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Über dieses Buch

Dieses essential gibt einen Überblick über die Bürgerkommune, von den ersten Schritten der Einführung bis hin zu einem Netzwerk mit Bürgern, die freiwillig Aufgaben und Entscheidungen übernehmen. Bürgerkommunen benötigen die Unterstützung der Verwaltungsspitze und der Politik. Der Autor Armin König ist Bürgermeister der Gemeinde Illingen, die am Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ teilnimmt. Er zeigt anhand von Beispielen wirksame Partizipationsinstrumente und erläutert, wie erfolgreiche Bürgerkommunen entstehen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Starke Demokratie erfordert Bürger-Engagement und Bürger-Power, insbesondere in Kommunen, wo sich politische Entscheidungen aller Ebenen unmittelbar auswirken.
Armin König

Kapitel 2. Der Orientierungsrahmen der Bürgerkommune

Paul Stefan Roß, einer der Protagonisten der Bürgerkommune, hat in seiner Studie „Demokratie weiter denken“ (2012) vom „deutlich visionären Charakter“ der Idee der Bürgerkommune gesprochen. Bezogen auf baden-württembergische Erfahrungen stellte Roß fest, dass es bisher „keine Kommune, die das Leitbild Bürgerkommune eins zu eins einlöst“, gibt. Im Saarland ist die Lage ähnlich. Zwar ist unter den 52 Kommunen ein halbes Dutzend Städte und Gemeinden mit stärkeren partizipativem Charakter, doch kann nicht einmal die Demografie-Modellgemeinde Illingen („Illingen 2030“) den Anspruch einlösen, Bürgergemeinde zu sein.
Armin König

Kapitel 3. Begriffe der Bürgerkommune

Bei der Bürgerkommune handelt es sich um eine partizipativ agierende Gemeinde, in der Bürger in Governance-Arrangements direkt und freiwillig an der Vorbereitung und Umsetzung politischer Entscheidungen beteiligt sind und aktiv in Entscheidungsfeldern Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen. Zu den potenziell Beteiligten gehören Privatpersonen, Vereine, Institutionen, Wirtschaft, Verbände, Kirchen, Initiativen und politische Parteien. Der Begriff wurde von Banner (1998) eingeführt.
Armin König

Kapitel 4. Organisation der Bürgerkommune

Die direkte Mitwirkung der Bürger setzt systematisches Kommunizieren und Vernetzen voraus. Die Einführung der Bürgerkommune muss strategisch gemanagt werden. Die Verwaltungsspitze soll Motor der Entwicklung und der Veränderung sein. Wo Bürgermeister als Bedenkenträger handeln, ist die Idee der Bürgerkommune von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Armin König

Kapitel 5. Engagierte Stadt

Das Netzwerkprogramm Engagierte Stadt ist eine gemeinsame Initiative der Bertelsmann Stiftung, der BMW Stiftung, des Generali Zukunftsfonds, der Herbert Quandt-Stiftung, der Körber-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Aufgelegt wurde es 2015. Fünf Stiftungen, ein Unternehmen und die Bundesregierung investierten mehr als drei Millionen Euro, um „die Weiterentwicklung von Engagementstrukturen in Städten und Gemeinden zu stärken“.
Armin König

Kapitel 6. Bürgerkommune als Chance – Fazit

1.
Die Bürgerkommune ist kein totgerittenes Pferd. Weil Stadt ohne Bürgerinnen und Bürger nicht stattfindet, bleibt Partizipation die richtige Antwort auf abnehmende Akzeptanz staatlicher Entscheidungen und Planungen sowie auf die oft beschworene Krise der Institutionen. Allerdings muss sie gut geplant, legitimiert und fair organisiert sein.
 
2.
Ohne Bürger findet Stadt nicht statt. Starke Demokratie erfordert Bürger-Engagement und Bürger-Power, insbesondere in Kommunen, wo sich politische Entscheidungen aller Ebenen unmittelbar auswirken.
 
Armin König

Backmatter

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