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02.05.2018 | Building Information Modeling | Im Fokus | Onlineartikel

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen ist gestartet

Autor:
Christoph Berger

Am 20. März 2018 startete das neue Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen zur Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft. Mittelständische und kleine Unternehmen erhalten dort Unterstützung für den digitalen Wandel.

Über die kommenden drei Jahre erhalten mittelständische und kleine Unternehmen an dem Kompetenzzentrum Unterstützung für ihren digitalen Wandel und ihre Geschäftsmodelle. Das Kern-Konsortium des Kompetenzzentrums besteht dabei aus fünf Partnern: dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP in Holzkirchen – das Institut ist auch Konsortialführer des neuen Kompetenzzentrums, dem Institut für Mittelstandsforschung Mannheim (ifm), der Jade Hochschule Oldenburg, dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automation IFF Magdeburg sowie dem eBusiness Kompetenzzentrum für Planen und Bauen in Kaiserslautern. Hinzu kommen weitere Partner, um einerseits die gesamte Wertschöpfungskette Bau abzudecken, andererseits, um eine flächendeckende Beratung anbieten zu können. Gefördert wird das neue Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, es ist Teil von Mittelstand-Digital.

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Jeder der Partner ist außerdem auf einen bestimmten Teil der Wertschöpfungskette spezialisiert. Am Fraunhofer IBP, dem Standort Süd, geht es zum Beispiel vorranging um das Thema "Betreiben" – ein Thema, mit dem sich auch Florian Schrammel intensiv im Kapitel "Die Planungsmethode BIM im Facility Management" des Springer-Fachbuchs "Praxishandbuch Facility Management" auseinandersetzt. Am Fraunhofer IFF Magedeburg wird sich hingegen alles um das Thema "Bauen" drehen. Das Teilvorhaben der Jade Hochschule konzentriert sich auf den Schwerpunkt "Digitales Planen". "Wir richten den Fokus auf die Kenntnisse und Kompetenzen, die zukünftig von Architekten, Ingenieuren und Handwerksbetrieben verlangt werden", erklärt der dortige Projektleiter Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser. Es gehe dabei sowohl um bauvorbereitende als auch um baubegleitende Prozesse Hierfür werden Praxisprojekte in Zusammenarbeit mit den KMUs bearbeitet und ausgewertet. Aus den Erkenntnissen sollen Formate für die Schulung und Weiterbildung entwickelt werden.

Bündelung von Kompetenzen

Am ifm in Mannheim wird untersucht, welche Vorteile und Möglichkeiten die Digitalisierung für die Projektentwicklung von Bauvorhaben haben kann. Bei der dortigen Kick-Off-Veranstaltung machten Referenten aus der Versicherungswirtschaft, von Projektentwicklern, aus Planungs- und Beratungsbüros sowie aus der Stadt- und Regionalplanung deutlich, dass BIM zu geringeren Planungs- und Baukosten, besseren Immobilienbewertungen und geringeren Betriebskosten führen kann. Diese möglichen Gewinne würden die höheren Aufwendungen für BIM deutlich kompensieren. So könne beispielsweise die Bewertung von Immobilien deutlich präziser werden, wenn das Bauwerk von Anfang an digital geplant und gebaut worden sei – es gebe verlässliche Informationen zum Beispiel über die technische Gebäudeausstattung, die präzise dokumentiert und zugänglich seien. Am eBusiness-KompetenzZentrum Kaiserslautern wiederum finden Handwerksbetriebe zahlreiche Praxisbeispiele.

Praxisbeispiele und Vernetzung sind überhaupt grundlegende Ziele des Kompetenzzentrums. So sagte auch Thomas Kirmayr vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP beim Start, dass gerade die Kleinteiligkeit der deutschen Bauwirtschaft vorteilhaft sein könne, wenn es gelinge, die kleine und mittelständisch geprägte heimische Bauwirtschaft besser zu vernetzen. Solche netzwerkartigen Gebilde könnten im Zeitalter der Digitalisierung agiler handeln als große Unternehmen. Eine Ansicht, die auch Andreas Moring, Lukas Maiwald und Timo Kewitz im Kapitel "Digitale Transformation und Veränderungen in der Wertschöpfung" des Springer-Fachbuchs "Bits and Bricks: Digitalisierung von Geschäftsmodellen in der Immobilienbranche" vertreten. Sie schreiben: "Netzwerke werden gemeinhin definiert als langfristig angelegte und für alle Beteiligten grundsätzlich vorteilhafte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Parteien, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern oder diese zu erlangen, welche Wettbewerber, die nicht Teil des Netzwerks sind, nicht realisieren können."

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