunale Planungs- und Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Sebastian H. Schneider

Chapter 2. Demokratische Innovation: Grundlagen, Ursachen und Zielsetzungen

Vor einer Analyse der Beteiligung an demokratischen Innovationen am Beispiel von Bürgerhaushalten empfiehlt es sich, die internationalen, nationalen und besonders auch kommunalen Rahmenbedingungen sowie zugrundeliegende demokratietheoretische Grundlagen und Konzeptionen zu beleuchten. Dieses Kapitel zeichnet somit den gesellschaftlichen, politischinstitutionellen und theoretischen Rahmen für die demokratische Innovation Bürgerhaushalt, denn der Trend zu mehr Bürgerbeteiligung und der Einführung (weiterer) demokratischer Innovationen (Kersting 2008a; McLaverty 2002; Nanz & Fritsche 2012; Saward 2006a, 2006b; Smith 2009) lässt sich kaum losgelöst vom gesellschaftlichen und (kommunal-) politischen Kontext erklären.
Sebastian H. Schneider

Chapter 3. Untersuchungsgegenstand: der Bürgerhaushalt

Nachdem in Kapitel 2 die allgemeinen Hintergründe zu demokratischen Innovationen abgesteckt wurden, ist nun zur womöglich europa- beziehungsweise weltweit und auch in Deutschland bedeutsamsten demokratischen Innovation (Herzberg et al. 2012: 10; Kersting 2014b: 69-70; Märker & Nitschke 2008: 130; Pateman 2012; Roth 2014: 243-245) überzugehen: Bürgerhaushalte. Dabei wird bewusst der Plural des Begriffs verwendet, da man nicht von einem einheitlichen Verfahren sprechen kann, weder in Deutschland noch weltweit (ähnlich Herzberg et al. 2012: 10, Fußnote 1), denn die Zielsetzungen und Verfahrensdesigns variieren beträchtlich (Herzberg et al. 2012; Ruesch & Wagner 2014; Sintomer et al. 2010).
Sebastian H. Schneider

Chapter 4. Erklärungsfaktoren der Beteiligung

Nachdem der gesellschaftliche, institutionelle und demokratietheoretische Rahmen in den vorherigen Kapiteln abgesteckt und der Bürgerhaushalt im Detail vorgestellt wurde, stellt dieses Kapitel das erste Kernstück dieser Arbeit dar: die Herleitung von Einflussfaktoren auf die Beteiligung an Bürgerhaushalten. Wie bisher deutlich wurde, ist die Beteiligung der Bürger an demokratischen Innovationen stets ein zentraler Aspekt, und zwar nicht nur für die akademische Forschung, sondern besonders auch für Praktiker aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Nicht zuletzt zielen Bürgerhaushalte darauf ab, möglichst viele Bürger in der Gemeinde zu erreichen (Klages 2011: 125; Masser et al. 2013: 27-30).
Sebastian H. Schneider

Chapter 5. Datenbasis und Untersuchungsdesign

Im folgenden Abschnitt werden die drei zentralen Datenquellen der Arbeit, die Operationalisierung der Variablen sowie die Analysestrategie inklusive der statistischen Modellierung vorgestellt. Als Datenbasis dienen erstens Umfragedaten, die im Rahmen der Evaluation des Oldenburger Bürgerhaushalts (2010–2012) erhoben wurden und eine Vielzahl an Variablen aus der politischen Partizipationsforschung enthalten. Zweitens wird ein Datensatz verwendet, der die Beteiligung beziehungsweise Beteiligungsquote an sämtlichen Bürgerhaushalten in Deutschland enthält.
Sebastian H. Schneider

Chapter 6. Empirische Analysen

Die empirischen Analysen erfolgen für alle drei Datenquellen beziehungsweise Teilanalysen nach dem gleichen Muster: Zunächst wird die abhängige Variable (Beteiligung, Beteiligungsabsicht, Beteiligungsquote) deskriptiv dargestellt, gefolgt von einer Analyse ihres Zusammenhangs mit den zentralen unabhängigen Variablen. Dies umfasst gegebenenfalls auch eine grafische Darstellung, um dem Leser ein tiefergehendes Verständnis des Datenmaterials zu bieten.
Sebastian H. Schneider

Chapter 7. Zusammenfassung und Ausblick

Als Reaktion auf gesellschaftliche Wandlungsprozesse und populäre Krisendiagnostiken der Demokratie wird zunehmend versucht, die gegenwärtige demokratische Praxis in westlichen Industriestaaten zu reformieren. Diese Reformen, gespeist durch partizipative und deliberative Demokratietheorien sowie Bestrebungen zur Verwaltungsreform und -modernisierung, betreffen die elektorale Arena (z. B. Wahlrechtsreformen, Voting Advice Applications, E-Voting), die Einführung von direktdemokratischen Prozeduren (z. B. Bürgerbegehren und -entscheide) und vor allem die Bereitstellung von diversen konsultativ-dialogischen Beteiligungsverfahren.
Sebastian H. Schneider

Backmatter

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