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Über dieses Buch

Bilder in der Presseberichterstattung nehmen Einfluss auf die Deutungs- und Wahrnehmungsmuster von Migration. Dadurch sind sie, die Bilder, Teil von gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen über Migration. Über Pressebilder versichern sich Gesellschaften ihrer aktuellen Verfasstheit, sodass sie als Teil von Selbstverständigungsprozessen verstanden werden müssen. Aus dieser Perspektive widmet sich die Untersuchung Bildmotiven, die im Zeitraum der späten 1950er bis frühen 1990er Jahre in der Presseberichterstattung über ‚Flucht‘ und ‚Asyl‘ veröffentlicht wurden und leistet so einen Beitrag zum Verständnis der Bundesrepublik als Migrationsgesellschaft in historischer Perspektive.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
„Und nun die Bilder der Särge im Hangar des Flughafens von Lampedusa, die Bilder der kletternden Menschen am Stacheldrahtzaun der Exklaven Ceuta oder Melilla – sie passen doch nicht zu dem Bild, das wir Europäer von uns selber haben?“
Lisa-Katharina Weimar

Kapitel 2. Ordnung, Gut-Sein und Überlegenheit

Zusammenfassung
Wie bereits in der Einleitung dargelegt, hat sich im Verlauf der Untersuchung eine Gliederung der empirischen Befunde in zwei Großkapitel als plausibel herausgestellt. Diese zeigt eine Zäsur in der visuellen Repräsentation von Migration und bundesdeutscher Gesellschaft an. In den ersten beiden Fallbeispielen wird die Existenz der Gesellschaft der Bundesrepublik und ihrer Institutionen im Bild als abgesichert gezeigt.
Lisa-Katharina Weimar

Kapitel 3. Chaos, Täterschaft und (potenzielle) Unterlegenheit

Zusammenfassung
Die ersten beiden Fallbeispiele sind geprägt von Bildern, die die Gesellschaft der Bundesrepublik im Kontext von Flüchtlingsaufnahme vor allem als übereinstimmend mit Normen und Werten zeigen, die den Bestand gesellschaftlicher Ordnungsvorstellungen und moralischer Integrität bestätigen. Über diese Bilder wird die Aufnahme von ‚Flüchtlingen‘ legitimiert. Die folgenden beiden Fallbeispiele zur Berichterstattung über das Asylverfahren in den 1980er Jahren und der Berichterstattung im Vorfeld des ‚Asylkompromisses‘ lassen sich entlang dieser Parameter vornehmlich auf der gegenüberliegenden Seite verorten.
Lisa-Katharina Weimar

Kapitel 4. Erkenntnisse: Selbstverständnis und visuelle Inszenierung

Zusammenfassung
In der vorliegenden Untersuchung ist die Funktion von Fotografien in der Presseberichterstattung um den Themenkomplex ‚Flucht‘ und ‚Asyl‘ als kulturelle Rahmung in Aushandlungs- und Herstellungsprozessen in historisch spezifischen Migrationsregimen der Bundesrepublik eruiert worden. Die Bilder stehen in Wechselwirkung mit Vorstellungen, die Gesellschaften oder Gruppen von sich selbst haben. Dementsprechend sind die Fotografien in der Presse und die durch sie artikulierten Identifikationsangebote und Differenzkonstruktionen als Faktoren gesellschaftlicher Selbstverständigungsprozesse in den Blick genommen worden.
Lisa-Katharina Weimar

Backmatter

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