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01.09.2016 | Business Intelligence | Im Fokus | Onlineartikel

Künstliche Intelligenz verändert Märkte und Geschäftsmodelle

Autor:
Detlev Spierling
3 Min. Lesedauer

Künstliche Intelligenz oder kognitives Computing halten viele Experten für das nächste “große Ding“ in der IT-Welt. Großkonzerne wie VW, Apple und Intel forcieren jetzt ihr KI-Engagement.

Fast pünktlich zum 60. Geburtstag der Künstlichen Intelligenz (KI) — englisch artificial intelligence (AI) — beteiligte sich Volkswagen im Mai an dem im Jahr 1988 gegründeten Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken um die Digitalisierung seiner Fabriken voranzutreiben. Kurz darauf übernahm der US-Technologiekonzern Apple das auf künstliche Intelligenz spezialisierte Start-up Turi aus Seattle und schließlich schluckte der Chiphersteller Intel das kleine kalifornische KI-Start-up Nervana. Das alles passierte innerhalb weniger Wochen in diesem Frühsommer wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unlängst berichtete.

Längst übernehmen moderne Roboter und Software dank KI immer mehr Routinejobs – nicht nur in vielen Fabriken. Auf die Folgen dieser Entwicklung für die Arbeitswelt weisen Tobias Kollmann und Holger Schmidt im Buchkapitel "Arbeit 4.0“ hin:

"50  Prozent aller "White‐Collar‐Jobs", also die Mitarbeiter mit weißem Hemdkragen in den Verwaltungen, müssen sich auf Dauer andere Tätigkeiten suchen, schätzt Fraunhofer‐Forscher Thomas Bauernhansl. […] Sogar Bibliothekare, Verkehrspolizisten und Piloten weisen eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 50  Prozent auf, bald durch eine Maschine ersetzt zu werden."

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KI macht moderne, effiziente Big Data-Lösungen erst möglich

Erst mit der auf KI basierenden Semantic-Web-Technologie lassen sich zum Beispiel die Probleme der Datenheterogenität lösen, erläutert Rudi Studer im Interview in Ausgabe 2/2016 der Zeitschrift "KI — Künstliche Intelligenz".  Studer ist Professor am Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) und an weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen.

Semantische Technologien können in sehr heterogenen Datenquellen Verknüpfungen finden und die Ergebnisse in gut strukturierten Daten (zum Beispiel Tabellenform) bereitstellen. Darauf weisen Robert Isele und Natanael Arndt in ihrem Artikel in Ausgabe 4/2016 auf Seite 57 der Zeitschrift "Wirtschaftsinformatik & Management" hin und erläutern dies an einem bekannten Beispiel:

Der von Google 2012 eingeführte Knowledge Graph ist eine solche Anwendung und dürfte den meisten aus der täglichen Arbeit mit Googles Suchmaschine bekannt sein. Sucht man zum Beispiel Interneteinträge zur Person „Tim Berners-Lee“, erscheint rechts neben den Suchergebnissen ein separater Kasten, der die wichtigsten Informationen, Fotos und verwandte Suchanfragen zu Tim Berners-Lee anzeigt“.

Als Cognitive Computing wird der KI ein enormes Wachstum prognostiziert

Bitkom-Expertem haben schon vor einem Jahr dem "Cognitive Computing" ein rasantes Wachstum vorausgesagt. Die Digitalisierung kognitiver Leistungen, die bisher der menschlichen Intelligenz vorbehalten waren, wird inzwischen mit diesem KI-Synonym bezeichnet. "Cognitive Computing beschreibt selbstlernende IT-Systeme, die in Echtzeit mit Menschen und anderen Computersystemen kommunizieren, sich an frühere Interaktionen erinnern und eigenständig Schlüsse ziehen können", erläutert der IT-Branchenverband. Der weltweite Umsatz mit Hardware, Software und Services rund um Cognitive Computing betrug nach Bitkom-Angaben im Jahr 2015 rund 980 Millionen Euro und soll bis zum Jahr 2020 auf ein Volumen von 13 Milliarden Euro anwachsen.

Bitkom will Wissen über Cognitive Computing vermitteln

Als Reaktion auf diese Entwicklung hat der Verband einen eigenen Arbeitskreis gegründet, der den mitwirkenden Unternehmen Wettbewerbsvorteile durch die Vermittlung von neuestem Management-, Markt- und Technologiewissen über Cognitive Computing verschaffen und Kooperationen spezialisierter Anbieter in diesem IT-Bereich fördern soll. 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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Quelle:
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