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13.09.2017 | Building Information Modeling | Im Fokus | Onlineartikel

BIM reduziert vielerlei Kosten

Autor:
Christoph Berger

Nach den Problemen bei der Rheintalbahn mit abgesenkten und verbogenen Gleisen kam direkt Kritik an der BIM-Methode auf. Doch klar ist laut einer Befragung, dass sich mit BIM erkennbar Kosten sparen lassen.

Laut der aktuellen durch Bauinfoconsult erstellten Marktstudie "Bim Monitor 2017" bewerten sowohl Nutzer als auch (Noch-)Nicht-Nutzer – befragt wurden 304 mitarbeiterstarke Architektur- und Ingenieurbüros – die digitale Planungs- und Projektsteuerungsmethode Building Information Modeling (BIM) hinsichtlich ihrer Kosteneffizienz als gut.

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So gehen 50 Prozent der mittelständischen und großen Unternehmen, die BIM noch nicht in der Praxis nutzen, davon aus, dass sich durch den BIM-Einsatz Personalkosten senken lassen. Diese Erwartung resultiert aus der Annahme, mit BIM weniger Arbeitsstunden zu benötigen, da zum Beispiel mehrere Planungsschritte durch unterschiedliche Teams gleichzeitig bearbeitet werden. Die Arbeitsstunden würden sich daher effizienter organisieren lassen.

Weniger Personalkosten und reduzierte Arbeitsstunden

Unternehmen, die BIM bereits im Einsatz haben, können diese Erwartungshaltung bestätigen: 61 Prozent der Befragten konnten mit BIM ihre Arbeitsstunden und somit auch die Personalkosten senken.

Im Kapitel "Das wirtschaftliche Architekturbüro" des Springer-Fachbuchs "Architekturpraxis Bauökonomie" geht Autorin Dipl.-Ing. Anne Hackel davon aus, dass der gesamte Stundenaufwand durch den BIM-Einsatz erhalten bleibt beziehungsweise im günstigsten Fall sogar geringer ausfallen kann. Somit werde die Gesamtwirtschaftlichkeit von Projekten erhöht – dies sei eines der erklärten Ziele von BIM.

Bauwerks- und Fehlerkosten

Weiter auseinander als bei den Personalkosten und Arbeitsstunden liegen die Erwartungen der BIM-Nicht-Nutzer mit den gemachten Erfahrungen der BIM-Nutzer im Hinblick auf die Bauwerkskosten: Hierbei erwarten 44 Prozent der BIM-Nicht-Nutzer weniger hohe Kosten in BIM-planungsbasierten Projekten. Doch sogar 60 Prozent der Nutzer konnten hierbei eine Kostenreduzierung gegenüber Nicht-BIM-Projekten feststellen. Wie die Wirtschaftlichkeitsberechnung mitsamt Bauwerkskosten aussehen kann, wird beispielhaft anhand einer Developmentrechnung im Kapitel "Bedarfsgerechte Projektentwicklung" des Springer-Fachbuchs "Projektentwicklung in der Immobilienwirtschaft" gezeigt.

Schließlich fragten die Marktforscher von Bauinfoconsult die BIM-Nutzer und BIM-Nicht-Nutzer noch nach ihren Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Fehlerkosten. Prof. Dr.-Ing. Markus Krämer schreibt dazu im Kapitel "Building Information Modeling aus Sicht von Eigentümern und dem Facility Management" des Springer-Fachbuchs "IT-Management Real Estate", dass sich mit dem BIM-Einsatz ein erheblicher Teil der Nachtrags- beziehungsweise Fehlerkosten vermeiden lasse. Eine Aussage, die sich sowohl mit den gemachten Erfahrungen als auch den Erwartungen deckt: So berichten 69 Prozent der Nutzer von sinkenden Fehlerkosten, 73 Prozent der Nicht-Nutzer erwarten diese Effizienzsteigerung.

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