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25.07.2018 | Building Information Modeling | Im Fokus | Onlineartikel

Größtes städtisches BIM-Modell der Welt

Autor:
Christoph Berger

Die Stadt Paris möchte die Umgebung des Eiffelturms verändern. Dazu gibt es eine Ausschreibung, für die ein digitales 3-D-Modell des gesamten Geländes erstellt wurde. Anhand des Modells muss die Neugestaltung erarbeitet werden.

Da die Umgebung des Pariser Wahrzeichens, dem Eiffelturm, nicht mehr den städtebaulichen und infrastrukturellen Anforderungen in den Bereichen Energieversorgung, Begrünung, Versorgung, Mobilität, Logistik, Abfallentsorgung und Sicherheit genügt, wünscht sich die Stadt eine komplette Umgestaltung des gesamten Geländes – mit Trocadéro, Champ de Mars sowie der Esplanade.

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Werkzeuge des Projektmanagements

Im Folgenden werden die Werkzeuge des Projektmanagers beschrieben, wobei hier im Wesentlichen Softwarewerkzeuge benannt werden.


Erste Vorschläge für die Neugestaltung wurden in dem Anfang 2018 gestarteten Architekturwettbewerb "The Eiffel Tower Site: Discover – Approach – Visit" erarbeitet. Im Mai 2018 wurden von der Stadt aus den insgesamt 42 Bewerbungen dann vier Finalisten-Teams bestimmt. Diese sollen bis Frühjahr 2019 ihre Wettbewerbsvorschläge weiter ausarbeiten. Vorgeschriebene Grundlage dabei wird ein digitales 3-D-Modell sein, dass die teilnehmenden Büros für ihre Arbeit und Ideen nutzen sollen. Das Modell wurde von Autodesk erstellt. Das Unternehmen wird die Finalisten-Teams auch bei der Entwicklung und Visualisierung ihrer Entwürfe unterstützen.

Detailgetreue Visualisierung

Das erstellte 3-D-Mastermodell des Geländes umfasst eine Fläche von insgesamt 2,4 Quadratkilometern. Neben dem Eiffelturm sind darin alle Gebäude, Straßen, Brücken, Fußgängerwege, Grünflächen und das gesamte städtische Mobiliar – Statuen, Laternen, Bänke – erfasst. Erstmals in dieser Detailtreue. Zudem, so Autodesk, sei das 3-D-Abbild das größte jemals geschaffene BIM-Modell einer urbanen Umgebung.

Für die Erstellung des Mastermodells kamen Infraworks für die Bodenoberflächen und 3ds Max für die Modellierung von Gebäuden und Bauwerken zum Einsatz. Die finalen Visualisierungen werden in 3ds Max erstellt. Ein vereinfachtes Infraworks-Modell, in das auch die Gebäudedaten aus 3ds Max übertragen wurden, steht den Wettbewerbsteilnehmern für die Ausgestaltung ihrer Entwürfe zur Verfügung.

Virtual Reality- und Augmented Reality-Unterstützung

Ziel dieser Arbeitsmethode ist es, den Wettbewerbsprozess nicht nur für die Stadt, sondern auch die teilnehmenden Projekt-Teams effizienter zu gestalten. Zudem sollen die Konzepte realitätsnah visualisiert und simuliert werden können – mithilfe von Virtual Reality- und Augmented Reality-Unterstützung schon vor Baustart: beispielsweise sollen Besucherströme sichtbar gemacht werden.

So heißt es auch im Kapitel "3D-Stadtmodellierung: CityGML" des Springer-Fachbuchs "Building Information Modeling": "Virtuelle 3D-Stadtmodelle gewinnen kontinuierlich an Bedeutung und werden bereits heute für vielfältige Anwendungszwecke eingesetzt. Ihr Einsatzspektrum reicht dabei von der einfachen grafischen Visualisierung stadträumlicher Strukturen über Telematik- und Navigationssysteme bis hin zu Augmented-Reality-Applikationen sowie komplexen Simulationen im urbanen Kontext." Und im Kapitel "Werkzeuge des Projektmanagements" des Springer-Fachbuchs "Bau-Projekt-Management" schreiben die Autoren unter anderem, dass es die Virtual Reality-Technologie erlaube, selbstbestimmend Bauwerke zu betrachten. Augmented Reality projiziere der realen Umwelt dann noch virtuelle Informationen hinzu.

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